DE570293C - Verfahren zur Verbrennung gasfoermiger, staubfoermiger und fluessiger Brennstoffe inOEfen u. dgl. unter Verwendung katalytisch wirkender Stoffe starker Elektronenemission als Kontaktstoffe - Google Patents

Verfahren zur Verbrennung gasfoermiger, staubfoermiger und fluessiger Brennstoffe inOEfen u. dgl. unter Verwendung katalytisch wirkender Stoffe starker Elektronenemission als Kontaktstoffe

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DE570293C DED58790D DED0058790D DE570293C DE 570293 C DE570293 C DE 570293C DE D58790 D DED58790 D DE D58790D DE D0058790 D DED0058790 D DE D0058790D DE 570293 C DE570293 C DE 570293C
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Description

  • Verfahren zur Verbrennung gasförmiger, staubförmiger und flüssiger= Brennstoffe in Öfen u. dgl. unter Verwendung katalytisch wirkender Stoffe starker Elektronenemission als Kontaktstoffe Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verbrennung gasförmiger, staubförmiger und flüssiger Brennstoffe in Öfen u. dgl. unter Verwendung von Stoffen starker Elektronenemission als Kontaktstoffe zwecks Erzeugung hoher Verbrennungstemperaturen.
  • Es ist bekannt, daß der Verbrennungsvorgang durch die Kontaktwirkung von heißen Oberflächen erheblich beschleunigt und vollständiger gemacht werden kann. Zu dem Zwecke wird bei bekannten Öfen das Brennstoffluftgemisch durch die Poren oder Kapillaren von feuerfesten Platten oder die Zwischenräume einer körnigen Schüttung hindurchgepreßtund an derAustrittsfläche entzündet. Dadurch erhitzt sich die Oberfläche der feuerfesten Masse zu hoher Glut, während die sichtbare Flamme immer mehr abnimmt und allmählich verschwindet. Bei Verwendung der in diesem Falle unumgänglich notwendigen besonderen Mischkammern, in denen der Brennstoff und das sauerstoffhaltige Gas vor der Einführung in den eigentlichen Verbrennungsraum gemischt werden, muß zwecks Vermeidung von Rückschlägen der Flamme in die Mischkammer das Gemisch mit einer Geschwindigkeit durchgepreßt werden, welche die Rückzündungsgeschwindigkeit des Gemisches übersteigt. Dies erfordert die Anwendung eines hohen Preßdruckes, um dies Gemisch durch die feuerfesten Körper hindurchzutreiben. Auch ist die Verwendung von Stoffen starker Elektronenemission als katalytisch wirkende Kontaktstoffe bei Verbrennungsvorgängen bekannt.
  • Gemäß der Erfindung ist der Verbrennungsraum durch in der Strömungsrichtung der Gase verlaufende Vorsprünge, Einbauten o. dgl., die aus Stoffen starker Elektronenemission, z. B. aus Magnesiumoxyd, Thoriumoxyd, Calciumoxyd, Zirkonoxyd, Bariumoxyd, Berylliumoxyd o. dgl., bestehen, mit einer katalytisch wirksamen Kontaktfläche ausgestattet, die mindestens 2o qdm auf Z Cdm des freien Verbrennungsraumes beträgt, und das Verbrennungsgemisch wird mit einer solchen Geschwindigkeit durch diesen Verbrennungsraum hindurchgeleitet; daß die Verweilzeit der Gasteile zwischen den Kontaktflächen nur bis ungefähr i/ioo Sekunde beträgt. Dabei werden Brennstoff und Luft dem Verbrennungsraum getrennt zugeführt und die im Verbrennungsraum vorgesehenen Einbauten sind so angeordnet, daß zwischen ihnen eine Stauung der durchstreichenden Gase nicht eintritt.
  • Mit Hilfe des neuen Verfahrens lassen sich ohne Vergrößerung der Brennstoffmenge und der Ofenabmessungen höhere Verbrennungstemperaturen erzielen als bei bekannten Arbeitsweisen. Auch kann man bei Einstellung der Ofenhitze auf eine unter der erzielbaren Höchsttemperatur liegende niedrigere Temperatur diese mit geringeren Heizstoffmengen erreichen als bisher. Beispielsweise ist es mit einem gemäß der Erfindung gebauten und beschriebenen Ofen möglich, bei der Verbrennung von Leuchtgas mit 4200 Wärmeeinheiten je Kubikmeter und Luft Verbrennungstemperaturen von über 2ooo° C zu erreichen. Bei Verwendung von Sauerstoff anstatt Luft kann man im gleichen Falle sogar Temperaturen über 2q.00° C erzielen, wobei bei Verwendung höherwertiger Brennstoffe noch höhere Temperaturen erreicht werden können. Dabei bedarf man zur Zuführung der Komponenten des Gasgemisches im allgemeinen keines stark erhöhten Druckes, sondern kann z. B. Leuchtgas einer beliebigen Städtieitüng entnehmen und den. Wind mit geringem Kraftaufwand, z. B. mit einem .einfachen. Ventilatorgebläse, - erzeugen:- Dabei' kann man die zuzuführenden Komponenten, z. B. Luft, Sauerstoff und brennbares Gas, unterVerwendung der Abgase oder der strahlenden Wärme des Ofens in an sich bekannter Weise vorwärmen und auf diese Weise die erreichbare Verbrennungstemperatur noch steigern. _ Bei praktischer Durchführung des Verfahrens wird die erforderliche starke Vergrößerung der Kontaktfläche durch Anordnung von Einbauten aus Stoffen starker Elektrönenemissiön in dem Verbrennungsraum ermöglicht, die das Brennstoffluftgemisch in an sich bekannter Weise in dünne Schichten, Streifen oder Bänder unterteilen. Man kann z. B den Verbrennungsraum mit Vorsprüngen, Rippen, eingesetzten Leitwänden, Durchflußrohren usw. versehen.. Da für die Erreichung der höchsten Verbrennungstemperatur eine ständige sofortige Abführung der Verbrennungsgase aus der Kontaktzone erforderlich ist, sind die die Kontaktfläche vergrößernden Einbauten, Rippen usw. so angeordnet; daß sie in der Durchflußrichtung des Brennstoffluftgemisches liegen.
  • Es soll also jedes Verweilen des Gasgemisches über die zum Verlauf der Reaktion nötige Zeit hinaus an der Kontaktfläche wie auch jede Stauung des Gasgemisches innerhalb des Verbrennungsraumes vermieden werden. Die Wände des Ofens können dabei in voller Stärke aus diesen Elektronen aussendenden Stoffen hergestellt sein, oder es können diese Stoffe als Verkleidung des Verbrennungsraumes benutzt werden.
  • Dabei kann bei Muffel- oder TiegeIöfen die Muffel bzw. der Tiegel von übereinanderliegenden Verbrennungsräumen umgeben sein, die von dem Gasgemisch nacheinander . durchströmt werden, wobei es zunächst die innere Verbrennungskammer durchströmt, wie es an sich bei derartigen Öfen bekannt ist. In diesem Fall ist. eine Vergrößerung der Kontaktfläche durch Einbauten vor allem in :der inneren Verbrennungskammer, also im ersten Teil des Verbrennungsraumes, vorzunehmen. In der Zeichnung sind ein Muffelofen und ein Tiegelofen dargestellt, bei denen die Kontaktfläche des . Verbrennungsraumes durch Einbauten aus Stoffen starker Elektronenemission in dem erforderlichen Maße vergrößert ist.
  • Abb. = zeigt einen Querschnitt durch einen i42uffelofen nach der Linie C-D der Abb. 2. Abb. 2 ist ein Längsschnitt durch diesen Ofen nach Linie A-B der Abb. i.
  • Abb. 3 zeigt. einen senkrechten Querschnitt durch einen Tiegelöfen.
  • Abb. q. stellt eine Aufsicht von oben auf diesen in der Ebene E-F nach Abb. 3 geschnittenen Tiegelofen zur Hälfte dar.
  • Es bezeichnet in Abb. i und 2 a die aus geeignetem feuerfestem Stoff bestehende Ofenrnuffel, beinen die Muffel.schichtartig umgebenden inneren der durch die Wand c nach außen abgeschlossen ist. Brennstoff in geeigneter Form und das Zusatzgas, Sauerstoff oder-Lüft; treten unggzni$cht an-einem Ende des Ofens in den Verbrennüngsräum selbst ein, um hier gemischt und gezündet- zu --werden.
  • In dem Verbrennungsraum b sind als die ,Kontaktfläche, des '#durchströmenden Gasgemisches vergrößernde Einbauten kreuzförmige Einsätze d aus einem Stoff starker Elektronenemission angeordnet;- -derart, daß mindestens 2o qdm Kontaktfläche auf i cdm des freien Verbrennungsraumes kommen und eine Stauung des Gasgemisches zwischen ihnen nicht eintritt.
  • Am Ende des Verbrennungsraumes b wird das Gasgemisch entsprechend der Pfeilrichtung (Abb.2) umgewandt, um alsdann. durch den äußeren Mantelraum e zurückgeleitet und aus dem Ofen abgeführt zu werden. Auch- der äußere Mantelraum e kann ganz oder teilweise mit die Kontaktfläche vergrößernden Einsätzen versehen sein.
  • Bei dem Tiegelöfen nasch Abb. 3 bezeichnet -f einen Tiegel, der schalenartig von den Wänden g und k umgeben ist. Zwischen den Wänden'sind Stützrippen oder Stütznocken i, k angeordnet, die mit dem Tiegel oder mit den Wänden j, lt fest verbunden sind.
  • Zwischen dem Tiegel und der Wand g sind Leitwände 1, in, n, o, P aus Stoffen starker Elektronenemission derart angeordnet, daß auf i cdm des Verbrennungsraumes mindestens 2o qdm Kontaktfläche kommen.
  • Der gasförmige, flüssige oder staubförmige Brennstoff wird durch die Leitung q zugeführt und tritt aus den Öffnungen s° des Brenners in den den Tiegel f umgebenden Raum aus.
  • Ebenso wird auch die Luft oder der Sauerstoff durch eine Leitung s und Öffnungen t in den Verbrennungsraum selbst eingeführt. Das Brennstoffluftgemisch wird im Verbrennungsraum sofort zur Entzündung gebracht und zwischen den. Einsatzwänden 1, m, n, a, durch den Raum u mit einer solchen Geschwindigkeit getrieben, daß die Verweilzeit der Gasteile zwischen den Leitwänden nur bis etwa 1/10o Sekunde beträgt.
  • In der oberen Ringkammer v werden die Gase umgelenkt und gehen nun durch den äußeren Raum w wieder nach unten, um z. B. durch eine Öffnung x abgeführt zu werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Verbrennung gasförmiger, staubförmiger und flüssiger Brennstoffe in Öfen u. dgl. unter Verwendung katalytisch wirkender Stoffe starker Elektronenemission, wie Magnesiumoxyd, Calciumoxyd, Bariumoxyd, als Kontaktstoffe, dadurch gekennzeichnet, daß bei getrennter Zuführung des Brennstoffes und der Luft zumVerbrennungsraum das Verbrennungsgemisch mit einer solchen Geschwindigkeit durch den Verbrennungsraum, dessen durch zur Vermeidung von Gasstauungen in der Strömungsrichtung der Gase verlaufende Einbauten,, Rippen o. dgl. vergrqßerte, katalytisch wirksam ausgestaltete Kontaktfläche mindestens 2o qdm auf i cdm freien Verbrennungsraum beträgt, hindurchgetrieben wird, daß die Verweilzeit der Gasteile zwischen den Kontaktflächen im Verbrennungsraum nur bis etwa -/",Sekunde beträgt. ". Außenbeheizter Muffel- oder Tiegelofen zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die katalytisch wirksame Kontaktfläche des Heizraumes eines mit einem Gebläsebrenner betriebenen Ofens durch in der Strömungsrichtung der Heizgase liegende Rippen oder sonstige Einbauten derart vergrößert ist, daß mindestens 2o qdm Kontaktfläche auf i cdm freien Verbrennungsraumes kommen.
DED58790D 1929-07-09 1929-07-09 Verfahren zur Verbrennung gasfoermiger, staubfoermiger und fluessiger Brennstoffe inOEfen u. dgl. unter Verwendung katalytisch wirkender Stoffe starker Elektronenemission als Kontaktstoffe Expired DE570293C (de)

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