DE56895C - Objectiv-Verschlufs für photographische Apparate - Google Patents
Objectiv-Verschlufs für photographische ApparateInfo
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- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
- G03B9/00—Exposure-making shutters; Diaphragms
- G03B9/08—Shutters
- G03B9/10—Blade or disc rotating or pivoting about axis normal to its plane
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE S7: Photographs.
Der den Gegenstand dieser Erfindung bildende Objectivverschlufs ist in der beiliegenden
Zeichnung dargestellt. Es zeigt Fig. 3 eine Ansicht von aufsen (mit theilweise entfernter
Deckplatte, damit das Verschlufsorgan sichtbar wird), Fig. 1 einen Querschnitt nach x-y.
Beide Figuren zeigen den Verschlufs in gespannter Stellung, wobei also die Objectivöffhung
völlig geschlossen ist. Fig. 2 ist ein Querschnitt nach v-iv bei voller Oeffhung des
Verschlusses, Fig. 3a eine Ansicht des Verschlufsorgans
bei voller Oeffhung, Fig. 3 b eine Ansicht desselben nach stattgehabtem Yerschlufs,
also in der Endstellung.
Das Verschlufsorgan ist vor oder auch hinter der Objectivöffhung Q innerhalb eines durch
eine Deckplatte H aufsen geschlossenen Gehäuses G angeordnet und wird gebildet durch
einen sogen. Gelenkrhombus, der aus vier einzelnen, in den Punkten ABCD drehbar mit
einander verbundenen Verschlufsblechen zusammengesetzt ist. Die Abstände der Drehungspunkte A B, B C, C D und D A sind einander
gleich; die Verschlufsbleche α und c liegen vor den Blechen b und d, welche sich unmittelbar
an die Objectivöffhung Q anlegen.
Bei dem hier zunächst zu betrachtenden, in Fig. i, 2 und 3 dargestellten Verschlufs werden
nun die Drehungspunkte A und C bezw. B und D in zwei geraden Linien x-y und
X\~X\ geführt, welche sich vor der Mitte 0 der
Objectivöffnung rechtwinklig schneiden, und zwar in der Weise, dafs die vier Schieber
U1 bl C1 du welche an ihren inneren Enden die
die Drehungspunkte der Bleche abcd bildenden Zapfen (in Fig. 1 sichtbar) tragen, ihre
geradlinige Führung in vier zu einander rechtwinkligen Schlitzen a2 £>2 C2 d2 (<i2 und C3 in
Fig. 3 punktirt angedeutet) finden, welche in der Deckplätte H des Verschlusses ausgespart
sind, und durch welche dieselbe in vier einzelne Theile zerfällt, da sie innen in der mittleren
Oeffhung der Deckplatte endigen und aufsen bis an den Rand des Gehäuses G heranreichen.
Bei der Verschiebung des Gelenkrhombus aus der in Fig. 3 dargestellten Anfangsstellung,
in welcher der Verschlufs gespannt und die Objectivöffnung geschlossen ist, in die in Fig. 3 b dargestellte Endstellung, in
welcher die Objectivöffhung ebenfalls geschlossen ist, nähern sich die Drehpunkte Λ. und C, also
die Schieber Ci1 und C1, der Mitte des Verschlusses,
während die Drehpunkte B und D, also die Schieber ^1 und dx, sich von derselben
entfernen.
Jedes mechanische Hülfsmittel, durch welches einer der Schieber Ci1 und C1 oder beide
nach innen oder einer der Schieber b1 und άΛ
oder beide nach aufsen gedrückt werden, läfst sich zur Bewegung des Verschlusses, d. h. zur
Verschiebung des Gelenkrhombus aus der Anfangsstellung Fig. 3 durch die Mittelstellung
Fig. 3 a hindurch in die Endstellung Fig. 3 b verwenden.. Bei dem dargestellten Verschlufs
dienen diesem Zwecke die beiden auf der Deckplatte H befestigten Spiralfedern S und S1,
deren Enden auf . zwei an den Schiebern C1 und 1J1 angebrachte, die Verlängerung der
Drehzapfen C und A bildende Knöpfe einen Druck nach innen zu ausüben; dieselben lassen
sich aber auch durch passend angebrachte Gummischnüre oder anders gestaltete Federn,
welche direct von dem Schieber Ci1 auf den
Schieber C1 wirken, also keine Verbindung mit dem Gehäuse haben, ersetzen.
Das Festhalten des Gelenkrhombus in der Stellung Fig. 3, welches auf verschiedenartige
Weise bewerkstelligt werden kann, erfolgt, bei
dem dargestellten Verschlufs durch einen um den festen Stift K drehbaren, mit dem längeren
Hebel M verbundenen Sperrhebel L, welcher infolge davon, dafs eine unter dem
Hebel M liegende Feder diesen nach oben drückt, beim Spannen des Verschlusses mit seinem
Ende an der Seitenfläche des Schiebers b1 schleift. Sobald die Stellung Fig. 3 erreicht
ist, legt sich derselbe in einen seitlichen Ausschnitt am Schieber hinein, so dafs letzterer
am Emporgehen gehindert wird. Der Verschlufs bleibt also gespannt. Das Auslösen desselben erfolgt durch einen Druck auf den
Hebel M, indem alsdann der Sperrhebel L aus dem erwähnten Ausschnitt im Schieber bx
wieder heraustritt, so dafs derselbe ungehindert nach oben gehen kann.
Es erfolgt ' nun unter Einwirkung der Federn S und S1 auf die Schieber C1 und Ci1
zunächst eine Verschiebung des Gelenkrhombus in die mittlere, in Fig. 3 a veranschaulichte
Stellung, in welcher' ABCD quadratische Form hat und der rechtwinklige Abstand zwischen
den Seiten AB und D C 'bezw. B C
und A D einen gröfsten Werth erreicht. In dieser Stellung ist der Verschlufs voll geöffnet
und wird, wenn auf Zeit exponirt werden soll, in derselben festgehalten, so lange der Druck
auf dem Hebel M fortdauert. Es wird dieses bewirkt durch einen dem Hebel L gegenüberliegenden,
an dessen Bewegungen in umgekehrter Richtung theilnehmenden Sperrhaken N,
welcher aufser Thätigkeit gesetzt werden kann und zu diesem Zwecke zum Herunterklappen
eingerichtet ist. In Fig. 3 befindet sich derselbe in Thätigkeit, denn in dem Augenblick,
wo die Stellung Fig. 3 a erreicht ist, stöfst der Schieber bx mit der oberen Fläche des seitlichen
Ausschnittes an die untere Fläche des Sperrhakens an. Der Gelenkrhombus verbleibt
also in Stellung Fig. 3a,- d. h. der Verschlufs bleibt voll geöffnet.
In dem Augenblick jedoch, wo der Druck auf den Hebel Mnachläfst, nimmt derselbe infolge
des Druckes der darunterliegenden Feder nach oben die frühere, in Fig. 3 dargestellte Stellung
wieder an, in welcher der Schieber bx an den Sperrhaken JV vorbeigeht. Derselbe kann also
seine Bewegung nach oben fortsetzen, und es erfolgt durch Einwirkung der Federn S und A1
auf die Schieber C1 und Ci1 die Verschiebung
des Gelenkrhombus in die Endstellung Fig. 3 b, d.h. der Schlufs des Verschlusses, da diese
Stellung der Anfangsstellung Fig. 3 entspricht. Sobald der Sperrhaken heruntergeklappt ist,
tritt derselbe nicht mehr in Wirksamkeit; der Gelenkrhombus wird also nicht mehr in mittlerer
Stellung festgehalten, d. h. er verschiebt sich aus der Anfangsstellung Fig. 3 durch die
Mittelstellung Fig. 3 a hindurch direct in die Endstellung Fig. 3 b. Der Verschlufs arbeitet
als Momentverschlufs.
Von der Form der einzelnen Verschlufsbleche abc und d ist bis jetzt nicht die Rede
gewesen; es ist jedoch ohne Weiteres klar, dafs nur die Form der Innenkante derselben
von Einflufs auf die Art und Weise des Oeffnens und Schliefsens des Verschlusses und auf
die Gröfse der in geöffneter Stellung erzielten freien Oeffnung ist. Die sonstige Form der
Bleche mufs nur eine solche sein, dafs sie in der Anfangs- und Endstellung des Gelenkrhombus
die Objectivöffnung völlig verdecken. Dieser Bedingung mufs auch in erster Linie
die Form der Innenkante der Verschlufsbleche, welche übrigens eine sehr verschiedenartige
sein kann, entsprechen. Beispielsweise kann die Innenkante ausgezackt sein oder wellenförmige
Form haben; es können auch die Bleche α und c sowie b und d nicht in einer
und derselben Ebene, sondern alle vier Bleche über einander, d. h. in verschiedenen Ebenen
liegen, wie es bei den meisten bekannten Objectivverschlüssen der Fall ist, so dafs sich a
und c sowie b und d überdecken. Aus diesem Grunde sind hier nur einige Formen der Verschlufsbleche
veranschaulicht, welche dem Verschlüsse charakteristische Eigenschaften geben
und gewissermafsen als typische zu betrachten sind.
Bei dem in Fig. 3, 3 a und 3 b dargestellten Gelenkrhombus bilden die Innenkanten der
einzelnen Verschlufsbleche gerade Linien, welche in der Mitte behufs Erzielung einer gröfseren
freien Oeffnung durch kreisbogenförmige Linien unterbrochen sind. Ohne diese Unterbrechung
würde bei gröfster Oeffnung des Verschlusses die entstehende Oeffnung die unzweckmäfsige
quadratische Form haben. Bei dieser Form der Verschlufsbleche hat die Oeffnung, welche
entsteht, sobald die Verschiebung des Gelenkrhombus aus der Anfangsstellung in die mittlere
Stellung beginnt, die Form eines kleineren Rhombus, dessen längere Diagonale vertical
steht; derselbe vergröfsert sich allmälig, indem der Unterschied der beiden Winkel geringer
wird, und geht in mittlerer Stellung in die Kreisform über; beim Schliefsen des Verschlusses
hat die freie Oeffnung in den dem Oeffnen entsprechenden Stellungen genau
dieselbe Form, jedoch ist dieselbe gegen früher um 900 verdreht.
Um zu verhindern, dafs Licht durch den Kreuzungspunkt der geraden Linien fällt, in
welchen die beiden Verschlufsbleche α und c sowie b und d einander berühren, sind die
beiden Schieber b1 und C1 mit schmalen, bis
über die Mitte des Verschlusses hinwegreichenden Verlängerungen versehen, welche in der
Anfangs- und Endstellung des Gelenkrhombus den erwähnten Kreuzungspunkt verdecken.
Bei dem in Fig. 4 und 4 a dargestellten Gelenkrhombus öffnet sich infolge davon, dafs
die Innenkanten der Verschlufsbleche gerade
gebrochene Linien bilden, der Verschlufs in einem verticalen Spalt, welcher in ein Achteck
übergeht. Der Schlufs erfolgt in einem horizontalen Spalt.
Eine sehr grofse und zwar kreisförmige Oeffnung in mittlerer Stellung ergiebt die Form
der Verschlufsbleche, welche der in Fig. 5 und 5a dargestellte Gelenkrhombus zeigt, bei
welchem die Verschlufsbleche innen durch zwei einen stumpfen Winkel mit einander bildende
Linien und in der Mitte durch einen Kreisbogen begrenzt' sind, welche, die Mitte der
Seiten A B, B C u. s. w. berührend , einen Durchmesser = A B, B C u. s. w. hat.
Auch bei Anwendung von derartig gestalteten Verschlufsblechen öffnet sich der Verschlufs in
einem verticalen Spalt' und schliefst sich in einem horizontalen Spalt, wodurch eine sehr
günstige Lichtvertheilung bewirkt -werden soll, wenn der Verschlufs als Momentverschlufs verwendet
wird.
Es ist ohne Weiteres klar, dafs der lichtdichte Verschlufs der Objectivöffnung in der
Anfangs- und Endstellung des Gelenkrhombus nicht unbedingt durch alle vier Verschlufsbleche
zu erfolgen braucht, sondern dafs derselbe auch schon durch zwei einander gegenüberliegende
bei entsprechend gewählter Form derselben erzielt werden kann. Die beiden anderen Bleche sind alsdann durch schmale
gerade oder auch gebogene Verbindungsschienen zu ersetzen.
Bei dieser Art des Verschlusses ist es allerdings erforderlich, wenn die beiden Verschlufsbleche
in einer Ebene liegen, so dafs ihre Innenkanten gegen einander stofsen, die Berührungslinie
der letzteren in der Anfangs- und Endstellung des Rhombus durch eine an einem der Verschlufsbleche angebrachte Deckleiste zu
verdecken, damit unter keinen Umständen Licht hindurchdringen kann, oder aber die beiden
Verschlufsbleche in verschiedene Ebenen, also über einander zu legen, so dafs beim Schlufs
die Innenkante des einen Verschlufsbleches die des anderen überdeckt.
Soll z. B. bei dem in Fig. 1, 2, 3 bis 3 b dargestellten Verschlüsse das Schliefsen desselben
nur durch die beiden Verschlufsbleche α und c bewirkt werden, so mufs die kreisbogenförmige
Unterbrechung in der Mitte der geradlinigen Innenkante derselben fortfallen, das Blech a
oder c mit einer Deckleiste versehen und ähnlich, wie es Fig. 4b und 4c zeigt, die Drehpunkte
B und C sowie A und D durch gerade schmale Schienen verbunden werden.
Die Oeffnung und der Schlufs des so veränderten Gelenkrhombus erfolgt dann in Spaltöffnungen,
deren Richtung durch die Linie t-u in den Fig. 3 und 3 b bestimmt ist. Die gröfste
freie Oeffnung hat die Form eines Rechteckes. Einen in gleicher .Weise aus zwei Verschlufsblechen
α (mit Deckleisten versehen) und c sowie zwei geraden Schienen b und d zusammengesetzten
Gelenkrhombus, dessen Form sich an die des in Fig. 4 und 4 a dargestellten anlehnt, zeigen die Fig. 4 b und 4c in Ansicht
und Querschnitt (in geschlossener Stellung). Beide. haben die vortheilhafte Eigenschaft mit
einander gemein, dafs sich die Oeffnungsspalte und die Verschlufsspalte unter rechtem Winkel
kreuzen.
Der in Fig. 5 b in geschlossener Stellung in Ansicht dargestellte Gelenkrhombus besitzt zwei
gebogene Verbindungsschienen b und d, welche bei voller Oeffnung die Objectivöffnung nicht
verdecken und Verschlufsbleche α und c (das erstere mit Deckleiste versehen), deren Form
der des in Fig. 5 und 5 a dargestellten Gelenkrhombus entspricht. Oeffnung und Schlufs
erfolgen hier in Wellenlinien.
Die vorbeschriebene Anordnung des Gelenkrhombus vor der Objectivöffnung, bei welcher
dessen Verschiebung in der Weise erfolgt, dafs die Drehungspunkte ABC und D in zu
einander rechtwinkligen geraden Linien geführt werden, soll den Vortheil gewähren, dafs, während
die Schwerkraft in keiner Weise Einflufs auf das Arbeiten des Verschlusses hat, weder
beim Auslösen des Verschlusses, noch beim Festhalten des Verschlufsorganes, noch endlich
beim Wiederschliefsen der Objectivöffnung ein Stofs nach irgend einer Richtung auf das Gehäuse
G des Verschlusses, also auf den Apparat ausgeübt wird, auch nicht ein solcher, welcher
in Bezug auf die optische Achse desselben verdrehend nach irgend einer Richtung wirkt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Objectivverschlufs für photographische Apparate, bestehend aus einem in sich verschiebbaren, aus vier Verschlufsblechen (abc und d) oder nur aus zwei Verschlufsblechen (a und c) sowie zwei Verbindungsschienen (d und b) zusammengesetzten Gelenkrhombus, welcher derartig vor oder hinter der Objectivöffnung angeordnet ist, dafs bei seiner Verschiebung die Diagonalen (A C und B D) ihre Lage auf sich rechtwinklig kreuzenden Linien (xy und X1 yx) beibehalten, zu welchem Zwecke die Drehungspunkte (A B C und D) in diesen Linien geführt sind, und dessen Verschlufsbleche von solcher Form sind, dafs sie in der Anfangs- und Endstellung die Objectivöffnung völlig verdecken, in der Mittelstellung voll öffnen.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE56895C true DE56895C (de) |
Family
ID=331299
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT56895D Active DE56895C (de) | Objectiv-Verschlufs für photographische Apparate |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE56895C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2913972A (en) * | 1955-05-02 | 1959-11-24 | Electronics Corp America | Iris diaphragm |
-
0
- DE DENDAT56895D patent/DE56895C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2913972A (en) * | 1955-05-02 | 1959-11-24 | Electronics Corp America | Iris diaphragm |
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