DE568671C - Verfahren zur Darstellung von inaktivem Menthol - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von inaktivem Menthol

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DE568671C
DE568671C DER70231D DER0070231D DE568671C DE 568671 C DE568671 C DE 568671C DE R70231 D DER70231 D DE R70231D DE R0070231 D DER0070231 D DE R0070231D DE 568671 C DE568671 C DE 568671C
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DE
Germany
Prior art keywords
menthol
inactive
neomenthol
mixture
hydrogenation
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Expired
Application number
DER70231D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Karl Schoellkopf
Dr Arthur Serini
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
RHEINISCHE KAMPFER FABRIK
Original Assignee
RHEINISCHE KAMPFER FABRIK
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Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C35/00Compounds having at least one hydroxy or O-metal group bound to a carbon atom of a ring other than a six-membered aromatic ring
    • C07C35/02Compounds having at least one hydroxy or O-metal group bound to a carbon atom of a ring other than a six-membered aromatic ring monocyclic
    • C07C35/08Compounds having at least one hydroxy or O-metal group bound to a carbon atom of a ring other than a six-membered aromatic ring monocyclic containing a six-membered rings
    • C07C35/12Menthol

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Fats And Perfumes (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung von inaktivem Menthol Das Hauptpatent stellt ein Verfahren zur Darstellung von inaktivem Menthol, dem Racemat des natürlichen Menthols, unter Schutz, bei dem aus dem durch Hydrierung entsprechender wasserstoffärmerer Körper erhaltenen Gemisch des Menthols mit seinen Isomeren das Menthol durch fraktionierte Destillation getrennt, das abfallende Isomerengemisch umgelagert und erneut aufgearbeitet wird.
  • Die Erfindung sieht eine weitere Ausgestaltung dieses Verfahrens in der Richtung vor, daß die bei der fraktionierten Destillation anfallende niedriger siedende Fraktion, die neben dem Menthol noch einige seiner Isomeren enthält, dadurch weiter zerlegt wird, daß aus ihr Neomenthol ausgefroren wird. Das verbleibende flüssige Gemisch wird sodann wiederum fraktioniert destilliert und daraus inaktives Menthol neben weiterem Neomenthol und gegebenenfalls Neoisomenthol erhalten. Diese letztere fraktionierte Destillation kann zusammen mit derjenigen von neuen Anteilen des Hydrierungsproduktes oder eines Umlagerungsgemisches der Isomeren ausgeführt werden. Das Verfahren des Hauptpatents, d. h. die Anwendung der fraktionierten Destillation bei der Abtrennung der Hauptmenge des inaktiven Menthols aus den Hydrierungs- bzw. Umlagerungsgemischen, ist an sich bereits bekanntgeworden (z. B. aus der Schweizer Patentschrift tot 031 ).
  • Gegenstand des Patents 529 947 ist ein Verfahren zur Gewinnung von Menthol aus den Hydrierungsprodukten des Thymols, Menthons usw., nach welchem aus den Hydrierungsprodukten durch Ausfrieren oder fraktionierte Destillation oder durch Kombination beider Trennungsmethoden das rohe, kristallinische inaktive Menthol abgetrennt und über die Ester oder Estersäuren gereinigt wird. Bei dieser Abtrennung des rohen Menthols durch fraktionierte Destillation fällt ein erster, hauptsächlich Neomenthol enthaltender Anteil ab, der bisher als »flüssiges Mentholgemisch« bezeichnet wurde. Dieses flüssige Mentholgemisch wurde bisher als Ganzes durch Isomerisation in Menthol übergeführt.
  • Das Verfahren der weiteren Aufarbeitung der flüssigen Mentholgemische bietet nun erhebliche Vorteile, denn durch die Ausscheidung des Neomenthols aus dem Gemisch wird in -den verbleibenden flüssigen Anteilen hiaktives Menthol angereichert und kann dann durch fraktionierte Destillation wesentlich einfacher abgetrennt werden. Auf diese Wise werden wesentlich größere Mengen von inaktivem Menthol aus den Isomerengemischen noch auf physikalischem Wege gewonnen, während sie bisher in den Isomerisationsprozeß zurückgeführt wurden und dort einen Ballast darstellten. Ferner werden die Isomeren des Menthols rein gewonnen, was für manche Zwecke von Vorteil sein kann.
  • Das Ausfrieren des Neomenthols wird zweckmäßig durch Impfung mit einem Neomentholkristall eingeleitet.
  • Das inaktive Neomenthol hat:einen Schmelzpunkt von 51° und ist durch eine gute Kristallisationsfähigkeit ausgezeichnet. Der Schmelzpunkt seines sauren Phthalates ist 177°, der des Paranitrobenzoates 8o°. Das inaktive Neomenthol ist von P i c k a r d und Littlebury (Journ. Chem. Soc. toi, igi2, S. i09) erstmals dargestellt und beschrieben worden. Ferner wurde es von Z e i t s c h e 1 und S c h m i d t (Berichte der Deutschen Chemischen Gesellschaft, 59, 1926, S.2298) dargestellt.
  • Das bei der nach der Abtrennung der Hauptmenge des Neomenthols vorgenommenen fraktionierten Destillation erhaltene inaktive Neoisomenthol war bisher nicht bekannt. Es kann durch Kristallisation seiner Ester und Verseifung der bereinigten Ester rein erhalten werden, ist bei gewöhnlicher Temperatur flüssig und zeigt einen Schmelzpunkt von 12 bis 14°; das saure Phthalat schmilzt bei 9o bis 92°, das Paranitrobenzoat bei 56°.
  • Das Verfahren umfaßt also die folgenden Stufen: a) Fraktionierte Destillation des Hydrierungs- bzw. Isomerisierungsgemisches.
  • b) Ausfrieren von Neomenthol aus der niedrigst siedenden Fraktion von a.
  • c) Fraktionierte Destillation des flüssigen Anteils von b, gegebenenfalls gemeinsam mit a, Zerlegung in Menthol. Neoisomenthol. und Neomenthol.
  • Die Isomeren des Menthols können umgelagert und das hierbei anfallende Gemisch isomerer Menthole kann in gleicher Weise wieder aufgearbeitet werden. Beispiele 1. 485 kg Thymol oder 495 kg inaktives Menthon bzw. Isomenthon werden in Gegenwart von io kg Nickelkatalysator mit Wasserstoff bei einem Druck von etwa io bis 3o Atm. bei i 8o' in einem Autoklaven unter Rührei so lange behandelt, bis das Hydrierungsprodukt ein Maximum an inaktivem Menthol aufweist (Dauer etwa 24 Stunden, Schmelzpunkt des Hydrierungsproduktes etwa 15°). Nach Abtrennung vom Katalysator erhält man 50o kg Hydrierungsprodukte, welche durch fraktionierte Destillation in folgende Anteile zerlegt werden: a) Zoo kg flüssiges Gemisch mit etwa 70 bis So % inaktivem Neomenthol, b) 25o kg rohes, etwa 8o- bis 90%iges inaktives Menthol, c) 5o kg rohes,- etwa 8o- bis 90%iges inaktives festes Isomenthol (Smp. 53°). 200 kg des flüssigen Gemisches a werden mit einem Neomentholkristall geimpft und bei etwa o° bis -+- 10° ausgefroren. Durch Abschleudern der ausgeschiedenen Kristalle erhält man i20 bis 13o kg praktisch reines inaktives Neomenthol. Die hierbei abfallenden 7o bis 8o kg flüssigen Gemisches enthalten etwa 4o bis 5o kg inaktives Menthol und werden mit frischem Hydrierungsprodukt erneut fraktioniert.
  • 2. 485 kg Thymol werden in Gegenwart von io kg Nickelkatalysator mit Wasserstoff bei einem Druck von etwa io bis 3o Atm. bei 140° in einem Autoklaven unter Rühren etwa 24 Stunden behändelt. Nach Abtrennung- vom Katalysator erhält man 50o kg Hydrierungsprodukte, welche durch fraktionierte Destillation in folgende Anteile zerlegt werden: a) Zoo kg flüssiges Mentholgemisch mit etwa 50 % inaktivem Neomenthol und .etwa 20 bis 30 % inaktivem Neoisomenthol, b) 200 kg rohes, etwa 8o- bis 90%iges inaktives Menthol, c) iookg rohes, etwa 8o- bis 90%iges inaktives festes Isomenthol (Smp. 53°). Aus dem Gemisch a werden durch Ausfrieren und Abschleudernetwa 5o bis 6o kg inaktives Neomenthol abgetrennt und das abfallende flüssige Gemisch durch erneute fraktionierte Destillation in inaktives Neomenthol, Neoisomenthol und Menthol zerlegt.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Darstellung von inaktivem Menthol, dem Racemat des natürlichen Menthols, nach Patent 544 59o, dadurch gekennzeichnet, daß man das durch Hydrierung von dem Menthol entsprechenden wasserstoffärmeren Verbindungen oder durch Umlagerung von Mentholisomeren erhaltene Gemisch isomerer Menthole fraktioniert destilliert, aus dem niedriger siedenden Anteil durch Ausfrieren Neomenthol abtrennt und das hiernach verbleibende flüssige Gemisch fraktioniert destilliert, wobei inaktives Menthol, Neomenthol und Neoisomenthol getrennt aufgefangen werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch t, dadurch gekennzeichnet, daß die fraktionierte Destillation des nach dem Ausfrieren von Neomenthol hinterbleibenden Gemisches mit derjenigen des . Hydrierungs- bzw. Isomeri.sierungsgemisches vereinigt wird.
DER70231D 1927-02-16 1927-02-16 Verfahren zur Darstellung von inaktivem Menthol Expired DE568671C (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2002004384A3 (en) * 2000-07-07 2002-06-20 Aeci Ltd Process for preparing (-)menthol and similar compounds

Cited By (2)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2002004384A3 (en) * 2000-07-07 2002-06-20 Aeci Ltd Process for preparing (-)menthol and similar compounds
US7026144B2 (en) 2000-07-07 2006-04-11 Csir Process for preparing (-) menthol and similar compounds

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