DE567892C - Verfahren zum Umlagern des Deckgebirges im Tagebau - Google Patents

Verfahren zum Umlagern des Deckgebirges im Tagebau

Info

Publication number
DE567892C
DE567892C DEL71823D DEL0071823D DE567892C DE 567892 C DE567892 C DE 567892C DE L71823 D DEL71823 D DE L71823D DE L0071823 D DEL0071823 D DE L0071823D DE 567892 C DE567892 C DE 567892C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
overburden
tower
open pit
relocating
conveyor
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEL71823D
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Hermann Runte
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Luebecker Maschinenbau GmbH
Original Assignee
Luebecker Maschinenbau GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Luebecker Maschinenbau GmbH filed Critical Luebecker Maschinenbau GmbH
Priority to DEL71823D priority Critical patent/DE567892C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE567892C publication Critical patent/DE567892C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21CMINING OR QUARRYING
    • E21C47/00Machines for obtaining or the removal of materials in open-pit mines
    • E21C47/02Machines for obtaining or the removal of materials in open-pit mines for coal, brown coal, or the like

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Excavating Of Shafts Or Tunnels (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Umlagern des Deckgebirges im Tagebau mittels den Tagebau überspannenden Fördereinrichtungen, deren durch Tragkabel verbundene Fahrtürme in der Längsrichtung des Tagebaues verfahrbar sind.
In dem Bestreben, bei den Tagebau überspannenden Fördereinrichtungen das haldenseitige Stützwerk in weitem Maße gegenüber dem deckgebirgsseitigen verfahren zu können, hat man den die beiden Stützwerke verbindenden starren Brückenträger der Förderbrücken durch ein oder mehrere als Laufbahn für die Fördergefäße dienende Tragkabel ersetzt. Bei Verwendung derartiger Kabelbahnen zeigte es sich, daß der beim Voreilen des einen Kabelturmes während des Verfahrens auftretende ungleichmäßige Seilzug gefährliche Kippmomente verursachte und sich ungünstig auf die Fahrbahn und Fahrwerke der Türme, insbesondere bei Verwendung von Gleisketten, auswirkte. Ein gleichzeitiges Verfahren beider Türme unter Einhaltung des gleichen Abstandes zur Vermeidung dieser Unzulänglichkeiten führte wegen des großen Abstandes zwischen beiden Türmen zu unüberwindlichen Schwierigkeiten.
Nach dem neuen Verfahren werden die Schwierigkeiten dadurch beseitigt, daß bestimmte Fahrperioden mit bestimmten Arbeitsperioden abwechseln, derart, daß das Verfahren des deckgebirgsseitigen Turmes streckenweise periodisch erfolgt und zwischen den Fahrperioden des Turmes die Gewinnung des Abraumes fortlaufend durch die Gewinnungsgeräte geschieht, die zum Ausgleich ihrer jeweiligen Entfernung vom deckgebirgsseitigen Turm mit diesem durch Zwischenförderer verbunden sind.
Durch das Verfahren nach der Erfindung ist es möglich, während der Fahrperiode des deckgebirgsseitigen Kabelturmes die Seilspannung herabzumindern oder aufzuheben. Der neue Standort des Turmes kann sorgfältig vorbereitet und die Türme vor Beginn der Arbeitsperiode ausgerichtet werden, so daß die großen Seilspannungen von der Anlage ohne nachteilige Folgen aufgenommen werden können. Da der Kabelturm selten verfahren wird, ist der Verschleiß in den Fahrwerken gering. Auch gestattet die Erfindung die Anordnung einer besonderen, von der Arbeitsböschung des Baggers entfernt liegenden Fahrbahn für den deckgebirgsseitigen Kabelturm.
Das Verfahren kann auch so ausgeführt werden, daß der Abraumbagger an einer in an sich bekannter Weise parallel zur Förderrichtung der Kabelbahn angeordneten Strosse arbeitet, wodurch erreicht wird, daß nach
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dipl.-Ing. Hermann Hunte in Berlin-Lichterfelde.
Beendigung einer Arbeitsperiode die Fahrbahn für den Bagger nicht neu verlegt zu werden braucht.
Das Verfahren nach der Erfindung kann dahingehend erweitert werden, daß das Anschütten der Halde entsprechend den Arbeitsperioden auf der Deckgcbirgsseite abschnittsweise durch mit dem haldenseitigen Turm verbundene Verteilungsförderer erfolgt. Hierdurch kann auch der haldenseitige Kabelturm während einer Arbeitsperiode seinen Standort beibehalten.
Auf der Zeichnung ist das Verfahren in Ausführungsbeispielen gezeigt. Abb. ι zeigt den Querschnitt einer Tagebauanlage und Abb. 2 den Grundriß derselben mit den erforderlichen Geräten. Der über dem Kohlenflöz lagernde Abraum wird durch den Tiefbagger a, der auf dem Gleis b fährt, gewonnen.
7.0 Auf dem gleichen Gleis fährt der Kabelturm c, der mit dem Kabelturm d auf der Absturzseite und den dazwischengespannten Kabeln e das die Tagebaugrube überbrückende Fördergerät bildet. Den auf denTragkabeln e laufenden Kübeln / wird das Baggergut durch ein oder mehrere Förderbänderg· zugeführt. Der Bagger α ist zu diesem Zwecke mit einer Durchführung für das Förderband g versehen. Der Bagger kann auf die Länge der Förderbänder verfahren werden und wirft das Baggergut in jeder beliebigen Stellung auf das Förderband g· ab, wo es den Kübeln f zugeleitet wird. Auf diese Weise kann der Bagger α über die Länge der Förderbänder g verfahren werden, ohne daß der Kabelkran mit den Türmen c und d verschoben zu werden braucht. Dieses ist erst dann erforderlich, wenn das Gelände auf die Länge des Bandförderers abgebaut ist.
Der Kabelkran kann mit einem wie auch mit mehreren Tragseilen, die als Laufbahn für die Kübel dienen, versehen sein.
Es kann ferner zu beiden Seiten der Kabelbahn je ein Bagger mit Zwischenförderer Anwendung finden, oder Schwenkbagger für Hoch- und Tiefförderung. Bei dem auf der Zeichnung dargestellten Beispiel läuft der Kabelkran c auf dem Gleis b des Baggers a. An Stelle dieser Ausführung kann natürlich der Kabelkran c auch auf einem weiter rückwärts liegenden besonderen Gleis laufen (Abb. 3 und 4). Ferner kann der Kabelkran d mit einem Absetz- sowie einem Einebnungsgerät ausgerüstet werden, oder es kann für diese Arbeiten ein besonderes Gerät Verwendung finden.
Die Abb. 5, 6 und 7 zeigen weitere Ausführungsmöglichkeiten im Grundriß und Abb. 8 eine Ansicht zur Ausführung gemäß Abb. 7. In den Abb. 7 und 8 ist als Zwischenförderer eine Gleitbahn angegeben, und der Bagger baggert an breiter Strosse parallel zur Kabelbahn. Die Kabelkrane auf der Abbau- und auf der Haldenseite sind in diesen Abbildungen als breitflüssige Stützen ausgebildet, deren Füße auf besonderen parallel laufenden Fahrwerken abgestützt sind.

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Umlagern des Deckgebirges im Tagebau mittels den Tagebau überspannender Fördereinrichtungen, deren durch Tragkabel verbundene Fahrtürme in der Längsrichtung des Tagebaues verfahrbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß das Verfahren des deckgebirgsseitigen Turmes streckenweise periodisch erfolgt und zwischen den Fahrperioden des Turmes die Gewinnung des Abraumes fortlaufend durch die Gewinnungsgeräte unter Ausgleich ihrer jeweiligen Entfernung vom deckgebirgsseitigen Turm durch Zwischenförderer geschieht.
2. Verfahren zum Umlagern des Deckgebirges im Tagebau nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abraumbagger an einer in an sich bekannter Weise parallel zur Förderrichtung der Kabelbahn angeordneten Strosse arbeitet.
3. Erweiterung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Anschütten der Halde entsprechend den Arbeitsperioden auf der Deckgebirgsseite abschnittsweise durch mit dem haldenseitigen Turm verbundene Verteilungsförderer erfolgt.
4. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch von den Fördergefäßen der Kabelbahn beschickte Verteiluiigsförderer mit im Bereich des Arbeitsabschnittes veränderlichen Abwurfstellen.
5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das freie Ende des Verteilungsförderers durch ein Gleiskettenfahrwerk unterstützt ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEL71823D 1928-05-03 1928-05-03 Verfahren zum Umlagern des Deckgebirges im Tagebau Expired DE567892C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEL71823D DE567892C (de) 1928-05-03 1928-05-03 Verfahren zum Umlagern des Deckgebirges im Tagebau

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEL71823D DE567892C (de) 1928-05-03 1928-05-03 Verfahren zum Umlagern des Deckgebirges im Tagebau

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE567892C true DE567892C (de) 1933-01-11

Family

ID=7282864

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEL71823D Expired DE567892C (de) 1928-05-03 1928-05-03 Verfahren zum Umlagern des Deckgebirges im Tagebau

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE567892C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE4405374A1 (de) Schwimmbandanlage
DE2407584A1 (de) Verfahren zum vortreiben von tunnels
DE502034C (de) Einrichtung zum Gewinnen, Foerdern und Umlagern von Abraum in Tagebauen
DE567892C (de) Verfahren zum Umlagern des Deckgebirges im Tagebau
DE601812C (de) Einrichtung zum Loesen, Foerdern und Ablagern von Abraum sowie gegebenenfalls zum Abbau und Abfoerdern der nutzbaren Massen in Tagebauen
DE3642718A1 (de) Steilfoerderer
DE659004C (de) Kabelkrananlage fuer Tagebaubetriebe
DE693793C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Abbau maechtiger Gebirgsschichten
DE813374C (de) Lageranordnung mit Belade- und Entladeanlage
DE564776C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Abraeumung des Deckgebirges in Tagebauen
DE974000C (de) UEber eine Boeschung hinweggefuehrte Steilfoerderbandanlage
DE934880C (de) Schaufelradhochbagger
DE562278C (de) Tagebauanlage mit mehreren laengs hintereinandergeschalteten Abraumfoerderbruecken
DE511109C (de) Als Kabelbahn ausgebildete Abraumfoerderanlage
DE2044917A1 (de) Seltenschrapplader
DE69629796T2 (de) Kurzfront-Bergbauvorrichtung für die Pfeilergewinnung eines unterirdischen Steinkohlebergbaus
DE409612C (de) Verfahren zum Abraeumen von Deckgebirgen im Tagebau von Braunkohlen o. dgl.
DD154352A5 (de) Boeschungsbruecke
DE584944C (de) Abraumgewinnungs- und Foerdergeraet
DE591962C (de) Endlos umlaufende Schakenkette
DE604467C (de) Abraumgewinnungs- und Foerderanlage
DE479897C (de) Abraumfoerderbruecke
AT343551B (de) Als eimerkettenbagger ausgebildeter grossbagger
DE611157C (de) Verfahren zum Aufschliessen von Tagebauen mittels einer Abraumgewinnungs- und Foerderanlage
DE597029C (de) Eimerkettenbagger zum Aufschliessen und Erweitern von Tagebaugruben