DE5653C - - Google Patents
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01L—CYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
- F01L31/00—Valve drive, valve adjustment during operation, or other valve control, not provided for in groups F01L15/00 - F01L29/00
- F01L31/08—Valve drive or valve adjustment, apart from tripping aspects; Positively-driven gear
- F01L31/10—Valve drive or valve adjustment, apart from tripping aspects; Positively-driven gear the drive being effected by eccentrics
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanically-Actuated Valves (AREA)
Description
1878.
MTENTSCHRIFT Γ^^1ί
lasse 14.
WILHELM GERHARD in DUDWEILER.
Expansionsvorrichtung für Ventilsteuerungen an Dampfmaschinen.
Expansionsvorrichtung für Ventilsteuerungen an Dampfmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom i. September. 1878 ab.
Das wesentliche dieser Expansionsvorrichtung besteht darin, dafs aufser den gewöhnlichen
Steuerventilen noch zwei Expansionsventile in Anwendung kommen. Dieselben sitzen entweder
in einem gemeinschaftlichen Ventilkasten, in welchen der frische Dampf von unten zwischen
den Ventilen hindurch einströmt, oder sitzen, wie die Zeichnung darstellt, in zwei gesonderten
Ventilkästen, und sind mit den beiderseitigen Ein- und Auslafsventilen zu zwei Gruppen vereinigt.
In beiden Fällen wird durch die Wände des Einströmungskanals der Raum unter den
Expansionsventilen abgetrennt, so dafs jedes seinen gesonderten Ausgang erhält, welcher mit
dem Raum über dem entsprechenden Einlafsventil communicirt. Das Oeffnen und Schliefsen
der Expansionsventile erfolgt in gleicher Weise wie bei den Steuerventilen. Hierzu ist ein
weiteres Excenter nöthig, welches in gleicher Richtung mit dem Krummzapfen aufgekeilt
wird und direct ohne Kulisse auf den Hebel der Hebedaumenwelle α wirkt. Letztere ist
nicht, wie bei den Steuerventilen, in feststehenden Axenständern gelagert, sondern es sind die
Ständer nach oben und unten verlängert und durch ein oder zwei Querhäupter zu einem
festen Rahmen verbunden, welcher in Führungsbüchsen oder Lagern an den Seiten des Ventilkastens
und in dem oberen Ventilführungsrahmen derartig geführt wird, dafs er in verticaler
Richtung um den doppelten Hub der Expansionsventile leicht verschiebbar ist. In der auf der Zeichnung dargestellten Ausführung
sind die Führungsbüchsen zwischen den beiden Verbindungsflantschen der zwei Ventilkästen
ausgespart. Die Ständer ruhen ferner vermittelst zweier Gleitstücke b auf zwei keilförmigen
Schiebern c, welche ihrerseits auf den festen Supports d liegen und in horizontaler Führung
gehen. Das Gewicht des Axenhalterrahmens mit Zubehör wird durch ein an dem doppelarmigen
Hebel e wirkendes Gewicht ausgeglichen, so dafs die Schieber c sich gleich
schwer vor- oder zurückschieben lassen. Die Führung mufs also ähnlich wie an einem Drehbanksupport
die Führungsleisten übergreifen. Werden nun die Schieber c vor- oder zurückgeschoben,*
so wird der Axenhalterrahmen nebst der Daumenwelle α entsprechend auf- oder
niederbewegt. Der Drehpunkt für , die Hebedaumen der Expansionsventile kann also in gewissen
Grenzen beliebig in verticaler Richtung verändert werden, wodurch das frühere oder
spätere Oeffnen und Schliefsen dieser Ventile bewirkt wird.
Das "Verschieben der Schieber c erfolgt:
1. Seitens des Maschinisten von dessen Standpunkt am Umsteuerhebel aus durch den
zweiten Handhebel f, die Zugstangen g und h und die Hebel i und k. Diese sitzen bei.
Zwillingsmaschinen auf der gemeinschaftlichen Axe / für beide Cylinder.
2. Seitens der Maschine selbstthätig, indem das Schwungrad m, in welches der Riegel des
Handhebels / greift, in der Richtung des Pfeiles gedreht wird und den Handhebel / mitnimmt.
Die Drehung des Rades m erfolgt durch ein mit demselben auf einer gemeinschaftlichen Axe
festsitzendes Frictionsrad η und den hin- und hergehenden Hebel 0 vermittelst der Klaue /.
Der Hebel 0 wird durch eine Kurbel η mit verstellbarer Warze, welche auf einer verlängerten
Axe der Hebedaumen für die Steuerventile festsitzt, hin- und hergeschoben. Der Grad der
Drehung des Rades m wird durch die verstellbare Warze der Kurbel r regulirt.
Bei Beginn der Fahrt hebt der Wärter den Riegel des Hebels / aus den Zähnen des Stirnrades
m, legt den Hebel so weit vor, dafs die Expansionsventile, den zum Anheben nöthigen
Dampfzuflufs gestatten, und läfst auf dieser Stelle den Riegel wieder eingreifen. Die Expansionsventile
werden sich dann bei jeder Kurbelumdrehung, der veränderten Seillast entsprechend,
früher schliefsen bis zum Ende der Fahrt, wobei der Wärter zu jeder Zeit den Handhebel / auslösen und, wenn nöthig, von
Hand dirigiren kann.
Das Heben und Senken der Hebedaumenwelle α bewirkt, wie schon bemerkt, das frühere
oder spätere Oeffnen und Schliefsen der Expansionsventile, und zwar von Null bis zu voller
Cylinderfüllu'ng. Die Expansionsventile müssen bei voller Füllung sich doppelt so hoch heben
wie die Steuerventile und dem entsprechend geführt sein. Bei dem tiefsten Stand (Füllung
gleich Null) bleiben beide Expansionsventile geschlossen, wobei die Hebedaumen in den
Schlitzen der Ventilstangen frei auf- und niedergehen, ohne dieselben oben oder unten zu tbe-
rühren. Der Schlitz mufs also ebenfalls länger sein als bei den Steuerventilen.
Das Excenter,; welches die Bewegung der Expansionsventile .,bewirkt, läfst sich, wie die
Zeichnung 4 darstellt,, gleichzeitig zur Hervorbringung
der nöthigen Voreilung der Steuerventile ' mitverwenden, so dafs nur ein Excenter für die
Steuerung und ein solches für die Expansion erforderlich ist.
Der Schleifbogen ist hierbei in einer Schwinge s aufgehangen, welche ihrerseits in dem festen
Lagerbock t bei u drehbar gelagert ist. Das Steuerexcenter greift den Schleifbogen am unteren
Ende und das Expansionsexcenter die Schwinge ebenfalls am unteren Ende. Das obere Ende der Schwinge ist mit dem nach
oben gestellten Hebel der Hebedaumenwelle a durch die Zugstange ν verbunden. Bei dieser
Anordnung wird nun der Schleifbogen durch das Expansionsexcenter derart hin- und hergeschoben,
dafs die Voreilung der Ein- und Auslafsventile erzielt wird, als ob zwei Excenter
für die Umsteuerung vorhanden wären.
Durch die Gruppirung der sechs Ventile in einer Reihe und zur gleichzeitigen Führung
auch der oberen Enden der Axenständer für die Expansionsventile erwies sich als zweckmäfsig,
die oberen Führungen sämmtlicher Ventilstangen zu einem Ganzen zu vereinigen.
Um aber jedes Ventil für sich auswechseln 2u können, wird die auf der Zeichnung dargestellte
Anordnung sich empfehlen. In den oberen Enden der vier Axenständer der Steuerventile
sind zwei ganz cylindrisch abgedrehte Rundeisenstangen befestigt, in deren Mitte je
eine Führungsbüchse η für die oberen Enden der Axenständer für die Expansionsventile sich
befindet. Auf diesen Rundeisenstangen sind die Führungsstangen mittelst passender Augen
aufgeschoben und durch Stellschrauben befestigt. Die Verlängerungen der Ventilstangen sind ganz
cylindrisch abgedreht, so dafs sie nach oben herausgezogen werden können, wenn der Führungssteg
so weit zur Seite geschoben wird, dafs der Daumen aus dem Ventilstangenschlitz heraustritt.
Dann kann das betreffende Ventil leicht herausgenommen werden, ohne an den Führungen der anderen Ventile etwas lösen zu
müssen.
Es sind daher mit der beschriebenen Expansionsvorrichtung alle die Bedingungen erfüllt,
welche bei Fördermaschinen an die Ventilsteuerung mit Expansion gestellt werden; die Expansion
ist selbsttätig variabel, kann vom Maschinenwärter auch während des Ganges der
Maschine beliebig gestellt und von demselben in jedem Augenblick aufgehoben werden, dabei
ist die Construction der Expansionsvorrichtung einfach und die Ausführung der einzelnen
Theile in solider Weise möglich, so dafs dieselben gleiche Dauer wie die übrigen Maschinentheile
versprechen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Die beschriebene Verstellbarkeit des Expansionsgrades durch Veränderung der Höhenlage des Drehpunktes der Expansionsventildaumen, sowohl vermittelst eines Handhebels als auch vermittelst des beschriebenen selbstthätigen Mechanismus.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE5653C true DE5653C (de) |
Family
ID=284054
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT5653D Active DE5653C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE5653C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1128979B (de) * | 1959-02-24 | 1962-05-03 | Huels Chemische Werke Ag | Verfahren zur Herstellung von ungesaettigten linearen Polyestern |
-
0
- DE DENDAT5653D patent/DE5653C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1128979B (de) * | 1959-02-24 | 1962-05-03 | Huels Chemische Werke Ag | Verfahren zur Herstellung von ungesaettigten linearen Polyestern |
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