DE565250C - Verfahren zur Herstellung von farbig brennenden Kerzen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von farbig brennenden Kerzen

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DE565250C
DE565250C DEA60155D DEA0060155D DE565250C DE 565250 C DE565250 C DE 565250C DE A60155 D DEA60155 D DE A60155D DE A0060155 D DEA0060155 D DE A0060155D DE 565250 C DE565250 C DE 565250C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11CFATTY ACIDS FROM FATS, OILS OR WAXES; CANDLES; FATS, OILS OR FATTY ACIDS BY CHEMICAL MODIFICATION OF FATS, OILS, OR FATTY ACIDS OBTAINED THEREFROM
    • C11C5/00Candles
    • C11C5/002Ingredients
    • C11C5/004Ingredients dyes, pigments; products giving a coloured flame

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von farbig brennenden Kerzen Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein Verfahren zur Herstellung von farbig brennenden Kerzen, insbesondere von Kerzen, die mit farbloser Flamme brennen, was in bekannter Weise bei Kerzen der Fall ist, deren Masse z. B. aus Äthylurethan,- Oxalsäuredimethylester, Oxaminsäureester usw. besteht.
  • Der einfachste Weg, eine Kerzenflamme zu färben, wäre eine Imprägnierung des Dochtes. Bei der geringen Temperatur des brennenden Dochtes tritt aber ein Verdampfen der färbenden Stoffe nur an der glühenden Spitze auf. Durch die entstehende Schlacke wird die Saugfähigkeit des Dochtes so stark beeinträchtigt, daß die Kerze in kurzer Zeit erlischt. _ Dieselben Erscheinungen treten auf, wenn man eine Lösung oder eine Suspension von gebräuchlichen flammenfärbenden Substanzen, z. B. Strontiumchlorid, Strontiumnitrat u. dgl., dem Kerzenmaterial beimischt.
  • Es ist weiter vorgeschlagen worden, flammenfärbende Substanzen, deren Siedepunkt zwischen r5o bis 3oo° C liegt und die dem Docht oder der Kerzenmasse beigemischt wurden, zu verwenden, um durch diesen niedrigen Siedepunkt die Verschlackung zu verhindern.
  • Die dieser Bedingung entsprechenden Verbindungen, für Blau z. B. Selenalkyle, für Rot z. B. Strontiumjodalkyle, für Grün z. B. Borsäureester, sind zum Teil flüssig, giftig, sehr teuer und unbeständig, so daß sie für die Praxis nicht verwendungsfähig sind.
  • Weiter ist vorgeschlagen worden, der Kerzenmasse, die aus mit schwach leuchtender Flamme brennenden Stoffen besteht, Verbindungen zuzusetzen, die sich in der Hitze unter Gasentwicklung leicht zersetzen, wobei weiter im Kerzenmaterial und im Docht Metallsalze vorgesehen sind, die die Flamme färben und die durch die sich zersetzenden. Stoffe zerstäubt werden.
  • Auch hat man Glasröhren mit dem flammenfärbenden Salz gefüllt und parallel dem Docht so angeordnet, daß sie in den äußeren Teil der Flamme hineinragen. An Stelle der Glasröhren sind auch schon Lamellen oder Drähte von Metallen oder Metallegierungen oder Preßlinge von flammenfärbendem Salz vorgeschlagen worden. Man erhält aber so immer nur eine Flamme, die nur am Rande gefärbt ist. Ferner hat man auch vorgeschlagen, Sauerstoffträger in relativ großer Menge der Kerzenmasse zuzumischen zwecks Erhöhung der Flammentemperatur, um so die gebräuchlichen flammenfärbenden Substanzen zu verdampfen.
  • Bei dieser Temperatur greift die Flamme auf die gesamte Oberfläche über, der Docht ist also zwecklos. Die Flammengröße läßt sich schwer regulieren, und eine hohe Brenngeschwindigkeit ist die zwangsläufige Folge.
  • Durch das nachstehend beschriebene Verfahren werden die bisherigen Nachteile vermieden. Das Verfahren beruht darauf, daß den Kerzen insbesondere aus mit farbloser Flamme brennenden Massen Stoffe zugesetzt werden, die bei der am unteren Teil des Dochtes herrschenden Temperatur verpuffen, und zwar nimmt man solche verpuffenden Stoffe, wie die in der Technik als Initialzünder bekannten Körper, die selbst eine Färbung der Flamme bewirken. Die Menge des der Kerzenmasse zugesetzten Stoffes darf nur gering sein. In der Regel liegt sie zwischen o,r bis 2 °/a der Kerzenmasse. - Geeignete .Stoffe dieser Art sind z. B. Kupferacetylid und die Pikrate und Azide und Fulminate der fÄrbenden Metalle, z. B. des Strontium, Barium, Lithium, Natrium usw. Für -ein ruhiges Brennen der Flamme ist es erforderlich, daß die Temperatur am unteren Teil des von der Flamme umspülten Dochtes, die ungefähr durch den Siedepunkt bzw. Zersetzungspunkt des Kerzenmaterials bestimmt wird, und -die Zersetzungstemperatur der zugesetzten Stoffe, z. B. der die Flamme färbenden Metallverbindung, etwa in gleicher Höhe liegen. Geringe Temperaturdifferenzen lassen sich durch kleine Zusätze (etwa i bis 20/0) von restlos verdampfenden Sauerstoffträgern ausgleichen, z. B. Ammonperchlorat.
  • Sind die Unterschiede zu groß, so ist dieser Weg nicht möglich, da durch Erhöhung der Flammentemperatur durch den Sauerstoffträger eine zu große Brenngeschwindigkeit auftreten würde. Man kann hierbei aber so verfahren, daß man an sich nicht färbende Substanzen mit gleichen Eigenschaften, wie sie die ebenfalls zugesetzten exothermischen Stoffe, z. B. die färbenden Metallsalze, besitzen, jedoch eine passender liegende Verpuffungstemperatur haben, zusetzt und diese gleichsam als Initialzünder für die färbenden Metallsalze üsw. mit hoher Verpuffungsteniperatur benutzt.
  • Bei Anwendung dieses Verfahrens erhält man eine Kerze, die am Docht mit farbiger Flamme brennt und die in der Einleitung erwähnten Mängel nicht besitzt.
  • Nachstehend einige Beispiele von Kerzen nach der Erfindung: r. Die Kerzenmasse besteht aus 98,25 °[a Äthylurethan, r °1o Ammoniumperchlorat, o,25 % Bariumazid und 0,50/0 Kupferacetylid. Die Kerze brennt. grün.
  • 2. Die Kerzenmasse besteht aus 95 °1o Äthylurethan, 2 °% Ammonperchlorat, 2 °1o Schwefelstickstoff, r % Strontiumpikrat.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Verfahren zur Herstellung von farbig brennenden Kerzen, insbesondere aus mit farbloser Flamme brennenden Massen, unter Zusatz . von verpuffenden Stoffen, dadurch gekennzeichnet, daß solche verpuffenden Stoffe, wie die in der Technik als Initialzünder bekannten Körper, in geringer Menge zugesetzt werden, die selbst ,eine Färbung der- -Flamme bewirken.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß geringe Temperaturunterschiede. zwischen - der - Temperatur des Dochtes und der Verpuffungstemperatur des zugesetzten Stoffes durch Zusatz eines Sauerstoffträgers ausgeglichen werden. g. Verfahren nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß größere Temperaturdifferenzen zwischen Verpuffungstemperatur des zugesetzten Stoffes - und der Temperatur am Docht durch Zusatz von Stoffen mit geringerer Verpüffungstemperatur ausgeglichen werden,
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1226234B (de) * 1960-06-17 1966-10-06 Ernest Hamsag Kerze mit gefaerbter Flamme

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