AT128366B - Verfahren zur Herstellung von farbig brennenden Kerzen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von farbig brennenden Kerzen.

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AT128366B
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  Verfahren zur Herstellung von farbig brennenden Kerzen. 



   Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Verfahren zur Herstellung von farbig brennenden Kerzen, insbesondere von Kerzen, die mit farbloser Flamme brennen, was in bekannter Weise bei Kerzen der Fall ist, deren Masse z. B. aus Äthylurethan, Oxalsäuredimethylester, Oxaminsäureester usw. besteht. 
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 der geringen Temperatur des brennenden Dochtes tritt aber ein Verdampfen der färbenden Stoffe nur an der glühenden Spitze auf. Durch die entstehende Schlacke wird die Saugfähigkeit des Dochtes so stark beeinträchtigt, dass die Kerze in kurzer Zeit erlischt. 



   Dieselben Erscheinungen treten auf, wenn man eine Lösung oder eine Suspension von   gebrauch-   lichen, flammenfärbenden Substanzen, z. B.   Strontiumchlorid,   Strontiumnitrat u. dgl., dem Kerzenmaterial beimischt. 



   Es ist weiter vorgeschlagen worden, flammenfärbende Substanzen, deren Siedepunkt zwischen   150-300  C   liegt und die dem Docht oder der Kerzenmasse beigemischt wurden, zu verwenden, um durch diesen niedrigen Siedepunkt die Verschlackung zu verhindern. Die dieser Bedingung entsprechenden Verbindungen, für blau z. B. Selenalkyle, für rot z. B. Strontiumjodalkyle, für grün z. B. Borsäureester, sind zum Teil flüssig, giftig, sehr teuer und unbeständig, so dass sie für die Praxis   unbrauch-     bar sind. sind.   



   Weiter ist vorgeschlagen worden, der Kerzenmasse Substanzen zuzusetzen, die sich am Docht unter starker Gasentwicklung zersetzen und dabei ebenfalls zugesetzte Metallsalze in den äusseren   heissen.   



  Teil der Flamme versprühen, wo sie zum Verdampfen kommen. Da die Metallsalze hiebei nur zum geringen Teil versprüht werden, ist ein grosser Überschuss erforderlich, der seinerseits wieder den Docht verschlackt und die Kerze zum Erlöschen bringt (D. R. P. Nr. 216338). Auch hat man Glasröhre mit dem flammenfärbenden Salz gefüllt und parallel zum Docht so angeordnet, dass sie in den äusseren Teil der Flamme hineinragen. An Stelle der Glasröhren sind auch schon Lamellen oder Drähte von Metallen oder Metalllegierungen oder Presslinge von flammenfärbendem Salz vorgeschlagen worden. Man erhält aber so immer nur eine Flamme, die nur am Rande gefärbt ist. Ferner hat man auch vorgeschlagen, Sauerstoffträger in relativ grosser Menge der Kerzenmasse zwecks Erhöhung der Flammentemperatur zuzumischen, um so die gebräuchlichen flammenfärbenden Substanzen zu verdampfen.

   Bei dieser Temperatur greift die Flamme auf die gesamte Oberfläche über, der Docht ist also zwecklos. Die Flammengrösse lässt sich schwer regulieren und eine hohe Brenngeschwindigkeit ist die zwangsläufige Folge. 



   Durch das nachstehend beschriebene Verfahren werden diese Nachteile vermieden. Das Verfahren beruht darauf, dass der Kerzenmasse Stoffe zugesetzt werden, die bei der am unteren Teil, des Dochtes herrschenden Temperatur verpuffen. Ein solcher Stoff ist beispielsweise Schwefelstickstoff. 



  Es gelingt so, die niedrige Temperatur des Dochtes am unteren Teil beizubehalten und trotzdem flammenfärbende Stoffe in genügender Menge der Flamme zuzufügen. Die Menge des der Kerzenmasse zugesetzten Stoffes kann gering sein, in der Regel liegt sie zwischen   0'1-2% der   Kerzenmasse. 



   Vorteilhaft wird man solche Stoffe zusetzen, die aus organischen oder anorganischen Metallverbindungen bestehen, wobei das Metall dann die Färbung der Flamme hervorruft ; geeignete Substanzen dieser Art sind z. B. Kupferacetylid und die Pikrate, Azide und Fulminate der färbenden Metalle, z. B. des Strontiums, Bariums, Lithiums, Natriums usw. Für ein ruhiges Brennen der Flamme ist es erforderlich, dass die Temperatur am unteren Teil des von der Flamme umspülten Dochtes, die ungefähr 

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 durch den Siedepunkt bzw. Zersetzungspunkt des Kerzenmaterials bestimmt wird, und die Zersetzungstemperatur der zugesetzten exotherm zerfallenden Stoffe, z. B. der die Flamme färbenden Metallverbindungen, etwa in gleicher Höhe liegen.

   Geringe Temperaturdifferenzen lassen sich durch kleine Zusätze (etwa   1%-2%)   von restlos verdampfenden   Sauerstoffträgern ausgleichen, z.   B. von Ammonperchlorat. 



   Sind die Unterschiede zu gross, so ist dieser Weg nicht möglich, da durch Erhöhung der Flammentemperatur durch den Sauerstoffträger eine zu grosse Brenngeschwindigkeit auftreten würde. Man kann hiebei aber so verfahren, dass man an sich nicht färbende Substanzen mit gleichen Eigenschaften, wie sie die ebenfalls zugesetzten exothermischen Stoffe, z. B. die färbenden Metallsalze, besitzen, die nur eine   passender liegende Verpuffungstemperatur   haben, wie z. B. Schwefelstickstoff, zusetzt und diese gleichsam als Initialzünder für die färbenden Metallsalze usw. mit hoher Verpuffungstemperatur benutzt. 



   Bei Anwendung dieses Verfahrens erhält man eine Kerze, die am Docht mit farbiger Flamme brennt und die in der Einleitung erwähnten Mängel nicht besitzt. 



   Nachstehend einige Beispiele für die Zusammensetzung von Kerzen nach der Erfindung : 
1. Die Kerzenmasse besteht aus :   96'5% Äthylurethan,  
1   % Ammoniumperchlorat,     0'5% Strontiumcarbonat   und   2'% SchwefelsticI {stoff.   



   2. Die Kerzenmasse besteht aus :   98-25%   Äthylurethan, 
 EMI2.1 
 
0-25% Bariumazid und   0-5 % Kupferaeetylid. Die   Kerze brennt grün. 



   3. Die Kerzenmasse besteht aus :   95%   Äthylurethan,
2% Ammonperchlorat,
2% Schwefelstickstoff und
1% Strontiumpikrat. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von farbig brennenden Kerzen, insbesondere bei Verwendung von Kerzen, die mit farbloser Flamme brennen, wobei man der Kerzenmasse oder dem Docht neben den farbengebenden Stoffen noch Stoffe zusetzt, die bei der Temperatur des brennenden Dochtes sich mit exothermer Reaktion zersetzen, dadurch gekennzeichnet, dass die zugesetzten Stoffe (z. B. Schwefelstickstoff) bei der am Docht herrschenden Temperatur verpuffen. 
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Claims (1)

  1. der Temperatur des brennenden Doctes sic exotherm zersetzende Stoffe solche Stoffe zusetzt, die durch einen ihrer Bestandteile die Färbung der Flamme hervorrufen, beispielsweise Kupferaeetylid, Azide, Pikrate oder Fulminate der färbenden Metalle.
    3. Ausführungsform des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass derartige Stoffe zugesetzt werden, deren Zersetzungspunkt in der Nähe der Temperatur liegt, die am unteren Teil des von der Flamme umgebenen Dochtes herrscht.
    4. Ausführungsform des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass geringe Unterschiede zwischen der Temperatur des brennenden Dochtes und der Zersetzungstemperatur des erfindungsgemäss zuzusetzenden Stoffes durch Zusatz eines Sauerstoffträgers bekannter Art ausgeglichen werden.
    5. Ausführungsform des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass bei grösserer Differenz zwischen der Zersetzungstemperatur des zugesetzten Stoffes und der Temperatur am brennenden Docht Stoffe zugesetzt werden, deren Zersetzungspunkt zwischen dem Zersetzungspunkt EMI2.3
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