DE565186C - Mit einer Daempfungseinrichtung versehener Bremslueftmagnet - Google Patents
Mit einer Daempfungseinrichtung versehener BremslueftmagnetInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B66—HOISTING; LIFTING; HAULING
- B66D—CAPSTANS; WINCHES; TACKLES, e.g. PULLEY BLOCKS; HOISTS
- B66D5/00—Braking or detent devices characterised by application to lifting or hoisting gear, e.g. for controlling the lowering of loads
- B66D5/02—Crane, lift hoist, or winch brakes operating on drums, barrels, or ropes
- B66D5/24—Operating devices
- B66D5/26—Operating devices pneumatic or hydraulic
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B66—HOISTING; LIFTING; HAULING
- B66D—CAPSTANS; WINCHES; TACKLES, e.g. PULLEY BLOCKS; HOISTS
- B66D2700/00—Capstans, winches or hoists
- B66D2700/03—Mechanisms with latches or braking devices in general for capstans, hoists or similar devices as well as braking devices actuated electrically or by fluid under pressure
- B66D2700/035—Fluid operated braking devices
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Vibration Prevention Devices (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AlW
26. NOVEMBER 1932
26. NOVEMBER 1932
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 35 c GRUPPE
Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft in Berlin*) Mit einer Dämpfungseinrichtung versehener Bremslüftmagnet
Patentiert im Deutschen Reiche vom 26. Juli 1931 ab
Um beim Hebezeug- und Hüttenbetrieb ein stoßfreies und langsames Anfahren und Anhalten
des Fördergutes zu erzielen, sind mit dem Bremslüftmagneten in der Regel Dämpfungseinrichtungen
verbunden. Als Dämpfungsmittel wird allgemein Luft benutzt, die in einem doppelwirkenden. Luftzylinder durch
einen ventillosen Kolben zusammengepreßt wird. Die von dem Kolben zusammengepreßte
Luft entweicht durch eine einstellbare Öffnung, so daß während des ganzen Hubes eine
gleichmäßige Dämpfung erzielt wird. An der verlängerten Kolbenstange befindet sich der
Magnetanker.
Die Ankerkerne des Magneten und in der Regel noch ein Anhängegewicht werden durch
die Zugkraft des Magneten bewegt. Diese ist keineswegs während der ganzen Hubdauer
konstant, sondern sie erfährt am Hubende
so eine Zunahme, wie dies durch den Verlauf der Kurve α aus der Abb. 1 hervorgeht, in welcher
die Zugkraft u in Abhängigkeit vom Hub r dargestellt ist. Der Teil der Zugkraft,
der zur Bewegung des Anhängegewichtes aufgebracht werden muß, ist auf dem ganzen
Hubwege konstant und durch eine zur Abszisse parallele Linie b angegeben. Der Überschuß
an Zugkraft, den der Magnet nach dem Hubende zu gegenüber dem normalen Kraftbedarf
aufbringt, ist durch die Differenz der beiden Kurven α und b bestimmt. Unter dem
Einfluß dieser zusätzlichen Kraft schlagen die Polkernflächen hart aufeinander. Diese
Wirkung wird noch gesteigert durch die lebendige Kraft, die den Ankerkernmassen und dem Anhängegewicht innewohnt. Da der
harte Aufschlag der Polflächen unerwünscht ist, wird er durch eine Dämpfung eines mit
dem beweglichen Teil des Magneten verbundenen Kolbens vermindert. Die Kraft ν der
Dämpfung verläuft ungefähr nach der Kurve c in der Abb. 1.
Die Geschwindigkeit, mit welcher der Kolben sich bewegen soll, wird durch den Luftaustritt
aus dem Zylinder geregelt. Zu diesem Zweck ist im allgemeinen eine Stellschraube
so angebracht, daß bei einer Bewegung ein Umlaufkanal mehr oder weniger abgesperrt
werden kann. Die Menge der aus dem Zylinderraum in diesen Kanal entweichenden
Luft ist beliebig einstellbar. Während der Dauer der ganzen Kolbenbewegung entweicht
allmählich die Luft, so daß, wie gesagt, die Dämpfungskraft während des ganzen Hubes
annähernd konstant ist.
Diese bisher verwendeten Einrichtungen haben den Nachteil, daß die Dämpfung auf
Kosten der Geschwindigkeit der Bremse erfolgt und gleich zu Anfang der Hubbewegung
beginnt. Hiermit ist aber die Forderung eines schnellen Anziehens des Kolbens nicht mehr
erfüllt. Außerdem ist es nicht möglich, die
*) Von dem Patentsucher sind als die Erfinder angegeben worden:
Max Schruba in Berlin und Wilhelm Scheibmeier in Berlin-Frohnau.
Zugkraftspitze, wie sie durch den Verlauf der Kurve α deutlich zum Ausdruck kommt,
aufzuheben. Es sind auch Bremslüftmagnete bekannt geworden, bei denen die Dämpfung
erst nach Zurücklegen eines bestimmten Teiles des Hubes wirksam wird. Bei Anordnungen,
bei welchen ein Luftkolben die Dämpfung verursacht, kann man das plötzliche Einsetzen
der Dämpfung durch eine Kompression im ίο zweiten Teil des Hubes veranlassen. Um die
Kompression hervorzurufen, wird der Zylinder so abgesperrt, daß im zweiten Teil des
Hubes die vor dem Kolben befindliche Luft nicht entweichen kann.
ig Auch durch diese Anordnung wird ein einwandfreies
Arbeiten nicht unbedingt gewährleistet, weil auch damit eine Anpassung der Dämpfungskurve an die Magnetkraftkurve
nicht erreicht ist.
Die Erfindung besteht nun darin, daß bei Bremslüftmagneten, bei welchen die Dämpfung
mit Hilfe von Kompression erreicht wird, der Zeitpunkt, in dem die Kompression
einsetzen soll, beliebig wählbar und einstella5
bar ist. Der. Zeitpunkt, in dem die Dämpfung einsetzen soll, ist jener, in den die Abweichung
des Kurvenverlaufes von α und b fällt. Beim Erfindungsgegenstand kann man
also ohne weiteres erreichen, daß die Dämpfung erst in dem Zeitpunkt einsetzt, in den
die Abweichung des Kurvenlaufes von α und b fällt, während vorher die Luft \roll entweichen
kann, die Dämpfung also praktisch Null ist. Der Magnetanker wird somit schnell angezogen
und dann so stark abgedämpft, daß ein harter Aufschlag des letzteren auf die Kernfläche vollkommen unmöglich ist. Der
Verlauf der Dämpfung nach der Einrichtung, wie sie der Erfindung zugrunde liegt, ist durch
die Kurve d in der Abb. 2 angegeben. Sie unterscheidet sich schon äußerlich von c dadurch,
daß sie auf der Abszisse beginnt. Es braucht also von Anfang der Kolbenbewegung
an keine Dämpfung vorhanden zu sein, die der Wucht der Masse des durch die Zugkraft
beschleunigten Anhängegewichtes (Kurve b) am Ende der Magnetankerbewegung das
Gleichgewicht hält. Diese lebendige Kraft wird durch die einstellbare Dämpfung gemäß
der Erfindung erst dann aufgenommen, wenn dies erforderlich ist. Die Wirkung der Gegenkraft
beginnt also erst in einem späteren Punkte; dann allerdings mit sehr viel größerer
Intensität, die rasch ansteigt bis zu dem Betrage der Kurvenspitze α.
In den Abb. 3 und 4 ist ein Ausführungsbeispiel angegeben. Um den Zeitpunkt des
Beginns der Dämpfung und. ihre Stärke wunschgemäß einstellen zu können, sind an
einer Seitenwand des Zylinders z, in dem sich ein Kolben k unter dem Einfluß von magnetischen
Kräften bewegt, übereinanderliegende Kanäle g mit ihren öffnungen i und η angeordnet,
durch welche die Luft aus dem Zylinderraum entweichen kann, wenn sich der Kolben nach der einen oder anderen Richtung
hin bewegt. Es möge zunächst nur der Kolbenhub betrachtet werden.
Die Luft, welche durch die Löcher i aus dem Zylinder entweicht und in die Bohrungen
g gelangt, nimmt ihren Weg weiter durch den Kanal r und durch die in der Zylinderwand
vorgesehene Aussparung m und durch den unteren Teil eines Kanales ο zu dem Teil
des Zylinders unterhalb des Kolbens. Das obere Ende des Kanales 0 ist während dieser
Zeit durch ein Kugelventil τι abgesperrt. Der zuletzt erwähnte Kanal 0, der in der Abb. 3
nur gestrichelt gezeichnet ist, ist nach der Darstellung in der Abb. 4 deutlicher zu sehen.
Die im Zylinder befindliche Luft entweicht durch die öffnungen i, sofern diese nicht verschlossen
sind. Das Abschließen der Öffnungen i erfolgt durch den Kolben k oder
durch eine Einstellschraube p. Die Entfernung des durch die letztere verschlossenen
letzten Luftaustrittsloches von der Zylinder-Stirnfläche bestimmt die Höhe des Kompressicnsrauines
und mithin den Beginn sowie die Stärke der Dämpfung. Durch Einschrauben der Regulierschraube p wird dann
ein Teil der in beliebiger Anzahl vorhandenen Löcher i verschlossen, wenn die Kompression
beginnen muß, um damit in der zusammengepreßten Luft eine Energiemenge aufzuspeiehern,
durch welche die Zugkraftspitze ausgeglichen wird.
Ebenso wie die Dämpfung für den Hub des Magneten nach Zeit und Intensität veränderlich
einstellbar ist, kann sie auch· für den Abfall des Magneten wunschgemäß verändert
werden, indem die untere Einstellschraube/»', durch den Kanal r' so bewegt wird, daß sie
je nach den Erfordernissen eine bestimmte Anzahl der Löcher η verschließt.
Claims (4)
- Patentansprüche:ι . Mit einer Dämpfungseinrichtung versehener Bremslüftmagnet, deren Dämpfung n° erst nach Zurücklegen eines bestimmten Teiles des Hubes wirksam wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Beginn der Dämpfung sowohl in: der Hub- als auch in der Fallrichtung durch Änderung der Größe lx£ des Kompressionsraumes einstellbar ist.
- 2. Bremslüftmagnet nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Längsrichtung des Zylinders nebeneinander einmündende, durch eine Stellschraube ab- 12C sperrbare Kanäle (g und i) vorgesehen sind.
- 3. Bremslüftmagnet nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanäle (g- und i) in einen mit den beiden Zylinderräumen über ein Rückschlagventil in Verbindung stehenden Kanal (m) münden.
- 4. Bremslüftmagnet nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kompression an jenem Wegpünkt des Magneten einsetzt, bei welchem die Magnetkraftkurve (d) von der horizontalen abweicht (Abb. 2).Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA62849D DE565186C (de) | 1931-07-26 | 1931-07-26 | Mit einer Daempfungseinrichtung versehener Bremslueftmagnet |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA62849D DE565186C (de) | 1931-07-26 | 1931-07-26 | Mit einer Daempfungseinrichtung versehener Bremslueftmagnet |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE565186C true DE565186C (de) | 1932-11-26 |
Family
ID=6943025
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA62849D Expired DE565186C (de) | 1931-07-26 | 1931-07-26 | Mit einer Daempfungseinrichtung versehener Bremslueftmagnet |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE565186C (de) |
-
1931
- 1931-07-26 DE DEA62849D patent/DE565186C/de not_active Expired
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