DE564768C - UEberstrom-Schutzvorrichtung, insbesondere fuer bedienungslose Kraft- und Unterwerke - Google Patents

UEberstrom-Schutzvorrichtung, insbesondere fuer bedienungslose Kraft- und Unterwerke

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DE564768C
DE564768C DEA47658D DEA0047658D DE564768C DE 564768 C DE564768 C DE 564768C DE A47658 D DEA47658 D DE A47658D DE A0047658 D DEA0047658 D DE A0047658D DE 564768 C DE564768 C DE 564768C
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DE
Germany
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short
switch
circuit
reclosing
overcurrent protection
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DEA47658D
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BBC Brown Boveri AG Germany
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BBC BROWN BOVERI and CIE
Brown Boveri und Cie AG Germany
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02HEMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
    • H02H3/00Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection
    • H02H3/02Details
    • H02H3/06Details with automatic reconnection
    • H02H3/066Reconnection being a consequence of eliminating the fault which caused disconnection

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  • Emergency Protection Circuit Devices (AREA)

Description

  • Überstrom-Schutzvorrichtung, insbesondere für bedienungslose Kraft- und Unterwerke In bedienungslosen Kraft- und Unterwerken ist es erforderlich und bekannt, Schalter mit Höchststromauslösung und selbsttätiger Wiedereinschaltung zu verwenden. Bei einem Dauerkurzschluß muß dann nach einer Anzahl von vergeblichen Wiedereinschaltungen der Schalter endgültig abgeschaltet werden. Diese unabhängige Wiedereinschaltbegrenzung hat aber besonders in Netzen, wo viele Kurzschlüsse vorkommen, den Nachteil, daß die Schalter häufig überlastet werden und leicht Schaden nehmen können.
  • Deshalb hat man Vorrichtungen verwendet, bei denen das Wiedereinschalten vom Widerstand des Netzes bzw. des vom Schalter geöffneten Stromkreises abhängig gemacht ist; hier wird also erst dann wieder eingeschaltet, wenn dieser Widerstand einen solchen Wert angenommen hat, daß beim Schließen des Schalters seine Auslösestromstärke nicht erreicht wird. Bei dieser Anordnung kann es aber vorkommen, daß der Netzwiderstand einen Wert annimmt, der einer größeren Stromstärke als der Auslösestromstärke des Schalters entspricht, ohne dabei in den Bereich jener Widerstandswerte zu gelangen, die bei einem vollkommenen Kurzschluß vorkommen. In solchen Fällen werden die Schalter nicht wieder eingeschaltet, obwohl die Wiedereinschaltung weder für den Schalter noch für das Netz gefährlich wäre. Es bleibt in solchen Fällen nichts übrig, als entweder den Auslösestrom der Schalter unerwünscht hoch einzustellen oder die genannte Unannehmlichkeit in Kauf zu nehmen.
  • Nicht selten geschieht es aber, daß der Netzwiderstand sich beim Wiedereinschalten des Schalters zugleich ändert, beispielsweise wenn viele kleine Kurzschlußankertnotoren ohne Nullspannungsauslösung angeschlossen sind. Daher liegt es im Interesse eines anstandslosen Betriebes, eine Lösung zu finden. bei der sich der Schalter auch dann wieder einschaltet, wenn der Netzwiderstand einen solchen Wert annimmt, daß beim Schließen des Schalters sein Auslösestrom überschritten wird; so wird seine Wiedereinschaltung nur dann verhindert, wenn der Netzwiderstand einem kurzschlußähnlichen Zustand entspricht.
  • Es ist nun bekannt, die Wiedereinschaltung des Schalters vom Zustand des Netzes in der Weise abhängig zu machen, daß sie unterbleibt, wenn ein Kurzschluß vorliegt. Zu diesem Zweck hat man den Kontakten des wiedereinzuschaltenden Schalters einen Prüfwiderstand parallel geschaltet, von dessen Klemmenspannung ein Relais gespeist wird. Je nach der Höhe des Spannungsabfalles im Prüfwiderstand wurde das Relais zum Ansprechen gebracht oder nicht und entsprechend die Wiedereinschaltung vorgenommen oder unterlassen.
  • Nach der Erfindung wird ebenfalls ein solcher Prüfwiderstand benutzt, aber im Gegen- Satz zu den bekannten Vorrichtungen wird die gesamte Prüf- und Wiedereinschaltapparatur zu einer kleinen, übersichtlichen Vorrichtung vereinigt. Danach sind auf der gemeinsamen Welle dieser Vorrichtung drei Kontaktglieder befestigt, von denen das erste lediglich die Kurzschlußprüfvorrichtung und das zweite lediglich die Wiedereinschaltvorrichtung steuert, während das dritte nach mehrmaligem vergeblichen Wiedereinschalten die endgültige Offenhaltung des Schalters bewirkt.
  • Ein Ausführungsbeispiel für die Schaltung nach der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Darin ist a der Höchststromschalter, der mittels der Magnetspule b wiedereingeschaltet werden kann. Diese Spule wird aus dem Hilfsnetz h mit Strom versorgt und mittels dreier vom Motor m gegen die Kraft der Gegenfeder k bewegter Kontaktscheiben e, f, g gesteuert. Dazu kommt nun das Schütz s, dessen Kontakte im Stromkreise des Isurzschlußprüfwiderstandes r liegen, und das zugehörige Kurzschlußprüfrelais i2, das je nach der im Prüfstromkreis herrschenden Stromstärke die Wiedereinschaltung des Schalters a veranlaßt oder verhindert und auf das Zwischenrelais o mit den Kontakten p, q arbeitet. Nach vier vergeblichen Wiedereinschaltungen wird der Schalter a mittels des Relais i endgültig blockiert.
  • Die Wirkungsweise bei einem Kurzschluß ist folgende: Zunächst öffnet sich der Schalter a unter der Wirkung seiner Höchststromauslösung,wobei er die Hilfskontakte c und d schließt. Da durch Kontakt c der Stromkreis des Hilfsmotors in geschlossen wird, fängt dieser an zu laufen und bewegt die Steuerwelle mit konstanter Winkelgeschwindigkeit in der Pfeilrichtung. Gleichzeitig war aber durch den Kontakt d am Schalter a ein zweiter Stromkreis geschlossen worden, der über den Kontaktnocken r der Scheibe e des Steuerapparates zur Schützspule s führt und wodurch die Einschaltung des Schützes veranlaßt wird. Das Kurzschlußprüfrelais aa kann nun so eingestellt sein, daß es den Stromkreis der Zwischenrelaisspule o nur dann öffnet, wenn der Kurzschluß vollkommen ist. Ist letzteres der Fall, so nützt es nichts, daß die Nockenscheibe f einige Sekunden später ihren Kontakt L schließt, und das Wiedereinschalten des Schalters a bleibt verhindert, weil der Stromkreis der Einschaltspule b bei q geöffnet ist.
  • Entspricht dagegen der durch deu Kurzschlußprüfwiderstand y- fließende Strom einem zulässigen Wert, der nur eine Überlastung des Schalters d darstellt, so öffnet sich das Relais ja nicht. Dann zieht, sobald die Nockenscheibe f Kontakt gemacht hat, das Zwischenrelais o seinen Anker an, und die über Kontakt q gespeiste Spule b schaltet den Schalter a ein.
  • Wenn nun der Überstrom sofort zurückgeht, bleibt der Schalter a eingeschaltet. Dauert der Überstrom aber an, so löst der Schalter wieder aus. Während der kurzen Einschaltzeit war dabei der Kontakt c offen gewesen; da ihn aber der geschlossene Kontakt p des Relais o überbrückt hielt, konnte der Motor in weiterlaufen. Das Spiel wiederholt sich, wenn der Überstrom bestehen bleibt, wobei die Abstände der Nocken r bis 4. auf den Scheiben e und f immer größer, die Zeiten zwischen zwei Wiedereinschaltungen also immer länger werden, bis sich die Steuerwelle um fast 36o° gedreht hat. Hier wird durch den Kontaktnocken auf der Scheibe g das Blockierungsrelais i erregt und öffnet endgültig den Stromkreis der Einschaltspule b .des Schalters a, wobei es. durch eine Klinke in der Offenstellung verriegelt wird. Gleichzeitig trennt es die Hilf sstromquelle h von sämtlichen anderen von ihr gespeisten Apparaten ab, so auch vom Motor m, so daß die Steuerwelle von der Feder k in die Anfangslage zurückgedreht wird.
  • Die Nockenscheiben e und f können völlig gleich ausgeführt werden, sie sind jedoch auf der gemeinsamen Steuerwelle etwas gegeneinander versetzt, so daß die Scheibe e immer einige Sekunden früher als f den Schaltvorgang einleitet. Dadurch wird erreicht, daß die Kurzschlußprüfvorrichtung immer einige Sekunden vor dem Einschalten in Betrieb kommt.
  • Der Vorgang entspricht genau demjenigen, den in einer nicht selbsttäigen Anlage der Schalttafelwärter ausführt. Sobald ein Schalter durch Höchststrom ausgelöst hat, wird der entsprechende Netzteil auf Kurzschluß geprüft. Ist kein Kurzschlußstrom vorhanden, so kann man ohne weiteres wieder einschalten. Ist aber ein Kurzschlußstrom vorhanden, der an einem Amperemeter abgelesen werden kann, so ist es dem Gefühl des Wärters überlassen, den Schalter wieder einzuschalten. Je nach der Größe des Kurzschlußstromes und der etwa noch eingeschalteten Stromverbraucher wird der Schalter in eingeschaltetem Zustande verharren oder wieder auslösen. In letzterem Falle wiederholt der Wärter die Kurzschlußprüfung und das Wiedereinschalten etwas später. Bei heftigem Kurzschluß, der ebenfalls am Amperemeter erkannt wird, -wird nicht wieder eingeschaltet.
  • Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel wird durch das einstellbare Kurzschlußprüfrelais ia jeweils entschieden, ob der Schalter a eingeschaltet werden soll oder nicht.

Claims (2)

  1. PATE\'TANSPRÜCHE: i. Cberstrom-Schutzvorrichtung, insbesondere für bedienungslose Kraft- und Unterwerke, deren Schalter bei Höchststrom selbsttätig sich öffnen und bei bleibendem Höchststrom sich mehrmals wiedereinscbalten, wobei die Wiedereinschaltvorrichtung von einer in vorbestimmten Zeital)sclinitten selbsttätig wirkenden Kurzschlußprüfvorrichtung abhängig geinacht ist, gekennzeichnet durch drei auf einer gemeinsamen Welle befestigte Kontaktglieder, von denen das erste (e) lediglich die Kurzschlußprüfvorrichtung (s, st) und das zweite (f) lediglich die Wiedereinschaltvorrichtung (o) steuert, während das dritte (g) nach mehrmaligem vergeblichen Wiedereinschalten die endgültige Offenhaltung des Schalters bewirkt.
  2. 2. Überstrom-Schutzvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das die Kurzschlußprüfvorrichtung steuernde Kontaktglied clean die Wiedereinschaltv orrichtung steuernden Kontaktgliede um kurze Zeit voreilt.
DEA47658D 1926-04-26 1926-04-27 UEberstrom-Schutzvorrichtung, insbesondere fuer bedienungslose Kraft- und Unterwerke Expired DE564768C (de)

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