DE564418C - Bohrerfuehrungseinrichtung zur Herstellung eines zu einem Versagerbohrloch parallelen Bohrloches - Google Patents

Bohrerfuehrungseinrichtung zur Herstellung eines zu einem Versagerbohrloch parallelen Bohrloches

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DE564418C
DE564418C DE1930564418D DE564418DD DE564418C DE 564418 C DE564418 C DE 564418C DE 1930564418 D DE1930564418 D DE 1930564418D DE 564418D D DE564418D D DE 564418DD DE 564418 C DE564418 C DE 564418C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21BEARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
    • E21B19/00Handling rods, casings, tubes or the like outside the borehole, e.g. in the derrick; Apparatus for feeding the rods or cables
    • E21B19/24Guiding or centralising devices for drilling rods or pipes

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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum gefahrlosen Beseitigen von Schußversagern im Bergbaubetriebe und bei sonstigen Arbeiten, bei denen eine im Bohrloch sitzengebliebene Sprengladung zur Explosion gebracht bzw. freigelegt werden soll.
Bisher ist es üblich, den stehengebliebenen Versager durch Nebenschüsse zu beseitigen, wobei man bemüht ist, jedes dieser neuen
to Bohrlöcher so anzusetzen, daß es zum Versagerbohrloch genau parallel verläuft, damit hierbei einerseits die Gefahr des Anbohrens des Versagerbohrloches vermieden wird und andererseits der Abstand zwischen den beiden Bohrlöchern nicht zu groß wird, um durch den neu angesetzten Schuß auch die Versagersprengladung nutzbringend mit zur Explosion bringen zu können.
Wohl sind bereits besondere Vorrichtungen zur Parallelführung von Bohrlöchern bekannt, doch werden hierbei die Bohrlöcher unmittelbar nebeneinander geführt, so daß schon hierdurch, wenn eine solche Vorrichtung zur Parallelbohrung zu einem Versagerbohrloch benutzt werden würde, der Bohrer die Sprengladung gefährden würde, was jedoch noch besonders dadurch der Fall ist, daß mit dem Fortschreiten der Parallelbohrung das vorher vorhandene Bohrloch eine Erweiterung erfährt und infolgedessen dem in diesem Bohrloch verankerten Führungsgliede der Halt genommen wird, oder es haben die bekannten Vorrichtungen dieser Art zur Voraussetzung, daß bereits zwei zueinander parallele Bohrlöcher, die zur Führung der Bohrvorrichtung dienen können, vorhanden sind, was eben bei einer Beseitigung von Schußversagern nicht der Fall ist.
Der Erfindung gemäß soll nun das neue Bohrloch dadurch zwangsweise genau parallel zum Versagerloch gebohrt werden, daß in das Versagerbohrloch ein Haltezapfen eingesetzt wird, der an einem Arm von bestimmter Länge einen Parallelführungsteil für den anzusetzenden Bohrer enthält, so daß dieser Bohrer seine Führung und seinen Halt in dem Versagerbohrloch selber findet. Hierbei soll als Befestigungsmittel für den in das Versagerbohrloch eingesetzten Haltezapfen eine Einrichtung dienen, die an sich bekannt ist und im wesentlichen darin besteht, daß eine Spindel in einer Mutter läuft und durch einen durchbohrten, in das vorhandene Bohrloch eingesetzten Zapfen führt und diese Spindel an ihrem Fuß mit einem Widerlager für eine elastische Packung versehen ist, welche sich andererseits gegen den durchbohrten Zapfenteil stützt und welche bei Anholen der Spindel durch Anziehen der Mutter zusammen- und fest gegen die Bohrlochwandung gepreßt wird.
Hierbei wird gegenüber ähnlichen Vorrichtungen erreicht, daß der Haltezapfen in einen allseitig vom Gebirge umschlossenen Bohrloch einen Halt findet und infolgedessen nach keiner Seite hin nachgeben kann. Ferner
wird dadurch, daß das Versagerbohrloch selbst zur Führung benutzt wird, der Vorteil erzielt, daß der Haltezapfen in einem Bohrloch den Halt findet, in dem bereits die.Unebenheiten des Bohrloches und auch die in den verschiedenen Bohrlochtiefen voneinander abweichenden Bohrlochdurchmesser durch die Einführung des Besatzes ausgeglichen sind. Hierdurch wird die Zentrierung des Halte- «o zapfens in dem Bohrloche und auch ein zuverlässiges Festklemmen des Gliedes an der Bohrlochwandung erleichtert.
Dies soll ferner gemäß der Erfindung noch dadurch unterstützt werden, daß der Haltezapfen mit mehreren in Abständen voneinander angeordneten Gummizylindern versehen ist, die mittels einer Zugspindel zusammen- und dadurch stark nach außen gepreßt werden, so daß sich diese .gleichmäßig in ao möglichst großer Länge des Bohrloches gegen die Bohrlochwandung anlegen, wo sie besonders mit dem an der Wandung haftenden Besatz eine vollkommene Raumausfüllung ergeben und jedes Wandern dieser Teile nach «5 der Bohrlochmündung oder gar in Richtung auf die Sprengladung zu ausschließen.
Da bei diesem Vorgang durch das Zusammenpressen der Gummizylinder innerhalb des Versagerbohrloches eine Verkürzung des Haltezapfens eintritt, wird außerdem ein schützender, neutraler Hohlraum zwischen dieser Vorrichtung und der Sprengladung gebildet.
In der Zeichnung ist die Vorrichtung durch eine schematische Darstellung erläutert.
Im Bohrloch α sitzt die Versagersprengladung b, die durch den Besatz c nach außen abgedämmt ist. Nach entsprechender Ausbohrung des Besatzes oder sonstiger Entnähme eines Teils des Besatzes ist nun in das Bohrloch der Haltezapfen d eingeführt. Dies Glied besteht im wesentlichen aus einem außen mit Längsrillen e versehenen Konusstück /, durch das die Zugspindel g führt. Diese Spindel trägt am unteren Ende einen mit ihr fest verbundenen Haltering h, auf den zum Schütze der Sprengladung eine Gummikappe i aufgesetzt ist, und ferner zwischen dem Halteringh und dem Konusstück/ lose aufgesetzt die Gummizylinder k, I und m und I die zwischen diesen angeordneten Stützringe?! und o.
Wird nun die Spindel g mittels der mit Muttergewinde versehenen Kurbel p oder z. B. mittels einer Ratsche angezogen, quellen die hierdurch zusammengepreßten Gummizylinder seitlich hervor und bewirken das zuverlässige Anpressen der Vorrichtung an die Bohrlochwandung, wobei außerdem im Bohrloch der die Sprengladung schützende Hohlraum q gebildet wird. Gleichzeitig wird hierbei das Konusstück/ mit seinen Längsrillen e fest in die Bohrlochmündung eingedrückt. An dem Haltezapfen d ist nun drehbar ein Arm r angeordnet, der eine zum Einsetzen des Bohrers dienende, parallel zum Haltezapfen d gerichtete und in der Länge aufklappbare Hülse j trägt. Der Arm r erhält die Länge, die zum Überbrücken des zwischen den beiden Bohrlöchern liegenden Gebirgsteils V> erforderlich ist.

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    i. Zur Herstellung eines zu einem Versagerbohrloch parallelen Bohrloches dienende Bohrerführungseinrichtung mit einem den Bohrer umfassenden Führungsgliede und daran festem parallel gerichtetem Haltezapfen, der in das Versagerbohrloch · eingesteckt ist, gekennzeichnet durch für Einrichtungen in Bohrlöchern an sich bekannte Befestigungsmittel für den Haltezapfen, bestehend aus einer durch einen durchbohrten Zapfenteil (f) gesteckten und in einer den durchbohrten Zapfenteil abstützenden Mutter laufenden Spindel mit einem Widerlager am Spindelfuß für eine elastische Packung, welche sich andererseits gegen das Ende des durchbohrten Zapfenteils (/) stützt und welche bei Anholen der Spindel durch Anziehen der Mutter zusammen und fest gegen die Bohrlochwandung gestreckt wird.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der durchbohrte Zapfenteil (f) konisch ist und sich . beim Anholen der Spindel im Bohrloch festkeilt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DE1930564418D 1930-05-29 1930-05-29 Bohrerfuehrungseinrichtung zur Herstellung eines zu einem Versagerbohrloch parallelen Bohrloches Expired DE564418C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE864533C (de) * 1950-11-10 1953-01-26 Fritz Lauster Bohrlehre zum Bohren von Lochreihen in Gestein
DE872186C (de) * 1949-12-22 1953-03-30 Nuesse & Graefer K G Maschf Vorrichtung zum Loch-an-Loch-Bohren im Bergbau
FR2520438A1 (fr) * 1982-01-22 1983-07-29 Pele Cie Glissiere de marteau-perforateur a ancrage

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DE864533C (de) * 1950-11-10 1953-01-26 Fritz Lauster Bohrlehre zum Bohren von Lochreihen in Gestein
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