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Konditionierhänge Die bekannten Hängetrockenmaschinen mit umkreisender
Stabkette zum Einhängen des zu behandelnden Gutes finden auch Verwendung beim Konditionieren
und Krumpfen von Gewebebahnen, indem ein nasser Mitläufer gleichzeitig mit der Stoffbahn
zusammen in die Hänge einläuft und durch direkte Berührung beider sowie durch Wasserverdunstung
des Mitläufers Feuchtigkeit an die Stoffbahn überträgt.
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Dieser nasse, je nach Verhältnissen bis zu ioo m lange Mitläufer ändert
indes sein Verhalten dauernd sowohl in Länge als auch namentlich in seiner Laufrichtung,
was zur Folge hat, daß er aus der Laufrichtung der gleichzeitig einlaufenden Stoffbahn
abweicht und dann Veranlassung gibt zu einseitiger Wirkung, so daß es einer besonderen
Person bedarf, die das Geradrichten dieses Läufers von Hand betätigt, was aber als
weiteres Übel leicht zur Faltenbildung führt.
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Die vorliegende Erfindung bezweckt, den Lauf solcher Naßläufer fortlaufend
selbsttätig auszurichten, was erfindungsgemäß dadurch erreicht wird, daß der Naßläufer
nach Verlassen des Konditionierapparates und vor dein Rücklauf zur erneuten Benetzung
über einen an sich bekannten Gewebelaufregler geführt wird, der z. B. aus einer
oder mehreren Führungswalzen bestehen kann, die so gelagert sind, daß sie laufrichtend
verstellt werden können, und zwar unter Vermittlung von Kantenfühlern. Da hierdurch
die Laufrichtung schon bei Eintritt geringster Abweichung geregelt wird, ist die
Neigung zu Faltenbildung verhütet und der Zusammenlauf beider Stoffbahnebenen gewährleistet.
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Die Zeichnung zeigt durch Fig. i in schematischer Darstellung eine
Ausführungsform der Erfindung.
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Die Fig. 2 und 3* zeigen ein Ausführungsbeispiel des Kantenfühlers
und der Vorrichtung zur Umstellung des Antriebes für die Verschwenkung der Führungswalzen.
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Gemäß Fig. i bildet a einen Teil der umlaufenden Hängestabkette. b
ist ein Wasserbehälter mit zwei Quetschwalzen c, d. Die Walze d nimmt aus
dem Behälter b Flüssigkeit auf und gibt sie an den zwischen beiden Walzen
hindurchlaufenden Mit- oder Naßläufer e ab. Dieser bildet ein geschlossenes Band
und wird über Leit- oder Führungswalzen f, g, h, i ständig im Kreislauf geführt.
Das Gewebe k wird über eine Leitwalze l eingeführt und kommt dann auf die
Stäbe a1 der Hängekette a. Bei na ist ein Kantenfühler angeordnet, wie er schematisch
und beispielsweise in der Fig. 2 dargestellt ist. Bei der in Fig. i dargestellten
Ausführungsform ist die Führungswalze g beispielsweise um einen ihrer Zapfen verschwenkbar,
während der andere Zapfen durch einen um sz schwingenden Doppelhebel o getragen
wird.. Das freie Ende dieses Doppelhebels ist mit einem Schraubenzahnsegment o1
versehen, in welches die in s1, s= gelagerte Schnecke s eingreift, deren Achse über
die Scheibe z durch den Riemenzl von dem Elektromotorr rechts-oder
linkslaufend
angetrieben wird. Der Elektromotor selbst wird durch einen der Kantenfühler in den
Stromkreislauf selbsttätig eingeschaltet. -Der um u schwingende Kantenfühler v besteht
gemäß Fig. a beispielsweise aus den elektrischen Strom nicht leitendem Baustoff
und ist mit zwei Kontakten v1, v2 versehen, die mit den beiden ortsfesten Kontakten
w1, w2 wechselweise in Berührung kommen, die an einem isolierten Träger w vorgesehen
sind. Verläuft der Mitläufer e beispielsweise in der Pfeilrichtung x, dann kommen
die Kontakte v1, w1 zum Schluß, und der Motor r wird eingeschaltet und der zweiarmige
Hebel o unter Vermittlung des Wechselgetriebes so bewegt, daß die Führungswalze
g jene Schräglage einnimmt, die erforderlich ist, um das Gewebe in der Pfeilrichtung
y wieder zurückzubewegen. Verläuft der Mitläufer e dagegen in der Pfeilrichtung
y, dann folgt seiner Kante der Fühler v nach, da dieser winkelförmig gestaltet und
durch seine waagerechten Arme so belastet ist, daß er ständig das Bestreben hat,
sich um 2a nach links zu bewegen. Es kommen dann die Kontakte v2, w2 miteinander
in Berührung, und der Lauf des Motors wird dadurch umgeschaltet.
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Man kann aber den Motor ständig in einer Richtung laufen lassen, wenn
man zwischen ihm und der Scheibe z ein Wechselgetriebe gemäß Fig.3 einschaltet.
In diesem Falle führen die Leitungen i bis 4 des Kantenfühlers nicht unmittelbar
zu dem Motor, um dessen Rechts- oder Linkslauf herbeizuführen, vielmehr führen die
Leitungen i, 4 zu einem Elektromagneten 5, die Leitungen a und 3 zu einem Elektromagneten
6. Der Anker 7 dieser beiden Elektromagnete schwingt um eine Achse 8 und ist mit
einem Arm 9 versehen, der in eine Kupplungsmuffe io eingreift, die auf einer Achse
ii zwar hin und her verschiebbar, aber mitlaufend angeordnet ist. Auf dieser Achse
sind lose drehbar, aber nicht verschiebbar, zu beiden Seiten der Kupplungsmuffe
io Kegelräder 12, 13 angeordnet, von denen jedes eine Kupplungsmuffe trägt.
Beide Kegelräder stehen mit einem dritten Kegelrad 14 im Eingriff, welches beispielsweise
mit einem Stirnrad oder einer Riemenscheibe 15 versehen ist. .Die Achse T i wird
unter Vermittlung einer Riemenscheibe 16 von dem stets in derselben Richtung umlaufenden
Elektromotor r oder auch durch eine Transmission angetrieben. Das Zahnrad oder die
Scheibe 15 überträgt die Bewegung des Kegelrades iq: in irgendeiner Weise auf die
Achse der Schraube s (Fig. i). Verläuft beispielsweise der Mitläufer e in
der Pfeilrichtung x,: dann wird in den Stromkreis a, 3 der Elektromagnet
6 eingeschaltet und der Anker 7 durch denselben so angezogen, daß durch die Kupplungsmuffe
io das Kegelrad 13 in den von 16 kommenden Antrieb eingeschaltet wird, wodurch das
Kegelrad 14 in der einen Richtung umläuft und dadurch über s, o die Führungswalze
g in einer Richtung verschwenkt wird. Verläuft dagegen der Mitläufer e in der Pfeilrichtung
y, dann wird durch die Kontakte v2, w2 in den Stromkreis i, 4 der Elektromagnet
5 eingeschaltet, und es kommt nunmehr das Kegelrad 1z zur Wirkung, so daß das Kegelrad
14 entgegengesetzt läuft und demzufolge auch die Walze g entgegengesetzt verstellt
wird.
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Es ist nun selbstverständlich, daß die verschwenkbare Walze ebensogut
in einer Gabel gelagert sein kann, die um ihre Längsmitte verschwenkbar ist. Diese
Einrichtung hat gegenüber der vorbeschriebenen den Vorteil, daß der Mitläufer in
der verlaufenen Kante nicht so sehr gereckt werden muß. Die Ver stellung der Lagergabel
der verschwenkbaren Walze kann in derselben Weise, wie dies bei dem Hebel o erfolgt,
oder auch auf andere Art stattfinden.