DE56273C - Verfahren zur Darstellung von künstlichem Indigo - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von künstlichem Indigo

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DE56273C
DE56273C DENDAT56273D DE56273DA DE56273C DE 56273 C DE56273 C DE 56273C DE NDAT56273 D DENDAT56273 D DE NDAT56273D DE 56273D A DE56273D A DE 56273DA DE 56273 C DE56273 C DE 56273C
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DE
Germany
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acid
indigo
phenylglycine
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representation
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DENDAT56273D
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BASF SE
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Badische Anilin and Sodafabrik AG
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B7/00Indigoid dyes
    • C09B7/02Bis-indole indigos

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Durch Einwirkung von Monohalogenessigsäure auf ο - Amidobenzoesäure (Anthranilsäure) läfst sich eine Phenylglycin-o-carbonsäure von der Zusammensetzung
H~COO H
darstellen, welche beim Erhitzen ihrer Salze mit Alkalien oder alkalischen Erden in eine Verbindung übergeht, die bei der Oxydation Indigo liefert.
I. Darstellung der Phenylglycin-ocarbonsä'ure.
Die Bildung der neuen Säure erfolgt nach der Gleichung:
C6 Ht (NH2) (COOHJ+ CH2Cl(COO H). = C6Ht (C O O H) "(N H~C H~C O O H),
+ HCl
beim Erhitzen von Monohalogenessigsäure und Anthranylsäure mit oder ohne Gegenwart von Wasser während 1 bis 2 Stunden auf circa ioo° C. oder darüber. Bei niedrigerer Temperatur erfordert die Reaction längere Zeit.
Als zweckmäfsig erweist sich folgendes Verfahren.
6,8 Gewichtstheile Anthranilsäure und 4,7 Gewichtstheile Monochloressigsäure werden mi't 50 Theilen Wasser 2 Stunden am Rückflufskühler gekocht. Die entstandene Säure scheidet sich bei mehrstündigem Stehen der erkalteten Lösung körnig-krystallinisch aus. Sie wird von der Mutterlauge getrennt, abgeschleudert und getrocknet. Durch Eindampfen der Mutter-. lauge gewinnt man die in Lösung gebliebene Säure. Die Phenylglycin-o-carbonsäure stellt, aus Wasser umkrystallisirt, ein gelbliches, krystallinisches, bei ungefähr 198° C. unter Zersetzung schmelzendes Pulver dar. Ihre alkoholische Lösung fluorescirt stark blau. In kaltem Wasser ist sie nur schwer löslich.
II. Ueberführung der Phenylglycin-ocarbonsäure in Indigo.
Erhitzt man die neue Säure oder ein Salz derselben mit überschüssigem Kalkhydrat oder Barythydrat oder Aetzalkali auf Temperaturen über 2oo° C, so bildet sich eine Leukoverbindung, deren alkalische Lösung an der Luft Indigo abscheidet; in saurer Lösung liefert sie durch Zusatz von Eisenchlorid Oder einem anderen der gebräuchlichen Oxydationsmittel ebenfalls Indigo.
Man verfährt z. B. folgendermafsen:
ι Theil Phenylglycin-o-carbonsäure wird mit 3 Theilen Aetzkali und 1 Theil Wasser in einem Kessel unter Rühren geschmolzen. Bei ca. 2oo° C. beginnt die Masse sich gelb zu färben. Man erhitzt nun weiter, bis die Intensität der Färbung nicht mehr zunimmt und die Masse leichtflüssig geworden ist. Hierauf trägt man die Schmelze in ca. 200 Theile Wasser ein und leitet in die entstandene Lösung so lange einen Luftstrom, als sich noch Indigo abscheidet. Letzterer wird dann auf ein Filter gebracht, ausgewaschen und getrocknet.
Statt Luft einzuleiten, kann man auch in der Art verfahren, dafs man z. B. die Lösung der Schmelze mit Salzsäure ansäuert und dann so lange Eisenchloridlösung zusetzt, als noch ein Niederschlag von Indigo erfolgt.
Bei Verwendung von Erdalkalien statt Kalioder Natronhydrat kommt die Masse nicht
zum Schmelzen, im übrigen ist das Verfahren das gleiche.

Claims (2)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von Indigo, darin bestehend, dafs man:
    i. durch Erhitzen von Monochloressigsäure mit Anthranilsäure auf ca. ioo° C. oder darüber Phenylglycin-o-carbonsäure erzeugt,
  2. 2. die Phenylglycin-o-carbonsäure oder ein Salz derselben mit Alkalien oder Erdalkalien auf Temperaturen; über 2000 C. erhitzt und die entstandene3L:eukoverbindung in alkalischer Lösung "durcji' den Sauerstoff der atmosphärischen Luft oder in saurer Lösung durch Eisenchlorid oder ein anderes der gebräuchlichen Oxydationsmittel oxydirt.
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