DE562162C - Verfahren zum Gluehen - Google Patents
Verfahren zum GluehenInfo
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description
- Verfahren zum Glühen Die Erfindung bezieht sich auf Verbesserungen an Wärmöfen (Tieföfen), wie sie in der Stahlindustrie zum Erhitzen der Blöcke vor dem Walzen benutzt werden, und insbesondere auf Mittel und Wege zur C"berwachung der Menge und der Beschaffenheit des sich auf den Blöcken während des Erhitzens in dem Wärmofen bildenden Zunders.
- Zwecks Verminderung der Zunderbildung ist bereits der Vorschlag gemacht «-orden, die Öfen in kontinuierlicher Weise mittels eines explosiven Gasluftgemisches zu heizen, das unter Druck zugeführt wird, um in den Öfen einen Überdruck aufrechtzuerhalten, wodurch die atmosphärische Luft von dem Ofeninnern abgehalten wird. Es ist auch bekannt, die Verzunderungsverluste in derartigen Öfen durch Erhitzung der Blöcke in einer neutralen oder reduzierendenAtmosphäre wesentlich zu verringern; es hat sich aber herausgestellt, daß der noch entstehende Zunder den Blöcken so fest anhaftet, daß er nicht abspringt, wenn die Blöcke durch die Walzen geführt werden, so daß er in das Metall eingewalzt wird. .
- Die Erfindung bezweckt nun Verbesserungen an Wärmöfen, die an sich mit reduzierender Atmosphäre betrieben werden, und bezweckt, daß der sich auf dein Blocke bildende Zunder verhältnismäßig lose ist und deshalb leicht abspringt, wenn der Block durch die Walzen geführt wird.
- Gemäß der Erfindung wird die Atmosphäre in dem Ofen während der Anwesenheit des Blockes in diesem nicht dauernd neutral oder reduzierend gehalten, vielmehr wird sie ein oder mehrere Mal während der Erhitzungsperiode oxydierend gemacht. Diese oxydierende Atmosphäre hat die Wirkung, daß der im anderen Falle zähe Zunder so lose wird, daß er während des Durchganges des Blockes durch die Walzen leicht abspringt. Die Atmosphäre kann auf verschiedene Weise oxydierend gemacht werden, z. B. dadurch, daß man die Zufuhr von Luft und Gas durch die Brenner vollständig abstellt und durch den Schornsteinzug Luft in den Ofen einsaugen läßt, oder dadurch, daß man die Brenngaszufuhr, nicht aber die Luftzufuhr zu den Brennern ganz abstellt, oder durch eine solche Änderung des Verhältnisses zwischen der den Brennern zugeführten Luft und dem Gase, daß im Gemisch ein Überschuß an Luft herrscht.
- Das ersterwähnte Verfahren zur Erzielung einer oxydierenden Atmosphäre hat, obgleich es ziemlich unsicher erscheint, da es von dem Faktor der Undichtheit beim Einsaugen der Luft in den Ofen abhängt, sich besonders bewährt in Fällen, wo man den Block 1/2 Stunde lang durchglühen läßt. Der Zunder wird dann lose und springt bei den ersten Durchgängen des Blockes durch die Walzen leicht ab. Das Verfahren kann beispielsweise wie nachstehend beschrieben ausgeführt werden. Ein heißer Block von etwa 500o kg Gewicht wird in den Ofen gebracht und in einer reduzierenden Atmosphäre 8o Minuten lang erhitzt. Das Heizgasluftgemisch wird dann abgestellt, worauf dann infolge der Wirkung des Schornsteinzuges 30 Minuten lang Luft in den Ofen gesaugt wird. Die Brenner werden dann wieder angestellt und der Block 30 Minuten lang in einer reduzierenden Atmosphäre nochmals erhitzt. Der Zunderverlust beträgt annähernd o,6 010. Die Analyse der Ofenatmosphäre ergibt einen Gehalt an Sauerstoff von a 1/o 5 Minuten nach Abstellen der Brenner bis praktisch 17 olo nach Ablauf der 1/2 Stunde.
- Das zweiterwähnte Verfahren der Behandlung der Blöcke wird beispielsweise wie folgt ausgeführt: Der Block von 5000 kg Gewicht wird bei Kirschrotglut in den Ofen gebracht und 2 Stunden lang in reduzierender Atmosphäre erhitzt. Dann wird das Brenngas, nicht aber die Luft, abgestellt und Luft aus vier großen Düsen 5 Minuten lang auf den Block geblasen. Darauf wird das Gas wie vorher angestellt und der Block von neuem 25 Minuten lang erhitzt. Darauf wird der Block aus der Grube entfernt und gewalzt. Der Zunder geht sehr leicht ab. Der Verlust beträgt etwas mehr als o,6 010.
- Bei dem an dritter Stelle erwähnten Behandlungsverfahren kann man wie folgt vorgehen. Ein Block von 5ooo kg Gewicht wird in kirschrotem Zustande in den Ofen. gebracht und 8o Minuten lang in reduzierender Atmosphäre erhitzt. Die Ofenatmosphäre wird dann oxydierend gemacht, indem man mit der Brennstoffmenge im Gasluftgemisch herabgeht, so daß sich eine Atmosphäre von ungefähr 41(o Sauerstoffgehalt ergibt, die 3o Minuten lang aufrechterhalten wird. Das Brenngemisch wird dann wieder so eingestellt, daß sich eine reduzierende Atmosphäre ergibt, und die Wiedererhitzung wird 25 Minuten lang fortgesetzt. Darauf wird der Block aus dem Ofen entfernt und gewalzt; der Zunder springt beim Walzen leicht ab. Der Zunderverlust beträgt etwas weniger als o,6010.
- Aus den angeführten Beispielen ergibt sich, daß durch Behandlung der Blöcke gemäß der Erfindung ein verhältnismäßig loser Zunder gebildet wird, der beim Walzen des Blockes leicht abgeht. Dabei bleibt der Verlust an Zunder unterhalb i0/0.
- Es mag noch darauf hingewiesen werden, daß die Atmosphäre im Ofen erst oxydierend gemacht wird, nachdem der Block auf annähernd die gewünschte Höchsttemperatur erhitzt worden ist. Nachdem die Atmosphäre oxydierend gemacht ist, wird sie wieder reduzierend gemacht und in diesem Zustande erhalten, bis der Block fertig für das Walzen ist. Wenn man dieser Vorschrift folgt, wird die Zunderhildung auf ein Mindestmaß verringert, und der Zünder, der andernfalls dem Blocke sehr zäh anhaften würde, ist hinreichend lose, um während des Walzens des Blockes leicht abzuspringen.
- Das neue Verfahren sowie die zu seiner Ausführung dienende Einrichtung ist natürlich nicht nur für das Anwärmen von zum Walzen bestimmten Blöcken geeignet; es kommt vielmehr auch für das Wärmen kleinerer Schmiedestücke in Betracht, die z. B. im Gesenk geschmiedet werden sollen.
- Es versteht sich, daß mit dem Ausdruck reduzierende Atmosphäre, wie er im vorstehenden gebraucht wird, eine Atmosphäre gemeint ist, die die Tendenz hat, die Zunderbildung zu verhindern, im Gegensatz zu einer Atmosphäre, die die Bildung von Zunder begünstigt, so daß eine sogenannte neutrale Atmosphäre unter den Begriff reduzierende Atmosphäre fällt.
- Das neue Verfahren kann, abgesehen von dem Abstellen der Gaszufuhr zu den mit Überdruck betriebenen Brennern sowie von der Verwendung besonderer Brenner, die einen wahlweisen Betrieb mit Luftüberschuß ermöglichen, auch in der Weise ausgeführt werden, daß man außer den Brennern besondere Luftdüsen vorsieht, durch die nach Abstellen der Brenner oder auch zusätzlich während des Arbeitens der Brenner Luft eingeblasen wird. Bei Anwendung des Verfahrens auf Schmiedeöfen werden die zusätzlichen Luftdüsen zweckmäßig in der Höhe des Herdes unterhalb der Heizbrenner, und zwar in den Seitenwandungen des Ofens, gegebenenfalls auch im Herde selbst bzw. in der Decke, vorgesehen, vorzugsweise in solcher Anordnung, daß die aus den Düsen strömende Luft das Arbeitsgut gleichmäßig beaufschlagt. Es genügt dann ein Anstellender zweckmäßig mit Preßluft gespeisten Düsen für wenige Minuten, um die gewünschte leichte Lösbarkeit der Verzunderung herbeizuführen.
Claims (6)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Erzielung einer leicht ablösbaren Zunderschicht beim Glühen von Stahlblöcken u. dgl., insbesondere zur Vorbereitung für das Walzen und Schmieden, in einem Wärmofen, in welchem während des Hauptteiles der Wärmebehandlung eine die Bildung von Zunder nach Möglichkeit verhindernde Ofenatmosphäre aufrechterhalten wird, dadurch gekennzeichnet, daß für verhältnismäßig kurze Zeit, zweckmäßig kurz vor Entfernung der Blöcke aus dem Ofen, eine die Zunderbildung begünstigende (oxydierende) Atmosphäre erzeugt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i unter Verwendung eines durch Gas beheizten Wärmofens, dadurch gekennzeichnet, daß die Brenner zeitweilig ganz oder teilweise abgestellt werden und durch den Schornsteinzug Luft in den Ofen gesaugt wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch i unter Verwendung eines durch Gas beheizten Wärmofens, dadurch gekennzeichnet, daß die Gaszufuhr zu den Brennern bis zur Erreichung eines Luftüberschusses in den Heizgasen gedrosselt wird. q..
- Verfahren nach Anspruch 1,:2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß den Blöcken im Anschluß an die Behandlung in der eine Zunderbildung begünstigenden (oxydierenden) Atmosphäre nochmals in einer neutralen oder reduzierenden Atmosphäre Wärme zugeführt wird.
- 5. Verfahren nach irgendeinem der Ansprüche i bis 4., dadurch gekennzeichnet, daß die Ofenatmosphäre während der ganzen Behandlungszeit in lebhaft wirbelnder Bewegung gehalten wird.
- 6. Einrichtung zur Einführung von Druckluft in den Ofen zwecks Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Druckluftdüsen so unterhalb der Heizbrenner vorgesehen sind, daß die aus ihnen austretende Luft das Arbeitsgut möglichst gleichmäßig beaufschlagt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US562162XA | 1930-02-12 | 1930-02-12 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE562162C true DE562162C (de) | 1932-10-22 |
Family
ID=22002948
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930562162D Expired DE562162C (de) | 1930-02-12 | 1930-06-13 | Verfahren zum Gluehen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE562162C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4471774A (en) * | 1982-06-23 | 1984-09-18 | The United States Of America As Represented By The Secretary Of The Navy | Oxygen breathing apparatus simulator using supplemental oxygen |
-
1930
- 1930-06-13 DE DE1930562162D patent/DE562162C/de not_active Expired
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4471774A (en) * | 1982-06-23 | 1984-09-18 | The United States Of America As Represented By The Secretary Of The Navy | Oxygen breathing apparatus simulator using supplemental oxygen |
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