DE5607C - Verfahren zur Darstellung des Doppelsalzes aus schwefelsaurem Kalium und schwefelsaurem Magnesium, genannt: "Schönit" - Google Patents

Verfahren zur Darstellung des Doppelsalzes aus schwefelsaurem Kalium und schwefelsaurem Magnesium, genannt: "Schönit"

Info

Publication number
DE5607C
DE5607C DENDAT5607D DE5607DA DE5607C DE 5607 C DE5607 C DE 5607C DE NDAT5607 D DENDAT5607 D DE NDAT5607D DE 5607D A DE5607D A DE 5607DA DE 5607 C DE5607 C DE 5607C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sulphate
called
magnesium
potassium
preparation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT5607D
Other languages
English (en)
Original Assignee
H. GRÜNEBERG in Cöln
Publication of DE5607C publication Critical patent/DE5607C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01DCOMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D5/00Sulfates or sulfites of sodium, potassium or alkali metals in general
    • C01D5/12Preparation of double sulfates of magnesium with sodium or potassium

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
  • Seasonings (AREA)

Description

1878.
Klasse 75.
H. GRÜNEBERG in KÖLN.
Verfahren zur Darstellung des Doppelsalzes aus schwefelsaurem Kalium und schwefelsaurem Magnesium, genannt „Schoenit".
Patentirt im Deutschen Reiche vom 19. November 1878 ab.
Als Grundstoffe für Darstellung des Schoenit (K2 SO4 + Mg SO4 + 6 H2 O) benutze ich den durch ein Aufbereitungsverfahren aus dem sogenannten Stafsfurter Kali-Rohsalze gewonnenen, möglichst reinen Carnallit, oder auch den bei der Fabrikation von Chlorkalium bezw. Kaliumsulfat aus den sogenannten Stafsfurter Kalisalzen gewonnenen künstlichen Carnallit einerseits, und schwefelsaures Magnesium, Bittersalz bezw. den aus den sogenannten Stafsfurter Kalisalzen gewonnenen Kieserit andererseits.
Beide Rohstoffe, also Carnallit und krystallisirtes Magnesiumsulfat bezw. Kieserit, letzterer nöthigenfalls gemahlen, werden im Aequivalentverhältnifs 2 (K Cl + Mg Cl2 + 6 H2 O) + 2 Mg SO4 mit einander gemischt und mittelst einer Mahlvorrichtung irgend welcher Art unter geringer Befeuchtung mit Wasser oder einer passenden Kaliumsalz- oder Magnesiumsalzlauge, welche auch beide Stoffe zugleich enthalten darf, gemahlen, bis dieselben einen gleichmäfsigen dünnen Brei ergeben, ein Zeichen, dafs die Zerlegung begonnen hat.
Der erhaltene Salzbrei wird einige Zeit der Ruhe überlassen, um die Zerlegung zu vervollständigen, welche durch Verdünnung desselben mit Wasser oder Lauge der Fabrikation beschleunigt werden kann. Die Verdünnung braucht jedoch niemals mit einer solchen Quantität Flüssigkeit zu geschehen, wie sie zur vollständigen Lösung eines der angewendeten Stoffe erforderlich gewesen sein würde; er wird sodann auf Filtrirvorrichtungen irgend welcher Art, Centrifugen nicht ausgeschlossen, gebracht, um hier von der gebildeten Chlormagnesiumlauge, welche nahezu frei ist von Kaliumsalzen, befreit zu werden. Die Entfernung des Chlormagnesiums wird vervollständigt durch Nachwaschen der Salzmasse mit Wasser oder einer an Chlormagnesium armen Kalisalzlauge aus der Fabrikation, in welch letzterem Falle am besten systematisch verfahren wird. Der nunmehr von Chlormagnesium möglichst befreite Schoenit kann nach einem der bekannten Verfahren entweder durch Maceration mit kalter Chlorkaliumlauge oder, indem man ihn heifs löst, die Lauge klärt und auf trockenes Chlorkalium wirken läfst, zur Darstellung von schwefelsaurem Kalium verwendet werden.
Das angegebene Verfahren unterscheidet sich von anderen dadurch, dafs die Lösung der dazu verwendeten Rohstoffe vermieden ist, und dafs es mit dem Minimum zu erzeugender Lauge, welche bei richtiger Operation nahezu kalifrei ist, ausführbar ist. Da bei der Fabrikation von schwefelsaurem Kalium aus Chlorkalium und schwefelsaurem Magnesium die meisten Kosten und Kaliverluste durch Erzeugung vieler und dünner Laugen herbeigeführt werden, so dürfte das angegebene Verfahren als ein wesentlicher Fortschritt dieser Fabrikation zu betrachten sein.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Zerlegung des Carnallit mittelst schwefelsauren Magnesiums, ohne einen der beiden Stoffe vollständig in Lösung zu bringen, vornehmlich durch Mitwirkung des in denselben enthaltenen Krystallwassers; infolge dessen Arbeit mit der kleinsten Menge Lauge, welche in einem nahezu kalifreien Zustande gewonnen wird; demzufolge Reduction der zu verdampfenden Flüssigkeit auf ein Minimum.
DENDAT5607D Verfahren zur Darstellung des Doppelsalzes aus schwefelsaurem Kalium und schwefelsaurem Magnesium, genannt: "Schönit" Active DE5607C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE5607C true DE5607C (de)

Family

ID=284018

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT5607D Active DE5607C (de) Verfahren zur Darstellung des Doppelsalzes aus schwefelsaurem Kalium und schwefelsaurem Magnesium, genannt: "Schönit"

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE5607C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2583412A1 (fr) * 1985-06-17 1986-12-19 Alsace Mines Potasse Procede de preparation de sulfate de potasse par voie humide a partir de carnallite et d'un derive sulfate choisi parmi le sulfate de sodium et d'epsomite.

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2583412A1 (fr) * 1985-06-17 1986-12-19 Alsace Mines Potasse Procede de preparation de sulfate de potasse par voie humide a partir de carnallite et d'un derive sulfate choisi parmi le sulfate de sodium et d'epsomite.

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE5607C (de) Verfahren zur Darstellung des Doppelsalzes aus schwefelsaurem Kalium und schwefelsaurem Magnesium, genannt: "Schönit"
DE856690C (de) Verfahren zur Wiedergewinnung von wasserfreiem Natriumsulfat aus einem verbrauchten Viscosefaellbad
DE359713C (de) Verfahren zum Behandeln von zerkleinerten Salzen oder anderem Loesegut mit Fluessigkeiten
DE971482C (de) Verfahren zur Herstellung technisch reiner Phosphorsaeure
DE399465C (de) Verfahren zur Herstellung von Kalisalpeter
DE669713C (de) Verfahren zur Gewinnung von salzfreien Alkalilaugen
DE583545C (de) Verfahren zur Herstellung von Elektrolytnickel
DE354528C (de) Verfahren zur Herstellung von Borax und Borsaeure
DE716288C (de) Verfahren zur Verzuckerung von Holz mittels konzentrierter Salzsaeure
DE10821C (de) Neuerungen in der Verarbeitung von Salzlaugen, welche Kaliumverbindungen enthalten
DE553051C (de) Gewinnung von Kupfer, Zink nebst Edelmetallen aus chlorid- und sulfathaltigen Laugen
DE442646C (de) Verfahren zur Trennung von natuerlich vorkommenden Natriumsalzen, wie Thenardit und Glauberit, von Steinsalz
DE68572C (de) Gewinnung von Kaliumsulfat oder Kalium-Natriumsulfat aus Salzlösungen
DE26944C (de) Verfahren zur Darstellung von Natrium-Bichromat
DE1483155C (de) Verfahren zur Trennung von Nickel, Kobalt und Eisen Ausscheidung aus 1277812
DE431257C (de) Verfahren zur Gewinnung von Lithiumcarbonat aus kaliumsulfathaltigen Endlaugen
DE850295C (de) Verfahren zur Herstellung hochprozentiger Kalisalze
DE71917C (de) Verfahren zur Wiedergewinnung reiner Schwefelsäure aus Sulfatlaugen
DE337217C (de)
DE82443C (de)
DE2448531A1 (de) Verfahren zum behandeln eines natriumchlorid und natriumsulfat enthaltenden restprodukts
DE2001985C (de) Verfahren zur Trennung von Cadmium und Nickel
DE945756C (de) Verfahren zur Gewinnung der kaliumhaltigen Bestandteile aus kaliumhaltigen Mineralien
DE752161C (de) Elektrolyse von Alkalisulfatloesung
DE482253C (de) Verfahren zur Darstellung von reinem Kaliumcarbonat