DE560429C - Verfahren zur Herstellung von Gussmoertel, insbesondere fuer Strassenbauzwecke - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Gussmoertel, insbesondere fuer StrassenbauzweckeInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Gußmörtel, insbesondere für Straßenbauzwecke Die Erfindung betrifft einen Mineralgußmörtel, der vorzugsweise für Straßenbauzwecke bestimmt ist. Bei den bisher verwandten Mörtelmischungen, denen Eisenoxyd und Tonerdeverbindungen zugeführt wurden, ergab sich der Übelstand einer zu großen Sprödigkeit, wobei die Oberfläche schnell zu Staub zerrieben wurde und feine Schwundrisse annahm, die das Eindringen von Wasser und das Auffrieren der Decke begünstigten. Für diese Mörtelbereitung hat man im allgemeinen mit großen Mengen von Eisenoxyd gearbeitet, ferner mit aus leicht löslichen Fluorverbindungen bestehenden Komponenten. Allen diesen metallischen Beimischungen lag aber die Aufgabe der Herbeiführung einer chemischen Reaktion zugrunde, es sollten chemische Umsetzungen stattfinden, die den Mörtel in gewissen Eigenschaften günstig beeinflußten. Demgegenüber besteht die Erfindung in der Gewinnung einer in ein Grundgemisch von trockenem Sand und Zement einzutragenden Mörtelmasse, die neben Eisenoxyd und Kalk geringe Mengen einer schwer löslichen Fluorverbindung aufweist. Diese Mörtelmasse, welche in einem geringen Prozentsatz zu dem Grundgemisch zugesetzt wird, hat nur die Aufgabe, als Katalysator zu wirken, im besonderen geht nach Auffassung des Erfinders von der schwer löslichen Fluorverbindung eine solche katalytische Wirkung auf den Gesamtbaustoff aus. Durch die Mörtelmasse, insbesondere die in ihr enthaltene schwer lösliche Fluorverbindung, wird anregend auf die übrigen Baustoffkomponenten in der Richtung eingewirkt, daß ihnen ein. Zusammenschluß aufgezwungen wird, der für die Eignung des neuen Mineralgußmörtels, als Straßenbaumaterial zu dienen, von ganz besonders großer Bedeutung ist. Dabei ist zu berücksichtigen, daß der gewöhnliche Mörtel, zu dem, wie eingangs erwähnt, in größeren Mengen metallische Komponenten zugefügt worden sind, in keiner Weise den Beanspruchungen ausgesetzt ist wie der Straßenbaumörtel. Der gewöhnliche Baumörtel soll hart werden und rasch abbinden; ist er einmal in einem Gebäude verarbeitet, so verharrt er für immer ohne weitere wesentliche äußere Beanspruchungen in seiner Lage. Demgegenüber bestehen vollständig andere und ungewöhnliche hohe Beanspruchungen bei einer Straßendecke. Diese darf vor allem nicht zu hart werden, sie muß dementsprechend auch eine gewisse Elastizität behalten und darf nicht zu schnell abbinden. Diesen Forderungen vermag die Erfindung, wie die bisherigen Versuchsergebnisse gezeigt haben, in ganz besonders günstiger Weise zu entsprechen.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung gestaltet sich wie folgt: 69,50/6 trockener Sand wird mit 27,50/0 Zement gemischt. In dieses Gemisch wird ein Gemenge von r, 2 % Eisenoxyd, o, 5 o Kalk und z,05% Flußspat, alles feinst vermahlen und innig vermengt, eingetragen und mit der Sand-Zement-Mischung gleichfalls aufs innigste vermischt. Es wird dann so viel Wasser zugegeben, bis ein gießbarer Mörtel entsteht.
- Die Herstellung der Straßendecke aus dem neuen Mineralstraßengußmörtel erfolgt beispielsweise in der Weise, daß, wenn die Straßendecke schon fertig vorliegt, ihre beiden Ränder durch etwa 5 cm hohe Leisten abgegrenzt, der abgegrenzte Straßenraum mit Gußmörtel vollgegossen wird,. worauf durch Abstreichen mit einem dem gewünschten Straßenprofil entsprechend gestalteten Brett die Oberfläche der Fahrbahn geschaffen wird. Letztere besitzt eine natürliche Rauhung und wird nach zweistündigem Trocknen i cm hoch mit Sand abgedeckt. Die Straße ist nach vier Tagen befahrbar und hat bei großer Druck-, Biegungs- und Zerreißfestigkeit den besonderen Vorteil, daß bei Nässe eine Schleudergefahr nicht besteht.
- Bei Neuanlagen wird die Straße i o cm hoch mit grobem Hartgesteinschotter von etwa 2o bis 40 nun Korngröße belegt, trocken eingewalzt, mit Wasser abgespritzt und hierauf mit trockenem Gußmörtel gleichmäßig bedeckt, gut angefeuchtet und so lange eingewalzt; bis der sich bildende Brei nach oben kommt. Die Oberfläche der Straße wird dann etwa i cm hoch mit Sand bedeckt und läßt sich nach vier Tagen befahren. An Stelle von Eisenoxyd kann auch Chrom-oder Aluminiumoxyd treten. Wesentlich für die Erfindung ist, die metallischen Zuschläge in ihrem stofflichen Charakter und der Menge nach so zu treffen, daß eine chemische Reaktion vermieden und die katalytische Wirkung voll ausgelöst wird. -
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Mineralgußmörtel, vorzugsweise für die Herstellung von Straßendecken, bestehend aus einem Grundgemisch von etwa 66 bis 72% trockenem Sand und 3o,5 bis 2 i, 5 % Zement, in welches Grundgemisch ein inniges Gemisch aus 2 bis q.% einer Mörtelmasse eingetragen wird, die sich zusammensetzt aus o,8 bis i, 5 % Eisenoxyd, o,5 bis i % Kalk und o,8 bis i,5% einer schwer löslichen Fluorverbindung, die im wesentlichen als Katalysator wirksam ist, worauf dem Gesamtgemenge Wasser bis zur Gießbarkeit zugesetzt wird.
- 2. Verfahren zur Herstellung von Straßendecken aus Mineralgußmörtel nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die fertige alte Straße unter Abgrenzung ihrer beiden seitlichen Ränder mit dem Mineralgußmörtel etwa 5 cm hoch übergossen und dann abgedeckt wird, oder daß bei Neuanlagen die Straße io cm hoch mit grobem Hartgesteinschotter von 2o bis 40 mm Korngröße . belegt, trocken eingewälzt und reit Wasser bespritzt wird, worauf trockener dVIinerälgußmörtel gleichmäßig aufgetragen, gut angefeuchtet und so lange eingewalzt wird, bis der emtstehende Brei nach oben kommt.
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