DE338552C - Verfahren zur Herstellung von Bauteilen aus nagel-, bohr- und bearbeitungsfaehigem Beton - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Bauteilen aus nagel-, bohr- und bearbeitungsfaehigem BetonInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Bauteilen aus nagel-, bohr= und bearbeitunesfähigem-Beton. Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Verfahren zur Herstellung von Bauteilen aus nagel-, bohr- und bearbeitungsfähigem Beton.
- Die Erfindung beruht darin., daß Sand oder Bandähnliche mineralische Stoffe in magerem Mischungsverhältnis zu Körpern (Platten; Steinen oder Blöcken) beliebiger Formgebung verarbeitet und nach Abbinden und Erhärten gebrochen oder zerkleinert werden, worauf der gewonnene Bruch als Zuschlägstoff zum Beton aus Binde- und Füllmörtel des üblichen fetteren Mischungsverhältnisses und größerer Festigkeit für Bauteile beliebiger Art dient.
- Hierdurch ergibt sich ein- harter, zäher Beton von hoher Druckfestigkeit, der im Gegensatz zu dem Beton üblicher Mischungsverhältnisse wegen- der eingebetteten künstlichen Sandnester nagel- und bohrbar, überhaupt in jeder beliebigen Weise bearbeitungsfähig ist, und der trotzdem zur Herstellung von solchen Bauteilen verwendet werden kann, die -der Feuchtigkeit ausgesetzt sind, weil er keinerlei Bestandteile enthält, die unter dem Einfluß der Feuchtigkeit Veränderungen unterworfen sind. Betonbauteile dieser Art werden vielmehr unter dem Einfluß der Feuchtigkeit mit fortschreitendem Alter immer fester und härter und lassen sich auch in beliebiger Weise mit Eisenbewehrungen ausstatten, da diese bekanntlich in magerem Beton nicht dem Rosten ausgesetzt sind, wenn sie vorher richtig eingeschlemmt wurden.
- Es ist bereits nagelbarer Bimskiesbeton bekannt, dessen Grundstoff (der Bimskies) jedoch nur an ganz bestimmten Stellen gefunden und bei größerer Entfernung vom Gewinnungsort durch die Versendungskosten zu sehr verteuert wird. Auch hat man bereits bearbeitungsfähigen Kunstbimsbeton hergestellt, der jedoch an sich poriger Zuschlagstoffe, vielfach auch von Pflanzenstoffen oder der Zusätze von Chemikalien bedurfte, um porig zu werden.
- Ganz abgesehen davon, daß auch in diesen Fällen die Rohstoffe unter den heutigen Verhältnissen zu teuer sind, ist ein Beton der genannten Art nichtdruckfest genug für tragfähige Bauteile, und in vielen Fällen schließt die Art der Zuschläge die Verwendung gänzlich aus, wenn es sich um Bauteile handelt, die der Feuchtigkeit ausgesetzt sind.
- Natürlich ist es auch bereits bekannt, Betonbruch als Zuschlagstoff zu Beton zu verwenden, aber dann handelte es sich nur darum, den .einmal vorhandenen Betonbruch in irgendeiner Weise wiederzuverwenden, ohne daß dadurch .die nach dem vorliegenden Verfahren angestrebte Wirkung beabsichtigt war oder erzielt werden konnte. Denn der Betonbruch bestand aus Beton der gleichen Beschaffenheit wie derjenige, dem er nunmehr als Zuschlagstoff beigegeben wurde, so daß die Eigenschaften des fertigen Betons durch diesen Zuschlagstoff gar nicht verändert wurden.
- Nach dem neuen Verfahren hingegen be.. steht der Zuschlagstoff aus einer besonderen, nicht verdichteten mageren Mischung von Sand oder sandähnlichen Stoff-en, vornehmlich mit hydraulischem Kalk. Er bildet' in dem herzustellenden Beton gleichsam Sandnester, die das Eindringen von. Klammern, Nägeln u. dgl. auch nach dem Erhärten gestatten, ghnv,. daß ein Zerplatzen des Bauteiles zu befüMiten- ist. Die eingetriebenen Nägel, K1ammet--u.:dgl:.haften .auerordentlich fest und können mithin große Lasten tragen. Da bei der Herstellung des porigen, bohr- und nagelfähigen Betons .im wesentlichen nur Sand. mit hydraulischem Kalk zur Verwendung gelangt, kommt das Verfahren den Bedürfnissen der Jetztzeit entgegen, weil Sand überall in großen Mengen gefunden wird und deshalb wohl in der Regel keine oder nur ganz unerhebliche Vers-endungskosten verursacht. Da auch der zur Verwendung gelangende hy- draulische Kalk sehr .ergiebig ist, werden durch das neue Verfahren die reichen, überall vorhandenen Bodenschätze in günstigster Weise ausgenutzt und damit auch der jetzigen Verkehrsnot entgegengearbeitet, die ebenso wie die hohen Preise der Baustoffe auch nach der Beendigung des Krieges noch lange bestehen bleiben werden.
- Der. nach dem Verfahren hergestellte Beton eignet sich deshalb vorzugsweise zur Herstellung von Notbauten jeder Art, zu Massenansiedlungen u..dgl.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Bauteilen aus nagel-, bohr- und bearbeitungsf ähigem Beton, dadurch gekennzeichnet, daß Sand oder sandähnliche Stoffe in magerem Mischungsverhältnis zu porigen Körpern beliebiger Formgebung verarbeitet, nach Erhärten zerkleinert und dann als Zuschlagstoff zu dem Beton des betreffenden Bauteiles mit Mörtel des üblichen Mischungsverhältnisses verwendet werden.
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| DE338552T | 1918-01-20 |
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| DE1918338552D Expired DE338552C (de) | 1918-01-20 | 1918-01-20 | Verfahren zur Herstellung von Bauteilen aus nagel-, bohr- und bearbeitungsfaehigem Beton |
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