DE560239C - Verfahren zum ununterbrochenen Reinigen von Kohlenwasserstoffen - Google Patents

Verfahren zum ununterbrochenen Reinigen von Kohlenwasserstoffen

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DE560239C
DE560239C DER76380D DER0076380D DE560239C DE 560239 C DE560239 C DE 560239C DE R76380 D DER76380 D DE R76380D DE R0076380 D DER0076380 D DE R0076380D DE 560239 C DE560239 C DE 560239C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G19/00Refining hydrocarbon oils in the absence of hydrogen, by alkaline treatment

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description

  • Verfahren zum ununterbrochenen Reinigen von Kohlenwasserstoffen Nichtraffinierte Kohlenwasserstoffe sind infolge Anwesenheit gewisser Stoffe, wie bestimmter Schwefelverbindungen und unbeständiger Kohlenwasserstoffe, nur schwer verwendbar. Es muß deshalb z. B. im Benzin, das als Brennstoff für Kraftfahrzeuge verwendet werden soll, der Gehalt an diesen unerwünschten Bestandteilen herabgesetzt werden.
  • Bei der Raffinierung von rohem Benzin oder anderen Kohlenwasserstoffen oder Kohlenwasserstoffgemischen bilden sich gewöhnlich gewisse feste und flüssige Nebenprodukte, welche leicht sowohl die Apparatur wie auch das Raffinierungsmittel verschmutzen und dadurch die Verwendung von teureren Raffinierungsmitteln, wie z. B. Alkalimetallen, unmöglich machen, obwohl man bei Verwendung derselben zu besseren Erzeugnissen gelangen würde.
  • Gegenstand der Erfindung ist nun ein Verfahren zum ununterbrochenen Reinigen von Kohlenwasserstoffen oder Kohlenwasserstoffgemischen, wie Benzin, Leuchtöl, Schmieröl u. dgl., mit Raffinationsmitteln, insbesondere Alkalimetallen, welche in mit den zu reinigenden Kohlenwasserstoffen mischbaren Flüssigkeiten suspendiert sein können, wobei die behandelten Kohlenwasserstoffe während des Verfahrens als Dampf und bezw. oder als Flüssigkeit entfernt werden. Durch das vorliegende Verfahren soll eine übermäßige- Verschmutzung der Raffinationsmittel oder eine Ansammlung der bei der Raffination entstehenden Nebenprodukte im Raffinationsgefäß vermieden werden. Insbesondere soll die Anwendung von Alkalimetallen als Raffinationsmittel unter solchen Bedingungen ermöglicht werden, daß verhältnismäßig große Mengen von Kohlenwasserstoffen mit den angewendeten Mengen Alkalimetallen raffiniert werden können, ohne daß dabei große Verluste an unwirksam gewordenem Alkalimetall eintreten.
  • Dieses Ziel wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die Raffinationsmittel von den behandelten Kohlenwasserstoffen, welche die bei der Raffination entstehenden Reaktionsprodukte suspendiert enthalten, bei deren Abführung aus dem Raffinationsgefäß durch an sich bekannte Mittel, wie einen mit Prallscheibenausgerüsteten Separator, getrennt und im Reaktionsgefäß zurückgehalten werden. Hierdurch wird eine bedeutend bessere Ausnutzung der im Reaktionsgefäß zurückbleibenden Raffinationsmittel erreicht, als dies bisher möglich war.
  • Die Zufuhr des Raffinationsmittels kann in verschiedenster Weise vor sich gehen. Das Raffinationsmittel kann in fester oder flüssiger Form, in Form einer kolloidalen Suspension o. dgl. zugesetzt werden. Die Suspensionsflüssigkeit für das Raffinationsmittel kann z. B. ein Kohlenwasserstoff sein, dessen Eigenschaften ähnlich dem als Dampf zu entfernenden Erzeugnis sind, der aber eine höhere Siedepunktskurve hat, als die der dampfförmigen Fraktion ist. Solch eine Suspensionsflüssigkeit kann z. B. aus den höher siedenden Bestandteilen des zu raffinierenden Benzins bestehen. Auch einzelne Kohlenwasserstoffe mit geeignetem Siedepunkt können benutzt werden. Schließlich kommen auch Flüssigkeiten, wie Äther, Xylol o. dgl., als Dispergierungsmittel in Frage.
  • Als Raffinationsmittel kommen eine große Anzahl von Stoffen in Betracht, z. B. Aluminiumchlorid, Natrium, Kalium oder Legierungen oder Mischungen derselben mit anderen Alkalimetallen oder alkalischen Erdmetallen oder mit schwereren Metallen, wie z. B. Blei, Quecksilber u. dgl. Ausgezeichnete Resultate wurden z. B. erhalten mit Aluminiumchlorid, Natriummetall in fester oder flüssiger Form, Natriumamalgam oder Natriumbleilegierung.
  • Das Raffinationsmittel kann durch Zerstäuben oder Zersprühen mit dem zu raffinierenden Kohlenwasserstoff in Berührung gebracht werden, der in Dampfform, Nebelform oder als Flüssigkeit vorliegen kann. Die Raffination kann auch völlig in der flüssigen Phase vorgenommen werden. In diesem Falle mischt man das suspendierte Raffinationsmittel mit den zu raffinierenden Kohlenwasserstoffen, entfernt die Raffinätionsnebenprodukte mit den raffinierten Kohlenwasserstoffen, die sich mit der Suspendierungsflüssigkeit vermischt haben, aus dem Reaktionsgefäß und arbeitet die abgetrennten Flüssigkeiten durch Fraktionierung auf, gegebenenfalls nach vorhergehender Filtration, um die vorhandenen Raffinationsnebenprodukte zu entfernen.
  • Zur Durchführung des Verfahrens kann z. B, folgendermaßen vorgegangen werden: Die Kohlenwasserstoffe werden in Dampfform in eine Mischung von Natrium mit flüssigen Kohlenwasserstoffen eingeleitet. Ein Teil der hochsiedenden Bestandteile des zu raffinierenden Kohlenwasserstoffgemisches wird dabei kondensiert, um die Suspensionsflüssigkeit aufzufüllen, während der Rest der raffinierten Kohlenwasserstoffe nach der Raffination als Dampf entfernt wird. Gleichzeitig wird ein Teil der durch die Kondensation beständig sich vergrößernden, auch die Rafflnationsnebenprodukte enthaltenden Suspensionsflüssigkeit des Rafflnationsmittels abgeleitet, während das Raffinationsmittel selbst mit Hilfe der obengenannten Mittel im Reaktionsgefäß zurückgehalten wird.
  • Nach einer Ausführungsform des Verfahrens kann man die zu raffinierenden Kohlenwasserstoffdämpfe in an sich bekannter Weise in einer Destillierkolonne erzeugen. Bei diesem Vor-Gehen kann man die bei der Raffination kondensierten Anteile der Kohlenwasserstoffe, welche das Raffinationsgefäß als Flüssigkeit verlassen, gegebenenfalls nach Abscheidung der bei der Raffmation entstehenden Nebenprodukte dem oberen Teil der Destillierkolonne als Waschflüssigkeit wieder zuführen. Die Abtrennung der Raffmationsnebenprodukte ist dabei aber nicht unbedingt erforderlich. Diese Nebenprodukte können vielmehr mit der Waschflüssigkeit der Kolonne zugeführt werden, wo sie nach unten gehen und gemeinsam mit den bei den Arbeitstemperaturen der Kolonne nicht verdampfbaren Anteilen der zu raffinierenden Kohlenwasserstoffdämpfe ablaufen.
  • Arbeitet man wie oben beschrieben, so kann man die Kühlwirkung des Kondensators der Destillierkolonne so weit herabsetzen, daß in ihm nur ein Teil der in der Destillierkolonne befindlichen Waschflüssigkeit kondensiert wird, während der Rest aus dem Raffinationsgefäß zugeführt wird. In diesem Fall wirkt das Raffinationsgefäß gewissermaßen als Rückflußkühler. Wie ohne weiteres verständlich, kann man die vom Kondensator und vom Raffinationsgefäß gelieferten Anteile der Waschflüssigkeit beliebig einstellen. Gegebenenfalls kann man sogar in der Destillationskolonne den Kondensator vollkommen weglassen und die Gesamtmenge der erforderlichen Waschflüssigkeit im Raffinationsgefäß erzeugen, was den Vorteil hat, daß mehr Flüssigkeit zur Entfernung der Raffinationsnebenprodukte aus -dem Raffinationsgefäß zur Verfügung steht.
  • In den beiliegenden Zeichnungen sind eine Reihe von Anlagen schematisch dargestellt. An Hand derselben sollen mehrere beispielsweise Ausführungsformen `des neuen Verfahrens erläutert werden.
  • Es zeigen: Abb. z eine zur Durchführung des neuen Verfahrens geeignete Anlage, Abb. 2 eine ähnliche Anlage in Verbindung mit einer Einrichtung zur Aufarbeitung der die Raffinationsnebenprodukte enthaltenden flüssig abgehenden Anteile der behandelten Kohlenwasserstoffe, Abb. 3 den Oberteil einer Destillierkolonne, deren Kondensator gleichzeitig als Raffiniergefäß ausgebildet ist.
  • Das Arbeiten in Vorrichtungen gemäß Abb. r und 2 geht in folgender Weise vor sich: Dampfförmige Kohlenwasserstoffe werden durch das mit einem zur Beheizung oder Kühlung dienenden Mantel 2 versehene Rohr i 'mit Auslaß 3 in das bis zum Spiegel 5 im Reaktionsbehälter 6 stehende Raffinationsmittel, welches aus in höher siedenden Kohlenwasserstoffen suspendiertem Alkalirnetäll besteht, eingeführt. Der Behälter .6 kann mit einem auf der eine Riemenscheibe 8 tragenden Welle 9 sitzenden Rührwerk 7 ausgerüstet sein. Dieses Rührwerk 7 kann unter Umständen in Fortfall kommen, wenn die Durchmischung der dampfförmigen Kohlenwasserstoffe mit dem Raffinationsmittel durch die eintretenden dampfförmigen Kohlenwasserstoffe selbst bewirkt wird. Das Raffinationsgefäß 6 ist mit einer Rohrschlange io ausgerüstet, um es beheizen oder kühlen zu können. Der Trichter ii und das mit einem Schieber 12 versehene Rohrstück 13 dienen zur Zufuhr von frischem Alkalimetall zum Raffinationsmittel.
  • Der Behandlungstemperatur entsprechend wird eine Fraktion der zwecks Raffination zugeführten dampfförmigen Kohlenwasserstoffe im Reaktionsbehälter 6 kondensiert. Dieses Kondensat verläßt den Behälter 6 über einen mit Prallscheiben ausgerüsteten Separator 14, der die Raffinationsmittel, welche ein größeres spezifisches Gewicht haben als die bei der Raffination entstandenen Nebenprodukte, zurückhält und sie derart von den Reaktionsprodukten abtrennt. Der Separator 14 sitzt am Ende einer Rohrleitung 15, welche bei 16 z. B. eine U-förmige Biegung aufweist, die die Konstänthaltung des Spiegels 5 im Reaktionsgefäß 6 ermöglicht. Die durch da's Rohrstück 15, 16 abgezogene Flüssigkeit wird durch eine Rohrleitung 17 abgeleitet.
  • Der dampfförmige Anteil der behandelten Kohlenwasserstoffe verläßt das Reaktionsgefäß 6 durch eine Rohrleitung 18, die gegebenenfalls mit einem zur Abscheidung hochsiedender Bestandteile dienenden fraktionierenden Kühler i9 ausgerüstet ist. Die auf diese Weise flüssig abgeschiedenen höher siedenden Anteile des raffinierten Kohlenwasserstoffes können über ein Ventil 50 und die Rohrleitung 51 dem Reaktionsgefäß 6 wieder zugeführt oder über ein Ventil 52 durch die Rohrleitung 53 abgeführt werden. Die den Kühler i9 verlassenden dampfförmigen Anteile des raffinierten Kohlenwasserstoffes werden einer geeigneten nicht dargestellten Wiedergewinnungsanlage zugeführt.
  • Die das Reaktionsgefäß 6 über den Separator 14 und die Rohrleitung 15 als Flüssigkeit verlassenden höher siedenden Anteile der Kohlenwasserstoffe, welche die durch die Raffination erzeugten Nebenprodukte abführen, können in verschiedener Weise aufgearbeitet werden. Sie können z. B., wie in Abb. 2 dargestellt ist, über eine mit Ventil 42 ausgerüstete Rohrleitung 43 oder über eine mit Ventil 36 ausgerüstete Rohrleitung 37 einer Verdampfungsanlage, Krackanlage o. dgl. zugeführt werden. Man kann sie aber auch durch eine mit Ventil 44 ausgerüstete Rohrleitung 45 einem Separator 25 zuführen, in dem sie durch Zentrifugierung, Filtrierung oder andere Trennungsmethoden aufgearbeitet werden. Diesen Separator 25 verlassen die durch die Raffinierung erzeugten Nebenprodukte bei 26. Die geklärte Flüssigkeit verläßt den Separator 25 durch die Rohrleitung 27 und fließt in einen Behälter 28, der als Vorratsbehälter zur Speisung der durch die Leitung 29 mit ihm verbundenen Pumpe 3o dient, die durch einen Motor 31 angetrieben wird. Die Pumpe 30 fördert die Flüssigkeit über die Leitung 32 einer beliebigen Verwendungsstelle zu. So kann die Flüssigkeit z. B.' über die Ventile 33, 38, 40 in den Rohrleitungen 32, 39 und 47 dem Raffinationsgefäß 6 wieder zugeführt werden, wodurch im kontinuierlichen Arbeitsgang unter geeigneter Temperaturregelung praktisch alles raffinierte Benzin gewonnen werden kann. Man kann aber auch die abfließende Flüssigkeit der Destillation unterwerfen und Destillat und Rückstand, der die Nebenprodukte enthält, in beliebiger Weise weiterverwenden.
  • Die Kohlenwasserstoffmenge, die das Rafflnationsgefäß 6 als Flüssigkeit verläßt, wird der Menge der sich bildenden Nebenprodukte angepaßt. Es muß deshalb so viel Flüssigkeit im Raffinationsgefäß 6 kondensiert und aus dem Raffinationsgefäß 6 in flüssiger Form entfernt werden, als erforderlich ist, um die Nebenprodukte mit genügend großer Geschwindigkeit abzuführen. Dabei ist auch darauf zu achten, daß die Strömungsgeschwindigkeit der abfließenden Kohlenwasserstoffe so eingestellt wird, daß eine Trennung der Reaktionsprodukte von den suspendierten Raffinationsmitteln im Separator erreicht wird.
  • In manchen Fällen kann praktisch die Gesamtmenge der behandelten Kohlenwasserstoffe als Flüssigkeit abgeführt werden. Ein derartiges Vorgehen hat wenig Zweck, wenn man Benzindämpfe raffiniert; führt man aber das Benzin dem Raffinationsgefäß 6 als Flüssigkeit zu, so bereitet es keine Schwierigkeiten, praktisch das gesamte raffinierte Benzin, vielleicht mit Ausnahme der sehr niedrig siedenden Anteile, als Flüssigkeit abzuführen. Raffiniert man höher siedende Flüssigkeiten, z. B. Schmierölfraktionen, so kann man diese Kohlenwasserstoffe gänzlich als Flüssigkeit abführen und gleichzeitig eine höhere Behandlungstemperatur, falls erwünscht, anwenden.
  • Das Arbeiten bei höheren Temperaturen kann in verschiedener Weise ausgeführt werden.
  • So kann man z. B. die Nebenprodukte aus dem Raffiniermittel durch Spülen mit Kohlenwasserstoffen entfernen und, wie aus Abb. 2 hervorgeht, höher siedende Flüssigkeiten aus dem Vorratsbehälter 35 durch die mit Ventil 41 versehene Rohrleitung 47 mit geeigneter Geschwindigkeit dem Reaktionsgefäß 6 zuführen. Diese Flüssigkeiten kann man durch die Rohrleitung 15 zusammen mit den Verunreinigungen abführen, die dann durch Absetzen, Filtrieren, Zentrifugieren oder in anderer Weise bei 25 abgetrennt werden, worauf die verwendete Spülflüssigkeit durch die Pumpe 3o durch die mit Ventilen 33 und- 34 versehene Rohrleitung dem Vorratsbehälter 35 und von dort wieder dem Reaktionsbehälter 6 zugeführt wird. Es ist jedoch nicht erforderlich, die zum Spülen dienende hochsiedende Flüssigkeit im Kreislauf zu verwenden, da sie durch Berührung mit dem Raffinationsmittel raffiniert wurde. Man kann sie deshalb auch als raffiniertes Erzeugnis in anderer Weise aufarbeiten. Auch hierbei kann ein Teil dieser hochsiedenden Spülflüssigkeit das Raffiniergefäß 6 gemeinsam mit Kohlenwasserstoffdämpfen verlassen; falls erforderlich, kann man diesen Teil der Spülflüssigkeit durch fraktionierte Kondensierung der raffinierten Kohlenwasserstoffdämpfe wiedergewinnen. Eine andere Arbeitsweise besteht z. B. darin, unter Druck zu arbeiten.
  • Die Konzentration des Alkalimetalls im Raffiniergefäß kann recht verschieden sein. So hat man z. B. Spaltbenzin erfolgreich mit etwa 2 g Natrium je Liter Suspendierungsflüssigkeit raffiniert. Eine obere Grenze für die Alkalimetallkonzentration ist nicht vorgeschrieben. Unter sonst gleichen Raffinierbedingungen hängt der Grad der Raffinierung von der Zerteilung oder der Oberfläche des Raffinationsmittels ab. Beispiel 87,151 eines durch Spalten von höher siedenden Fraktionen eines pennsylvanischen Erdöls erhaltenen Benzins wurden in Dampfform einem Raffmationsmittel zugeführt, das anfänglich aus efwä 3;5 g Natrium in 350 ccm höher siedenden Erdölfraktionen bestand. Es wurde in der Stunde etwa i 1 zu raffinierendes Benzin zugeführt. Die Behandlungstemperatur betrug i5o bis 155 ° C. Alle 8 Stunden wurde etwas frisches Natrium zugesetzt, und zwar etwa 2 bis 3 g Metall in Form von Natriumschrot. Bei Beendigung der Raffination war das Raffinationsmittel noch von ausgezeichneter Beschaffenheit, so daß es sich weiter zur Herstellung eines hochwertigen Erzeugnisses eignete.
  • Es wurden aus dem abgehenden Dampf 6g,8651 raffiniertes Benzin und aus der abgehenden Flüssigkeit 15,o71 Reaktionsprodukte enthaltende Fraktionen erhalten. Der Verlust an Kohlenwasserstoffen betrug 2,2z51 oder ungefähr 2,54 Volumprozent des verwendeten Ausgangsmaterials. Die 15,o71 flüssig abgehenden.Anteile betrugen etwa 17,3 % der verwendeten Kohlenwasserstoffe. Davon waren ungefähr go Volumprozent Benzin von gleichem Endsiedepunkt wie das Rohbenzin.
  • Insgesamt wurden 39,5 g Natrium verwendet. Es waren bei Beendigung der Raffinierung 12,24 g Natrium im Raffiniergefäß zurückgeblieben. Der Natriumverbrauch betrug 27,25 g, also etwa o,313 g pro Liter Rohbenzin.
  • Die Tabelle i zeigt die Destillationsdaten des Rohbenzins vor der Behandlung der raffinierten Benzinfraktion und der flüssig abgehenden Anteile nach Ausscheidung der suspendierten Nebenprodukte.
    Tabelle I -
    Rohbenzin Raffiniertes Benzin Flüssiger Anteil
    Prozent Temperatur Prozent Temperatur Prozent Temperatur
    destilliert I ° C destilliert ° C destilliert - ° C
    Beginn 37 Beginn 36 Beginn - 32
    10 71 io 69 10 157
    20 ioo 20 go 20 175
    30 122 30 io6 30 183
    40 ` 139 40 125 40 189
    50 156 50 140 50 194
    6o 171 6o z53- 6o 199
    70 182 70 169 70 202
    80 194 80 181 80 2o6
    go
    . 209 go 196 go 212
    92 210 95 209
    Rückstand :10/0 Rückstand 1,5 % Rückstand i00/0
    Verlust 701o Verlust 3,5%
    Die folgende Tabelle II zeigt weiter vergleichend die Beschaffenheit des Rohbenzins und des raffinierten Benzins.
    Tabelle II
    Rohbenzin Raffiniertes Benzin
    Ungesättigte Kohlenwasserstoffe . . . . . . . . . I233 % 10,50/,
    Aromatische - . . . . . . . . . 24,3 0/0 2-4,9%
    Naphthen - . . . . . . . . . 31.1 0/0 32,80/()
    Paraffin - . . . . . . . . . 32,270/0 31,8 0/0
    Schwefel (Lampenmethode) . . . . . . . . . . . . . 0,0I95 % 0,007%
    Natriumplumbitreaktion . . . . . . . . . . . . . . . . positiv negativ
    Kupferstreifenkorrosionsprobe ........... positiv negativ
    Geruch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . nach S 02 angenehm
    Farben (Saybolt-Chromometer) .......... ungefähr 18 wasserhell
    Die ausgezeichnete Lichtbeständigkeit des raffinierten Benzins geht aus der Tatsache hervor, daß die Farbe des Benzins sich bei siebentägiger Belichtung durch die Sonne nur von 3o bis 25 veränderte; andere Muster, die 7 Tage lang an einem Fenster standen, änderten ihre Farbe nur von 3o bis 28. In der Dunkelheit 7 Tage lang aufbewahrte Muster änderten ihre Farbe nicht merkbar.
  • Bei der in Abb. 3 dargestellten Anlage wird die Raffination in den oberen Teilen einer Destillierkolonne durchgeführt. Dabei ist das Raffinationsgefäß 67 direkt auf die Kolonne aufgesetzt. Die aus der Kolonne kommenden Kohlenwasserstoffdämpfe gehen durch den ringförmigen Raum 62 der Kolonne hindurch und treten dann, wie die Pfeile anzeigen, wieder abwärts gehend in Rohre 63, die sie bei 64 verlassen, um in das Raffinationsmitte165 einzutreten, das bis zum Spiegel 66 im Behälter 67 steht. Durch die Rohrschlange 68 wird die erforderliche Kühlung bewirkt, die in diesem Fall so stark sein muß, daß durch sie die Gesamtmenge der erforderlichen Waschflüssigkeit erzeugt wird. Dem Raffinationsmitte165 im Raffinationsbehälter 67 kann Alkalimetall aus dem Behälter 69 über die mit Schieber 7o versehene Rohrleitung 71 zugeführt werden. Die das Raffinationsgefäß gemeinsam mit den Raffinationsnebenprodukten verlassenden flüssigen Anteile der behandelten Kohlenwasserstoffe gelangen über den mit Prallscheiben ausgerüsteten Separator 72 und die Rohrleitung 73 in die Destillierkolonne, wo sie zweckmäßig unterhalb des Flüssigkeitsspiegels der höchsten Abteilung der Destillierkolonne, wie dargestellt, austreten. Die Raffinationsnebenprodukte gehen dann in der Kolonne nach unten und "werden gemeinsam mit den bei den Arbeitstemperaturen der Kolonne nicht verdampfbaren höher siedenden Anteilen der Kohlenwasserstoffe abgeführt. Die raffinierten und gleichzeitig rektifizierten Kohlenwasserstoffe verlassen die Kolonne durch den Stutzen 74 und werden dann in üblicher Weise wiedergewonnen. 75

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zum ununterbrochenen Reinigen von Kohlenwasserstoffen mit Raffinationsmitteln, insbesondere Alkalimetallen, welche in mit den zu reinigenden Kohlenwasserstoffen mischbaren Flüssigkeiten suspendiert sein können, bei»welchem die behandelten Kohlenwasserstoffe während des Verfahrens als Dampf und bzw. oder als Flüssigkeit entfernt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Raffinationsmittel von den. behandelten Kohlenwasserstoffen, welche die bei der Raffination entstandenen Reaktionsprodukte suspendiert enthalten, bei deren Abführung aus dem Raffinationsgefäß durch an sich bekannte Mittel, wie einen mit Prallscheiben ausgerüsteten Separator, getrennt und im Reaktionsgefäß zurückgehalten werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch I, bei welchem ein Teil der behandelten Kohlenwasserstoffe als Dampf und ein Teil als Flüssigkeit abgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der das Raffinationsgefäß als Flüssigkeit verlassende Teil der behandelten Kohlenwasserstoffe nach Abtrennung der bei der Raffination entstandenen Reaktionsprodukte wieder in das Raffinationsgefäß zurückgeführt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch I und 2, bei welchem aus einer Destillationskolonne kommende Kohlenwasserstoffdämpfe gereinigt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die das Raffinationsgefäß als Flüssigkeit verlassenden Teile der behandelten Kohlenwasserstoffe, gegebenenfalls nach Abscheidung der bei der Raffination entstandenen Reaktionsprodukte, dem oberen Teil der Destillationskolonne als Waschflüssigkeit wieder zugeführt werden.
DER76380D 1927-11-25 1928-11-21 Verfahren zum ununterbrochenen Reinigen von Kohlenwasserstoffen Expired DE560239C (de)

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