AT203128B - Verfahren zum Abtrennen eines lösbaren Stoffes mittels eines Lösungsmittels von einer körnigen Adsorptionsmasse - Google Patents
Verfahren zum Abtrennen eines lösbaren Stoffes mittels eines Lösungsmittels von einer körnigen AdsorptionsmasseInfo
- Publication number
- AT203128B AT203128B AT129958A AT129958A AT203128B AT 203128 B AT203128 B AT 203128B AT 129958 A AT129958 A AT 129958A AT 129958 A AT129958 A AT 129958A AT 203128 B AT203128 B AT 203128B
- Authority
- AT
- Austria
- Prior art keywords
- solvent
- soluble substance
- sep
- adsorption mass
- separating
- Prior art date
Links
- 239000002904 solvent Substances 0.000 title claims description 21
- 239000000126 substance Substances 0.000 title claims description 18
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 11
- 238000001179 sorption measurement Methods 0.000 title description 11
- 238000005406 washing Methods 0.000 claims description 7
- 239000003463 adsorbent Substances 0.000 description 6
- 239000003921 oil Substances 0.000 description 3
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 2
- 238000007670 refining Methods 0.000 description 2
- 238000004140 cleaning Methods 0.000 description 1
- 238000010924 continuous production Methods 0.000 description 1
- 238000004821 distillation Methods 0.000 description 1
- 229930195733 hydrocarbon Natural products 0.000 description 1
- 150000002430 hydrocarbons Chemical class 0.000 description 1
- 239000012535 impurity Substances 0.000 description 1
- 238000002386 leaching Methods 0.000 description 1
- 239000007791 liquid phase Substances 0.000 description 1
- 239000002480 mineral oil Substances 0.000 description 1
- 235000010446 mineral oil Nutrition 0.000 description 1
- 238000000926 separation method Methods 0.000 description 1
Landscapes
- Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)
- Treatment Of Liquids With Adsorbents In General (AREA)
Description
<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren zum Abtrennen eines lösbaren Stoffes mittels eines Lösungsmittels von einer körnigen Adsorptionsmasse
Zur Reinigung oder Veredelung von Flüssigkeiten, wie z. B. zur Raffinierung von Ölen oder andern natürlichen oder synthetischen Kohlenwasserstoffen verwendet man häufig eine körnige Adsorptionsmasse. Diese Masse muss in gewissen Abständen von den Verunreinigungen und den Resten der behandelten Flüssigkeit befreit und regeneriert werden. Aufgabe der Erfindung ist es, diese Arbeit mittels eines fortlaufenden Verfahrens zu bewerkstelligen, indem der Masse ein Lö- sungsmittel für den lösbaren Stoff zugegeben wird, mit dem die Adsorptionsmasse beladen ist. Dabei soll als Verfahrensergebnis die Adsorptionsmasse so anfallen, dass sie, abgesehen von einem zugelassenen Rest des lösbaren Stoffs, z.
B. in einer Menge von 30/0, bezogen auf die trockene Masse, nur noch reines Lösungsmittel enthält, während der abgetrennte lösbare Stoff lösungsmittelfrei anfällt.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass die den lösbaren Stoff tragende Adsorptionsmasse in einer Reihe übereinander angeordneter oben offener Siebbehälter untergebracht und dem obersten Behälter das Lösungsmittel in solcher Menge zugeführt wird, dass der oberste Behälter, gegebenenfalls bis auf einen zugelassenen Rest, keinen lösbaren Stoff mehr enthält, jedoch das Lösungsmittel infolge einer genügenden Behälteranzahl bzw.
Gesamtschichthöhe der Adsorptionsmasse noch nicht vollständig durch die ganze Behälterreihe durchgebrochen Ist, worauf man den obersten Behälter entfernt, die Behälterreihe entsprechend anhebt, ihr unten einen neuen Behälter mit beladener Adsorptionsmasse hinzufügt und dem nunmehr obersten Behälter etwa soviel Lösungsmittel zuführt, wie mit dem vorher obersten Behälter entfernt wurde usw.
Die Länge der Behälterreihe, die erforderlich ist, um zu gewährleisten, dass bei bis auf den zugelassenen Rest völliger Abtrennung des lösbaren Stoffes aus dem obersten Behälter das Lösungsmittel, also z. B. Benzin, noch nicht durch die Adsorptionsmasse des untersten Behälters durchbricht, ergibt sich aus der Länge der Mischzone. Diese "Mischzone" befindet sich zwischen der obersten Schicht, die bis auf den zugelassenen Rest keinen lösbaren Stoff, der entfernt wer- den soll, mehr enthält und der Adsorptionsmas senschicht am unteren Ende der Behälterreihe, in
EMI1.1
nach unten der Lösungsmittelgehalt, während der Gehalt an dem lösbaren Stoff in der gleichen Richtung ansteigt. Die Mischzone bleibt während des Betriebes stationär und ändert auch ihre Länge nicht.
Die erforderliche Länge der Behälterreihe ist also etwas grösser als die Länge der Mischzone.
Vorbedingung für einwandfreies Funktionieren des erfindungsgemässen Verfahrens ist ausreichende Mischbarkeit zwischen dem Lösungsmittel und dem herauszulösenden Stoff. Eine solche Misch- barkeit muss zumindest bei der Temperatur bestehen, bei der die Waschanlage betrieben werden soll.
Um die Durchsatzgeschwindigkeit bei dem er- findungsgemässen Auswaschverfahren möglichst gross zu halten, ist es wünschenswert, die Viskosität der flüssigen Phase möglicht klein zu halten. Anderseits ist es jedoch erforderlich, um die Mischzone und damit die Gesamthöhe der Anlage möglichst klein zu halten, für einen genügend grossen Viskositätsunterschied zwischen lösbarem Stoff und Lösungsmittel zu sorgen. Die aus diesen Gründen zu fordernde Differenz der Viskositäten beträgt nach empirischen Ermittlungen zirka 2-3 cSt als Minimalwert. Damit ist auch der Absolutwert der Viskosität nach unten abgegrenzt auf etwa 3 cSt. Eine Abgrenzung der Viskosität nach oben ist von untergeordneter Be-
EMI1.2
reichend gross zu halten, werden 20 cSt in praxi jedoch kaum überschritten werden.
Die gewünschte Viskosität des lösbaren Stoffes und gleichzeitig damit die erforderliche Viskositätsdifferenz werden durch Wahl der Temperatur der Waschanlage eingestellt. Der Temperaturwert kann aus den bekannten ViskositätsTemperaturkurven leicht ermittelt werden.
Die Vorteile des erfindungsgemässen Verfahrens bestehen 1. darin. dass der lösbare Stoff lösungsmittelfrei anfällt und nicht erst destillativ oder auf
<Desc/Clms Page number 2>
andere Weise von dem Lösungsmittel befreit zu werden braucht,
2. darin, dass mit einem sehr kleinen Lösungs-
EMI2.1
reicht wird, wodurch der Lösungsmittelverbrauch erheblich eingeschränkt werden kann.
In der folgenden Tabelle 1 ist ein Betriebsbeispiel für das Auswaschen eines Mineralöles aus
EMI2.2
5- 100 Maschen Temperatur der Waschvorrichtung 800 C Viskosität des Oles in der Waschvorrichtung 3, 0 cSt
EMI2.3
Durchsatzverhältnis kg Benzin/kg Adsorptionsmittel (trocken) 66/100 Durchsatz des trockenen Adsorptionsmittels kg/dm2/Stunde 10 Anfangsgehalt des Adsorptionsmittel an 01)"70 Gew.-o/o Endgehalt des Adsorptionsmittels an öl) " 3, 2 Gew. -Ofo t) Gewichtsprozente bezogen auf trockenes Adsorptionsmittel
In der Tabelle 2 sind Lösungsmittel-Aufwand (-Durchsatz) und erzielter Auswaschungsgrad unter sonst gleichen Bedingungen für einfaches, chargenweises Auswaschen gezeigt. Es wurden dabei auch die gleichen Siebbehälter benutzt wie bei dem Betriebsbeispiel 1.
Die Vorteile des erfindungsgemässen Verfahrens treten durch diese Gegenüberstellung deutlich zutage.
Tabelle 2 Durchsatzverhältnis Erzielter End-CHgehalt kg Benzin : kg Adsorptionsmittel (trocken)
EMI2.4
<tb>
<tb> 66 <SEP> : <SEP> 100 <SEP> 12, <SEP> OGew.-"/o <SEP>
<tb> 100 <SEP> : <SEP> 100 <SEP> 4, <SEP> 3
<tb> 140 <SEP> : <SEP> 100 <SEP> 2, <SEP> 9 <SEP> " <SEP>
<tb>
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Abtrennen eines lösbaren Stoffes mittels eines Lösungsmittels von einer
EMI2.5
ren Stoff beladen ist und sich in einer Reihe übereinander angeordneter, oben offener Siebbehälter befindet, dadurch gekennzeichnet, dass das Lösungsmittel dem obersten Behälter in solcher Menge zugeführt wird, dass der oberste Behälter gegebenenfalls bis auf einen zugelassenen Rest keinen lösbaren Stoff mehr enthält, jedoch das Lösungsmittel infolge einer genügenden Behälteranzahl bzw.
Gesamtschichthöhe der Adsorptionsmasse noch nicht vollständig durch die ganze Behälterreihe durchgebrochen ist, worauf man den obersten Behälter entfernt, die Behälterreihe entsprechend anhebt, ihr unten einen neuen Behälter mit beladener Adsorptionsmasse hinzufügt und dem nunmehr obersten Behälter etwa soviel Lösungsmittel zuführt, wie mit dem vorher obersten Behälter entfernt wurde usw.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Viskositäten des abzutrennenden Stoffes und derjenigen des Lösungsmittels eine Mindestdifferenz von 2 cSt aufrechterhalten wird.3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Viskositätsdifferenz durch Wahl der Arbeitstemperatur der Waschanlage eingestellt wird.4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Visokistät des abzutrennenden Stoffes zwischen 3 und 20 cSt gehalten wird.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT129958A AT203128B (de) | 1958-02-22 | 1958-02-22 | Verfahren zum Abtrennen eines lösbaren Stoffes mittels eines Lösungsmittels von einer körnigen Adsorptionsmasse |
| BE575504A BE575504A (fr) | 1958-02-22 | 1959-02-09 | Procédé de séparation de substances soluble d'une masse adsorbante granulée. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT129958A AT203128B (de) | 1958-02-22 | 1958-02-22 | Verfahren zum Abtrennen eines lösbaren Stoffes mittels eines Lösungsmittels von einer körnigen Adsorptionsmasse |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT203128B true AT203128B (de) | 1959-04-25 |
Family
ID=3510870
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT129958A AT203128B (de) | 1958-02-22 | 1958-02-22 | Verfahren zum Abtrennen eines lösbaren Stoffes mittels eines Lösungsmittels von einer körnigen Adsorptionsmasse |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT203128B (de) |
| BE (1) | BE575504A (de) |
-
1958
- 1958-02-22 AT AT129958A patent/AT203128B/de active
-
1959
- 1959-02-09 BE BE575504A patent/BE575504A/fr unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| BE575504A (fr) | 1959-05-29 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP0073945A1 (de) | Verfahren zur Gewinnung reiner Aromaten | |
| DE2655260A1 (de) | Verfahren zum steuern des katalysatorzusatzes in heterogenen katalyseprozessen | |
| DE1291043C2 (de) | Verfahren zur rueckgewinnung der leichter loeslichen komponenten aus dem bei der zerlegung eines gemisches mit hilfe einer extraktiven destillation anfallenden raffinat | |
| AT203128B (de) | Verfahren zum Abtrennen eines lösbaren Stoffes mittels eines Lösungsmittels von einer körnigen Adsorptionsmasse | |
| DE1090360B (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Zerlegen von Mineraloelen in die paraffinischen und aromatischen Anteile | |
| DE2058293A1 (de) | Verfahren zum Auftrennen eines Gemisches von Verbindungen durch mehrstufige Fluessig-Fluessig-Extraktion und Anlage zu seiner Durchfuehrung | |
| DE2040025A1 (de) | Verfahren zur Gewinnung von hochreinen Aromaten aus Kohlenwasserstoffgemischen,die neben diesen Aromaten einen beliebig hohen Gehalt an Nichtaromaten aufweisen | |
| DE1545365A1 (de) | Verfahren zur Abtrennung von aromatischen Kohlenwasserstoffen aus Mischungen aromatischer und nichtaromatischer Kohlenwasserstoffe | |
| DE1078999B (de) | Verfahren zum Abtrennen eines loesbaren, von einer koernigen Adsorptionsmasse adsorbierten Stoffs | |
| DE1468566C3 (de) | Verfahren zur Isolierung von aromatischen Kohlenwasserstoffen aus Gemischen, die Alkene und stärker ungesättigte Verbindungen enthalten | |
| DE1936034B2 (de) | Verfahren zur gleichzeitigen Doppelextraktion von zwei getrennten Kohlenwasserstoffbeschickungen im Gegenstrom | |
| DE353278C (de) | Verfahren zur Trennung von Wasser oder waesserigen Salzloesungen aus Erdoel- oder anderen OElemulsionen | |
| DE1124021B (de) | Verfahren zur Gegenstromextraktion von Fluessigkeiten oder zur selektiven Absorption von Gasbestandteilen | |
| DE925670C (de) | Verfahren zur Demulgierung von OEl-in-Wasser-Emulsionen, z. B. von mit OEl verunreinigten Abwaessern | |
| AT93330B (de) | Verfahren und Einrichtung zur Trennung von Wasser oder wässerigen Salzlösungen aus Erdöl- oder anderen Ölemulsionen. | |
| DE1543107C3 (de) | Verfahren zur Abtrennung reiner Aromaten aus Gemischen von Aromaten mit Nichtaromaten mit Hilfe der Extraktivdestillation | |
| DE232370C (de) | ||
| DE936682C (de) | Verfahren zur Zerlegung von Mehrstofffluessigkeitsgemischen durch fraktionierte Destillation in diskontinuierlichem Betrieb | |
| DE925124C (de) | Verfahren zur Brechung von Wasser-in-OEl-Emulsionen durch Absetzen | |
| DE884675C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Extraktion von oel- oder fetthaltigen feinkoernigen Materialien mittels fluechtiger Loesungsmittel in kontinuierlichem Arbeitsgang | |
| DE970194C (de) | Verfahren zur Gewinnung von Schwefel aus schwefelhaltiger Gasreinigungsmasse und aus anderen elementaren Schwefel enthaltenden Stoffen | |
| DE1470657C (de) | Verfahren zur extrahierenden Fraktionierung von Kohlenwasserstoffgemischen, welche im Bereich des Extraktionsmittels siedende Aromaten enthalten | |
| DE27333C (de) | Apparat zur Extraktion des Paraffins aus der zur Entfärbung desselben benutzten Masse | |
| DE2122770B2 (de) | Verfahren zur Gewinnung reiner aromatischer Kohlenwasserstoffe aus ihren Gemischen mit nichtaromatischen Kohlenwasserstoffen | |
| AT95707B (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Extraktion von Öl aus mehlförmigen Vegetabilien. |