DE556527C - Verfahren zur Abscheidung von Kautschuk aus waessrigen Kautschukdispersionen - Google Patents

Verfahren zur Abscheidung von Kautschuk aus waessrigen Kautschukdispersionen

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DE556527C
DE556527C DES84591D DES0084591D DE556527C DE 556527 C DE556527 C DE 556527C DE S84591 D DES84591 D DE S84591D DE S0084591 D DES0084591 D DE S0084591D DE 556527 C DE556527 C DE 556527C
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DES84591D
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Dr Kurt Illig
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Siemens Elektro Osmose GmbH
Original Assignee
Siemens Elektro Osmose GmbH
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D5/00Coating compositions, e.g. paints, varnishes or lacquers, characterised by their physical nature or the effects produced; Filling pastes
    • C09D5/44Coating compositions, e.g. paints, varnishes or lacquers, characterised by their physical nature or the effects produced; Filling pastes for electrophoretic applications
    • C09D5/4403Coating compositions, e.g. paints, varnishes or lacquers, characterised by their physical nature or the effects produced; Filling pastes for electrophoretic applications with rubbers

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Description

  • Verfahren zur Abscheidung von Kautschuk aus wäßrigen Kautschukdispersionen Es ist bekannt, Kautschuk aus wäßrigen Kautschukdispersionen, insbesondere aus Latex, mittels eines elektrischen Gleichstromes abzuscheiden. Man hat auch bereits bei diesem Verfahren den Zusatz von solchen dielektrischen Flüssigkeiten, wie z. B. Ölen, vorgeschlagen, welche sich nicht in dem natürlichen Dispersionsmittel der Kautschukmilch lösen und infolgedessen zusammen mit dem Kautschuk abgeschieden werden. Ferner hat man bereits bei der Herstellung von Kautschukdispersionen durch Auflösen von koaguliertem Kautschulz in Benzol eine größere Anzahl von Zusatzmitteln angewendet, wie besondere Öle, Seifensorten, Paraffin und andere Stoffe.
  • Bei allen diesen bekannten Verfahren macht sich die Gasentwicklung sehr störend bemerkbar und bewirkt eine wesentliche O_u.alitätsverschlechterung des gewonnenen Kautschuks. Man hat zur Verminderung der Gasentwickhing zwar bereits vorgeschlagen, das sich entwickelnde Gas abzusaugen und erforderlichenfalls der Kautschukdispersion gewisse Elektroly te zuzusetzen. Jedoch kann auch durch diese Mittel der störende Einfluß der Gasentwicklung nicht vollständig beseitigt werden.
  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren, bei welchem die Gasentwicklung vollkommen vermieden und ein Kautschuk gewonnen werden kann, der äußerst dicht ist. Ein weiterer Vorteil des neuen Verfahrens besteht darin, daß sich der gewonnene Kautschuk von der Metallelektrode oder dem davor geschalteten porösen Formling sehr leicht abziehen läßt. Demzufolge eignet sich das neue Verfahren besonders zur Herstellung dünnster Gegenstände aus Kautschuk, die vollkommen dicht und sehr geschmeidig sind, wie sie für sanitäre Zwecke vielfach benötigt werden.
  • Diese Vorteile werden gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß der Kautschukmilch Glycerin zugesetzt und die Abscheidung mittels eines hochgespannten Gleichstromes von mindestens 25o Volt, jedoch zweckmäßig von über q.oo Volt durchgeführt wird.
  • Ausführungsbeispiele r. Ein Teil handelsübliche Kautschukmilch wurde mit drei Teilen Glycerin gemischt. Die Elektroden bestanden aus Blei. Die Spannung betrug 480 Volt und die Stromdichte 7,6 Milliampere pro cm2. Die Versuchsdauer betrug 15 Minuten. Es wurde dabei ein hochwertiger, vollkommen dichter, von Gasblasen freier Kautschuk gewonnen, der sich leicht von der Bleianode ablösen ließ.
  • a. Unter Anwendung der gleichen Apparatur und der gleichen Elektroden wurde nunmehr ein Teil der gleichen Kautschukmilch mit einem Teil Glycerin gemischt und 7 Minuten ein Strom bei der Spannung 285 Volt unter Anwendung einer mittleren Stromdichte von 3,3 Miniampere pro 'cm2 durch diese Mischung hindurchgeschickt. Der Glycerinzusatz mußte in diesem Falle geringer gewählt werden wie bei dem Beispiel i, um eine geringere Spannung zu erhalten. Im Gegensatz zu dem Beispiel i fiel in diesem Falle die Stromstärke nach Einschalten des Stromes sehr rasch ab, so daß auch bei einer längeren Versuchsdauer als 7 Minuten sich kein stärkerer Kautschuküberzug bildete. Bei dem Beispiel i war hingegen der Abfall der Stromstärke ganz erheblich geringer. Der bei dem Beispiel 2 erhaltene Kautschuk ist insofern etwas schlechter, als derjenige nach dem Beispiel i, als er bereits einige eingeschlossene Gasblasen enthält.
  • Als Vergleichsversuch für das bekannte Verfahren möge das folgende Beispiel dienen. 3. Unter Anwendung des gleichen Apparates und der gleichen Elektroden wie bei dem Beispiel i und 2 wurde die gleiche Kautschtil:-milch bei einer Spannung von ioo Volt und mit einer mittleren Stromdichte von 3,3 Milliampere pro cm2 i 5 Minuten lang behandelt. Der anodisch abgeschiedene Kautschuk ist in diesem Falle von Gasblasen stark durchlöchert und deshalb praktisch wenig brauchbar. Wenn man zu der mit Glycerin gemischten Kautschukmilch eine geringe Menge von mehrwertige Kationen enthaltenden Lösungen, z. B. einige Kubikzentimeter einer Thoriumnitratlösung hinzusetzt, so wird der Kautschuk an der Kathode abgeschieden. Auch in diesem Falle gelingt es, unter Anwendung des neuen Verfahrens hochwertige Abscheidungsprodukte zu erhalten. Hierbei ist es zweckmäßig, wenn man die Wasserstoff ionenkonzentration kleiner als 7 wählt.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Abscheidung von Kautschuk aus wäßrigen Kautschukdispersionen unter Verwendung eines Zusatzes von dielektrischen Flüssigkeiten mittels eines elektrischen Gleichstromes, dadurch gekennzeichnet, daß die Abscheidung nach Zusatz mindestens der gleichen Menge Glycerin mittels eines hochgespannten Gleichstromes von mindestens 25o Volt, jedoch zweckmäßig von über q.oo Volt durchgeführt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Abscheidung nach Zusatz einer geringen Menge eines mehrwertige Kationen enthaltenden Elektrolyten, wie Thoriumnitratlösung, an der Kathode erfolgt.
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