DE555540C - Verfahren zur Herstellung von Rhodanverbindungen enthaltenden Massen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Rhodanverbindungen enthaltenden Massen

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DE555540C
DE555540C DE1930555540D DE555540DD DE555540C DE 555540 C DE555540 C DE 555540C DE 1930555540 D DE1930555540 D DE 1930555540D DE 555540D D DE555540D D DE 555540DD DE 555540 C DE555540 C DE 555540C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C3/00Cyanogen; Compounds thereof
    • C01C3/20Thiocyanic acid; Salts thereof

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Processing Of Solid Wastes (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Rhodanverbindungen enthaltenden Massen Es ist bereits angegeben worden, Kalkstickstoff zwecks Bildung und Gewinnung von Rhodanverbindungen mit Schwefelwasserstoff in der Wärme umzusetzen.
  • Das Verfahren hat Nachteile; das Arbeiten mit dem giftigen Schwefelwasserstoff ist unangenehm und erfordert umständliche Vorrichtungen. Diesen Nachteil vermeidet die Erfindung, gemäß welcher anstatt des Schwefelwasserstoffs Schwefel und solchen enthaltende Massen verwendet werden; dabei sind die nachfolgend beschriebenen Arbeitsbedingungen einzuhalten. Die aus Kalkstickstoff: und Schwefel in Gegenwart von Wasser gemischte Charge wird zunächst auf Temperaturen unter i5o° erhitzt, bis der Kalkstickstoff in Thioharnstoff umgewandelt ist, dann wird die Masse auf Temperaturen bis 25o° erwärmt.
  • Rhodanverbindungen dadurch herzustellen, daß man Kalkstickstoff und Schwefel auf etwa .45o° erhitzt, ist ein bekanntes Verfahren; es gibt jedoch keine befriedigenden Ausbeuten. Befriedigende Ausbeuten sind nur zu erhalten durch die Temperaturführung gemäß der Erfindung, die deren wesentlichen Bestandteil bildet und für die erfolgreiche Durchführung des Verfahrens unerläßlich ist. Wollte man etwa ähnlich wie nach dem bekannten Verfahren z. B. direkt auf hohe Temperaturen von über 25o° erhitzen, dann wäre eine weitgehende Zersetzung des Kalkstickstoffes unter Stickstoffabgabe die Folge; von einer wirtschaftlichen Rhodanbildung ist dann natürlich keine Rede mehr.
  • Bei der Durchführung des Verfahrens wird der Wasserzusatz derart bemessen, daß er zur Bildung einer krümeligen Masse führt; weiterhin ist es zweckmäßig, zunächst nur auf Temperaturen zwischen 50 und io5° C, aber längere Zeit und weiterhin nur auf 16o bis i8o° C zu erhitzen.
  • Weiterhin ist ein hoher Grad der Feinmahlung des Schwefels von wesentlich begünstigendem Einfluß auf das Ergebnis, auch wird die Reaktionsdauer durch Anwendung fein gemahlenen Schwefels verkürzt.
  • Aus der in der vorbeschriebenen Weise erhaltenen Masse läßt sich nun Rhodansalz auslaugen; der in dem Rückstand verbleibende oder in Lösung übergehende Schwefel läßt sich in einer für das Verfahren selbst verwertbaren Form oder auch in Form anderer Verbindungen, wie Sulfid oder Thiosulfat, wiedergewinnen.
  • Bei der Anwendung von Gasreinigungsmasse statt Schwefel ist im allgemeinen ein Zusatz von Wasser überflüssig, falls die Masse selbst genügend feucht ist.
  • Zur Ausübung des Verfahrens genügen die gewöhnlichen Gefäße, so daß also teure Autoklaven überflüssig werden.
  • Ausführungsbeispiel i ioo g Kalkstickstoff 2o o;ö 1V, ioo ccm Wasser, 25 9 Schwefel werden am Rückflußkühler etwa z Stunden auf ioo° C und dann langsam weiter auf 18o° C erhitzt.
  • Die Masse wird ausgelaugt ünd gibt eine Lösung mit etwa ¢o g Rhodancalcium. Außerdem entweichen 12 g Stickstoff in Form von Ammoniak, so daß eine Gesamtstickstoffausbeute von etwa 95 °/o sich ergeben hat.
  • Ausführungsbeispiel a Bei einem Vergleichsversuch, ausgeführt nach bekanntem Verfahren, ergab sich folgendes: Es wurden zog Kalkstickstoff und 20g Schwefel gemischt. Das Gemisch wurde Stunde auf 4500 erhitzt. In der durch ' Auslaugung gewonnenen Lösung wurde nicht mehr als o,5 g Rhodancalcium festgestellt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Rhodanverbindungen enthaltenden Massen, dadurch gekennzeichnet, daß Kalkstickstoff und Schwefel bzw. Schwefel enthaltende Massen unter Zusatz von Wasser in solcher Menge, daß es eine krümelige Beschaffenheit der Charge bewirkt, längere Zeit auf Temperaturen bis 1250 erhitzt werden, und daß darauf die Masse auf eine Temperatur von etwa 18o0 weitererhitzt wird.
DE1930555540D 1930-06-29 1930-06-29 Verfahren zur Herstellung von Rhodanverbindungen enthaltenden Massen Expired DE555540C (de)

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