DE555019C - Verfahren zum Entfaerben von in der Gerbflotte farbig gewordenen Ledern - Google Patents

Verfahren zum Entfaerben von in der Gerbflotte farbig gewordenen Ledern

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DE555019C
DE555019C DE1930555019D DE555019DD DE555019C DE 555019 C DE555019 C DE 555019C DE 1930555019 D DE1930555019 D DE 1930555019D DE 555019D D DE555019D D DE 555019DD DE 555019 C DE555019 C DE 555019C
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leather
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C3/00Tanning; Compositions for tanning

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

  • Verfahren zum Entfärben von in der Gerbflotte farbig gewordenen Ledern Bei nicht sorgfältig zubereiteten Blößen, welche noch Verunreinigungen von Calcium. Ammonium, Aluminium usw. Verbindungen enthalten bzw. auch organische Kollagenabbauprodukte usw., kann in der Gerbflotte der Fall eintreten, daß, insonderheit wenn diese auch nur schwach alkalisch reagiert, sich aus den Gerbstoffbrühen auf den Blößen Farbstoffe bilden.
  • Diese Farbstoffe, welche in Wasser praktisch unlöslich und daher durch Spülen mit Wasser nicht zu entfernen sind, verwandeln sich durch Zusatz von Oxydationsmitteln zum Wasser zwar in Farbstoffe anderer Farbe, sind aber auch dann noch nicht einfach abspülbar.
  • In W i 1 s o n : »Die moderne Chemie in der Lederfabrikation«, 1925, Seite 311, ist bekannt geworden, daß Tanningelatine, wenn nicht zuvor getrocknet, durch 95 °/o Äthylalkohol in Tannin und Gelatine zerlegt wird, bei p. 3 bis 5 die Alkoholyse am leichtesten verläuft, bei pH 5 schwieriger, während getrocknetes Tanninhautpulver in kaum merklicherWeise auch bei grstündiger Einwirkung von stets frischem g5°/oigem Äthylalkohol in Gerbstoff und Gelatine gespalten wird. Hier ist also unter bezeichneten Bedingungen mittels des organischen Lösungsmittels Äthylalkohol aus Tanninhautpulver die Herauslösung des Gerbstoffes erzielt worden.
  • Das Ziel vorliegender Erfindung ist aber ganz anderer Art, nämlich: Die auf technischen Blößen aus der Gerbflotte auf dem garen, trocknen Leder gebildeten Farbstoffe durch Extraktion mit organischen Lösungsmitteln zu entfernen.
  • Im systematischen Verfolg der Lösung dieser Aufgabe wurde gefunden, daß ein-oder mehrwertige Alkohole zwar farbstofflösend wirken bei langdauernder Extraktion der trocknen Leder, jedoch keinen überraschenden Effekt bezüglich der auswählenden Lösung der Farbstoffe geben. Mit Zunahme der Hydroxylgruppen bei zum Beispiel Äthylalkohol, Glykol, Glycerin usw. nimmt anscheinend die Fähigkeit, farbstofflösend zu wirken, ab, die Leder werden außerdem flach, hart und brüchig.
  • Gefunden wurde der Effekt der Farbstoffherauslösung aus den Ledern bei kurzzeitiger Extraktion überraschenderweise bei Verwendung aliphatischer Äther, ringförmiger Äther, mit Sauerstoff als Brückenatom, Äthern mehrwertiger Alkohole wie auch Acetalen, zum Beispiel Äthyläther, Paraldehyd, Äthylglykol, Acetal, Methylal usw.
  • Neu ist dieser Effekt insofern, als die bei Reaktion des Systems Blöße und Gerbflotte gebildeten und auf dem Leder niedergeschlagenen Farbstoffe sich vom trocknen Leder selektiv durch Äther glatt abziehen lassen, so daß helle, volle, weiche, gute Leder resultieren.
  • überraschend ist der Effekt bei Äthern, als er eigentlich besser bei Alkoholen erwartet werden konnte. Wirtschaftlich ist die Verwendung der Äther, da diese - vom hochbesteuerten Äthyläther abgesehen - billig von der Calcium-Carbid-Acetylen-Industrie synthetisch "-,hergestellt werden, den Gerber demnach in die Lage versetzen, in der Gerbflotte farbig erhaltene Leder leicht hell zu machen. Am vorteilhaftesten ist naturgemäß die Verwendung der niedrig siedenden Äther, da das absorbierte Lösungsmittel durch Verdunsten im Vakuum oder bei gelinder Wärme gewährleistet ist und das Extraktionsmittel in bekannter Weise wiedergewonnen werden kann. Ausführungsbeispiel i Leder, welches in kombinierter Gerbung von Dileresylmethandisulfosäure und Sumachextrakt gelb bzw. grün oder braun gefärbt erhalten wurde, wird mit Äthyläther in bekannter Apparaturanordnung extrahiert.
  • Sobald der Äther frei von Farbstoffen und Rückstand abläuft, wird das Extraktionsmittel vom Leder abgelassen und der Rest, der am Leder anhaftet, durch Evakuieren oder Zuführung warmer Luft entfernt, durch Abkühlung bzw. Adsorption rückgewonnen. Ausführungsbeispiel e Gefärbtes, trockenes Leder aus der Gerbflotte wird in bekannter Weise mittels Paraldehyd extrahiert.
  • Nachdem im ablaufenden Paraldehyd keine Farbstoffe und kein Rückstand mehr nachweisbar, wird das Extraktionsmittel vom Leder abgelassen, der Überschuß des am Leder haftenden Paraldehyds durch Extrahieren mittels Äthyläther entfernt und sonst verfahren wie bei Ausführungsbeispiel i.
  • Da Paraldehyd in Wasser löslich, so ist der am Leder haftende überschüssige Paraldehyd auch durch Auswaschen mit Wasser entfernbar. Ausführungsbeispiel 3 In der Gerbflotte erhaltenes gefärbtes Leder wird analog Ausführungsbeispiel i und z mit Äthylglykol extrahiert, bis in der Extraktionsflüssigkeit kein Farbstoff und kein Rückstand mehr enthalten ist.
  • Das im Leder haftende Extraktionsmittel wird entfernt, wie bei Beispiel i und 2 beschtieben.
  • Nach der Extraktion resultieren Leder, welche rein hellfarbig, fast weiß und von mildem Griff sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Entfärben von in der Gerbflotte farbig gewordenen Ledern, dadurch gekennzeichnet, daß die getrockneten Leder mit aliphatischen Äthern, wie Äthyläther, bzw. ringförmigen Äthern, wie Paraldehyd, oder auch Äthern mehrwertiger Alkohole, wie Äthylglykol, extrahiert werden.
DE1930555019D 1930-09-19 1930-09-19 Verfahren zum Entfaerben von in der Gerbflotte farbig gewordenen Ledern Expired DE555019C (de)

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