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Behälter mit gewölbten Seitenwänden für in öl arbeitende elektrische
Apparate, wie Transformatoren Behälter für in Öl arbeitende elektrische Apparate,
insbesondere für Transformatoren, wurden bisher mit kreisförmigem oder elliptischem
Querschnitt ausgeführt. Solche Behälter beanspruchen jedoch mehr Bodenraum und mehr
Schiffsladeraum, wenn sie Apparate von annähernd rechteckigem Querschnitt enthalten,
als Behälter mit rechteckigem Querschnitt. Andererseits haben jedoch Behälter von
genau rechteckigem Querschnitt den Nachteil, daß die Wände schwach sind und durch
Druckbeanspruchungen leicht verbogen werden können, wenn sie nicht sehr dick ausgeführt
werden oder eine kräftige Versteifung erhalten. Diese Nachteile werden vermieden,
wenn man dem Behälter eine Form gibt, daß die Wände den von innen wirkenden Druckkräften
standhalten.
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Erfindungsgemäß ist der Behälter so ausgeführt, daß seine Seitenwände
gewölbt sind. Die einzelnen Seitenwände bestehen aus gewölbten Stahlblechen und
haben die Form von Teilei von Hohlzylindern. Sie werden so zusammengesetzt und ihre
anstoßenden Kanten so zusammengeschweißt, daß der Behälter die Form eines ausgebauchten
Parallelepipeds erhält.
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Die Erfindung bietet den Vorteil, daß der Behälter einerseits weniger
Bodenfläche beansprucht als ein elliptischer oder kreisförmiger Behälter, andererseits
die Behälterwände wesentlich schwächer gehalten werden können als bei Behältern
mit nichtgekrümmten Wänden. Infolge der Durchbiegung der Wände hält der Behälter
ohne übermäßige Formänderung auch großen inneren Überdrücken stand; da ferner wegen
der Wandkrümmung die auf die Wand ausgeübten Flächendrücke als Zugbeanspruchung
von dem Wandmaterial aufgenommen werden können, sind auch Versteifungsstreben für
die Behälterwand entbehrlich. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß an Öl gespart
wird, weil sich der Behälter mit gekrümmten Wänden besser dem Transformator anpassen
läßt als der mit flachen, elliptischen oder kreisförmigen Wänden. Die Möglichkeit,
die Behälterwände aus dünneren Blechen herzustellen und die Versteifungsstreben
für die Wände wegzulassen, ergibt eine wesentliche Herabsetzung des Raumbedarfs
und des Gesamtgewichtes. Sehr vorteilhaft ist auch, daß die Wölbung der Behälterwände
nach dem Zusammenschweißen durch Einleiten eines Druckmittels in den geschlossenen
Behälter hervorgerufen werden kann, ein besonderes Wölbten beispielsweise mittels
Ziehpressen, Biegemaschinen u. dgl. also nicht erforderlich ist.
Ausführungsbeispiele
der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt.
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Abb. r zeigt eine Seitenwand, Abb.2 einen Längsschnitt durch einen
Transformatorbehälter, Abb.3 einen Schnitt durch die Ebene III-III der Abb. 2.
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Abb. q. und 5 -zeigen Querschnitte durch Behälterecken.
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An Hand der Abb. 6, 7 und 8 soll erläutert werden, `wie nach dem Zusammenschweißen
die ursprünglich ebenen Behälterwände durch Einleiten eines Druckmittels in dem
geschlossenen Behälter gewölbt werden.
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Der Transformatorbehälter i (Abb. 2 und 3) besteht aus mehreren Seitenwänden
2, von denen jede die Farm eines Teiles einer Zylinderfläche hat. Der Krümmungsradius
der Seitenwände ist durch die Größe des Behälters, die Dicke der Behälterwand und
den inneren Druck, dem der Behälter ausgesetzt ist, bestimmt. Die Seitenwände :2
des Behälters i werden am besten aus Stahlplatten hergestellt, welche gerollt sind,
um die erforderliche bogenförmige Form zu erzielen. Die beiden einander gegenüberliegenden
Seitenwände haben denselben Krümmungsradius. Die Stahlplatten sind miteinander,
wie aus Abb. 3 zu ersehen ist, an den Ecken 3 zusammengeschweißt. Nachdem die Seiten
zusammengeschweißt sind, wird an die Behälterwände 2 der Boden q. angeschweißt und
ein Versteifungsstück 6 von winkelförmigem Querschnitt um den äußeren Umfang des
oberen Teiles des Behälters geschweißt, damit der Deckel 7 (Abb. 6) daran befestigt
werden kann und damit der obere Teil des Transformatorbehälters stark genug ist,
um eine Formänderung der Seitenwände 2 zu verhindern, wenn der Deckel entfernt wird.
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Es ist notwendig, die Ecken der geschweißten Verbindung 3 zu verstärken,
und zu diesem Zweck sind in den Abb. q. und 5 Verstärkungsvorrichtungen dargestellt.
In der Abb. .4 ist ein im wesentlichen I-förmiger Längsträger 8 mit den Kanten 9
der Seitenwände 2 eng verbunden oder mit.ihnen zusammengeschweißt. Alle Beanspruchungen,
die auf die Wände ausgeübt werden und die Ecken 3 verbiegen könnten, werden durch
das Verstärkungsglied 8 aufgenommen, welches die Beanspruchungen auf die Bodenplatte
und den Deckel 7 überträgt . und auf diese Weise die Formänderung der Ecken 3 verhindert.
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Abb.5 zeigt eine weitere Vereinfachung gegenüber Abb. q. mit einem
Längsstück io von viereckigem Querschnitt, das an die inneren Flächen der Behälterwände
2 in der Nähe der Ecken angeschweißt ist. Die Stücke io sollen ebenfalls die Beanspruchungen
übertragen und die Ecken 3 verstärken, um eine Formänderung der Wände 2 zu verhindern,
ähnlich wie in Abb. q..
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Abb. 6 zeigt im Schnitt einen Behälter, der die Form eines Parallelepipeds
hat und -nachträglich durch Einleiten eines Druckmittels, wie Wasser, Öl u. dgl.,
so stark aufgebläht werden soll, daß die Elastizitätsgrenze des Wandmaterials überschritten
wird, die Wände also eine bleibende Ausbauchung erhalten. Zu diesem Zweck wird der
Behälter dicht mit einem Deckel verschlossen und mit einer Druckleitung verbunden.
Falls nicht der Deckel und der Boden des Behälters an sich genügend steif sind,
um dem inneren Überdruck standzuhalten, können sie durch Auflegen bzw. Unterlegen
von Platten, StÜtzteilen o. dgl. entlastet werden. So kann beispielsweise der Behälter
vor dem Aufblähen in eine aus einer Fuß-, einer Deckplatte und Verbindungssäulen
bestehende Vorrichtung eingespannt werden. Nach dem Einleiten des Druckmittels biegen
sich die Behälterwände, wie Abb. 7 im Längsschnitt, Abb. 8 nach der Ebene III-III
der Abb. 7 zeigt, durch.