DE55375C - Verfahren zum Befestigen (Passen) von Diamanten in Stahl - Google Patents
Verfahren zum Befestigen (Passen) von Diamanten in StahlInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23P—METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; COMBINED OPERATIONS; UNIVERSAL MACHINE TOOLS
- B23P5/00—Setting gems or the like on metal parts, e.g. diamonds on tools
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE. 49: Mechanische Metallbearbeitung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. August 1890 ab.
Da alle Diamantfassungen in weichem Metall mangelhafte sind, wird zu diesem Zweck Stahl
in Band-, Stab- oder Plattenform angewendet.
Um einen Diamanten in eine Stahlstange oder Platte zu fassen, werden an der Stelle,
wo der Stein eingebettet werden soll, mittelst irgend eines Werkzeuges ein oder mehrere
Späne aus der Oberfläche des Stahles derart aufgerissen, dafs dieselben mit einem Ende noch
fest an dem Stahlstück sich befinden und so nur der getriebene Span oder Schiefer in seiner
Länge etwas getrennt von der Oberfläche des Stahlstückes absteht.
In die Vertiefung, welche sich durch die aufgerissene Stelle gebildet hat, wird das Bett
des zu fassenden Steines genau der. Form und ' Gröfse desselben entsprechend ausgearbeitet
und der Stein in ■ dasselbe eingelegt; nach diesem drückt man die von der Stahloberfläche
aufgerissenen und von derselben nur etwas abstehenden Späne oder Schiefer mit zangenartigen
oder anderen Werkzeugen langsam an den Stein fest, bis diejenige Oberfläche des
Steines, welche diesen Spänen zugekehrt ist, vollständig fest von denselben überdeckt ist;
um dieses zu erreichen, mufs das Stahlstück öfters und wiederholt im Feuer bis zur Rothglühhitze
erwärmt werden; durch dieses Andrücken der aufgerissenen Stahlspäne oder
Schiefer wird endlich der unterhalb derselben in Stahl eingebettete Stein vollständig von den-.
selben fest überdeckt, während der andere Theil des Steines selbst fest im Stahlstück
ruht.
Ist dieser Moment erreicht, so überlöthet man diejenige Oberfläche des Stahlstückes, von
welchem · die Späne eingerissen worden, im Feuer mittelst Kupfer an der Stelle, wo der
Stein eingebettet und befestigt ist; dadurch wird gewissermafsen diese Oberfläche des Stahlstückes
wieder zu einem festen Ganzen, und der Stein selbst ist nun fest im Innern des
Stahlstückes eingesargt.
Um . den Stein verwendbar zu machen, arbeitet man nun mit dem Meifsel oder der Feile
oder anderen Werkzeugen das Stahlstück von einer Seite so weit ab, bis man die Spitze des
im Stahl eingeschlossenen und versenkten Diamanten freigelegt hat, und giebt dann dem
Stahlstück, in welches der Stein eingebettet, diejenige Form, in welcher es als Sägenzahn,
Bohrerspitze etc. Verwendung findet.
Die so dargestellte und erhaltene Fassung ist fest und sicher und mit keinem der Mängel
behaftet, wie die Fassung mit Hülfe weicher, leicht schmelzbarer Metalle oder Materialien.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Die Fassung und Befestigung von Diamanten jeder Art in Stahl, darin bestehend, dafs man in ein Stahlstück, auf der einen Oberfläche desselben, Späne oder Schiefer aufreifst, ohne dafs diese Späne von dem Stahlstück gänzlich losgetrennt werden, hierauf in den aufgerissenen Theil das Bett des Steines der Form und Gröfse desselben entsprechend ausarbeitet, den Stein hineinlegt, die aufgerissenen Späne oder Schiefer wieder langsam unter Erwärmungzurückdrückt, bis dieselben fest an der ihnen zugekehrten Oberfläche des eingebetteten Steines aufliegen, und nun durch Löthung mit Kupfer die aufgerissenen, jetzt angedrückten Stahlspäne, unter einander und mit dem Stahlstück wieder zu einem Ganzen verbindet, so dafs der eingebettete Stein jetzt fest im Stahlstück eingesargt ist, und durch Abarbeiten des Stahlstückes von einer Seite, mit Feile oder Meifsel, bis zum Hervortreten einer Spitze des Steines dieser selbst in einer festen, aus einem einzigen Stück bestehenden Stahlfassung sich befindet und mit dieser Fassung zu beliebigem Werkzeug verwendet werden kann.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE55375C true DE55375C (de) |
Family
ID=329908
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT55375D Expired - Lifetime DE55375C (de) | Verfahren zum Befestigen (Passen) von Diamanten in Stahl |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE55375C (de) |
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- DE DENDAT55375D patent/DE55375C/de not_active Expired - Lifetime
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