DE50427C - Verfahren und Maschine zum setzfertigen Bearbeiten von Ofenkacheln und anderen giasirten Thonwaaren - Google Patents
Verfahren und Maschine zum setzfertigen Bearbeiten von Ofenkacheln und anderen giasirten ThonwaarenInfo
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- DE50427C DE50427C DENDAT50427D DE50427DA DE50427C DE 50427 C DE50427 C DE 50427C DE NDAT50427 D DENDAT50427 D DE NDAT50427D DE 50427D A DE50427D A DE 50427DA DE 50427 C DE50427 C DE 50427C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B24—GRINDING; POLISHING
- B24B—MACHINES, DEVICES, OR PROCESSES FOR GRINDING OR POLISHING; DRESSING OR CONDITIONING OF ABRADING SURFACES; FEEDING OF GRINDING, POLISHING, OR LAPPING AGENTS
- B24B9/00—Machines or devices designed for grinding edges or bevels on work or for removing burrs; Accessories therefor
- B24B9/02—Machines or devices designed for grinding edges or bevels on work or for removing burrs; Accessories therefor characterised by a special design with respect to properties of materials specific to articles to be ground
- B24B9/06—Machines or devices designed for grinding edges or bevels on work or for removing burrs; Accessories therefor characterised by a special design with respect to properties of materials specific to articles to be ground of non-metallic inorganic material, e.g. stone, ceramics, porcelain
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- Grinding And Polishing Of Tertiary Curved Surfaces And Surfaces With Complex Shapes (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 67: Schleifen und Poliren.
HERMANN HERZOG in BRESLAU.
Thonwaaren.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 26. Juni 1889 ab.
Die durch Trocknen und Brennen uneben gewordenen Seitenflächen der Ofenkacheln
müssen bisher, um ein genaues Zusammenfügen bei dem Aufbau eines Kachelofens zu ermöglichen,
mit der Hand bearbeitet werden. Diese Bearbeitung" geschieht durch Behauen mittelst
Messers und Hammers und nachträgliches Glätten mittelst Handsandsteine.
Diese Manipulationen erfordern viel Zeit und Geschicklichkeit; ein einziger unsicher geführter
Hieb macht die Kachel leicht unbrauchbar, und wenn dieser Fehlschlag gar erst bei der letzten
noch zu bearbeitenden Seite der Kachel fällt, ist die Kachel nicht allein werthlos geworden,
sondern auch die auf die Bearbeitung der übrigen Seiten verwendete Zeit ist verloren
gegangen.
Das Verfahren zum setzfertigen Bearbeiten von Ofenkacheln und ähnlichen Kunststeinen
besteht darin, dafs man die Seitenflächen derselben durch ein- oder mehrmaliges Vorüberführen
an einem rotirenden Schleifstein von der Glasurseite aus abschleift. Weil der Angriff
des Schleifsteins von der harten Glasurseite aus erfolgt, kann ein Ausbrechen der zu bearbeitenden
Flächen nie stattfinden.
Auf beiliegender Zeichnung ist die zum setzfertigen Bearbeiten von Ofenkacheln und ähnlichen
Kunststeinen dienende Maschine dargestellt.,
Fig. ι zeigt die Seitenansicht,
Fig. 2 die Draufsicht,
Fig. 3 die vordere Ansicht der Maschine mit dem Kreuzsupport in seiner äufsersten linken
Stellung.
Die Fig. 4 bis 7 zeigen die verschiedenen Stellungen und Befestigungen von Eckkacheln
in dem Gehäuse e während der Bearbeitung.
Der Schleifstein α sitzt auf der Welle b fest
und wird ' durch die Riemscheibe n> in der Pfeilrichtung Fig. 1 angetrieben; die Welle b
ruht in den Lagern c, die verstellbar angeordnet sind, um eine vollständige Ausnutzung
des Steines zu ermöglichen. Parallel zur Welle b ist ein Kreuzsupport angeordnet, der
von Riemscheibe χ ρ η seinen Antrieb erhält; m und 0 sind zwei Leerscheiben.
Der Riemen ν ist gekreuzt über die Trommel ρ und Leerscheibe 0 gelegt, während der
Riemen u offen ist und über ρ η bezw. ρ m läuft. · "
Je nachdem man durch den Ausrücker i den gekreuzten Riemen ν bezw. den offenen
Riemen u auf die Festscheibe η bringt, geht der Support k nach links bezw. nach rechts.
Mittelst des Handrades g nähert oder entfernt man den Support k vom Schleifstein a.
t ist eine Scala, auf welcher der Zeiger y gleitet, der am Schlitten h befestigt ist. Mittelst
des Handrades g kann behufs Feststellung der gewünschten Gröfse der zu schleifenden Gegenstände
der Zeiger y auf eine bestimmte Marke der Scala während der Arbeit eingestellt werden.
Das Gehäuse e ist zur Aufnahme der zu schleifenden Gegenstände bestimmt und bewegt
sich mit dem Kreuzsupport nach links und rechts, f ist ein Druckstempel, der durch
Excenter und Hebel f1 auf- und abbewegt
wird und zum Festhalten der Kacheln in allen Stellungen dient, Fig. 4 bis 7.
Da der Druckstempel f z. B. in Stellung Fig. 5, länger sein mufs als in Fig. 4, so ist
sein Fufsende ^, Fig. 1, herausschraubbar angeordnet,
wodurch eine passende Verlängerung des.Druckstempels stattfindet, q ist ein Wassergefäfs
mit Hahn, um den Stein α während der Arbeit anzufeuchten.
Das Verfahren bei der Bearbeitung der Kacheln d besteht nun in folgendem:
Die Kachel d wird mit der zu bearbeitenden Seite dem Stein α zugewendet, in das Gehäuse
e gelegt und durch Druckstempel f in der gewünschten Lage festgehalten. Nachdem
die Ofenkachel vom rotirenden Schleifstein etwas gefafst ist, stellt man mittelst des Handrades
g den Zeigery auf die der gewünschten Gröfse des Gegenstandes entsprechende Marke
der Scala t ein. Ist der abzunehmende Span zu stark, um mit einem Mal weggeschliffen zu
werden, so kann man in zwei oder mehreren Phasen dies thun, man kann z. B., wenn man
auf dem Hergang die halbe Spanstärke fortschliff, die andere Hälfte der Spandicke beim
Zurückführen des Supports von rechts nach links vornehmen u. s. w., bis die gewünschte
Gröfse der Kachel und Schärfe der Kante erreicht ist.
Die Befestigung der Eckkacheln ersieht man aus den Fig. 4 bis 7; es ist nur noch darauf
aufmerksam zu machen, dafs bei.den Eckkacheln, wie Fig. 6 und 7 zeigen, ein rückseitiger
Halt den Kacheln dadurch gegeben wird, dafs in die Schlitze I bezw. II Hölzer geschoben sind, an welche sich die Kacheln
anlehnen.
Claims (2)
1. Verfahren zum setzfertigen Bearbeiten von Ofenkacheln und anderen glasirten Thonwaaren,
darin bestehend, dafs die zu bearbeitenden Seitenflächen mittelst einer supportartigen Vorrichtung der Arbeitsfläche
eines rotirenden Schleifsteins in solcher Weise zugeführt werden, dafs der Schleifprocefs
an der Glasurseite beginnt, um dem Absplittern der Glasur beim Schleifen vorzubeugen.
2. Eine Maschine zum setzfertigen Bearbeiten von Ofenkacheln und ähnlichen Kunststeinen,
gekennzeichnet durch:
a) die Combination des auf dem Bett h durch die Leitspindel / und den Antrieb
nt η 0 nach links und rechts gleitenden Kreuzsupport k mit dem
eigenthümlich geformten Gehäuse e, dem an seinem Fufs ^ verlängerbaren
Druckstempel f, der durch das Excenter ff" in jeder beliebigen Stellung
(s. Fig. ι und 4 bis 7) behufs sicherer Befestigung der Ofenkacheln im Gehäuse
e während des Bearbeitens durch den rotirenden Schleifstein α festgestellt
werden kann;
b) die Combination des Handrades g mit der Scala t und dem Zeiger y behufs
schneller und genauer Einstellung der Ofenkacheln d auf ein zu bearbeitendes
bestimmtes Mafs.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE50427C true DE50427C (de) |
Family
ID=325276
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT50427D Expired - Lifetime DE50427C (de) | Verfahren und Maschine zum setzfertigen Bearbeiten von Ofenkacheln und anderen giasirten Thonwaaren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE50427C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE923345C (de) * | 1940-04-17 | 1955-02-10 | Johannes Zennig | Maschine zum Schleifen der Kanten keramischer Erzeugnisse |
-
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- DE DENDAT50427D patent/DE50427C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE923345C (de) * | 1940-04-17 | 1955-02-10 | Johannes Zennig | Maschine zum Schleifen der Kanten keramischer Erzeugnisse |
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