DE552949C - Verfahren zur Herstellung verbesserter, d. h. der Korrektur weniger beduerftiger Negative oder Diapositive fuer das Reproduktionsverfahren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung verbesserter, d. h. der Korrektur weniger beduerftiger Negative oder Diapositive fuer das Reproduktionsverfahren

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DE552949C
DE552949C DEH124086D DEH0124086D DE552949C DE 552949 C DE552949 C DE 552949C DE H124086 D DEH124086 D DE H124086D DE H0124086 D DEH0124086 D DE H0124086D DE 552949 C DE552949 C DE 552949C
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03FPHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • G03F3/00Colour separation; Correction of tonal value
    • G03F3/04Colour separation; Correction of tonal value by photographic means
    • G03F3/06Colour separation; Correction of tonal value by photographic means by masking

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Exposure And Positioning Against Photoresist Photosensitive Materials (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung verbesserter, d. h. der Korrektur weniger bedürftiger Negative oder Diapositive für das Reproduktionsverfahren Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung und Anwendung verbesserter, d. h. der Korrektur weniger bedürftiger Negative oder Positive für das Reproduktionsverfahren, insbesondere für die photomechanische Farbberichtigung von Druckformen aller Druckarten, und -zwar kann die Berichtigung während einer beliebigen Phase der Druckformgewinnung vor sich gehen.
  • Supplemente, und zwar solche positiven Charakters, sind bekannt. Jedoch hat der ältere Vorschlag keine praktische Bedeutung erlangt. Die ihm zugrunde liegende Erkenntnis hatte das Problem nicht ausreichend erschöpft; denn sie benutzt Supplemente positiven Charakters als Ergänzung der Monochromnegative. Dadurch wird die in der Reproduktionstechnik durch Übereinanderdrucken aller Farben zu erzielende Schwarzwirkung verwässert. Dieser Übelstand ist zwar schon früher erkannt worden, und .es wurde deshalb eine Schwarzplatte zur Aufhebung dieser Verwässerung benutzt. Die Nachteile konnten jedoch dadurch nicht erfolgreich behoben werden. Durch das unmotiviert hineingetragene Schwarz wird der Charakter jedes Bildes farbentot; denn genau so, wie sich Weiß aus allen Farben zusammensetzt, ist Schwarz nicht eine Sonderfarbe, sondern ein Gemisch aller Farben, wenigstens bei der additiven Farbmischung.
  • Die wie üblich gewonnenen Farbauszüge sind bekanntlich ungenügend, so daß die Hand des Farbretuscheurs sie besonders eingehend durcharbeiten muß, und zwar trifft dies für alle Druckverfahren, d. h. für den Licht-, Hoch-, Flach- und Tiefdruck zu.
  • Die Mangelhaftigkeit der Farbauszüge hat verschiedene Ursachen. Zunächst sind die angewandten Farben für das Auge und die photographische Schicht nicht gleichartig. Eine Farbe, die dem Auge durchaus gleichwertig erscheint, ist es nicht für die lichtempfindliche Platte. Neben dem eigentlichen optischen Farbwert ist nämlich die lichtempfindliche Platte auch für solche Farben verschieden empfindlich, die von chemisch verschiedenen Produkten ausgehen. Bekanntlich ist es z. B. nicht möglich, Zinkweiß, Permanentweiß, Bleiweiß usw., wenn sie in gleicher optischer Helligkeit ausgestrichen sind, ebenso auf die photographische Platte zu bringen. Weitere Ursachen liegen in der Mangelhaftigkeit der Farbfilter und der photographischen Farbsensibilisierung des angewandten photographischen Materials. Eine solche Mangelhaftigkeit des Materials wird durch die Erfindung gänzlich oder zumindest zum größten Teil behoben.
  • Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß es insbesondere einer Unterdrückung des Schwarzweißwertes beider Reproduktion eines farbigen Bildes bedarf, um eine gesteigerte Aussonderung des Farbwertes herbeizuführen, weiterhin, daß es (und zwar zweckmäßig bei den Maßnahmen zur Durchführung dieser Unterdrückung) auch einer Unterdrückung solcher Farbwerte bedarf, .die störend wirken, weil sie infolge ihres Überwiegens andere Farbwerte nicht zur Geltung kommen lassen. Als Beispiel für letzteres sei angeführt, daß es bei der Gelbdruckplatte wichtig ist, außer derri Schwarzweißwert z. B. noch Violett mehr oder weniger je nach Filter- und Plattensensibilisierung, insbesondere bei Gelatinetrockenplatten, zu unterdrücken.
  • Gemäß Tier Erfindung wird der Schwarzweißwert des Originals während der Aufnahme mittels eines in den Strahlengang der Reproduktion einzuschaltenden Hilfsnegativs oder bei der Herstellung von Diapositiven mittels eines Hilfsdiapositivs in entsprechendem Ausmaß unterdrückt. Vorzugsweise wird neben dem Schwarzweißwert durch Einschalten eines modifizierten, unter Benutzung besonderer Filter hergestellten Hilfsnegativs noch ein besonderer anderer Farbwert unterdrückt.
  • Es werden also Hilfsplatten (Negative oder Diapositive) negativen Charakters (im folgenden Hilfsnegas genannt) erstellt, die geeignet sind, den Schwarzweißwert bzw. den dominierenden Farbwert während der eigentlichen Farbausscheidung zu unterdrücken. Außer der alleinigen Anwendung dieser Hilfsnegative werden auch Supplemente (Negative oder Diapositive) negativen Charakters erstellt und angewendet, die mit Hilfe obiger Hilfsnegas angefertigt und seinerzeit zur eigentlichen Farbausscheidung benutzt werden, wobei sie gemäß der Erfindung den Schwarzweiß- bzw. den dominierenden Farbwert unterdrücken. Die Hilfsnegas und Supplemente können in irgendeinem Stadium der Herstellung der Monochrorndruckplatte beliebiger Art, d. h. einer Licht-, Tief-, Hoch-oder Flachdruckplatte, Verwendung finden.
  • Im Hilfsnega sollen alle Farben in gleicher Helligkeit erscheinen, derart, daß es vorwiegend den Schwarzweißwert des Bildes darstellt. Dabei besteht die Möglichkeit, eine erfahrungsgemäß schwer erhältliche Farbausscheidung vorzubereiten. Die Supplemente werden unter Benutzung der Hilfsplatten hergestellt, 'zeigen -also bereits einen unterdrückten Schwarzweißwert bei einem gesteigerten Farbwert und sind Farbnegative. Die eigentlichen Farbplatten, Monochromdruckplatten bzw. Negative werden dann unter Vorschaltung entweder des Hilfsnegas oder der Supplemente hergestellt. In diesem Stadium tritt die Schwarzweißwertunterdrückuilg nach der Erfindung in Erscheinung entweder allein oder gleichzeitig mit dem gesteigerten Farbwert.
  • Soweit die Mangelhaftigkeit der Sensibilisatoren oder Filter ein Überwiegen des einen oder anderen Farbwertes mit sich bringt, kann nach der Erfindung das erwähnte 2l\Tegativ oder Supplement nach der entsprechenden Richtung hin modifrzi-ert werden, und zwar sowohl durch geeignete Sensibilisatoren als auch durch geeignete Filter. Ferner können einzelne Ton- und Farbwerte der Platten von Hand korrigiert werden.
  • Beider Durchführung des Verfahrens wird das Hilfsnegativ vorzugsweise unmittelbar vor der lichtempfindlichen Platte eingeschaltet. Auch empfiehlt sich die Verwendung einer an sich bekannten, das Supplement oder Hilfsdiapositiv bzw. -negativ aufnehmenden Schlittenführung o. dgl., die erstere innerhalb des Strahlenganges .der Reproduktion in die zur Konturendeckung oder Paßkreuzdeckung notwendige Lage bringt.
  • Praktisch wird man z. B. wie folgt verfahren: a) Von dem zur Reproduktion gelangenden farbigen Original macht man zunächst ein Hilfsnegativ (evtl. unter Vorschaltung eines Komplementärfilters), dabei kann das Filter modifiziert sein. Die Aufnahme erfolgt auf pan- oder isochromatisches oder auf ein in bezug auf die Farbaussonderung entsprechend modifiziert sensibilisiertes Material. Das fertiggestellte Hilfsnegativ wird (nach evtl. Überarbeitung) so in den Apparat genommen, .daß es sich in Konturendeckung befindet mit dem durch das Objektiv erzeugten Bilde, und es wird nunmehr der eigentliche Farbauszug unter Vorschaltung des obigen Hilfsnegativs gemacht. Praktisch werden dabei die Expositionen länger ausgedehnt, da die Schwarzweißwirkung des Bildes durch Vorschaltung des erwähnten Hilfsnegas abgedämpft ist und deswegen die Farben, insbesondere bei gleichzeitiger Anwendung strengerer Farbaussonderungsfilter, besser zur Aussonderung gelangen. (Beiden bisherigen Farbausschaltungen ist man nämlich in der Ausexposition der Farben .dadurch gehindert, .daß man über den Schwarzweißwert des Bildes hinaus nicht ausexponieren kann, -,weil man sonst der Zeichnung in diesen Partien gänzlich verlustig geht.) Die Vorschaltung findet für einige oder alle anzuwendenden Farbauszüge statt. Die so erhaltenen Farbauszüge zeigen gegenüber -den bisherigen eine bessere Farbausschaltung, weil man infolge der (durch die Vorschaltung : erfolgten) Unterdrückung des Schwarzweißwertes nicht mehr gehemmt ist. die Farbaussonderung wirklich auszunutzen. Für sämtliche in Frage kommenden Farbauszüge kann entweder ein und dasselbe Hilfsnegativ angewandt werden oder je ein gesondertes, insbesondere gesondert modifiziertes bzw. überarbeitetes. b) 'Man kann aber auch anders verfahren und die L?nterdrückung des Schwarzweißwertes in einen späteren Arbeitsgang verlegen, anstatt, wie in obigem Beispiel, in die Aufnahme selbst. Hierzu stellt man die Farbauszüge wie gewöhnlich her, verlegt die Rastrierung ev t1. in ein davon zu erstellendes Diapositiv und benutzt die Vorschaltung eines entsprechenden Hilfsnegas zur Unterdrükkung des Schwarzweißwertes in diesem Arbeitsgang.
  • c) Bei einer weiteren Ausführungsform verlegt man die Unterdrückung des Schwarzweißwertes in die Kopie. Man stellt also die Farbauszüge wie ge#%vöhnlich her und macht ihre Kopie unter Vorschaltung eines Hilfsnegas zur Unterdrückung des Schwarzweißwertes. Diese Kopie kann entweder auf Papier, z. B. Pigmentpapier, oder auf Metall erfolgen oder auf Glasplatten, Filmen, die seinerzeit dann auf Metall oder Papier kopiert werden.
  • Auch hier wie in den vorerwähnten Beispielen kann außer der Unterdrückung des Schwarzweißwertes das dazu dienende Hilfsriega modifiziert sein, so daß es nicht den reinen Schwarzweißwert eliminiert, sondern gleichzeitig die Ausschaltung schlecht ausschaltbarer Farbwerte unterstützt.
  • Es kann ferner entweder ein und dasselbe Hilfsnega für sämtliche Farbauszüge dienen, was die Regel ist, oder es kann, insbesondere soweit es modifiziert ist, für jeden Farbauszug ein besonderes, insbesondere gesondert modifiziertes Hilfsnega oder von Hand überarbeitetes Hilfsnega Anwendung finden.
  • Als Ausführungsbeispiel, das für einen besonderen Fall Anwendung finden kann, sei noch folgendes angeführt: d J Von einer farbigen Reproduktion wird zunächst, evtl. unter Vorschaltung eines Komplementärgelbfilters, ein Negativ gewonnen, welches den Schwarzweißwert des Bildes wiedergibt (Hilfsnega). Unter Vorschaltung dieses Hilfsnegas (zur erfindungsgemäßen l'nterdrückung des Schwarzweißwertes) werden Supplemente erstellt, die (im übrigen wie üblich) als Farbauszüge gewonnen werden; nur ist der Farbwert gesteigert durch entsprechende Ausexposition, was durch die Unterdrückung des Schwarzweißwertes ermöglicht wird. Im allgemeinen wird für jede der in Aussicht ge:nominenen Monochromdruckplatten ein Supplement gewonnen. Hiernach macht man wie gewöhnlich, evtl. unter Vorschaltung eines Rasters, die bekannten Farbauszüge für die gelbe, rote und blaue usw. Teildruckplatte. Diese Negative, gewöhnlich drei, und zwar je eins für rot, gelb und blau, seien Farbauszüge genannt. Von letzteren werden Diapositive erstellt, welche verkleinerungsfähige Rasterelemente zeigen, z. B. so wie im Patent 5-.o 525 angegeben. Auf diese Diapositive werden obige Supplemente unter Konturdeckung aufkopiert. Bei der späteren Verkleinerung der Rasterelemente in den Diapositiven wird nun nicht mehr (oder nicht so erheblich) der Schwarzweißwert des Bildes verändert, erheblich aber der Farbwert. Es werden also die durch die Rasterfarbauszüge bereits vorbereiteten Teilfarben steiler gestellt, ohne daß dadurch gleichzeitig der Schwarzweißwert steiler gestellt würde. Dies ist nötig, da die Farbausschaltung bzw. deren Steilheit dort eine ,Grenze findet, wo der Schwarzweißwert eine weitere Steilerstellung nicht mehr gestattet. Ist das angewandte Hilfsnegativ oder das aufzukopierende Supplement dabei gleichzeitig modifiziert, so wird auch diese Modifikation sich geltend machen, sei es dadurch, daß der entsprechende Farbwert steiler oder daß er weniger steil gesteilt wird. So würde z. B. für die Gelbdruckplatte das Suppleinentnegativ alle violetten Stellen möglichst gedeckt aufweisen, damit gemäß Patent 5.40 525 dort eine weitgehende Verkleinerung der Rasterelemente eintreten kann. Wird eine Vergrößerung der Rasterelemente angewandt, so müssen natürlich entsprechend diesem die violetten Stellen weniger gedeckt sein, und es muß ein Supplementdiapositiv angewandt werden.
  • Soweit in vorstehender Beschreibung, insbesondere den Beispielen a bis d, von Negativen gesprochen ist, können sinngemäß auch entsprechende Diapositive Anwendung finden.
  • An Stelle des Vorschaltens kann auch ein Nacheinander, z. B. zuerst Farbauszug und dann Hilfsnega oder Supplement, Anwendung finden, sofern dadurch die erfindungsgemäße Unterdrückung des Schwarzweißwertes eintritt, so z. B. bei der Einlagerung im Pigmentpapier zum Zwecke der Tiefdruckätzung oder in die lichtempfindliche Lichtdruckschicht.
  • Die Anwendung der Hilfsnegative bzw. Supplemente bedingt eine Haltevorrichtung, welche es gestattet, das Hilfsnegativ (Supplement) in Konturen- oder Paßkreuzdeckung mit den dafür gegebenen Merkmalen zu bringen. Soweit das Hilfsnegativ in der Kamera benutzt wird (Beispiel a), besteht eine solche Vorrichtung beispielsweise aus einem Träger, der das Negativ so aufzunehmen vermag, daß es in Deckung gebracht werden kann mit dein -vom Objektiv entworfenen Bild, wozu es in die Bildebene des Objektivs gebracht wird. Dies kann durch eine Schlittenführung geschehen bzw. durch Vorrichtungen, welche ein Verdrehen des Negativs ermöglichen. Hierbei wird obige Vorrichtung zweckmäßig in die Einrichtung gesetzt, welche jede Reproduktionskamera zur .Aufnahme eines Rasters lesitzt. `

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung verbesserter, d. h. der Korrektur weniger bedürftiger Negative oder Diapositive für das Reproduktionsverfahren, dadurch gekennzeichret, daß der Schwarzweißwert des Originals während der Aufnahme mittels eines in den Strahlengang der Reproduktion einzuschaltenden Hilfsnegativs oder bei der Herstellung von Diapositiven mittels eines Hilfsdiapositivs in entsprechendem Ausmaß unterdrückt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß neben dem Schwarzweißwert durch Einschalten eines modifizierten, z. B. unter Benutzung besonderer Filter hergestellten Hilfsnegativs noch ein bestimmter anderer Farbwert mit unterdrückt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Hilfsnegativ unmittelbar vor der lichtempfindlichen Platte eingeschaltet wird. q..
  4. Verfahren nach Anspruch- i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß einzelne Ton- und Farbwerte von Hand korrigiert werden.
  5. 5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i bis q., gekennzeichnet .durch eine an sich bekannte, das Supplement oder Hilfsdiapositiv bzw. Negativ aufnehmende Schlittenführung u. dgl., die ersteres innerhalb des Strahlenganges der Reproduktion in die zur Konturen- oder Paßkreuzdeckung notwendige Lage bringt.
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