DE552668C - Giesswerk zum Herstellen von angusslosen Stereotypplatten - Google Patents

Giesswerk zum Herstellen von angusslosen Stereotypplatten

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DE552668C
DE552668C DEM95785D DEM0095785D DE552668C DE 552668 C DE552668 C DE 552668C DE M95785 D DEM95785 D DE M95785D DE M0095785 D DEM0095785 D DE M0095785D DE 552668 C DE552668 C DE 552668C
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Germany
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DEM95785D
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MAN AG
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MAN Maschinenfabrik Augsburg Nuernberg AG
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41DAPPARATUS FOR THE MECHANICAL REPRODUCTION OF PRINTING SURFACES FOR STEREOTYPE PRINTING; SHAPING ELASTIC OR DEFORMABLE MATERIAL TO FORM PRINTING SURFACES
    • B41D3/00Casting stereotype plates; Machines, moulds, or devices therefor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Casting Devices For Molds (AREA)

Description

  • Gießwerk zum Herstellen von angußlosen Stereotypplatten Es sind Gießwerke zum Herstellen von Stereotypplatten bekannt geworden, bei denen die Platte stehend mit einem hohen Anguß gegossen wird, der während des Erstamens der Platte gleichfalls miterstarrt und nach dem Fertigstellen des Gußes abgeschnitten wird. .und bei denen das flüssige Metall der Aufgußform vom Kessel durch eine Verbindungsleitung von oben her zugeführt wird und durch einen Überlauf in den Kessel zurückfällt, wenn die Form gefüllt ist.
  • Es sind weiterhin Stereotypplattengießmaschinen bekannt geworden, bei denen das flüssige Metall vom Kessel her durch eine Verbindungsleitung dem Gießmund zugeleitet wird, der sich unmittelbar oberhalb der eigentlichen Plattenform und unterhalb der Aufgußform befindet. Das Metall strömt bei diesen Maschinen zunächst in die eigentliche Plattenform ein und füllt dann von unten, her die Aufgußform, in der es bis zum Erstarren der Platte flüssiggehalten wird und nach Fertigstellen der Platte wieder in den Schmelzkessel zurückfließt. Bei diesen Maschinen wird die Platte angußlos gegossen.
  • Der Gegenstand der Erfindung bildet eine Vereinigung der beiden bekannten Maschinen. Die Platte wird bei dieser Anordnung gleichfalls ohne Anguß gegossen; das Metall wird also wie bei den an zweiter Stelle genannten Maschinen der Plattengießform unmittelbar zugeführt; das unmittelbar über der Platte stehende Metall wird durch ein Absperrorgan von der Platte abgetrennt. Das flüssige Metall fließt jedoch nicht nur so lange dem Gießmund zu, bis Plattenform und Aufgußform gefüllt sind, sondern es durchströmt die Aufgußform während des ganzen Gießvorganges von unten nach oben und fällt durch einen Überlauf, der in ähnlicher Weise ausgebildet ist wie bei den Maschinen der an erster Stelle genannten Art, in den Schmelzkessel zurück.
  • Die neue Anordnung hat den Vorzug, daß dem Gießmund dauernd heißes Metall zugeführt wird. Beim Vorbeiströmen des Metalls an der Einlauföffnung von oben nach unten werden Luftblasen und Unreinigkeiten, die aus der Form austreten, mitgenommen und nach oben geführt, so daß sich ein blasenfreier Guß ergibt. Auch werden etwa erstarrende Metallteilchen von der Angußform fortgespült, so daß keine abgekühlten Metallteile an dieser Stelle stehenbleiben.
  • Es ist auch schon vorgeschlagen worden - allerdings ist dieser Vorschlag nicht druckschriftlich veröffentlicht worden -, das flüssige Metall vom Kessel her durch .eine Verbindungsleitung dem oberen Ende der Aufgußform zuzuführen, so daß es zunächst diese durchströmt und dann dem Gießmund zufließt. Bei dieser-Anordnung hat aber das Metall vor der Zuleitung zum Gießmund eine sehr lange Strecke zu durchlaufen; außerdem werden Luftblasen durch die Strömungsrichtung gerade nach unten, also in Richtung auf die Gießform zu, gedrückt.
  • Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in Abb. i im Schnitt, während Abb. 2 eine Einzelheit in abgeänderter Ausführung zeigt.
  • In dem Schmelzkessel a arbeitet eine Schleuderpumpe b, die das flüssige Metall ständig durch die Verbindungsleitung c dem Gießmund o zuführt und das Metall, soweit es nicht in die Gießform.e einläuft, durch die Aufgußform f und von da durch den Überlaufg in den Schmelzkessel zurückbefördert. Die Aufgußform f ist in bekannter Weise oben offen, so daß die Luftblasen entweichen können.
  • Der Metallzulauf zur Gießform e kann auf beliebige Weise geöffnet und geschlossen werden, beispielsweise durch einen Drehschieber lt, der um den Drehzapfen i geschwenkt wird. Das in der Gießform e befindliche Metall wird in bekannter Weise derart von dem in der Verbindungsleitung e befindlichen Metall abgetrennt, daß die fertige Platte der Gießform ohne hinderlichen Anguß, entnommen werden kann. Das Öffnen der Form und das Abschwenken der Gießschale k und des Kernes l kann in bekannter Weise vorgenommen werden.
  • Abb. 2 zeigt eine andere Ausgestaltung des Organs, das den Metallzulauf zur Gießform e absperrt. Der Zufluß des Metalls zur Gießforme wird hier durch einen Dreiweghahn m abgeschlossen und freigegeben, der in einer Arbeitsstellung an einer Seite mit der Verbindungsleitung e, an der zweiten Seite mit der Gießform e und an der dritten Seite mit der Aufgußform f verbunden ist. Bei den bekannten Ausführungen derartiger Drehschieber bildet sich im Kükenkanal ein Angußstück; beim Gegenstand der Erfindung ist dies nicht möglich, weil sich das Metall im Kükenkanal n in ständiger Bewegung befindet.
  • In den vorstehenden Ausführungen ist die Gießanlage bei oben geöffneter Aufgußform f betrachtet. Verschließt man aber die Aufgußform f, z. B. durch ein Ventil g, so saugt das im Fallrohr,g nach abwärts fließende Metall die Luft aus dem Raum Y in der Art einer Strahlpumpe heraus. Durch die Luftverdünnung im Raum r wird also die Leitung f, Y, .g zu einem Heber.
  • Unter der Annahme, daß sämtliche Luft aus dem Raum t^ entfernt ist, besteht in der Heberleitung f, Y, g, soweit sie oberhalb des Metallspiegels des Kessels a liegt, also vom Gießmund o über den Raum r bis zum Punktp, ein Unterdruck. Wesentlich ist hierbei, daß der Gießmund o höher liegt, als der Metallspiegel des Schmelzkessels.
  • öffnet man nun nach dem Anfahren der Gießform den Verschluß lt, so wird die in der Gießform befindliche Luft mit großer Gewalt durch ihren eigenen Druck in die Heberleitung gedrückt, mit anderen Worten, die Luft in der Gießform wird herausgesaugt.
  • Die angestellten Versuche haben ergeben, daß die so gegossenen Platten außerordentlich dicht werden, sofern nach dem Evakuieren der Gießform das in die Form geflossene Metall unter Druck gebracht wird. Zum Herbeiführen des Preßdruckes gibt es verschiedene Möglichkeiten i. Durch das Öffnen des Ventils g. Dadurch erhält man am Gießmund o eine statische Druckhöhe von der Höhe s.
  • 2. Man kann die Leitung f, Y, p hinter dem Gießmund o entweder drosseln oder ganz absperren. Im zweiten 'Falle steht Jer ganze von der Pumpe erzeugte Druck zur Verfügung. Am einfachsten geschieht das Drosseln oder Absperren durch das Verschlußorgan m am Gießmund o selbst, indem man es beispielsweise nach dem Öffnen des Gießmundes o langsam weiterdreht, bis es die Aufgußform f absperrt und der Preßdruck der Pumpe b nur noch auf die Gießform einwirkt. Bevor die Gießform e abgeschwenkt wird, wird das Absperrorgan m in die in Abb. 2 gestrichelt gezeichnete Lage gebracht, damit das in der Aufgußform f befindliche Metall nicht erstarrt.
  • Durch das Beseitigen des vorher herrschenden Unterdruckes und das Herstellen eines Überdruckes wird verhütet, daß sich die Matrize unter der Wirkung dieses Unterdruckes nach innen einbiegt. Ein solches Einbiegen der Matrize würde ein Einfallen der Platte auf der Schriftseite zur Folge haben.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Gießwerk zum Herstellen von angußlosen Stereotypplatten, bei dem die Einlaufstelle in die Gießform durch eine Leitung unmittelbar mit dem Schmelzkessel verbunden ist und das unmittelbar über , der Platte stehende Metall durch ein Absperrorgan von dem Plattenmetall abgetrennt wird und bei dem eine Aufgußform, in der das Metall während des Erstarrens der Platte flüssig gehalten wird, über der Gießform angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß während des Gießvorgangs das Gießmetall unmittelbar der am Ende dieser Verbindungsleitung (c) befindlichen Einlaufstelle (o) in die Gießform (e) in ununterbrochenem Strome zugeführt wird und nach dem Füllen der Gießform (e) die Aufgußform (f) von unten nach oben durchströmt, von der es durch einen Überlauf (g) in an sich bekannter Weise in den Schmelzkessel (a) zurückfällt.
  2. 2. Gießwerk nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die mit dem Überlauf (g) versehene Aufgußform (f) an ihrer obersten Stelle von der Verbindung mit der Außenluft abschließbar ist, so daß bei oben geschlossener Aufgußform das durch den Überlauf (g) in den Kessel zurückströmende Metall die in der Aufgußform (f) befindliche Luft nach Art einer Strahlpumpe ,absaugt.
  3. 3. Gießwerk nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß zum Zweck der Erzeugung eines Überdruckes auf das in der Gießform befindliche flüssige Metall das vor der Gießform vorgesehene Absperrorgan so angeordnet und ausgebildet ist, daß die Verbindung zwischen dem Schmelzkessel (a) und der Aufgußform (f) ganz oder teilweise abgesperrt wird.
DEM95785D 1926-08-17 1926-08-17 Giesswerk zum Herstellen von angusslosen Stereotypplatten Expired DE552668C (de)

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DE (1) DE552668C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1131232B (de) * 1958-12-11 1962-06-14 Maschf Augsburg Nuernberg Ag Beheizbarer Giesshahn fuer Stereotypplatten-Giesswerke
DE1255671B (de) * 1962-08-16 1967-12-07 Winkler Maschf Vorrichtung zum Giessen halbzylindrischer Stereotypieplatten

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1131232B (de) * 1958-12-11 1962-06-14 Maschf Augsburg Nuernberg Ag Beheizbarer Giesshahn fuer Stereotypplatten-Giesswerke
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