DE552663C - Schuetzenbremse fuer Webstuehle - Google Patents

Schuetzenbremse fuer Webstuehle

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DE552663C
DE552663C DES100329D DES0100329D DE552663C DE 552663 C DE552663 C DE 552663C DE S100329 D DES100329 D DE S100329D DE S0100329 D DES0100329 D DE S0100329D DE 552663 C DE552663 C DE 552663C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D49/00Details or constructional features not specially adapted for looms of a particular type
    • D03D49/52Shuttle boxes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

  • Schützenbremse für Webstühle Eines der schwierigsten technischen Probleme am mechanischen Webstuhl ist das Auffangen und Abbremsen des Schützens im Schützenkasten. Der Schützen darf im Schützenkasten nicht zurückprallen. Er muß deshalb und zur Erzielung eines ruhigen, erschütterungsfreien Laufes des Stuhles weich und elastisch aufgefangen und gebremst werden. Zur Erzielung eines gleichmäßigen Schlages des Treibers und - bei automatischen Webstühlen - eines zuverlässigen Einschlages des Wechselautomaten soll der Schützen sicher an einem bestimmten Punkt zumHalten gebracht und festgehalten werden.
  • Seit der Erfindung des mechanischen Webstuhls beschäftigt man sich mit der Lösung dieses Problems. Anfangs versuchte man es mit verschiedenen Federkonstruktionen. Die 1Zißerfolge damit brachten die Verwendung des Fangriemens. Dieser Fangriemen wird trotz seiner vielen Nachteile, Unzuverlässigkeit, geringe Lebensdauer, hoher Treiberverschleiß, heute noch angewendet. Die zunehmende Verwendung des Automaten zwang zu Verbesserungen, die das Problem jedoch noch nicht restlos lösten.
  • Die beste dieser Konstruktionen wendet außer der üblichen Schützenkastenklappe eine Bremse an, deren Backen an einem einarmigen Hebel befestigt ist, dessen eines Ende mittels eines Drehbolzens gelenkig an der hinteren Schützenkastenwand gelagert ist und dessen anderes Ende in der Nähe der Ladenstelze auf dem Daumen eines gefederten Winkelhebels, dem Abhebedaumen, aufliegt. Dieser Winkelhebel wird von der danebenliegenden Webladenkurbelstange in hin und her gehende Bewegung versetzt und legt dadurch den Bremsbacken an die Flanke des Schützens an, wenn dieser in den Kasten eindringt, und hebt ihn ab, wenn der Schlag erfolgt.
  • Diese Konstruktion hat den Nachteil, daß das hoch beanspruchte Bolzengelenk sich bald ausschlägt und daß sie für die Anwendung beim automatischen Webstuhl schlecht geeignet ist, weil der Schützen noch nicht zuverlässig genug an einer bestimmten Stelle festgehalten wird und sich der Bremsbacken infolge seiner Zwangsläufigkeit mit der Webladenkurbelstange schon wieder löst, wenn der Einschlag erfolgt.
  • Eine andere Konstruktion, die das Problem dadurch zu lösen versucht, daß sie einen Bremsbacken am Ende eines einarmigen gefederten Hebels anbringt, der auf einer Welle sitzt, die parallel zur Schützenbahn hinten unterhalb des Ladenscheites liegt und wieder vom Kurbelarm bewegt wird, muß als abwegig bezeichnet werden. Sie ist sehr kompliziert und hat infolgedessen den Nachteil, sehr schwer zu sein, also die hin und her gehenden Massen der Lade unerwünscht zu vergrößern. Außerdem bewirkt die Bewegung des Bremsbackens auf einem Kreisbogen senkrecht zur Schützenbahn, daß sich der Backen nicht mit seiner ganzenFläche gleichmäßig gegen den Schützen legt, was ebenfalls die Wirkung dieser Vorrichtung stark beeinträchtigt.
  • Gegenstand der Erfindung ist eine Schützenbremse, bei der diese Nachteile vermieden werden. Die Bremse nach der Erfindung gehört zu der Bauart, bei welcher der Bremsbacken in den Schützenkasten hineinragt und sich in einen schlanken Hebelarm fortsetzt, der nahe an die Ladenstelze reicht und dort von der Webladenkurbelstange über einen gefederten Winkelhebel bewegt wird.
  • Gemäß der Erfindung ist der Bremsbacken mit dem Ladenende durch eine fragezeichenförmig gebogene Blattfeder und mit dem Abhebedaumen kraftschlüssig, jedoch in Längsrichtung verschiebbar, durch seinen Bremshebel verbunden.
  • Dadurch wird der körperliche Drehpunkt des Bremshebels, der bisher durch den obenerwähnten Gelenkbolzen gebildet wurde, durch einen imaginären Drehpunkt ersetzt. Dieser imaginäre Drehpunkt liegt bei Beginn der Abhebebewegung nahe am Bremsbacken, wandert dagegen im Verlauf der Abhebebewegung nach außen bis über das Ladenende hinaus. Infolgedessen wird der Bremsbacken zu Beginn der Abhebebewegung, entsprechend seinem kurzen Drehradius, nur um einen geringen Betrag gelüftet, so daß der Schützen beimEinschlag noch sicher festgehalten wird; alsdann erfolgt, entsprechend dem Anwachsen des Drehradius, wie es sich aus der Wanderung des imaginären Drehpunktes nach außen ergibt, eine rasche Abhebebewegung des Bremsbackens, so daß dieser bei dem kurz darauf erfolgenden Treiberschlag den Schützen schon ganz freigegeben hat.
  • Ebenso vorteilhaft ist die Bewegung nies Bremsbackens, die er beim Festhalten des Schützens ausführt. Der Bremsbacken wird dabei von dem eindringenden Schützen abgedrückt und bewegt sich auf einer zum Schützenkastenboden parallelen Bahn um die Auflagestelle des Bremshebels am Abhebedaumen als Festpunkt. Die Möglichkeit für diese Bewegung ist dadurch geschaffen, daß das andere Ende des Bremshebels erfindungsgemäß federnd mit der Lade verbunden ist. Auf diese Art und Weise wird der Schützen elastisch und weich aufgefangen und zuverlässig stets an der Stelle zum Halten gebracht, die dafür vorgesehen ist.
  • Die Vorrichtung zeichnet sich ferner durch ihren _ sehr einfachen Aufbau, geringes Gewicht und billige Herstellung aus. Sie arbeitet sehr sicher und ist keinem nennenswerten Verschleiß unterworfen.
  • Es ist eine Konstruktion einer Schützenbremse bekannt geworden, deren Backen keinen festen Drehpunkt hat, sondern federnd befestigt ist. Bei einer anderen bekannten Konstruktion erfolgt der Antrieb der Bremse kraftschlüssig und zwangsläufig von der Kurbelstange. Dagegen sind diese Merkmale noch nicht gleichzeitig bei ein und derselben Konstruktion verwirklicht worden. Durch eine solche vereinigte Anwendung dieser Merkmale wird aber gerade, wie oben eingehend dargelegt, die verbesserte Funktion der Bremse erreicht.
  • In den Zeichnungen ist der Gegenstand der Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt.
  • Abb. i ist eine Draufsicht auf eine Schützenbremse nach der Erfindung nebst den mit ihr zusammenwirkenden Teilen; Abb. a ist eine Vorderansicht der Abb. i Abb. 3 ist ein Schnitt in Richtung der Linie III-III der Abb. i.
  • Die Schützenbremse nach der Erfindung besteht aus dem zweckmäßig mit Gummi gepolsterten und darüber mit Leder bezogenen Bremsbacken ca, der am Ende eines Hebels b liegt und mit seiner Bremsfläche normalerweise in die Bahn des Schützgns S hineinragt. Das andere Epde des Bremshebels b ist erfindungsgemäß über ein Federgelenk, das durch eine fragezeichenförmig gebogene Blattfeder c verkörpert wird, mit dem Ladenende verbunden. Die Einspannstelle der Feder befindet sich an einem mittels Schlitz und Schraube nachstellbaren Winkel d.
  • Das andere Ende des Hebels b steht mit dem herausragenden Ende el einer Schraubenfeder e in Fühlung, die um die Nabe eines Abhebedaumens f gewickelt ist. Der Abhebedaumen hat ferner noch einen O_uerarm g, gegen den sich die Feder mit ihrem anderen Ende e2 legt. Bremshebel b und Abhebedaumen f sind somit kraftschlüssig, jedoch in Längsrichtung verschiebbar, miteinander verbunden. Die Nabe des Abhebedaumens trägt einen Lappen h, der nachstellbar durch eine Schrauben- und Schlitzverbindung über das Zwischenstück 7z mit der Webladenkurbelstange i in Verbindung steht.
  • Zur Führung des Schützens S ist ferner noch die übliche, mit einer leichten Feder belastete Schützenkastenklappe i vorgesehen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Schützenbremse für Webstühle, deren Bremsbacken über einen Abhebedaumen von der Webladenkurbelstange gesteuert wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Bremsbacken (a) mit dem Ladenende durch eine fragezeichenförmig gebogene Blattfeder (c) und mit dem Abhebedaumen (f) kraftschlüssig, jedoch in Längsrichtung verschiebbar, durch seinen Bremshebel (b) verbunden ist.
DES100329D 1931-08-11 1931-08-11 Schuetzenbremse fuer Webstuehle Expired DE552663C (de)

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DES100329D DE552663C (de) 1931-08-11 1931-08-11 Schuetzenbremse fuer Webstuehle

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DE552663C true DE552663C (de) 1932-06-16

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DE (1) DE552663C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2707498A (en) * 1950-06-19 1955-05-03 Munster Simms & Company Ltd Loom shuttle box with stop motion control
US3429345A (en) * 1967-03-27 1969-02-25 Charles L O Donnell Shuttle check for loom

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2707498A (en) * 1950-06-19 1955-05-03 Munster Simms & Company Ltd Loom shuttle box with stop motion control
US3429345A (en) * 1967-03-27 1969-02-25 Charles L O Donnell Shuttle check for loom

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