DE550889C - Verfahren zur elektrolytischen Abscheidung von metallischem Chrom - Google Patents

Verfahren zur elektrolytischen Abscheidung von metallischem Chrom

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DE550889C
DE550889C DEJ34243D DEJ0034243D DE550889C DE 550889 C DE550889 C DE 550889C DE J34243 D DEJ34243 D DE J34243D DE J0034243 D DEJ0034243 D DE J0034243D DE 550889 C DE550889 C DE 550889C
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DE
Germany
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chromium
electrolytic deposition
metallic chromium
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chrome
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Expired
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DEJ34243D
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English (en)
Inventor
Dr Richard Justh
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ELEKTRO CHROM GmbH
Original Assignee
ELEKTRO CHROM GmbH
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25DPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
    • C25D3/00Electroplating: Baths therefor
    • C25D3/02Electroplating: Baths therefor from solutions
    • C25D3/04Electroplating: Baths therefor from solutions of chromium

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Description

  • Verfahren zur elektrolytischen Abscheidung von metallischem Chrom Die Erzielung technisch brauchbarer Chromüberzüge auf dem Wege elektrolytischer Abscheidung (Verchromung) bietet bekanntlich große Schwierigkeiten, da die Chromelektrolyten zur Abscheidung metallischen Chroms sehr hohe Stromdichten benötigen, um die mangelnde Tiefenwirkung zu erhöhen. Die so erzeugten Chromniederschlage sind fast stets weitgehend mit gleichzeitig kathodisch abgeschiedenem Wasserstoff legiert; diese Wasserstoffchromlegierungen entmischen sich allmählich und geben zu den bekannten nachteiligen Erscheinungen des Abblätterns und Rissigwerdens Anlaß.
  • Man hat bereits versucht, diese Übelstände durch geeignete Zusammensetzung- der Chrombäder zu beseitigen. Es ist ferner auch vorgeschlagen worden, dem Chrombade Verbindungen anderer Metalle, z. B. des Aluminiums, beizufügen.
  • Durch alle diese bekannten Verfahren ist es aber nicht gelungen, die Chromabscheidung bei möglichst niedrigen Stromdichten zu erreichen, bei welchen die besten Chromniederschläge und gleichzeitig auch eine gute Tiefenwirkung erhalten wird. Geht die Chromabscheidung bei niedrigen Stromdichten vor sich, so sind die Tiefen bereits gedeckt, ohne daß die von dem Strome. begünstigten Stellen außerhalb derjenigen Stromdichten liegen, bei denen noch gute und brauchbare Chromniederschläge erzeugt werden.
  • Es hat sich nun gezeigt, daß es für die Stromdichte und Tiefenwirkung nicht gleich- . gültig ist, in welcher Form das weniger als sechswertige Chrom in dem Bade vorliegt, und daß besonders gute Resultate erhalten werden, wenn hierfür, wenigstens zum .Teil, die an sich bekannte blaue oder violette, in trockner Pulverform sehr wasserreiche und voluminöse Modifikation des Chromhydr-. oayds verwendet wird.
  • Diese Modifikation sowie ihre Darstellung, und Eigenschaften sind in der Literatur z. B. von A b e g g (Handbuch-der anorganischen Chemie, 1921, -Band IV, Seite i ia ff. und 468 ff.), von S i e w e r t (Zeitschrift f. ges. Naturwissenschaften, 1861, Jahrg4ng x$. Seite 24q.), von v a n :.Bemme 1 e n (»Die Absorption«, igio, Seite 77 ff.) und von B a i k o w (Journ. d. russischen Physikalisch-Chemischen Gesellschaft, 1907, Band 39, Seite 66o) beschrieben.
  • Zur Darstellung kleinerer Mengen _ eignet sich gut die Fällung von Chromalaun oder Chromchloridlösung in schwach salzsaurer, kochender Lösung mit Ammonnitrit; es wird das überschüssige Ammonnitrit durch Kochen zerstört, nach dem Abkühlen eine kleine Menge Ammoniäklösung hinzugegeben, dekantiert und abgesaugt.
  • Das feuchte Chromhydroxyd läßt sich vorsichtig bei 4o bis 6o° trocknen und stellt in trockenem Zustande ein blaues oder violettes Pulver dar, welches 4M01. oder mehr Wasser enthält, welches wahrscheinlich nicht als Hydratwasser, sondern als Absorptionswasser aufzufassen ist.
  • Es ist nicht notwzndig, daß das gesamte, in weniger als sechswertiger Form vorliegende Chrom in dieser blauen Modifikation vorhanden ist, sondern es genügt, wenn diese etwa ein Drittel desselben bildet, wobei die restliche Menge des weniger als sechswertigen Chroms in anderer Form, z. B. als Chromisalz, zugegeben oder im Bade selbst durch geeignete Reduktionsmittel erzeugt werden kann.
  • Bei Verwendung eines Bades gemäß der Erfindung wird bereits bei der sehr geringen Badspannung von 2,5 bis 4 Volt und einer Stromdichte von 1;5 bis 4 Amp. pro Quadratdezimeter ein technisch einwandfreier Chromüberzug von. außerordentlich dichtem Gefüge und ohne jede Neigung zum Abblättern bei ausgezeichneter Tiefenwirkung erhalten. Bei einer Temperatur des Bades von 35 bis 40° erhält man einen hochglänzenden Überzug, der nicht so bläulich ist wie die üblichen Chromüberzüge, sondern mehr den Ton des polierten Platins zeigt. Die verchromten Gegenstände kommen auch sofort mit Hochglanz aus dem Bade und bedürfen nur eines einfachen Nachglänzens, aber keines Nachpolierens. Beispiel In eine kochende Lösung von 300 g Chromsäure in 6oo g Wasser werden io bis 25 g des blauen Chromhydroxyds und 4 bis 6 g Chromsulfat eingetragen. Nach dem Abkühlen wird auf 1 1 aufgefüllt. Das so erhaltene Chrombad arbeitet bei 35 bis 40° mit durchschnittlich 3 Volt und 1,5 bis 4 Amp. pro Quadratdezimeter und gibt bei dieser Temperatur die oben beschriebenen hochglänzenden Überzüge.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCI3: Verfahren zur elektrolytischen Abscheidung von metallischem Chrom aus einem das Chrom in sechswertiger und in weniger als sechswertiger Form enthaltenden Bade, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Drittel des weniger als sechswertigen Chroms in Form der blauen oder violetten, an sich bekannten Modifikation des Chromhydroxyds zugefügt wird. BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI
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