DE550402C - Verfahren zum Herstellen von Arsensaeure aus Arsenik - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von Arsensaeure aus Arsenik

Info

Publication number
DE550402C
DE550402C DEE34076D DEE0034076D DE550402C DE 550402 C DE550402 C DE 550402C DE E34076 D DEE34076 D DE E34076D DE E0034076 D DEE0034076 D DE E0034076D DE 550402 C DE550402 C DE 550402C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
arsenic
acid
nitric acid
oxidation
production
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEE34076D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
DR PAUL ASKENASY
Original Assignee
DR PAUL ASKENASY
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by DR PAUL ASKENASY filed Critical DR PAUL ASKENASY
Priority to DEE34076D priority Critical patent/DE550402C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE550402C publication Critical patent/DE550402C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G28/00Compounds of arsenic
    • C01G28/005Oxides; Hydroxides; Oxyacids

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Compounds Of Heavy Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zum Herstellen von Arsensäure aus Arsenik Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Arsensäure aus Arsenik durch Oxydation mittels Salpetersäure unter Druck.
  • Bei der üblichen,Methode derHerstellung von Arsensäure aus Arsenik mittels Salpetersäure, wobei Arsenik mit Salpetersäure erwärmt wird, geht" die Reaktion verhältnismäßig langsam vor sich, und die Regenerierung der dabei auftretenden Stickstoffoxyde erfolgt in einem besonderen Verfahren außerhalb des Reaktionsraums, z.- B. in Türmen, wobei erhebliche Verluste an Salpetersäure unvermeidlich sind.
  • Es ist ferner bekannt, Oxydationen mittels Salpetersäure in der Weise vorzunehmen, daß die Reaktion unter einem Druck höher als i Atm. ausgeführt und durch Hineinpressen von Sauerstoff in Gang gehalten ,wird. Als Beispiel wird die Oxydation von Natriumnitrit zu Nitrat angegeben. Hierbei werden nur relativ kleine Mengen Stickoxyde entwickelt, welche dann sofort im selben Apparat zu Salpetersäure regeneriertwerden, welche wieder am Prozeß teilnimmt. Versucht man, dieses bekannte Verfahren bei der Oxydation anderer Stoffe, insbesondere in Salpetersäure unlöslicher, d. h. susplendierter Stoffe (z. B. Zinn, antimoniger Säure usw.), anzuwenden, dann ergeben sich ebenso wie beim Arbeiten unter Atmosphärendruck auch bei erheblichen Sauerstoffüberdrucken und erhöhten Temperaturen beträcht: liche Salpetersäureverluste durch Bildung von nicht regenerierbaren Gasen.
  • Überraschenderweise wurde nun g--fLm:den, daß bei der Oxydation von Arsenik zu Arsensäure mittels Salpetersäure die beim Arbeiten unter gewöhnlichem Druck reichlich auftretenden Salpetersäureverluste zufolge Bildung von nicht regenerlerbaren Gasen dann aufhören, wenn man unter erheblichen Sauerstoffüberdruck, vorzugsweise bei etwa 2 o Atm., und b;ei erhöhter Temperatur arbeitet. Die hierbei erforderlichen Überdrucke betragen ein Vielfaches desjenigen: Überdruckes, welcher bei der bekannten Oxydation von Natriumnitrit zu Nitrat bereits hinreichend ist, wobei noch beachtet werden muß, daß die Bildung nicht regenerlerbarer Gase bei dieser bekannten Reaktion auch unter gewöhnlichem Druck keinesfalls zu befürchten ist und daß :ein Arbeiten bei höheren Temperaturen nicht in Frage kommt.
  • Durch das neue Verfahren wird die Reaktion zwischen Arsenik und Salpetersäure unenvartet stark beschleunigt. Es wird also der Erfolg erzielt, daß eine sehr rasche Umsetzung zwischen Arsenik und Salpetersäure zustande kommt und daß jeder Verlust an Salpetersäure vermieden wird. Die Folge hiervon ist die Möglichkeit seiner starken Verkleinerung der Apparatur für seine gegebene Leistung.
  • Bieispiiel i 5o Gewichtsteile Arsenik werden mit i 5o Gewichtsteilen 6o%iger Salpetersäure ge- mengt, in den Ferrosilicumnein:satz eines aus V,Ä-Metall oder -Stahl hergestellten oder direkt in einen V,#A-Autcklaven gegeben, d°r Einsatz lose bedeckt, der Autoklav verschlossen und 1äperstoff oder gechen enthaltende Gase so eingedrückt, da(, sie durch die Spalte des lose aufliegenden Eärisatzdeckels eintreten. Dabei werden ietwa austretende Oxyde - des Stickstoffies immer wieder zurückgedrängt. Die Suspension des Arseniks in, der Säure wird gerührf bei 7o bis 9o° C. DerSauerstoffdruck wird auf 2o Atm. gehalten.
  • Bei mäßigem Rühren nimmt die Reaktion eine Reihe von Stunde, z. B. einen halben Tag, in Anspruch. Während dieser Zeit kann. man aber neue Mengen Arsenik zugeben. Wenn man aber die Intensität des Rührens -sehr steigert und außerdem rasch. genug] Sauerstoff nachliefert, so erfährt die Reaktion leine außerordentliche Beschleunigung,. derart, daß die Operation in nicht mehr als einer halben Stunde zu Ende geführt werden kann.
  • Man kann viel weniger als die im obigen Beispiel gegebene Menge Salpetersäure nehmen.
  • Die .angegebene, überraschend große Reaktionsgeschrendigkeit der Oxydation von arseniger Säure mit Sauerstoff bei Gegenwart von. Salpetersäure unter Druck ermöglicht, wie gesagt, die Anwendung kleiner Riäaktiongräume bei 'großem Durchsatz.. Wenn man z. B. einen Autoklaven von a cbm Anhalt anwendet und heftig rührt, so kann, man die Zeit des Einfüllens in den Autoklaven; der Oxydation und des Entleenens auf z Stunden beschränken und mindestens eine Tonne Arsensäure in dieser Zeit erzeugen.
  • Angesichts der überraschenden Reaktionsgeschwindigkeit erscheint die Annahme nicht ungerechtfertigt, daß ;es sich bei der Oxydation von Arsenik bzw, seinem Hydrat in salpietersaurer Suspension unter Sauerstoffdruck umleinen sich selbst katalytisch beschleunigenden Vorgang handelt, wobei entweder ein bisher unbekanntes, leicht zersetzliches höheres Oxydationsprodukt. des Arsens auftritt, das schließlich unter Bildung von Arsensäure zerfällt, oder eine Verbindungvon .Stickstoffoxyden mit Arsenoxyd, die in, Salpetersäure und Arsensäure zerfällt. Die Verwendung von Fremdkatalysatoren, z. B. Vanadin, ist natürlich auch in diesem Falle nicht ausgeschlossen.
  • Da man auf die beschriebene Weise die Arsensäure in Gemisch mit Salpetersäure @erhält, so bedarf @es einer nachträglichen Trennung. Diese läßt sich so durchführen, daß man die Salpetersäure im Vakuum von der Arsensäure abdestiliert. Die-Arsensäurekann man etwa durch Umsetzung mit Kalk in arsensauren Kalk überführen oder durch Kochen mit Bleioxyd, B1eihydroxyd und Bleicarbonat zu Bleiargenat verarbeiten usw. Man: kann auch nach dem Abdestillieren der Salpetersäure die in wäßriger- Lösung zurückbleibende Arsensäure durch Abtreiben des Wassers unter gutem Rühren im Vakuum oder auch bei gewöhnlichem Druck in Arsexlp:entoxyd verwandeln.
  • An Stelle von Arsenik kann man auch Sulfide des Arsens, z. B. seine schwefelhaltigen Erze, verwenden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Herstellen von aus Arsenik durch Oxydation mittels Salpetersäure unter Sauerstoffdruck, -dadurch gekennzeichnet, daß mit :etwa. 2o Atm. -Überdruck und bei erhöhterTemperatur gearbeitet -wird.
DEE34076D 1924-07-29 1924-07-29 Verfahren zum Herstellen von Arsensaeure aus Arsenik Expired DE550402C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEE34076D DE550402C (de) 1924-07-29 1924-07-29 Verfahren zum Herstellen von Arsensaeure aus Arsenik

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEE34076D DE550402C (de) 1924-07-29 1924-07-29 Verfahren zum Herstellen von Arsensaeure aus Arsenik

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE550402C true DE550402C (de) 1932-05-12

Family

ID=7076572

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEE34076D Expired DE550402C (de) 1924-07-29 1924-07-29 Verfahren zum Herstellen von Arsensaeure aus Arsenik

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE550402C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1163790B (de) Verfahren zur Herstellung von Propionsaeure
DE3008988A1 (de) Verfahren zur herstellung eines hydrierungskatalysators aus kupfer, eisen und aluminium
DE4112339A1 (de) Verfahren zum herstellen von kupferarsenat
DE550402C (de) Verfahren zum Herstellen von Arsensaeure aus Arsenik
DE2625631C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Alkaligoldsulfit
DE3211658C2 (de)
DE350591C (de) Verfahren zur Entfernung von Schwefelwasserstoff aus Gasen
DE1758439B1 (de) Gleichzeitiges Auslaugen von Zink und Mangan enthaltenden Erzen
DE2810050A1 (de) Verfahren zur gewinnung von kalium aus abfaellen von manganat-gewinnungsanlagen
DE2035496C3 (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Cumolhydroperoxid
DE526195C (de) Verfahren zur photochemischen Oxydation organischer und anorganischer Verbindungen
DE442135C (de) Verfahren zur Herstellung von schwefelfreiem Bariumcarbonat
DE866646C (de) Verfahren zur Herstellung von Calciumpolysulfidloesungen
AT145180B (de) Verfahren zur Verbesserung, insbesondere Reinigung von Wasserstoffsuperoxydlösungen.
DE936390C (de) Verfahren zum Reinigen von AEtzalkaliloesungen
DE820000C (de) Verfahren zur Herstellung schwefelhaltiger Reaktionsprodukte aus Formaldehyd und Schwefelwasserstoff
DE524353C (de) Verfahren zur Erzeugung von Metallsulfaten aus Metallsulfiden
DE2425202A1 (de) Verfahren zur verminderung des eisengehalts von fabrikabwaessern
DE616187C (de) Verfahren zur Herstellung von nichtfaerbenden Thioderivaten aus Phenolen
DE500518C (de) Verfahren zur Darstellung von Zitronensaeure oder Weinsaeure
DE2712577A1 (de) Verfahren zum behandeln einer sulfurierreaktionsproduktmischung von anthrachinon
EP0145870B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Alkalimetallselenat
DE643814C (de) Verfahren zur Oxydation von Kobaltverbindungen bzw. zum Trennen von Kobalt aus kobalt- und nickelhaltigen Loesungen
DE565944C (de) Verfahren zur Herstellung von Aceton
DE2841048C3 (de) Verfahren zur Herstellung von elektrochemisch aktivem Blei(IV)-Oxid