DE54979C - Nach dem Tandemsystem angeordnete Maschine zum gleichzeitigen Betriebe durch Gas und Druckluft - Google Patents
Nach dem Tandemsystem angeordnete Maschine zum gleichzeitigen Betriebe durch Gas und DruckluftInfo
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- DE54979C DE54979C DENDAT54979D DE54979DA DE54979C DE 54979 C DE54979 C DE 54979C DE NDAT54979 D DENDAT54979 D DE NDAT54979D DE 54979D A DE54979D A DE 54979DA DE 54979 C DE54979 C DE 54979C
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Druckluft.
Gegenstand der dargestellten Erfindung ist ein Motor, der einestheils durch die Druckluft
einer Druckluftanlage, anderntheils durch Gas analog einer Gasmaschine betrieben wird, und
wobei die beiden Arbeitscylinder nach dem Ta η d e m - System hinter einander angeordnet
sind und auf eine einzige Kurbel wirken.
Eine parallel der Achse beider Cylinder befindliche und von der Schwungradwelle W der
Maschine mit gleicher -Geschwindigkeit angetriebene Steuerwelle Wx betreibt sowohl die
Steuerung des Luftcylinders als des Gascylinders. ' .
Fig. ι stellt eine Seitenansicht und einen
Längsschnitt, Fig. .2 eine Oberansicht und einen Horizontalschnitt, Fig. 3 eine Hinteransicht und
Fig. 4 einen Querschnitt: durch den Gascylinder'
dar.
Es ist A der Cylinder der Gasmaschine, welcher einfach wirkt, G der Cylinder der Luftmaschine, welch letzterer doppeltwirkend in
irgend einer Weise wie der Cylinder einer Dampfmaschine gesteuert wird, z. B. durch die
Construction D. R. P, No. 40350.
Für den Gascylinder ist beispielsweise das System Benz gewählt, weil dasselbe im Zweitakt
arbeitet und aufserdem die hierzu erforderliche Druckluft unmittelbar zur Verfügung gestellt
werden kann. Die Arbeit im Zweitäkt verleiht der Maschine eine gröfsere Gleichförmigkeit im
Gange, als wenn der Gasmotor im Viertakt arbeitete, da die Explosionsarbeit des Gases,
wie aus der folgenden Beschreibung hervorgeht, einen Theil der Gesammtarbeit der hinteren
Kolbenseite ausmacht. Der Kolben K des Gascylinders tritt mit vollem Querschnitt
in den Raum des Druckcylinders.
Die Druckluft tritt aus der Rohrleitung am hintersten Ende bei α in den Mantel r des
Gascylinders, nimmt unter gleichzeitiger Kühlung des Cylinders die Wärme des letzteren
auf und gelangt, durch die Steuerung'vertheilt, vorgewärmt in den Cylinder G der Luftmaschine,
in demselben durch Expansion wirkend.
Für den Luftcylinder geht die Bewegung durch die konischen Räder T1 r2 r3 ri auf die
kleine Hülfswelle n> über, welche in einem Gehäuse,
das den Ständer eines Regulators R trägt, horizontal und senkrecht zur Maschinenachse
gelagert ist. Auf dieser Welle befindet sich ein Excentermechanismus E mit prismatischer
Führung c, auf welcher eine Hülse verschoben werden kann, von der die Ventilbewegung
abgeleitet ist. Letztere und die Verstellung der Coulisse durch den Regulator erfolgt
durch das aus Fig.· 1 ersichtliche Hebelwerk.
Die Ventile v} V2 werden durch dasselbe
gehoben und gesenkt, und zwar gelangen sie, abhängig von dem Stande des Regulators,
früher oder später zum Schlufs, w.ährend ihre Voreröffnung constant ist. Der Auslafs wird
durch Corlifs-Hähne von der Hülfswelle w aus gesteuert.
Die Steuerung des Gascylinders. Bei der gezeichneten Stellung des Kolbens, der sich
nach links bewegt, erfolgt durch elektrische Zündung bei % eine Explosion des im Cylinder
enthaltenen Gasgemisches. In Verbindung mit dem Druck der Druckluft auf die ringförmige
Fläche des Kolbens im Luftcylinder (linke Seife) erfolgt eine Arbeitsübertragung auf die Kurbel
der Maschine. Gegen Ende des Kolbenhubes öffnen sich die Ventile C1C2. Durch ersteres
tritt Druckluft von geringerer Spannung, zu deren Ansammlung der Behälter B im Fufs
des Gascylinders dient (die Luft wird der Ummantelung r entnommen und strömt auf ihrem
Wege nach B durch das Reductionsventil w), in den Cylinder und treibt die hier angesammelten
Verbrennungsproducte durch das Ventil C2, Kanal k, Verbindungsrohr f in den
Behälter C. Bei etwa halbem Kolbenhub schliefst sich das Ventil C1, dann das Ventil C2,'
es'tritt eine Verdichtung der Luft ein, worauf schliefslich, aber noch vor Beendigung des
Kolbenhubes, durch das Ventil e0 etwas Gas (so viel, als. zur Bildung eines explosiblen Gemenges
erforderlich ist) in den Cylinder hineingelassen wird. Im Todtpunkte erfolgt die Zündung
mittelst eines elektrischen Funkens, der durch einen R u h m k ο rf f- Apparat und Dynamomaschine
im gegebenen Moment erzeugt wird.
Aus der Zeichnung ist unmittelbar ersichtlich, wie die Steixerung der Ventile am Gascylinder
erfolgt. Auf der Steuerwelle η>λ sitzt
ein Excenter βΎ mit kugelig abgedrehter Fläche
zwischen Scheibe und Excenterring, so dafs dasselbe mittelst eines Kugelzapfens die Welle b,
Fig. 3, in oscillirende Drehung versetzen kann. Ein auf derselben befindlicher Daumen (s. Fig. i)
öffnet und schliefst mittelst des Hebels d die Ventile C1 und C2. Die Eröffnung des Gasventils
erfolgt durch ein besonderes Excenter e2. Eine am Ende der Welle W^ von der Kurbel g
betriebene Gaspumpe preist continuirlich Gas in einen Behälter C (s. Fig. 2 und 4), aus dem
dann dasselbe in den Arbeitscylihder A strömt. Der Druck wird so regulirt, dafs derselbe im
Behälter C etwas gröfser ist, als der zuletzt
durch Verdichtung der eingeschlossenen Luft im Arbeitscylinder entstandene. Um auch bei
variabler Arbeitsleistung der Maschine stets ..diejenige Luft- und Gasmenge · zur Speisung
des Cylinders zu erhalten, welche der erforderlichen Explosionsarbeit entspricht, sind sowohl
in der Luft- als Gasleitung nach den Ventilen C1 und e0 Drosselventile bezw. -Hähne eingesetzt,
welche durch Gestänge mit dem Regulator verbunden sind und von diesem entsprechend verstellt
werden.
Wie aus Fig. 4 ersichtlich, kann bei ρ in den Raum D, der von Druckluft erfüllt ist,
Wasser eingespritzt werden, um die in den Auspuffgasen enthaltene Wärme zu binden.
Der durch die Hitze der Auspuffgase erzeugte Wasserdampf mischt sich mit der Arbeitsluft ,
und kommt der Wirkung der Luft bei ihrer Expansion im Luftcylinder zu Gute. Erstere
treten durch das Rohr m in die Ummantelung des Luftcylinders und geben hier noch den
Rest ihrer Wärme an die Cylinderwände, welche von innen durch die expandirende Luft stets
abgekühlt werden, ab. Auf diese Weise ist ein fast vollkommener Wärmeaustausch erreicht.
Nebenbei wird aber noch, was sehr wichtig ist, die im Gase steckende Explosionsarbeit im
Procefs gewonnen.
Fig. 5 ist ein Längenschnitt durch die beiden Cylinder, A für den Gasmotor, G für den
Luftdruckmotor; Fig. 6 .ist ein gleicher Schnitt durch die Cylinder und durch den beiden Cylindern
gemeinschaftlichen Differentialkolben, A1 für die Gasexplosion, G1 für den Luftdruck.
In Fig. 5 ist der Luftdruckcylinder G mit den Einlafsventilen g g und den Auslafsdrehschiebern
g·^1 ausgestattet; der Hebelmechanismus
zur Steuerung dieser Ventile und Schieber ist in Fig. 1 ersichtlich; es . können
aber auch lediglich Ventile g g g2 g2 für Einlafs
und Auslafs zur Anwendung kommen, wie dies in Fig. 6 angedeutet ist. Die Steuerung
des Gaseinlafsventils für die Gasmaschine ist aus Fig. ι und 2 ersichtlich.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine nach dem Ta η dem-System angeordnete Kraftmaschine, in welcher ein Gascylinder und ein aus einer Druckluftcentralanlage gespeister Druckluftcylinder mit zusammenhängenden Räumen, mit gemeinschaftlichem Kolbenkörper und unter Uebertragung des Kolbendruckes auf eine einzige. Kurbel angeordnet sind, wobei eine parallel zur Maschinenachse gelagerte Welle die Ein- und Auslafsorgane beider Cylinder steuert und ein einziger Regulator sowohl die Arbeitsleistung der Druckluft als des Gases beherrscht.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE54979C true DE54979C (de) |
Family
ID=329538
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT54979D Expired - Lifetime DE54979C (de) | Nach dem Tandemsystem angeordnete Maschine zum gleichzeitigen Betriebe durch Gas und Druckluft |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE54979C (de) |
-
0
- DE DENDAT54979D patent/DE54979C/de not_active Expired - Lifetime
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