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Aus mehreren Platten bestehende Stützvorrichtung, beispielsweise für
Karteizwecke Die Erfindung betrifft eine aus mehreren Platten bestehende Stützvorrichtung,
die beispielsweise und in erster Linie für Karteizwecke Anwendung finden kann; sie
läßt sich ebenso rasch und standsicher aufstellen, wie sie sich leicht in eine Ebene
und somit auf geringsten Raum zusammenlegen läßt. Dies wird gemäß der Erfindung
dadurch erreicht, daß vier Platten, die im folgenden als Stirnplatte, Verbindungsplatte,
Stützplatte und Riegelplatte bezeichnet seien, zu einem geschlossenen Verband gelenkig
miteinander verbunden sind, derart, daß die senkrechten Entfernungen zwischen den
Gelenken von Stirnplatte und Verbindungsplatte gleich den senkrechten Entfernungen
zwischen den Gelenken von Stützplatte und Riegelplatte sind.
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Der Erfindungsgedanke sei zunächst an Hand der in Schemaform gegebenen
Querschnitte nach Fig. i und 2 der Zeichnung erklärt.
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Die Stirnplatte a, die Verbindungsplatte b, die Stützplatte c und
die Riegelplatte d sind gelenkig miteinander verbunden; alle Gelenke verlaufen parallel
zueinander. Die Gelenke a" b1 und cl liegen zweckmäßig ,an den Rändern der Platten,
Gelenk dl dagegen zweckmäßig einerseits an .einem Rand der Riegelplatte d, andererseits
in :einigem Abstand von dem Fußrand a2 der Stirnplatte a. Die Entfernungen
dl - a1 zuzüglich a1 - bi sind gleich b1 - cl zuzüglich cl - dl. So
läßt sich das Ganze flach zusammenlegen (Fig. i), es bildet in dieser gestreckten
Lage eine rechteckige Platte mit zwei parallel verlaufenden Gelenken. Wird aber
die Verbindungsplatte b, deren Höhe zweckmäßig erheblich geringer ist als jene der
drei ,anderen Platten, mittels des Gelenkes a1 um i8o° geschwenkt, bis sie sich
gegen die Rückseite der Stirnplatte a legt, dann schwenken die Platten c und d zwangsläufig
aus, und es bildet sich die Stützvorrichtung, wie in Fig. 2 dargestellt. Die Stützplatte
legt sich dabei mit ihrem oberen Rande b, an die Rückseite der Stirnplatte a, und
diese stellt sich unter Mitwirkung der Riegelplatte d selbsttätig auf. Da die Platten
b und c in b1 einen stumpfen Winkel bilden, so bleibt unter dem Gewicht der Stützplatte,
mehr noch unter jenem gestützter Gegenstände, die Stützlage ohne weiteres bestehen.
Man kann sie aber noch besonders sichern, indem man etwa von Punktei nach Punkt
e2 durch den in Stirnplatte a anzubringenden Schlitz fein Gummiband o. dg1.
e zieht, das bei gestreckter Lage der Vorrichtung nach Fig. i nicht oder wenig gespannt
ist, sich beim Ausschwenken nach Fig. 2 aber stärker spannt und die Riegelplatte
d und damit die Stützplatte c gegen die Rückseite der Stirnplatte a bzw.
die Verbindungsplatte b drückt. An Stelle des Gummibandes kann auch in dl
eine Feder angebracht sein, welche die Riegelplatted nach oben zu schwenken sucht.
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Diese Stützvorrichtungen, die in gestreckter Lage durchaus flach sind,
die sich sehr leicht aufstellen lassen und infolge des aus den Platten a, c und
d gebildeten Dreiecksverbandes
bei aller Einfachheit feste Gefüge
bilden, lassen sich für vielerlei Zwecke nutzbar machen. Einige Anwendungsfälle
seien im folgenden geschildert: .
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In Fig.3 der Zeichnung ist eine Klemmmappe dargestellt, welche mittels
einer Sperrvorrichtung geöffnet ist. Der Inhalt der Mappe, z. B. abgelegte Karten
oder Blättereiner Kartei, wird vor dem Ausein:anderfalllen während der Offenhaltung
der Mappe durch die beiden an der Innenseite der Mappendeckel befestigten Stützvorrichtungen
g der oben geschildertenArt in Ordnung gehalten. Die Riegelplatte d jeder Stütze
kann in diesem Falle durch einen entsprechenden Teild@ des Deckelsh ersetztwerden.
Stirnplatte a wird mit ihrem Fußrand a2 und Stützplatte c mit ihrem Fußrand c1 dem
Deckelh so angelenkt, daß der gegenseitige Abstand dieser beiden Gelenke zuzüglich
Höhe c gleich Höhe a zuzüglich Höhe b ist.
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Fig. ¢ und 5 zeigen eine Mappe, die dadurch entstanden ist, daß die
Fußränder a2 der Stirnplatten a zweier Stützvorrichtungen miteinander verbunden
sind. Im geschlossenen Zustand nach Fig. q. legen sich Stützplatten c und Riegelplatten
d außen flach an die aus den beiden Stirnplatten a und den Verbindungsplatten b
gebildeten Deckel der Mappe. Wird diese geöffnet und aufgestellt, dann ergibt sich
die Stellung nach Fig.5. Diese Stehmappe eignet sich insofern besonders für Karteien,
als die Höhe der Deckel beim öffnen und Aufstellen der Mappe durch das Herumschwenken
der Verbindungsplatten b verringert wird. Ist die Mappe geschlossen, dann ist sie
größer als die Karteikarten und schützt diese ordnungsmäßig, ist sie dagegen offen,
dann überragen die Köpfe der Karten die oberen Ränder der aufgestellten Mappe, was
.die Bedienung der Kartei sehr erleichtert.
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Fig.6 und 7 zeigen eine Stehmappe in Kastenform, deren Ausführung
sinngemäß der Mappe nach Fig. q. und 5 entspricht. Zu der Verkürzung der Mappendeckel
durch die Seitenwandteile ;a3, b3 tritt bei dieser Kastenmappe noch die Annehmlichkeit,
daß die Teile b2, b;, der Kastensseitenwände, welche die beiden Verbindungsplatten
b teilweise umschließen, mit heruntergeschwenkt werden, so daß die ebenen Ränder
der aufgestellten Mappe ganz frei sind, was ebenfalls für die Bedienung sehr wichtig
ist.
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Fig. 8 zeigt ein Noten- bzw. Lesepult, eine Stützvorrichtung mit ,am
Fußrande ;a, fest oder schwenkbar befestigter Leiste i.
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Fig.9 stellt ein Lesepult dar, das gleichzeitig eine kastenförmige
Aufbewahrungsmappe mit Handgriffen für das Tragen des Buches bildet. Die Einrichtung
kann auch als Notenmappe und gleichzeitiges Notenpult dienen.
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Die Erfindung beschränkt sich nicht auf die im vorstehenden ausführlicher
beschriebenen Ausführungsformen und Anwendungsarten; vielmehr sind im vorstehenden
nur einige Anwendungsmöglichkeiten als Beispiele veranschaulicht und beschrieben.