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Behälter für Karteikarten, Schriftstücke od. dgl. Die Erfindung betrifft
Behälter für iKarteikarten, Schriftstücke od. dgl.
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Karteikarten wurden bisher in starren Kästen untergebracht. Dieselben
ermöglichen ein leichtes Durchblättern der Karten ohne Störung ihrer Ordnung und
bieten hohe Gewähr gegen Abhandenkommen einzelner Karten. Solche Kästen nehmen aber
außerordentlich viel Raum ein. Außerdem sind die Kästen meist teuer, schwer und
daher schlecht zu bewegen.
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Als Behälter von Schriftstücken od. dgl. sind Mappen, z.
13. Schreibmappen, bekannt. Diese sind raumsparend, leicht und können billig
hergestellt werden, sie sind jedoch, wenn man den Inhalt nicht herausnehmen will,
wenig übersichtlich, bieten keine Ge-Nvä hr gegen den Verlust von Einzelstücken
des Inhalts und führen, wenn man den Inhalt herausnimmt, leicht zur Aufhebung der
gewünschten Ordnung. Als Behälter von Karteikarten sind sie nicht geeignet.
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Der Erfindungsgegenstand vereinigt die Vorteile der bekannten Behälter,
ohne deren Nachteile aufzuweisen.
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Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß ein Behälter für'Karteikarten,
Schriftstücke od. dgl. im geschlossenen Zustand die Form einer Mappe aufweist und
geöffnet einen zum Durchblättern des Inhalts ohne Störung von dessen Ordnung geeigneten,
breiten, seitlich durch angelenkte Verbindungsstreben sowie eine Raumvorderwand
und eine Raumrückwand begrenzten Raum bildet.
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Ein derartiger Behälter erlaubt eine leichte Benutzung des Inhalts
in bleibender vorgesehener Ordnung,
und er verhindert finit Sicherheit
den Verlust rinzelner Stücke des Inhalts. Er ist außerdem geschlossen äußerst raumsparend,
leicht, daher auch leicht beweglich, und er kann billig ausgeführt werden.
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Die Erfindung kann in verschiedener und beliehiger `'eise ausgeführt
werden.
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So kann hei einer Ausgestaltung der Erfindung der Hoden des hei geöffnetem
Behälter ein leichtes Durchblättern des Inhalts gestattenden Raums ganz oder teilweise
durch einen Teil der Nfappenvorderwand gebildet sein.
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Hei einer anderen Ausgestaltung der Erfindung lcaiiii dieser Boden
lediglich durch die die 'tappenvorder- und Rückwand verbindende Nfappenschmalwand
-e1» ldet sein.
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111 jedem dieser Fälle kann in weiterer Ausgestaltung der I?rfindung
die Mappenrückwand aus zwei etwa in der 'Mitte der -tappenrückwandhöhe aneinander
angelenkten Teilen bestechen. Das ermöglicht es, bei geöffnetem Behälter den oberen
Teil der Mappenrückwand nach unten zu klappen und als Stütze beim Aiufstelleni des
Behälters auf einen Tisch od. dgl. zu verwenden.
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Ferner kann die Mappenvorderwand aus zwei etwa in der Mitte der Vorderwandhöhe
aneinander angelenkten Teilen bestehen. Die Vorderwand des geöffneten Behälters
läßt sich dann auch niedrig haltcti, was der Bequemlichkeit der Handhabung günstig
ist, und bei Bildung des Bodens des zum Aufl)l;itterii des Behälterinhalts geeigneten
Ratinis durch die Mappenschmalseite kann heim Aufstehenlassen des einen angelenkten
Teils der Vorderwand auf einem "fisch od. dgl. dieser Teil entweder für sich ()der
in Verbindung mit einer entsprechenden Ausgestaltung der Rückwand eine Stütze des
aufgestellteii I>eli:ilters bilden.
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Die seitlichen Streben können In beliebiger Weise ausgeführt sein.
Eine besonders einfache und billige. Ausbildung ergibt sich, wenn sie in ebenfalls
weiterer Ausgestaltung der Erfindung aus Draht gebogen und ihre Abbiegungen in Osen
an MappenvOrder- und Rückwand eingesteckt sind. Die Seitenstreben sind dann, wenn
man den Inhalt des Behälters ci»n1al ganz freilegen will. auch leicht abnehmbar.
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In der "Zeichnung sind mehrere Ausfiihrungslceisl@icle von erfindungsgemäß
ausgebildeten Behältern dargestellt, und zwar zeigt 1,- ig. i ausgezogen ein Ausführungsbeispiel,
punktiert ein anderes Ausführungsbeispiel in Teildarstellung angedeutet, im Aufriß,
I#'ig. 2 einen Grundriß zu Fig. i, Fig.3 in größerem Maßstab> als hig. 1 und 2 in
Teildarstellung einen Schnitt nach Linie A-B der Fig. c, in 1Zichtung des Pfeils
a oder b der Fig. i gcschen, Fig. t den lkhä lter in Mappenform zusammengelegt,
Fig. 5 in vergrößerter Darstellung als Fiel g. i bis 4 einen Schnitt nach einer
der Linien C-1) der Fig. 2 für eine hochwertige Ausstattung des Behälters, sinngeni:il.t
auch geltend für Fig. 6 und 7, Fig. 0 in der Darstelhingsweise und Sichtrichtung
der Fig. i ausgezogen ein drittes Ausführungsbeispiel der Erfindung, punktiert zwei
weitere Ausführungsbeispiele in Teildarstellung und Fig. 7 einen Grundriß zu Fig.
6.
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Karteikarten od. dgl. sind in den Fig. 2, .4 und 6, 7 nicht mit eingezeichnet.
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Es bezeichnet i einen durch den erfindungsgemäß ausgebildeten Behälter
aufzunehmenden Stapel von Karteikarten, Schriftstücken od. dgl. Der Behälter weist
geöffnet einen Raum 2 auf, welcher seitlich durch die bei 3 angelenkten Streben
.4 gesichert ist. Dieser Raum 2 gestattet, wie aus Fig. i und 6 ersichtlich, ein
bequemes Durchblättern des Behälterinhalts i ohne Störung von dessen Ordnung, und.die
seitlichen Streben 4 sichern nicht nur die Lage der den Raum 2 begrenzenden Behälterteile,
sondern sie verhüten auch ein Heraustreten des Mehälterinhalts i nach der Seite.
Geschlossen bildet der Behälter, wie Fig:.4 zeigt, eine flache 'tappe, bei welcher
wieder die Streben4 ein seitliches Herausfallen des Inhalts i verhindern.
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Bei den Ausführungsbeispielen nach Fig. i bis 4 ist der Boden 5 des
Raums 2 durch die Mappenschinalwand 6 und einen gelenkig damit verbundenen Teil
7 der Mappenvorderwand gebildet, während der andere Teil 8 der Mappenvorderwand,
mit demTeil 7 hei 9 gelenkig verbunden, die Vorderwand des Raums 2 bildet. Der Rahmboden
5 kann aber auch lediglich durch den Vorderwandteil 7 gebildet sein, indem die mit
ihm hei io gelenkig verbundene htappenschinalwand 6 zur Raumrückwand i i genommen
wird.
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Bei den in Fig. i und 6 ausgezogen gezeichneten Ausführungsbeispielen
besteht die bei 12 an die -fappenschmalwand 6 angelenkte -Mappenrückwand aus zwei
etwa in der -fitte der Höhe der Mappenrückwand bei 14 aneinandergelenkten Teilen
i i und 13. Wie Fig. i und 6 zeigen, kann der Teil 13 nach unten geklappt und als
Stütze für den auf einem Tisch 15 od. dgl. aufgestellten Behälter verwendet -werden.
Eine Ausführung gemäß der Erfindung ergibt sich aber auch, wenn. wie in Fig. i und
6 hei 16 punktiert ein Stück weit eingezeichnet, die Rückwand nicht abknickbar ausgeführt
ist. Auch eine solche :lttsführung ist zuni Aufstellen auf einer Unterlage 15 geeignet,
sie wird aber besonders auch dann der ausgezogen dargestellten an Zweckmäßigkeit
nicht nachstehen, wenn der Behälter nach Größe und Verwendungszweck überhaupt nicht
auf eine LTtiterlage aufgestellt zu werden braucht, sondern in der 1Zegel freihändig
benutzt wird.
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Die Streben 4 sind bei den in Fig. i bis 4 dargestellten Ausführungsbeispielen,
wie auch sinngemäß, b>ei jenen nach den Fig. 6 und 7 anwendbar, in an den Behälterteilen
8 und i i angeordneten, z. B. angenieteten .Augenwinkeln 17 fest angeordnet, z.
B. eingenietet.
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Zur Ergänzung zur -Mappenform dient noch eine an dem Mappenrückwandteil
13 hei 18 angelerikte zweite Mappenschmalwand iy und ein an dieser bei 2o angelenkter
Überschlag.deckel21.
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Um den Behälter aus dem Zustand nach Fig. i und 2 zur Mappenform nach
Fig. 4 zusammenzulegen,
wird derT\@il 7 in Richtung des Pfeils c
hochgeschwenkt, @vco)ei die Streben 4 den Teil 8 in Richtung des Pfeils (f verschivenken,
ferner der Teil 13 in Richtung des Pfeil; e hochgeschwenkt und dann die Nlappenschnialw-and
i9 und der Deckel 21 in Richtung des Pfeils f übergelegt. Bei den Ausführungsbeispielen
nach Fig.6 und 7 wird der Boden des Raums 2 lediglich durch die Nfappenschmalwand
6 gebildet und seine vordere Begrenzung durch etwa die untere Hälfte 7 der Mappenvorderwand,
deren oberer "feil 8 wieder bei 9 an den Teil 7 angelenkt und bei geöffnetem Behälter
nach unten geklappt ist und (lern geöffneten Behälter noch als Stütze dienen kann.
Diese Vorderwand kann aber, wie ein Stück weit 1)e1 22 punktiert angedeutet, auch
steif durchlaufen, insbesondere, wenn der Behälter nach (,r('il.ie und Bestimmung
in der Regel freihändig 1)entitzt werden soll. Vom Bodenteil 6 aus nach links ist
die Bauart der Ausführungsbeispiele nach den Fig. (i und 7 die gleiche wie bei Fig.
i bis 4. Auch liier kann, wie bei 16 punktiert ein Stück weit noch angedeutet, die
:Mappenrückwand i i, 13 auch steif durchlaufen. I)ie Seitenstreben 4 bestehen bei
den Ausführungsbeispielen nach den Fig.6 und 7 aus 1)ralit. dessen abgebogene Enden
23 in an den Behälterteilelt7 und i i befestigte, z. B. angenietete Osen24 einfach
eingesteckt sind. Wie der Pfeil g in Fig. 7 versinnbildlicht, :find sie dann, wenn
gewünscht, leicht liisbar, l?ntgegetigesetzt zu den A11> egungen 23 kann, der Draht,
1)ei 2,5, voll durchlaufen.
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f ):is Zusammenfalten der Behälter nach den Fig. 6 Und 7 erfolgt im
wesentlichen wie bei denen nach den Fig. i bis 4. 1?s hat lediglich der Pfeil d
in Fig. 6 entgegengesetzten Richtungssinn gegenüber jenem in [)er erhnclungsgemä
l3 ausgebildete Behälter kann finit einer \-erschlußeinrichtung versehen sein. Als
sol(l)e ist in den Fig. i, ? und 4, und auch für die lteispiele nach Fig.6 und 7
anwendbar, ein Druckkitol)fvei-scltltll.i 26, 27 dargestellt, an dessen Stelle auch
jegliche andere Verschlußeinrichtung, z. B. solche, wie sie an Aktentaschen oder
sonst noch an Geldbiirsen verwendet werden, treten kann. In einfacherer Ausführung
kann zum Verschluß der Mappe z. l',. ein Gummi- oder anderes herumgeschlungenes
Rand verwendet sein, Oder es können, insbesondere bei großen A1)rnessungen der flappe,
an tTberschlagsdeckel und Vorderwand Bänder zum Zttsammenl:iiiil)fen befestigt sein.
Für stationä reit Gel»-auch in I Iür@)s od. (1-l. braucht überhaupt kein Verschluß
vorgesellen zu seil).
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1)ie :itil.ierliclie .\usbildung des 13elt:ilters kann gai)z 1)(1)r1))"
seid. S@) konnen die die steifen Behälterteile bildenden Tafeln, in hig. 5 mit 219
bezeichnet, ans Pappe od. dgl. bestehen und außen oder außen und innen finit gewebtem
Stoff, Kunstleder, jeder ()d. dgl. überzogen sein. welcher (71)ei-zttg 29 auch die
Gelenke und die dann biegsamen Mappenschmalseiten 6 und i9 bilden kann. Bei besonders
hochwertiger Ausstattung kann der Behälter auch innen noch einen die Beschläge,
z. B. 17, 24, und die Kanten des äußeren Bezugs 29 überdeckenden Überzug 3o haben,
wie in Fig.3 und 5 dargestellt. Es können aber in ganz einfacher Ausstattung auch
nackte Papptafeln einfach durch angeklebte Streifen aus Leinwand od. dgl. gelenkig
und unter Bildung von Mappenschmalseiten 6 und i9 aus diesem Stoff verbunden sein.
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I-rfitidutigsgemäß ausgeführte Behälter können in jeder beliebigen
Größe hergestellt werden, von Taschenformat etwa in Größe einer Geldbörse oder einer
Brieftasche, in welchem Fall sie z. B. als Taschenkartei für Reisende od. dgl. geeignet
sind, bis zu ganz großen Ausführungen, z. B. bis zu einem Meter Kantenlänge und
darüber für Bilder, Stiche, Zeichnungen, Pläne od. dgl., und in jeglicher Zwischengröße,
z.,B. für Briefe, Rechnungen, große Karteikarten. Photographien u. dgl. .Desgleichen
ist das Fassungsvermögen natürlich ganz beliebig. Erfindungsgemäß ausgebildete Behälter
entsprechender Abmessung eignen sich auch gut zur Mitnahme in Aktentaschen.