DE54862C - Maschinen - Geschütz mit Patronenband - Google Patents

Maschinen - Geschütz mit Patronenband

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DE54862C
DE54862C DENDAT54862D DE54862DA DE54862C DE 54862 C DE54862 C DE 54862C DE NDAT54862 D DENDAT54862 D DE NDAT54862D DE 54862D A DE54862D A DE 54862DA DE 54862 C DE54862 C DE 54862C
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cartridge
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barrels
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DENDAT54862D
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F. M. garland, 31 County Street, New-Häven, Connecticut, V. St. A
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A9/00Feeding or loading of ammunition; Magazines; Guiding means for the extracting of cartridges
    • F41A9/35Feeding multibarrel guns

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

has
KAISERLICHES
: PATENTAMT
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Magazin - Geschütze mit zwei oder mehreren festen Läufen, bei denen die Zuführung der Patronen selbstthätig stattfindet, und bezweckt dieselbe die Herstellung eines solchen Geschützes, das sich schnell selbstthätig ladet und entladet, wobei der Mechanismus desselben gegen Verstopfung durch etwa angesammelte Unreinigkeiten oder durch das Steckenbleiben der leeren Patronenhülse im Verschlufsblock des Geschützes gesichert ist und überhaupt durch die eingeführte Patrone nie in Unordnung gerathen kann. Ferner ist der Zweck der vorliegenden Erfindung, den Mechanismus derart einzurichten, dafs, gleichviel ob die Patronen schnell oder langsam abgefeuert werden, die Geschwindigkeit und die Durchschlagkraft der Geschosse sich stets gleich bleiben, und dafs die Patronen nach Belieben in beide Läufe zugleich oder in einen derselben eingeführt werden können.
Zur Erreichung dieser Ergebnisse versehe ich das nach meinem System eingerichtete Geschütz mit einem Mechanismus, durch den die Patronen selbstthätig in den Lauf eingeführt und entladen werden, wobei die leeren Hülsen nicht wie gewöhnlich durch den hinteren Theil oder den Verschlufsblock des Geschützes entfernt, sondern durch die Entzündung einer aus Pulver bestehenden Hülfsladung durch die Läufe selbst ausgestofsen werden, so dafs der Boden oder Verschlufsblock deswegen nicht sofort von den Läufen entfernt zu werden braucht.
In der beiliegenden Zeichnung ist die Fig. 1 eine Seitenansicht des Geschützes; die Fig. 2 ist eine Seitenansicht in vergröfsertem Mafsstabe des hinteren Theiles, wobei das Gestell und das Gehäuse des Mechanismus fortgelassen sind. Die Fig. 3 ist ein Querschnitt nach der Linie χ - χ der Fig. 5. Die Fig. 4 ist ein ähnlicher Schnitt nach der Linie y -y der Fig. 5. Die Fig. 5 ist eine Draufsicht des hinteren Theiles des Geschützes. Die Fig. 6 veranschaulicht theilweise im Schnitt den Verschlufsblock, sowie die Spindel, die den Lade- und Zündstift und den Drücker trägt. Die Fig. 7 ist eine Vorderansicht der Patronengabel. Die Fig. 8 ist eine Vorderansicht des Verschlufsblockes. Die Fig. 9 ist eine Vorderansicht des Zuführungsdaurnens nebst Sperrrad. Die Fig. ι ο ist ein Schnitt des Verschlufsblockes in gröfserem Mafsstabe nach der Linie \-\, Fig. 8. Die Fig. 11 ist eine Seitenansicht des Drückers. Die Fig. 12 ist eine Vorderansicht desselben. Die Fig. 13 veranschaulicht theilweise im Schnitt die Patronengabel. Die Fig. 14 ist eine Seitenansicht des zum Zerschneiden des Patronenbandes bestimmten rohrenden Messers. In diesen Figuren bezeichnet A das seitlich hervorstehende Gestell des Geschützes, an dessen Vorderseite sich die Zapfen A1 befinden, die in passenden Lagern des Bockes B ruhen. Der erweiterte untere Theil der letzteren ruht auf der Platte C1 und ist auf derselben drehbar, wobei die letztere an einer passenden Laffete C befestigt ist. Zwischen den Untertheil des Lagerbockes und der Platte C1 sind Laufkugeln eingefügt, zum Zwecke, die Reibung zwischen den betreffenden Theilen zu vermindern, sowie die seitliche Drehung des Geschützes zu erleichtern.
An der Vorderplatte Α"2· des Gestelles A sind zwei Läufe D befestigt, und in der Nähe des hinteren Theiles des Gestelles befindet . sich, auf dessen Wandungen ruhend, eine Querwelle E. Auf dieser sitzen zwei gleiche Daumenräder e e1, in deren Nuthen die Rollen hineinragen, die an den unteren Enden der Hebel ff1 angebracht sind. Letztere schwingen um eine Welle F, die von einem vom Boden des Gestelles ungefähr in der Mitte desselben sich erhebenden Lagerbock Aa gestützt wird. Die oberen Enden dieser Hebel sind segmentartig gestaltet und mit Verzahnungen versehen, die in entsprechende Verzahnungen unten an den Spindeln G G1 eingreifen. Diese Spindeln sind dazu eingerichtet, in den zwischen den Platten α α1 gebildeten Bahnen sich hin und her zu bewegen, wobei die untere Plattenreihe α auf dem Gestell ruht und vom Lagerbock A3 gestützt wird, während die obere Plattenreihe abnehmbar ist und von den Schrauben α2 niedergehalten wird. Diese Schrauben sind ihrerseits durch den oben am Gestell scharnierartig befestigten Deckel Ai hindurchgeführt.
Die den Hebeln ff1 die oscillirende Bewegung mittheilenden Daumenräder sind derart zu einander gestellt, dafs ■— wenn eine der Spindeln G die äufserste vordere Grenze ihres Spielraumes erreicht — die andere Spindel G1 am äufsersten Punkt ihres Hubes hinten anlangt.
Durch jede der Spindeln reicht in der Längsrichtung ein Lade- und Zündstift g·, der von einer Schraubenfeder gl vorwärts getrieben wird. Die Anzughebel H sind zwischen nach unten und hinten gerichteten Vorsprüngen an den Enden der Spindeln derart drehbar angeordnet,, dafs in dem Moment, wo die Spindeln zurückgestofsen werden, die besagten Hebel mit einem am Gestell verstellbar angebrachten Anschlag h in Berührung kommen, wodurch das obere gabelförmige Ende des betreffenden Hebels veranlafst wird, den Bolzen oder Stift g zurückzuziehen und dadurch die Schrauben-. feder gx zu spannen. Wenn nun auf diese Weise der Zündstift eine gewisse Strecke zurückgeht, so stellt sich der mit dem Drücker verbundene Stollen i vor einen am Zündstift befindlichen Ansatz und hält diesen somit in der zurückgezogenen Stellung fest, dadurch zugleich die Feder gl spannend.
Die Drücker sind zwischen passenden Ansätzen oben an den Spindeln drehbar befestigt, wobei ein Theil eines jeden Drückers nach hinten und oben gerichtet ist und den sich zwischen den besagten Ansätzen frei auf- und abbewegenden Stollen berührt, während am oberen Theil ein Abzug P drehbar angebracht ist. Dieser ist geeignet, nachdem er beim Vorrücken den Anschlag a3 passirt, sich zurückzulegen, während, wenn derselbe bei seinem Rückgange mit dem besagten Anschlag in Berührung kommt, er seine Stellung am Drücker unverändert beibehält. Dadurch wird aber der Drücker selbst angezogen und der Abzugstollen vom Ansatz am Zündstift abgehoben, ■was letzterem gestattet, vorwärts zu fliegen und vermöge seiner Schnellkraft die Patrone zu entzünden. Das untere Ende des drehbaren Abzuges ist derart gestaltet, dafs es sich nicht vornüber beugen kann, während die Feder t3 den besagten Abzug andererseits derart elastisch andrückt, dafs er sich nach hinten zu ausbiegen kann. An der Spindel ist ferner eine Feder i* derart angebracht, dafs sie sich an den Drücker anlehnt und den Stollen in der gesenkten Stellung erhält; eine andere Feder hl hält zugleich den Abzughebel H in der vorgerückten Lage, dadurch die freie Bewegung des Bolzens bezw. Zündstiftes beim Abzug des Drückers ermöglichend. Der Anschlag a3 wird am besten beweglich oben am Gestell zur bequemeren Einstellung angebracht.
Eine sich in der Längsrichtung des Mechanismus erstreckende Achse oder Welle ,K, die nahe bei ihrem hinteren Ende von dem Lagerbock A3 gestutzt wird, während ihr anderes Ende auf der Vorderplatte des Gestelles ruht, ist mit einem Kegelrad k1 versehen, das in ein gleiches Rad e2, welches auf der Welle E sitzt, eingreift und von demselben in Umdrehung versetzt wird. Innerhalb des Gestelles ist diese Welle K noch mit einem Daumenrad k2 versehen. Das untere Ende des Stabes M1, das sich zwischen den Führungen k3 an der Vorderplatte des Gestelles senkrecht frei auf- und niederbewegen kann, ragt bis in die im Daumenrad k2 vorgesehene Nuth hinein, während das obere Ende des besagten Stabes mit dem Verschlufsstück M in Verbindung steht, das sich gleichfalls senkrecht zwischen den an der Vorderplatte des Gestelles (hinter den Läufen) befindlichen Führungen m frei auf- und niederbewegt, so dafs also durch Umdrehung des betreffenden Daumenrades das Verschlufsstück auf- und abbewegt wird.
Das Verschlufsstück ist am besten mit zwei Ladeöffnungen m1 versehen, deren Gröfse die. Einführung einer Patrone in die Läufe gestatten. Ferner besitzt dasselbe zwei andere Durchbohrungen, in welche die Zündstifte m2 lose eingefügt sind. Die Stellung dieser Oeffnungen ist so geregelt, dafs — wenn sich eine Ladeöffnung, dem einen Lauf gegenüber befindet — ein Zündstift sich dem anderen Lauf gegenüberstellt, und, sobald das Verschlufsstück in die entgegengesetzte Richtung bewegt wird, gelangt die andere Ladeöffnung dem Lauf gegenüber, vor dem soeben die Zündnadel sich befand, während sich gegen den Lauf, vor dem die erste Ladeöffnung gestanden, wiederum ein Zündstift stellt; also, mit
anderen Worten, während einer der Läufe zum Laden bereit steht, wird der andere Lauf entladen.
Im Bedarfsfalle kann das Verschlufsstück an der Vorderplatte derart scharnierartig befestigt werden, dafs es vom Daumen k2 eine schwingende Bewegung erhält, durch die abwechselnd eine Ladeöffnung und ein Zündstift jedem Lauf gegenüber gelangt.
Im hinteren, den Zündstift umgebenden Theil des Verschlufsstückes. ist' eine Ausbauchung m3 vorgesehen, in welche der Rand der Patrone durch eine zweite Entzündung der letzteren hineingetrieben wird, wodurch, nachdem die Kugel abgeschossen, der Durchgang der Patrone durch den Lauf ermöglicht wird.
Ein Daumenrad k* ist am vorderen Ende der Welle K befestigt, und an seinem Umfange läuft eine Rolle, die ihrerseits am Ende des Kniehebels L befestigt ist. Dieser Hebel ist gelenkartig vorn am Gestell angebracht und sein oberes Ende mit dem unteren Ende eines auf der Welle N sitzenden Lappens / verbunden. Oben ist dieser Lappen mit einer Klinke versehen, die federnd im Eingriff mit dem Sperrrad η auf Welle N erhalten wird. Diese Welle N ruht auf der einen Seite des Gestelles auf dessen Vorderplatte A% und der Scheidewand.^6, und ist ein Zuführungsrad o, versehen mit Zähnen, auf diese Welle N gesetzt. Auf der anderen Seite' des Gestelles ist eine zweite Welle JV1 in ähnlicher Weise der Welle N parallel angebracht und mit einem Zahnrad o1 versehen. ,Um diese Räder ο ox ist eine Kette derart geschlungen, dafs die vom Daumenrad A:4, dem Hebel L und dem Sperrrad η bethätigte Welle N die besagte Kette und mit ihr die dieselbe tragenden Getriebe in Umdrehung versetzt. .
Die bei diesem Geschütz zur Verwendung kommenden Patronen werden mit Hülfe eines biegsamen Bandes zu einer continuirlichen Reihe verbunden und in passende Büchsen Q verpackt, die dazu eingerichtet sind, neben der Zuführungsplatte ρ am Geschütz angebracht zu werden. Um nun Patronen den Läufen zuzuführen, wird die erste Patrone der Reihe zwischen die Arme pl an die Kettenglieder gelegt und von der Kette hinter die Läufe geführt. Das Daumenrad /c4 ist derart geformt, dafs es bei jeder Umdrehung das Sperrrad um zwei 'Zähne mit fortbewegt; hierdurch wird auch die mit Patronen versehene Kette um zwei Zahnabstände verschoben, so dafs je eine der beiden Patronen am rechten Lauf vorbeigeführt wird, um im linken abgeschossen zu werden.
Ein Hebel ν ist derart drehbar an der vorderen' Seite des Gestelles befestigt, dafs ein Ende desselben bis in die Schwungfläche des Hebels L ragt. Wird er nun in die Bahn des letzteren geschoben, so dafs, wenn das Daumenrad ki zurücktritt, der Hebel L verhindert wird, die ganze Strecke . seines Hubes herabzusinken, so dreht sich das Sperrrad nur um einen, anstatt um zwei Zähne weiter. In diesem Falle werden sämmtliche Patronen in einen und denselben Lauf eingeführt und in diesem entladen.
Die zum Greifen und Heben der Patronen bestimmte Gabel R besteht aus zwei Paar federnden Armen, an denen sich die gebogenen Greifbacken r befinden, deren obere Enden an einer Platte r1 befestigt sind. Diese ist mit dem vorn vorspringenden Kopf s1 der Stäbe s mittelst einer Schraube s2 verbunden, welche letztere oben mit einer Handhabe sa versehen ist, so dafs mit Hülfe dieser die Stellung des Kopfes s1 und der Platte r1 zu einander verändert werden kann.
Die Stäbe s, mit denen die Gabel in der angegebenen Weise verbunden ist, werden oben mit der Scheidewand A5 durch die eine Platte q in gleitender Berührung erhalten, und q ist am Gestell festgeschraubt. Am unteren Ende werden die besagten Stäbe s durch das auf Welle K sitzende Daumenrad ks in ihrer Stellung erhalten.
Eine auf einem der Stäbe s befindliche Rolle ragt in die im Daumenrad kb vorgesehene Nuth oberhalb der Welle hinein, und eine andere Rolle, die sich am Ende eines mit dem zweiten Stab s durch das Verbindungsstück se verbundenen Hebels s5 befindet, erstreckt sich bis in dieselbe Nuth unterhalb der Welle K, wodurch die besagten Stäbe abwechselnd nach beiden Richtungen hin bewegt werden.
Die Welle T, die irn Gestell oberhalb der Welle N1 ruht, führt in der Bewegungsebene der Kette ρ eine Scheibe i, an der eine Anzahl radialer Schneiden tx angebracht sind. Diese Welle T nebst den Schneidewerkzeugen wird durch die Bewegung der Kette ρ durch Vermittelung der Stifte p2, die sich auf den Kettengliedern erheben, in Umdrehung versetzt, indem hierzu die besagten Stifte bis in die Bewegungsbahn des an der Welle T sitzenden Zahnrades t2 reichen. Die Bewegung der Schneiden ist derart in Bezug auf die Bewegung der Zuführungskette geregelt, dafs, während die Patronen von dieser in das Verschlufsstück geführt werden, die besagten Schneiden an den beiden Seiten je einer Patrone vorbeistreichen und die betreffende Patrone vom Bande abschneiden, so dafs dieselbe von der Gabel ergriffen und einem der Läufe gegenüber gebracht werden kann.
Aufsen an dem Gehäuse befindet sich eine an der Welle E befestigte Kurbel JF1, mittelst welcher der Mechanismus in Thätigkeit gesetzt wird.
Die Läufe D sind in ein Gehäuse d eingefügt, in das behufs Kühlung Wasser eingeführt werden kann. Auch das Verschlufsstück ist von einem Mantel d1 umgeben, dessen Deckel if2 leicht geöffnet werden kann, um zum Mechanismus zu gelangen.
Eine Richtschraube bl ist an einem Ende mittelst Kugelgelenkes mit einem hinten am Mantel sitzenden Ansatz d3 verbunden und dringt durch eine Mutter in das Schwanzstück 'b. Diese Mutter besteht aus einem rahmenartigen Stück, das in das Schwanzstück mittelst Zapfen eingefügt und mit zwei gewindeartig verzahnten Rädern versehen ist. Die Achse des einen dieser Räder ist mit einer Kurbel b2 ausgestattet, mittelst welcher das betreffende Rad gedreht werden kann; die Achse des anderen Rades dagegen ist mit einem Schraubengewinde versehen und trägt eine Druckmutter.
Um schnell das Geschütz nach Bedarf höher oder niedriger stellen zu können, wird nun besagte Kurbel b1 gedreht, was das damit verbundene Zahnrad veranlafst, auf die Schraube einzuwirken, ähnlich, wie ein Getriebe mit einer Zahnstange etwa zusammenwirken würde. Soll jedoch das Geschütz genau eingerichtet werden, so mufs die Schraube mittelst des Rades b3 umgedreht werden, wobei dann die Zahnräder die Schraubenmutter bilden.
Quer zum hinteren Theil des Geschützes erstreckt sich eine Handhabe di, vermittelst welcher dasselbe in waagrechter Richtung nach Bedarf herumgeschwungen werden kann.
Ist das Geschütz aufgestellt, nach dem Ziel gerichtet und mit einer Büchse Patronen versehen, so wird die erste Patrone auf die Zuführungskette gelegt und die Achse E mittelst ihrer Kurbel gedreht.
Hierdurch wird der Zuführungsmechanismus derart in Betrieb gesetzt, dafs die durch das Band an einander gereihten Patronen bis unter die Schneidevorrichtung erhoben werden. Hier wird eine der Patronen vom Bande abgeschnitten und bis unter den rechten Lauf geführt. In diesem Moment senkt sich auch die Gabel rechter Hand, ergreift die Patrone und bringt sie dem Lauf gegenüber. Nun rückt die rechte Spindel G vor und der Ladestock schiebt die Patrone aus der Gabel durch die Ladeöffnung in das Patronenlager des Laufes. Hiernach zieht sich die besagte Spindel etwas zurück und das Verschlufsstück wird derart verschoben, dafs dasselbe den Zündstift der Patrone wieder zuschiebt, während er zugleich eine Ladeöffnung dem linken Lauf gegenüberstellt. Mittlerweile geht aber Spindel G weiter zurück, wodurch der Anschlag abgezogen und der Zündbolzen durch den Abzughebel wieder gespannt wird. Während nun G in dieser Weise zurückgeht, rückt die andere Spindel G1 vor und treibt die Patrone, die einstweilen von der linken Gabel aufgegriffen, in den linken Lauf, und in dem Moment, wo dieser linke Lauf entladen wird, wird eine neue Patrone in den Lauf rechter Hand eingeführt, also während einer der Läufe geladen wird, wird der andere entladen.
Das den Verschlufsblock hin- und herbewegende Daumenrad /f2 ist derart eingestellt, dafs der Verschlufsblock des soeben entladenen Laufes völlig geschlossen bleibt, bis zum Moment, wo derselbe aufs Neue geladen werden soll, denn der Verschlufsblock braucht hier nicht sofort behufs Entfernung der leeren Hülse weggeschoben zu werden, was bei den bisher bekannten schnellschiefsenden Geschützen bezw. Gewehren mit grofser Geschwindigkeit bewerkstelligt werden mufste, wobei der Austritt einer bedeutenden Menge Gas und Rauch unvermeidlich war, was die Wirkung der Waffe verzögerte, den Flug der Kugel weniger genau machte und den Mechanismus verunreinigte.
Wünscht man nur von einem Lauf Gebrauch zu machen, so wird der Hebel ν vorgeschoben, was dem Sperrrade nur gestattet, sich um einen Zahnabstand weiter zu drehen. Zugleich wird die den unbenutzten Lauf bedienende Gabel derart verstellt, dafs sie beim Niedergehen keine Patrone zu ergreifen ver- ■ mag. Es werden also sämmtliche Patronen dem zum Gebrauch bestimmten Lauf entgegengeführt.
Soll das Geschütz schnell betriebsunfähig gemacht werden, so werden einfach die Deckel des äufseren Mantels und des Gestelles zurückgeschlagen, die die Spindeln haltenden Platten a1 herausgehoben und die Spindeln selbst entfernt.
So lange Munition vorhanden, wird sich dieses Geschütz selbstthätig laden und abfeuern lassen, bezw. es genügt dazu, die Kurbel in Umdrehung zu versetzen. Verstopfungen durch Patronenhülsen sind hier ausgeschlossen, da die letzteren nach dem Schufs nicht wieder durch das Verschlufsstück des Geschützes zu gehen brauchen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Maschinen-Geschütz mit Patronenband, gekennzeichnet durch folgende Einrichtungen in Verbindung mit einander:
    a) zwei Läufe (D), welchen am hinteren Ende abwechselnd eine Ladeöffnung (m1) ujid ein Zündstift (m2) zugeführt wird, welcher letztere in einem senkrecht auf- und niedergehenden Verschlufsstück (M) geführt ist, wobei ein Daumenrad (K*) oder eine
    gleichwerthige Vorrichtung dem Stück (M) die erforderliche Bewegung mittheilt;
    b) zwei Spindeln (G), die gleichzeitig, aber in entgegengesetzten Richtungen durch verzahnte Segmente hin- und herbewegt werden, welche letzteren ihrerseits mittelst passender Daumen bethätigt werden und deren jeder einen Schlagstift (g) enthält, so dafs, während die betreffende Spindel zurückgeht, der Schlagstift durch einen Hebel (H) gespannt und dann behufs Entzündung der Patrone freigelassen wird, wonach derselbe mittelst des Abzuges (i), der federnden Drücker (i1 und i2) und des stellbaren Anschlages (a%) die Patrone entzündet, während jede'der Spindeln beim Vorrücken eine frische Patrone in den Lauf schiebt;
    c) eine Vorrichtung zum Zuleiten der Palronen zu den Läufen, bestehend aus einem absetzend sich drehenden Zahnrad (o) und einem Rad (o[), um welche zwei Räder eine die Patronen tragende Kette ohne Ende (p) gelegt ist, ferner aus zwei abwechselnd auf und nieder beweglichen Gabeln (R), von welchen jede beim Niedergange eine Patrone (p) aufnimmt, ausgenommen, wenn die Gabeln (R) mittelst Schraube (s2) und Hebel (s3) aufser Thätigkeit gesetzt sind, und einer Schneidevorrichtung, wie in p^tt1;
    d) die Verbindung des Daumenrades (k*), des Hebels (L), des Lappens (I) und des Sperrrades nebst Klinke (m) mit einem Hebel zur Regelung des Sperrrades und dessen Klinke.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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