DE548323C - Verfahren zum Stabilisieren einer Silberhalogenemulsion - Google Patents

Verfahren zum Stabilisieren einer Silberhalogenemulsion

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DE548323C
DE548323C DE1930548323D DE548323DD DE548323C DE 548323 C DE548323 C DE 548323C DE 1930548323 D DE1930548323 D DE 1930548323D DE 548323D D DE548323D D DE 548323DD DE 548323 C DE548323 C DE 548323C
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    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C1/00Photosensitive materials
    • G03C1/005Silver halide emulsions; Preparation thereof; Physical treatment thereof; Incorporation of additives therein
    • G03C1/06Silver halide emulsions; Preparation thereof; Physical treatment thereof; Incorporation of additives therein with non-macromolecular additives
    • G03C1/34Fog-inhibitors; Stabilisers; Agents inhibiting latent image regression

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Description

  • Verfahren zum Stabilisieren einer Silberhalogenemulsion Bekanntlich enthält der bei der Herstellung photographischer Emulsionen verwendete Kolloidstoff kleine Mengeneines Stoffes biochemischen- Ursprungs, die auf Silberhalogene eine sulfidierende oder sulfidierende und reduzierende Wirkung ausüben. Stoffe dieser Art sind in der Patentschrift 433 043 angegeben, und in dieser Patentschrift findet sich auch ein Verfahren zum Trennen dieser Stoffe von. dem Kolloid. Den photographischen Emulsionen werden ebenfalls Verbindungen zugesetzt, um ihre Lichtempfindlichkeit weit auf die rote Zone des Spektrums auszudehnen.
  • Photographische Emulsionen haben, wenn die Sensibilisatoren zugesetzt werden und auch oft, wenn sie nur die natürlichen Sensibilisatoren enthalten, das Bestreben, eine Schleierwirkung auf die lichtempfindlichen Grundstoffe auszuüben. Je kräftiger der Sensibilisator ist, um so größer ist das Bei streben zur Schleierbildung. Obgleich diese schleierbildende Wirkung mit der Geschwindigkeit der Entstehung des latenten Bildes im engen Zusammenhang steht, muß die Schleierbildung mit ihren Verlusten an Handelswert des hergestellten Erzeugnisses vermieden werden.
  • Der Zweck der Erfindung ist nun, eine Anzahl von Verbindungen zur Stabilisierung der lichtempfindlichen Stoffe zu schaffen und dadurch das obenerwähnte Bestreben der Schleierbildung zu beseitigen, ohne die gesteigerte Lichtempfindlichkeit der Grundstoffe nennenswert herabzusetzen. Weitere Zwecke der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung.
  • Erfindungsgemäß ist eine Gruppe von Antisensibilisatoren oder Schleierbildung verhindernden Verbindungen gefunden worden, die zur Herstellung lichtempfindlicher Emulsionen und zur Vorbereitung kolloidaler Zwischenprodukte für die Herstellung solcher Emulsionen brauchbar ist. Diese neue Gruppe von Stoffen kann durch nachstehende Formel wiederL-eLeben werden: In dieser Formel bedeutet R ein beliebiges organisches, keinen doppelt gebundenen Stickstoff enthaltendes Radikal, X und Y können gleiche oder verschiedene aktivierende, elektrisch negative Radikale sein, wie beispielsweise Schwefel (SR), Kohlenstoff (CR) oder Imidstickstoff (N R).
  • Die photographische Lichtempfindlichkeit von Silberhalogenemulsionen hängt in hohem Maße von der Bildung sehr kleiner Keime von Schwefelsilber, Silber oder beiden oder ähnlichen Stoffen in dem Silberhalogenkorn ab. Es hat sich herausgestellt, daß die chemische Schleierbildung, die als der Emulsion anhaftende Schleierbildung bekannt ist, wahrscheinlich darauf zurückzuführen ist, daß diese Keime außerordentlich groß werden, wodurch eine augenblickliche Reduzierbarkeit erzeugt wird.
  • In dem Photographic Journal Band 67, Seite 359 vom Jahre 19a7 ist in den Thioaniliden eine Gruppe von Stoffen der all gemeinen Formel dargestellt, die entweder sensibilisierende oder antisensibilisierende und Schleierbildung verhindernde Eigenschaften hat, je nachdem, ob sie zur Bildung von Schwefelsilber reagieren oder sich mit dem Bromsilber verbinden, um einen stabilen, nicht reduzierbaren Stoff zu bilden.
  • Obgleich die Theorie der Hemmung der Lichtempfindlichkeit und Schleierbildung für die praktische Anwendung der Erfindung nicht wichtig ist, läßt sie die Gründe erkennen, welche den Weg zur Erfindung zeigten.
  • Von dieser Erkenntnis ausgehend ist nach Stoffen gesucht worden, welche mit Silberhalogenen, insbesondere an der Grenze eines wachsenden Schwefelsilbers oder anderen sensibilisierenden Keimes, sich vereinigen.
  • Wenn beispielsweise in der oben angegebenen Formel X und Y durch CH2-Gruppen substituiert werden, ergibt sich eine Verbindung, die in der Vermeidung der Schleierbildung oder in ihrer stabilisierenden Wirkung nur sehr schwach ist. Durch Substitution des Sauerstoffes für das mit einem der Kohlenstoffatome verbundene H2 oder, in. anderen Worten, durch Substitution von CO für X und von CH. für Y wird die Wirksamkeit des Stoffes .etwas erhöht Ein kräftiger Stoff ergibt sich, wenn für X und Y die Carbonylgruppe substituiert wird. Ein Beispiel für diese Art des Stoffes sind Diacetamid, Phtbalimid, Pyrrol und Pyrrolderivate, wie Succinimide. Ein kräftiger, die Schleierbildung verhindernder oder stabilisierender Stoff wird ebenfalls erzielt, wenn Carbonyl für X und Sulfuryl für Y substituiert werden. In diesem Fall ergeben sich Sulfamide und deren Derivate, wie z. B. Saccharin.
  • Es gibt auch noch andere Verbindungen der Imidgruppen, die hinsichtlich der Hemmwirkung gegen die Schleierbildung von Silberhalogen ebenfalls aktiv sind. Wenn Imid stickstoff für das X oder CH, Imidstick Stoff oder Carbonyl für Y in obiger Forme substituiert wird, ergibt sich eine Reihe vor Verbindungen, die diese Aktivität zeigt. Dei Pyrazolonring, Pyrazolring, Pyrozolodonrin@ und der Osotriazolring sind Beispiele füj diese Gruppe von Stoffen.
  • Um das die Schleierbildung verhindernde Mittel gründlich und gleichmäßig der Emulsion einzuverleiben, ist es für gewöhnlich notwendig, den Stoff in _ einem geeigneten Lösungsmittel, wie Wasser, Alkohol oder Aceton; aufzulösen. Andere Lösungsmittel oder Mischungen aus diesen können selbstverständlich benutzt werden, vorausgesetzt, daß sie im Verein mit der Emulsion verwendet werden können. Die oben angegebenen Lösungsmittel haben sich jedoch als praktisch am zweckmäßigsten herausgestellt.
  • Die Mengenverhältnisse, in welchen diese Verbindungen der Emulsion oder den Kolloiden für die Emulsion zugesetzt werden, sind von großer Bedeutung. Ein zu großer Zusatz von diesen Stoffen kann häufig desensibilisierend wirken. Die höchsten Mengen, die praktisch benutzt werden können, schwanken ein wenig entsprechend der gewählten sensibilisierenden Verbindung, dem Verhältnis von Gelatine zu Silberhalogen in der Emulsion, der Art der Emulsion hinsichtlich der - Korngröße: und- des Alkaligehalts, dem Betrag des natürlichen, in der Gelatine vorhandenen sensibilisierenden Stoffes bei der Herstellung letzterer, dem Verwendung findenden Silber oder Halogen oder dem normalen Schleierstandard, welcher bei der Herstellung der Emulsion festgelegt wird. Das günstigste Verhältnis kann durch Versuche schnell festgestellt werden: Bei "Gelatinesilb3erhalogenentwicklungsemulsiönen ist es für gewöhnlich zweckmäßig, etwa o,o i bis i o g des hemmenden Stoffes pro i ooo g Gelatine zuzusetzen. Wenn Gelatine in mehr als einer Herstellungsphase der Emulsion zugesetzt wird, z. B. in kleinen Mengen für die Bildung des Niederschlages oder in größeren Mengen beim späteren Schmelzen, können diese Geladnen in bekannter Weise mit den hemmenden Stoffen behandelt werden.
  • Die die Schleierbildung verhindernden Verbindungen gemäß der Erfindung sind bei allen üblichen Emulsionen, z. B. bei orthochromatischen, panchromatischen, Röntgen-und den gewöhnlichen, nicht farbenempfindlichen Emulsionen, wirksam. Die Verbindungen können ohne oder mit sensibilisierenden Farbstoffen oder vor oder nach diesen zugesetzt werden. D,äs die Schleierbildung verhindernde Agens kann als Lösung zur Behandlung des fertigen photographischen, Stoffes verwendet werden.
  • Die stabilisierenden Stoffe gemäß der Erfindung können für gewöhnlich den Emulsionen oder den Kolloiden für die Emulsionen in der in der Patentschrift ¢39 372 angegebenen Weise einverleibt werden. So kann z. B. eine gemischte Bromjodsilberemulsion in Gelatine in der in dieser Patentschrift angegebenen Weise hergestellt werden. Nach der Herstellung kann die Emulsion geschmolzen werden, worauf die richtige Menge der stabilisierenden Verbindung gründlich eingemischt wird. Dieses Mischen wird zweckmäßig durch Lösung des stabilisierenden Stoffes in einem geeigneten Lösungsmittel oder einem Gemischaus diesen bewirkt, worauf diese Lösung in die Emulsion eingerührt wird.
  • Obgleich die sensibilisierenden Verbindungen nach der Erfindung zweckmäßig mit Gelatine verwendet werden, können sie auch bei Emulsionen Anwendung finden, die in anderen Kolloiden, wie Agar-Agar, Eiweißstoffen, Gummi, wie Gummiarabikum, und Cellulosederivaten, verwendbar sind. Die neuen Verbindungen können auch für Emulsionen Verwendung finden, bei welchen verschiedene Arten von Silbersalzen, wie Bromsilber, Jodsilber, Silberchlorid oder Mischungen aus diesen oder einige von ihnen, vorhanden sind. Abänderungen mannigfacher Art in der Durchführung des Verfahrens können daher getroffen werden, ohne von dem Wesen der Erfindung abzuweichen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Stabilisieren einer Silberhalogenemulsion, dadurch gekennzeichnet, daß der Emulsion eine wenigstens teilweise ihre Lichtempfindlichkeit beeinflussende, zweckmäßig in einem mit Wasser mischbaren Lösungsmittel lösbare Verbindung etwa von der Formel ,ausgenommen die Sacchareine, im Verhältnis von etwa o,oo i bis i % des Gewichts der vorhandenen Gelatine zugesetzt wird, wobei R ein stickstofffreies Radikal und X und Y aktivierende, elektrisch negative Radikale, z. B. Carbonyl, Sulfuryl oder Imidstickstoff, sind.
  2. 2. Verfahren zur Herstellung eines Zwischenproduktes für die Anfertigung von photographischen Emulsionen, dadurch gekennzeichnet, daß der Gelatine o,ooi bis i% des Gewichts. der Verbindung nach Anspruch i zugesetzt wird.
DE1930548323D 1929-02-25 1930-02-25 Verfahren zum Stabilisieren einer Silberhalogenemulsion Expired DE548323C (de)

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Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1068118B (de) * 1954-11-23 1959-10-29
DE974722C (de) * 1938-05-10 1961-04-13 Agfa Ag Verfahren zur Schnellentwicklung photographischer Halogensilberschichten
DE1146361B (de) * 1959-08-25 1963-03-28 Gevaert Photo Prod Nv Verfahren zum Verbessern der physikalischen und mechanischen Eigenschaften eines photographischen Materials mit mindestens einer Gelatineschicht
DE1261397B (de) * 1961-12-08 1968-02-15 Du Pont Photographisches Verfahren zur Herstellung positiver Bilder
DE1286896B (de) * 1962-11-08 1969-01-09 Du Pont Photographisches Aufzeichnungsmaterial mit einer photoloeslichen Silberhalogenidemulsionsschicht

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