DE54748C - Knopfloch-Apparat mit Einschneidvorrichtung für Nähmaschinen - Google Patents

Knopfloch-Apparat mit Einschneidvorrichtung für Nähmaschinen

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DE54748C
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Application number
DENDAT54748D
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H. J. DAVISON in New-York, 2 Wall Street, V. St. A
Publication of DE54748C publication Critical patent/DE54748C/de
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B37/00Devices incorporated in sewing machines for slitting, grooving, or cutting
    • D05B37/02Slitting or grooving devices

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft die Construction einer Einschneidvorrichtung an Knopfloch-Apparaten für Nähmaschinen zum Einschneiden einmal umnähter Knopflöcher, welche alsdann, ohne dafs die Lage des Stoffes unter dem Stoffdrücker geändert zu werden braucht, fertiggestellt werden. In Verbindung mit der Einschneidvorrichtung tritt eine drahtförmige federnde Stoff klemme auf, welche nach dem Einschneiden des Knopfloches auf die Ränder desselben an der Stichstelle zu dem Zwecke drückt, die bei dem Einschneiden etwa entstandenen Fasern an den Schnittkanten nach unten zu drücken, so dafs ein tadellos genähtes Knopfloch entsteht.
Auf beiliegenden Zeichnungen ist:
Fig. ι ■ die Oberansicht eines mit der Einschneidvorrichtung versehenen Knopfloch-Apparates, · "
Fig. 2 ein Längsschnitt nach der Linie a-a von Fig. i,
Fig. 3 eine theilweise im Schnitt dargestellte Seitenansicht der Vorrichtung bei eingetriebener Lage des Schneidmessers,
Fig. 4 eine andere Endansicht bezw. ein Querschnitt nach der Linie y-y von Fig. 1,
Fig. 5 die Ansicht 'des hinteren Endes des Apparates.
Fig. 6 und 7 sind Einzeldarstellungen desselben.
* Der dargestellte Knopfloch-Apparat gehört zu der bekannten Klasse derjenigen Knopfloch-Apparate, bei welchen mittelst eines von der Nadelstange auf- und abbewegten schwingenden Hebels F die oscillirende Bewegung der Stoffklemme in der Weise veranlafst wird, dafs die Nadel der Nähmaschine die Stiche an der Kante des Knopfloches ausbildet. Mit Rücksicht auf die ' bekannte Einrichtung dieser Knopfloch-Apparate soll auf die Mechanismen zur Bewegung der Stoff klemme, wie sie mehr beispielsweise dargestellt sind, eingegangen werden.
Die auf- und abgehende Bewegung der Nadelstange 1, auf welcher die Hammerplatte«2 verstellbar angebracht ist, wird zur Bethätigung des an dem Messerhebel 5 seitlich eingeschraubten Einschneidmessers 6 dadurch nutzbar gemacht, dafs dieser Hebel gegen die -Nadelstange derart verschoben wird, dafs die durch Schraube 4 stellbare Platte 3 desselben von der Hammerplatte 2 getroffen wird. Zu diesem Zwecke ist der Stift 23, um welchen die Drehung des Hebels 5 stattfindet, in einem schrägen bezw. winkligen Schlitz 16 des Hebels beweglich und kann durch Vermittelung. des zweiarmigen, um die Schraube 25 drehbaren· Hebels 24, welcher in einen gabelartigen Ansatz 18 des Hebels 5 greift, seitlich verschoben werden. Bei der Bewegung nach links (Fig. 1 und 2) wird die einerseits am Hebel 5, andererseits an einem festen Träger 7 befestigte Spiralfeder 9 gespannt, welche nach Freigabe des Hebels 24 ein Zurückführen des Hebels 5 in die in Fig. 2 angegebene Lage bewirkt, bei welcher das Einschneidmesser 6 gehoben und die Platte 3 des Messerhebels aufserhalb der Bahn der Hammerplatte 2 der Nadelstange liegt. In der eingerückten Lage des Messerhebels 5 wird beim Niedergange der Nadelstange durch die Platte 2 derselben ein kräf-
tiger Schlag auf die Platte 3 ausgeübt und das Messer 6 in den Stoff eingetrieben.
Der Messerarm 5 erhält durch das Brückenstück 11 Führung, das an der Platte 12 mittelst Schrauben verstellbar angebracht ist, so dafs das Messer 6 genau über dem Schlitz 27 mit Querschlitz 29 eingestellt werden kann, die in der unter der Stoffschieberplatte C liegenden oscillirenden runden Platte 30 vorgesehen sind. Die Platte C nimmt bei ihren seitlich schwingenden Bewegungen das Stück 12 mit der Führung 11 mit, zu welchem Zwecke die Befestigungsschrauben 13 sich in Schlitzen der Platte 12 bewegen können. Der Zapfen 23, um welchen der Messerarm schwingt, ist in Lappen 14 gelagert, welche mit dem Gestell E verbunden sind und um die Schraube 15, die sich in einem Schlitz h der oscillirenden Platte C führt, schwingende Bewegungen ausführen können.
An dem Brückenstück 11 für die Messerarme ist ein federnder, als Stoffklemme wirkender Draht 19 angeschraubt, welcher vorn um den Stichschlitz 29 für die Nähnadel in der Platte C herum und. an den Seiten des Schlitzes 27 für das Messer entlang geht; dieser Draht hat die Bestimmung, auf den zwischen der Platte C in dem eigentlichen Stoffdrücker tl gehaltenen Stoff nahe der Nadel zu drücken (zu. welchem Zwecke der Draht vorn rechtwinklig nach unten und innen gebogen ist) und die nach dem Schneiden des Knopfloches an dessen Kanten etwa entstandenen Stofffasern nach unten zu halten, so dafs bei der Fertigstellung durch wiederholtes Benähen ein tadelloses Knopfloch erzeugt wird.
Ohne Verbindung mit dem Stoffklem'm draht und ganz unabhängig wirkt der eigentliche Drückerfufs 33, wobei sich dessen abgeschrägte-Kanten auf die entsprechenden Kanten der bei 32 ausgeschnittenen Stoffrückerplatte C legen. Der Drückerfufs sitzt an der unter Wirkung der Feder i5 stehenden Stange i1, die durch den Excenterhebel i* aus- und eingerückt werden kann.
Die in der nuthenartigen Aussparung 34 der Grundplatte B angeordnete runde Platte 30 nimmt das vordere Ende der Stoffschieberplatte C auf (Fig. 7), deren Befestigungsschrauben sich in Schlitzen der Lappenansätze 31 der Platte C führen. Die Schlitze 27, 29 für die Nadel und das Messer sind in der Platte 30 vorgesehen und können danach quer zur Platte C und deren Schlitz 32 eingestellt werden.
Das Zusammenspiel des Stoffdrückers 33, Drückerschuhes 19 und Brückenstückes ergiebt sich aus dem Arbeitsvorgange wie folgt:
Durch die auf- und abgehende Bewegung der Nadelstange wird durch Vermittelung der schwingenden Stange F der Stoffschieberplatte C mittelst eigenartiger Mechanismen, die zwar dargestellt, aber, insofern sie aufserhalb des Rahmens der Erfindung liegen, nicht näher erläutert sind, eine seitwärts schwingende, sowie nach vor- und rückwärts gerichtete Bewegung mitgetheilt.
Hierdurch wird das Knopfloch einmal umnäht. Nachdem dies geschehen, wird durch den Hebel 24 das Einschneidmesser eingerückt, so dafs die Platte 3 auf dem Messerhebel 5 beim Niedergehen der Nadelstange 1 von der Hammerplatte 2 derselben getroffen und das Messer 6 durch den Stoff zwischen der hergestellten Naht hindurchgetrieben wird.
Sobald der Schnitt des Knopfloches erfolgt ist, näht bezw. säumt man um das eben ent-' standene Knopfloch herum, wie dies leicht mit Hülfe des Drückerschuhes 19 geschieht. Dieser Drückerschuh oder diese aus Draht gebildete Stoff klemme 19 sitzt an dem Schieberstück 12, welches lose an das feststehende Brückenstück E anschliefst, so dafs es, wenn die Stoffschieberplätte C in Thätigkeit ist, die federnde Stoff klemme 19 quer zu ihrer Längsbewegung mitnimmt. Der Drückerschuh 19 drückt die losen Fasern an die geschlitzte hin- und hergeführte Platte 30, welche auf der Stoffschieberplatte aufruht. Die genannte Platte 30 hat gegen die Stoffschieberplatte eine Relativbewegung in Querrichtung, bewegt sich aber nicht in Längsrichtung mit ihr. Da sich der federde Drückerschuh 19 nicht in Längsrichtung mit der Stoffschieberplatte bewegt, so behält er in Beziehung zur Nadel dieselbe Stellung und drückt den Stoff nahe der Nadel während des Nähens nieder. Der Stoff-' drücker 33 sitzt an der Platte C und bewegt sich mit derselben sowohl in Quer- als auch in Längsrichtung derart, dafs der Stoff, wenn er zwischen der Platte C und dem Stoffdrücker 33 liegt, mitgenommen wird, während die.federnde Stoff klemme 19 sich nicht bewegt, sondern sich jederzeit dicht an der Nadel befindet.
Durch die Möglichkeit der horizontalen Einstellung der Brückenführung 11 ist man im Stande, den Messerarm von einer Seite zur anderen zu verschieben, um das Messer in richtige Lage gegenüber dem Schlitz 27 der Platte 30 zu bringen, so dafs es sich nicht darin festklemmt oder an den Kanten des Schlitzes 27 reibt.
Unter noch anzugebenden Umständen ergiebt sich die Notwendigkeit einer theilweisen Verschiebung der Platte 30 bezw. gegen die Vorschubplatte C, um die Stellung des Schlitzes 27 etwas abzuändern.
Die Lappenansätze 31 gestatten eine Nachstellung in dem Sinne, dafs die Platte 30 quer zur Platte C verstellt werden kann, um das Messer gehörig auf die Mitte des Knopfloches
zu richten, damit es bei allen Stoffarten die Mitte des Knopfloches trifft.
Bei weichen Stoffen fällt beim Benähen einer Knopflochseite die Stichweite des Knopfloches stets an der zuerst genähten Seite etwas gröfser aus als an der anderen, wo zurückgenäht wird, weil die Nadel immer beim Abwärtshub in dasselbe Loch kommt (in der Mitte des Knopfloches), welches sie vorher beim Benähen der anderen Seite vorgestochen hat; dieser Umstand verursacht auf letztgenannter Seite eine gröfsere Neigung des Zuziehens des Stoffes gegenüber der geringeren auf der Seite, wo kein Loch für die Nadel in dem Stoff ist. Wenn sich daher der zu verarbeitende Stoff auf einer Seite mehr zusammenzieht als auf der anderen, so hat man die Möglichkeit, mittelst jener einstellbaren Lappenansätze die geschlitzte Platte zur Vorschubplatte derart einzustellen, dafs das Messer in der Mittellinie des Knopfloches zur Wirkung kommt.
Die Vorschubbewegung in Längsrichtung geht von dem Sperrrad J aus. An diesem Sperrrad ist ein Triebrad p3 vorgesehen, welches mit einem oder mehreren Stiften p2 in Berührung kommt, und einer Führung, die an der Stoffschieberplatte angeordnet ist und dazu dient, das Rad in Berührung mit den Stiften zu halten, wodurch die erforderliche Vor- und Rückwärtsbewegung - der Stoffschieberplatte C zu Stande kommt.
Die seitliche Bewegung .wird von einer V- förmigen Anlaufplatte (die in den Zeichnungen nicht' dargestellt und hier nicht speciell zu erläutern ist) bei ihrer Drehung um einen Zahn des Sperrrades H geleistet. Um die Stichweite zu verringern, hat man nur nöthig, den Drehstift b mehr nach dem Stoffdrücker hin zu stellen, während derselbe zur Vergröfserung mehr nach der Sperrradseite zu verlegen ist. An das Ende des Hebels. D schliefst ein kleines Glied c an, welches an die Stoffschieberplatte C heranführt, indem es an ein Schiebestück g angeschraubt ist, das in einer Nuth h der Platte verschieblich ist.

Claims (2)

Patent-AnSprüche:
1. Ein Knopfloch-Apparat für Nähmaschinen, bei welchem nach Umnähen des Knopfloches ein Schneiden desselben durch einen von der Nadelstange eingetriebenen}/ die schwingende Bewegung der Stoffschieberplatte (C) mitmachenden Messerhebel' erfolgt, dessen Einrückung durch axiale Verschiebung mit Hülfe eines Handhebels, dessen Ausrückung dagegen durch eine Feder selbstthätig bewirkt wird.
2. An dem unter ι. gekennzeichneten Knopfloch-Apparat zum Niederhalten der durch den Schnitt entstandenen Stoff kanten beim wiederholten Umnähen ein federnder Drückerschuh (19), der infolge Verbindung mit der Messerhebelführung (1 i) nur die durch die Stoffplatte vermittelten, seitlich schwingenden Bewegungen mitmacht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT54748D Knopfloch-Apparat mit Einschneidvorrichtung für Nähmaschinen Expired - Lifetime DE54748C (de)

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