DE54748C - Knopfloch-Apparat mit Einschneidvorrichtung für Nähmaschinen - Google Patents
Knopfloch-Apparat mit Einschneidvorrichtung für NähmaschinenInfo
- Publication number
- DE54748C DE54748C DENDAT54748D DE54748DA DE54748C DE 54748 C DE54748 C DE 54748C DE NDAT54748 D DENDAT54748 D DE NDAT54748D DE 54748D A DE54748D A DE 54748DA DE 54748 C DE54748 C DE 54748C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- plate
- buttonhole
- fabric
- knife
- lever
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- 238000009958 sewing Methods 0.000 title claims description 8
- 239000004744 fabric Substances 0.000 claims description 22
- 230000001404 mediated effect Effects 0.000 claims 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 4
- 239000000835 fiber Substances 0.000 description 3
- 230000009471 action Effects 0.000 description 2
- 230000007246 mechanism Effects 0.000 description 2
- 241000282376 Panthera tigris Species 0.000 description 1
- 238000013459 approach Methods 0.000 description 1
- 230000008859 change Effects 0.000 description 1
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 230000003993 interaction Effects 0.000 description 1
- 238000000034 method Methods 0.000 description 1
- 230000008569 process Effects 0.000 description 1
- 230000000284 resting effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05B—SEWING
- D05B37/00—Devices incorporated in sewing machines for slitting, grooving, or cutting
- D05B37/02—Slitting or grooving devices
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Sewing Machines And Sewing (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft die Construction einer Einschneidvorrichtung an Knopfloch-Apparaten
für Nähmaschinen zum Einschneiden einmal umnähter Knopflöcher, welche alsdann, ohne
dafs die Lage des Stoffes unter dem Stoffdrücker geändert zu werden braucht, fertiggestellt
werden. In Verbindung mit der Einschneidvorrichtung tritt eine drahtförmige federnde Stoff klemme auf, welche nach dem
Einschneiden des Knopfloches auf die Ränder desselben an der Stichstelle zu dem Zwecke
drückt, die bei dem Einschneiden etwa entstandenen Fasern an den Schnittkanten nach
unten zu drücken, so dafs ein tadellos genähtes Knopfloch entsteht.
Auf beiliegenden Zeichnungen ist:
Fig. ι ■ die Oberansicht eines mit der Einschneidvorrichtung
versehenen Knopfloch-Apparates, · "
Fig. 2 ein Längsschnitt nach der Linie a-a von Fig. i,
Fig. 3 eine theilweise im Schnitt dargestellte Seitenansicht der Vorrichtung bei eingetriebener
Lage des Schneidmessers,
Fig. 4 eine andere Endansicht bezw. ein Querschnitt nach der Linie y-y von Fig. 1,
Fig. 5 die Ansicht 'des hinteren Endes des Apparates.
Fig. 6 und 7 sind Einzeldarstellungen desselben.
* Der dargestellte Knopfloch-Apparat gehört
zu der bekannten Klasse derjenigen Knopfloch-Apparate, bei welchen mittelst eines von der
Nadelstange auf- und abbewegten schwingenden Hebels F die oscillirende Bewegung der
Stoffklemme in der Weise veranlafst wird, dafs die Nadel der Nähmaschine die Stiche an der
Kante des Knopfloches ausbildet. Mit Rücksicht auf die ' bekannte Einrichtung dieser
Knopfloch-Apparate soll auf die Mechanismen zur Bewegung der Stoff klemme, wie sie mehr
beispielsweise dargestellt sind, eingegangen werden.
Die auf- und abgehende Bewegung der Nadelstange 1, auf welcher die Hammerplatte«2
verstellbar angebracht ist, wird zur Bethätigung des an dem Messerhebel 5 seitlich eingeschraubten
Einschneidmessers 6 dadurch nutzbar gemacht, dafs dieser Hebel gegen die
-Nadelstange derart verschoben wird, dafs die durch Schraube 4 stellbare Platte 3 desselben
von der Hammerplatte 2 getroffen wird. Zu diesem Zwecke ist der Stift 23, um welchen
die Drehung des Hebels 5 stattfindet, in einem schrägen bezw. winkligen Schlitz 16 des Hebels
beweglich und kann durch Vermittelung. des zweiarmigen, um die Schraube 25 drehbaren·
Hebels 24, welcher in einen gabelartigen Ansatz 18 des Hebels 5 greift, seitlich verschoben
werden. Bei der Bewegung nach links (Fig. 1 und 2) wird die einerseits am Hebel 5, andererseits
an einem festen Träger 7 befestigte Spiralfeder 9 gespannt, welche nach Freigabe
des Hebels 24 ein Zurückführen des Hebels 5 in die in Fig. 2 angegebene Lage bewirkt, bei
welcher das Einschneidmesser 6 gehoben und die Platte 3 des Messerhebels aufserhalb der
Bahn der Hammerplatte 2 der Nadelstange liegt. In der eingerückten Lage des Messerhebels
5 wird beim Niedergange der Nadelstange durch die Platte 2 derselben ein kräf-
tiger Schlag auf die Platte 3 ausgeübt und das Messer 6 in den Stoff eingetrieben.
Der Messerarm 5 erhält durch das Brückenstück 11 Führung, das an der Platte 12 mittelst
Schrauben verstellbar angebracht ist, so dafs das Messer 6 genau über dem Schlitz 27
mit Querschlitz 29 eingestellt werden kann, die in der unter der Stoffschieberplatte C liegenden
oscillirenden runden Platte 30 vorgesehen sind. Die Platte C nimmt bei ihren seitlich schwingenden Bewegungen das Stück 12
mit der Führung 11 mit, zu welchem Zwecke
die Befestigungsschrauben 13 sich in Schlitzen der Platte 12 bewegen können. Der Zapfen 23,
um welchen der Messerarm schwingt, ist in Lappen 14 gelagert, welche mit dem Gestell E
verbunden sind und um die Schraube 15, die sich in einem Schlitz h der oscillirenden
Platte C führt, schwingende Bewegungen ausführen können.
An dem Brückenstück 11 für die Messerarme
ist ein federnder, als Stoffklemme wirkender Draht 19 angeschraubt, welcher vorn
um den Stichschlitz 29 für die Nähnadel in der Platte C herum und. an den Seiten des
Schlitzes 27 für das Messer entlang geht; dieser Draht hat die Bestimmung, auf den
zwischen der Platte C in dem eigentlichen Stoffdrücker tl gehaltenen Stoff nahe der Nadel
zu drücken (zu. welchem Zwecke der Draht vorn rechtwinklig nach unten und innen gebogen
ist) und die nach dem Schneiden des Knopfloches an dessen Kanten etwa entstandenen
Stofffasern nach unten zu halten, so dafs bei der Fertigstellung durch wiederholtes
Benähen ein tadelloses Knopfloch erzeugt wird.
Ohne Verbindung mit dem Stoffklem'm draht und ganz unabhängig wirkt der eigentliche
Drückerfufs 33, wobei sich dessen abgeschrägte-Kanten auf die entsprechenden Kanten der bei
32 ausgeschnittenen Stoffrückerplatte C legen. Der Drückerfufs sitzt an der unter Wirkung
der Feder i5 stehenden Stange i1, die durch
den Excenterhebel i* aus- und eingerückt werden kann.
Die in der nuthenartigen Aussparung 34 der Grundplatte B angeordnete runde Platte 30
nimmt das vordere Ende der Stoffschieberplatte C auf (Fig. 7), deren Befestigungsschrauben
sich in Schlitzen der Lappenansätze 31 der Platte C führen. Die Schlitze 27, 29 für
die Nadel und das Messer sind in der Platte 30 vorgesehen und können danach quer zur
Platte C und deren Schlitz 32 eingestellt werden.
Das Zusammenspiel des Stoffdrückers 33,
Drückerschuhes 19 und Brückenstückes ergiebt
sich aus dem Arbeitsvorgange wie folgt:
Durch die auf- und abgehende Bewegung der Nadelstange wird durch Vermittelung der
schwingenden Stange F der Stoffschieberplatte C mittelst eigenartiger Mechanismen, die zwar
dargestellt, aber, insofern sie aufserhalb des Rahmens der Erfindung liegen, nicht näher
erläutert sind, eine seitwärts schwingende, sowie nach vor- und rückwärts gerichtete Bewegung
mitgetheilt.
Hierdurch wird das Knopfloch einmal umnäht. Nachdem dies geschehen, wird durch
den Hebel 24 das Einschneidmesser eingerückt, so dafs die Platte 3 auf dem Messerhebel
5 beim Niedergehen der Nadelstange 1 von der Hammerplatte 2 derselben getroffen
und das Messer 6 durch den Stoff zwischen der hergestellten Naht hindurchgetrieben wird.
Sobald der Schnitt des Knopfloches erfolgt ist, näht bezw. säumt man um das eben ent-'
standene Knopfloch herum, wie dies leicht mit Hülfe des Drückerschuhes 19 geschieht.
Dieser Drückerschuh oder diese aus Draht gebildete Stoff klemme 19 sitzt an dem Schieberstück
12, welches lose an das feststehende Brückenstück E anschliefst, so dafs es, wenn
die Stoffschieberplätte C in Thätigkeit ist, die federnde Stoff klemme 19 quer zu ihrer Längsbewegung
mitnimmt. Der Drückerschuh 19 drückt die losen Fasern an die geschlitzte hin-
und hergeführte Platte 30, welche auf der Stoffschieberplatte aufruht. Die genannte Platte 30
hat gegen die Stoffschieberplatte eine Relativbewegung in Querrichtung, bewegt sich aber
nicht in Längsrichtung mit ihr. Da sich der federde Drückerschuh 19 nicht in Längsrichtung
mit der Stoffschieberplatte bewegt, so behält er in Beziehung zur Nadel dieselbe Stellung
und drückt den Stoff nahe der Nadel während des Nähens nieder. Der Stoff-'
drücker 33 sitzt an der Platte C und bewegt sich mit derselben sowohl in Quer- als auch
in Längsrichtung derart, dafs der Stoff, wenn er zwischen der Platte C und dem Stoffdrücker 33
liegt, mitgenommen wird, während die.federnde Stoff klemme 19 sich nicht bewegt, sondern
sich jederzeit dicht an der Nadel befindet.
Durch die Möglichkeit der horizontalen Einstellung der Brückenführung 11 ist man im
Stande, den Messerarm von einer Seite zur anderen zu verschieben, um das Messer in
richtige Lage gegenüber dem Schlitz 27 der Platte 30 zu bringen, so dafs es sich nicht
darin festklemmt oder an den Kanten des Schlitzes 27 reibt.
Unter noch anzugebenden Umständen ergiebt sich die Notwendigkeit einer theilweisen
Verschiebung der Platte 30 bezw. gegen die Vorschubplatte C, um die Stellung des
Schlitzes 27 etwas abzuändern.
Die Lappenansätze 31 gestatten eine Nachstellung in dem Sinne, dafs die Platte 30 quer
zur Platte C verstellt werden kann, um das Messer gehörig auf die Mitte des Knopfloches
zu richten, damit es bei allen Stoffarten die Mitte des Knopfloches trifft.
Bei weichen Stoffen fällt beim Benähen einer Knopflochseite die Stichweite des Knopfloches
stets an der zuerst genähten Seite etwas gröfser aus als an der anderen, wo zurückgenäht
wird, weil die Nadel immer beim Abwärtshub in dasselbe Loch kommt (in der Mitte des Knopfloches), welches sie vorher
beim Benähen der anderen Seite vorgestochen hat; dieser Umstand verursacht auf letztgenannter
Seite eine gröfsere Neigung des Zuziehens des Stoffes gegenüber der geringeren auf der Seite, wo kein Loch für die Nadel in
dem Stoff ist. Wenn sich daher der zu verarbeitende Stoff auf einer Seite mehr zusammenzieht als auf der anderen, so hat man
die Möglichkeit, mittelst jener einstellbaren Lappenansätze die geschlitzte Platte zur Vorschubplatte
derart einzustellen, dafs das Messer in der Mittellinie des Knopfloches zur Wirkung
kommt.
Die Vorschubbewegung in Längsrichtung geht von dem Sperrrad J aus. An diesem
Sperrrad ist ein Triebrad p3 vorgesehen, welches
mit einem oder mehreren Stiften p2 in Berührung kommt, und einer Führung, die an
der Stoffschieberplatte angeordnet ist und dazu dient, das Rad in Berührung mit den
Stiften zu halten, wodurch die erforderliche Vor- und Rückwärtsbewegung - der Stoffschieberplatte
C zu Stande kommt.
Die seitliche Bewegung .wird von einer V- förmigen Anlaufplatte (die in den Zeichnungen
nicht' dargestellt und hier nicht speciell zu erläutern ist) bei ihrer Drehung um einen
Zahn des Sperrrades H geleistet. Um die Stichweite zu verringern, hat man nur nöthig,
den Drehstift b mehr nach dem Stoffdrücker hin zu stellen, während derselbe zur Vergröfserung
mehr nach der Sperrradseite zu verlegen ist. An das Ende des Hebels. D
schliefst ein kleines Glied c an, welches an die Stoffschieberplatte C heranführt, indem es
an ein Schiebestück g angeschraubt ist, das in einer Nuth h der Platte verschieblich ist.
Claims (2)
1. Ein Knopfloch-Apparat für Nähmaschinen, bei welchem nach Umnähen des Knopfloches
ein Schneiden desselben durch einen von der Nadelstange eingetriebenen}/ die
schwingende Bewegung der Stoffschieberplatte (C) mitmachenden Messerhebel' erfolgt,
dessen Einrückung durch axiale Verschiebung mit Hülfe eines Handhebels, dessen Ausrückung dagegen durch eine
Feder selbstthätig bewirkt wird.
2. An dem unter ι. gekennzeichneten Knopfloch-Apparat
zum Niederhalten der durch den Schnitt entstandenen Stoff kanten beim wiederholten Umnähen ein federnder Drückerschuh
(19), der infolge Verbindung mit der Messerhebelführung (1 i) nur die durch die
Stoffplatte vermittelten, seitlich schwingenden Bewegungen mitmacht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE54748C true DE54748C (de) |
Family
ID=329323
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT54748D Expired - Lifetime DE54748C (de) | Knopfloch-Apparat mit Einschneidvorrichtung für Nähmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE54748C (de) |
-
0
- DE DENDAT54748D patent/DE54748C/de not_active Expired - Lifetime
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP1384806B1 (de) | Verfahren zum Ziehen des freien Fadenendes eines Nadelfadens von der Oberseite eines Nähgutteils auf dessen Unterseite und Nähmaschine zur Durchführung des Verfahrens | |
| DE3033152A1 (de) | Arbeitsstueck-zuschneidvorrichtung fuer naehmaschinen | |
| DE2549832C3 (de) | Automatische Knopfannähmaschine | |
| DE54748C (de) | Knopfloch-Apparat mit Einschneidvorrichtung für Nähmaschinen | |
| DE836877C (de) | Naehmaschine | |
| DE203048C (de) | ||
| DE868830C (de) | Selbsttaetige Vorrichtung zum Abtrennen von Fadenketten an bzw. zwischen aufeinanderfolgenden Werkstuecken fuer Naehmaschinen | |
| DE217268C (de) | ||
| DE154730C (de) | ||
| DE87081C (de) | ||
| DE22600C (de) | Vorrichtung zum Nähen von Knopflöchern an Schiffchen-Nähmaschinen | |
| DE265817C (de) | ||
| DE217870C (de) | ||
| DE250251C (de) | ||
| DE20877C (de) | Maschine zum Aufnähen gelochter Knöpfe auf Cartons | |
| DE64724C (de) | Maschine zum Festnähen von Oesenknöpfen am Stoff | |
| DE358748C (de) | Naehmaschine, bei welcher die Nadeln und Greifer auf schraegen, die Vorschublinie schneidenden Linien angeordnet sind | |
| DE21600C (de) | Strohhut-Nähmaschine | |
| DE101794C (de) | ||
| DE306628C (de) | ||
| DE152044C (de) | ||
| DE145143C (de) | ||
| DE1660930C3 (de) | Fadenschneidvorrichtung zum Durchtrennen der Fadenkette | |
| DE27088C (de) | Einrichtung zur Herstellung gedeckter Nähte an Ledernähmaschinen | |
| DE20746C (de) | Nähmaschine mit rotirendem Schiffchen |