DE54745C - Selbstkassirende Fernsprechvorrichtung - Google Patents
Selbstkassirende FernsprechvorrichtungInfo
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- DE54745C DE54745C DENDAT54745D DE54745DA DE54745C DE 54745 C DE54745 C DE 54745C DE NDAT54745 D DENDAT54745 D DE NDAT54745D DE 54745D A DE54745D A DE 54745DA DE 54745 C DE54745 C DE 54745C
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- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04M—TELEPHONIC COMMUNICATION
- H04M17/00—Prepayment of wireline communication systems, wireless communication systems or telephone systems
- H04M17/02—Coin-freed or check-freed systems, e.g. mobile- or card-operated phones, public telephones or booths
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung zur selbstthätigen Gebühreneinnahme
bei öffentlichen Fernsprechstellen. Die Einrichtung kann ohne Weiteres bei den vorhandenen
Fernsprechanlagen Verwendung finden und kennzeichnet sich dadurch, dafs
1. durch den Einwurf der als.Gebühr festgesetzten Münze die zum Anläuten bezw. Anrufen
des Vermittelungsamtes erforderliche Verbindung in der Leitung hergestellt wird;
2. das Geldstück durch ein Gesperre zunächst noch in einer pendelnd aufgehängten Rinne
festgehalten wird, welche in dem Falle, wo die zu rufende Leitung besetzt ist, durch den
Beamten der Vermittelungsstelle nach der einen Seite zum Ausschlag gebracht wird und dann
die Münze wieder nach aufsen gleiten läfst, während in dem Falle, wo das Gespräch stattfinden
konnte, die Rinne behufs Einkassirung der Münze entweder durch die nach Beendigung
des Gesprächs übliche Hantirung der angerufenen Person (Einhängung des Telephons, Rückgabe
des Schlufszeichens) oder durch den Beamten der Vermittelungsstelle nach der entgegengesetzten
Seite zum Ausschlag gebracht wird. Beim Ausschlag der Rinne nach der einen oder anderen Seite wird gleichzeitig das die Münze
bis dahin festhaltende Gesperre ausgelöst.
Fig. ι der beiliegenden Zeichnung veranschaulicht
eine äufsere Ansicht der Vorrichtung, Fig. 2 zeigt die innere Einrichtung derselben,.
Fig. 3 ist ein senkrechter Schnitt durch dieselbe, Fig. 4 zeigt die Rinne bei dem zum Einkassiren
der Gebühr erforderlichen Ausschlag. Fig. 5 stellt schematisch die Verbindung des Apparates
mit dem Fernsprecher M dar, Fig. 6 zeigt die Rinne mit dem Gesperre. Der Apparat kann
an einer beliebigen Stelle neben. oder unter dem gewöhnlichen Fernsprecherkasten angebracht
werden. Die durch die Oeffnung χ an der Vorderwand des Gehäuses, Fig. 1 und 3,
eingeworfene Münze gelangt in eine Rinne R, welche mit einem permanenten Magneten PM
beispielsweise von Hufeisenform verbunden ist. Die Rinne R bildet mit diesem Magneten PM
ein System, das um eine horizontale Achse schwingen kann, zu welchem Zwecke er z. B.
auf Schneiden s, Fig. 3, gelagert sein kann.
Auf einem an der Rinne befestigten Quersteg t (Fig. 2 und 6) sitzt drehbar ein: zweiarmiger
Hebel H. Der eine Schenkel h l. dieses Hebels trägt einen Zahn %, welcher bei der
Mittelstellung der Rinne R durch einen im Rinnenrande vorgesehenen Ausschnitt derart in
das Innere der Rinne hineinragt, dafs die als Gebühr. eingeworfene Münze am Durchgleiten
durch die Rinne R verhindert wird.
Der zweite Schenkel /12 des Hebels H bildet
ein Knie. Bei der Mittelstellung der Rinne liegt das Knie an einem im Gehäuse befestigten
Stift i. Sowohl bei einem Ausschlag der Rinne R nach links als auch nach rechts, Fig. 6,
wird der Schenkel h2 den Stift berühren und dadurch der Hebel H derart gedreht werden,
dafs der Schenkel h' nach oben schwingt und der Zahn \ von der Münze abgehoben wird,
so dafs letztere dann aus der Rinne R herausfallen kann. Der Ausschlag der Rinne R nach
rechts oder links wird durch entsprechende Erregung zweier Elektromagnete E Ai und EM1
veranlafst, deren Pole denjenigen der permanenten Magnete gegenüber liegen.
Findet diese Erregung derart statt, dafs das bewegliche, aus der Rinne jR und dem Magneten PM
bestehende System nach rechts ausschwingt, Fig. 4, so wird die Münze in den Geldkasten
GdK gelangen. Findet aber eine Erregung in entgegengesetztem Sinne statt, so
schwingt das System nach links und die Münze gelangt in die Rinne R R und von da nach
aufserhalb in die Schale S.
Die Verbindung - dieses Apparates mit dem gewöhnlichen Fernsprecherkasten zeigt Fig. 5.
In dieser Figur ist der gewöhnliche Fernsprecherkasten mit Mikrophon JVi, Fernsprechern FF,
Wecker G, Ausschaltevorrichtung U und Läutetaste T schematisch oberhalb des Apparates
veranschaulicht.
Die Leitung L G, die, von Klemme WZ.des
Fernsprecherkastens kommend, für gewöhnlich nach der unteren Blattfeder 2 der Läutetaste
führt, wird bei α und b zerschnitten und es geht ein Leitungsdraht G l von α nach der am
Apparat befestigten Klemme G K, von da nach der isolisten Schraube c. Hier ist die Leitung
unterbrochen, bis eine Münze in die Rinne R geworfen wird und den Hebel G H (Fig. 3)
gegen die Contactfeder F drückt.
In diesem Falle geht der Strom durch Schraubet wieder nach oben zur Klemme GK1
und dann zur Fortsetzung b der unterbrochenen Leitung L G, die nach der unteren Blattfeder 2
der Läutetaste führt. So lange die Rinne R leer ist, ist die Leitung zwischen GH und F
unterbrochen; wird nun die Läutetaste T am ■ Knopf niedergedrückt, so kann kein Strom von
Blattfeder 2 nach Klemme WZ durch Batterie nach Klemme K bezw. Klemme E des Fernsprecherkastens
zur Erde oder umgekehrt gehen. Sobald aber eine Münze sich in Rinne R befindet,
macht der Strom den eben beschriebenen .Weg, geht durch Erde nach der
Centralstation oder der angerufenen Station, durch die daselbst befindliche Anrufglocke Und
kommt zurück durch die Leitung nach Klemme L des Fernsprecherkastens und von da nach Blattfeder
T der Läutetaste (oder umgekehrt).
In der Centralstation befindet sich ein Stromwender; angenommen der Stromwender wäre
links gestellt und der Beamte drücke dort auf seine Läutetaste, so wird bei aufgehängtem
Fernsprecher sein Batteriestrom durch die Leitung nach der Klemme L des Fernsprecherkastens
durch die Polleitung P L zur Blattfeder T der Läutetaste gehen, von da weiter'
durch die obere Blattfeder 1 zur Unterbrechungsstelle y der Leitung P L1, von dort nach unten
zur Klemme M K1 des Apparates durch den
Elektromagneten EM1 desselben, von dort nach
Elektromagnet EM, der in derselben Richtung
gewickelt ist wie EM1 oder auch so geschaltet
ist, dafs die beiden oberen Pole gleichnamig sind; von hier geht der Strom nach Klemme MK
wieder nach oben zur zweiten Unterbrechungsstelle ν des. Drahtes PL1, von dort nicht durch
den Wecker, sondern, da das Telephon hier noch aufgehängt ist, direct nach dem Um-'
schalthebel U, von dort aus wie auch sonst nach Klemme E zur Erde (oder umgekehrt).
Hierbei ist zu bemerken, dafs der Fernstrom nicht durch Klemme K, durch Localbatterie B
und durch den Einkassirapparat hindurch nach ■Blattfeder 2 gehen kann, weil bei nicht niedergedrücktem
Knopfe kein Contact von 2 mit T vorhanden ist.
Wie bereits erwähnt ^ ist der permanente Magnet PM derart aufgehängt, dafs er frei
nach links oder rechts' schwingen kann; da nun aber die beiden Elektromagnete oben gleichnamige
Pole haben, so wird durch einen Stromwechsel an der Centralstation der permanente
Magnet entweder nach links oder nach rechts ausschwingen und hierdurch die Münze, welche
durch die dabei stattfindende Auslösung des Zahnes \ frei wird, nach links oder rechts
fallen lassen, und zwar im ersten Falle durch die nach aufsen führende Rinne R R in die
Schale S; im zweiten Falle in den Geldkasten
GdK. Im ersten Falle wird also die Münze wieder zurückgegeben, im zweiten Falle aber
einkassirt. In der Praxis würde der ganze Hergang folgender sein: Es tritt Jemand an die
Fernsprechstelle, wirft ein Zehnpfennigstück in die Geldöffnung α und drückt auf die Läutetaste
T, nimmt den Fernsprecher an's Ohr und wartet auf Gegenruf. Ist die verlangte Linie
besetzt, so sagt der Beamte an der Centrale zu dem Anläutenden: »Besetzt, bitte hängen
Sie den Fernsprecher auf«. Sodann stellt er den Stromwender derart, dafs, wenn er auf
seine Läutetaste drückt, der permanente Magnet PM nach links gezogen wird, infolge
dessen fällt, wie oben beschrieben, die eingezahlte Münze in die Schale S, so dafs sie der
Betreffende wieder zurücknehmen kann.
Ist dagegen die verlangte Linie frei, so sagt der Centralbeamte: »Bitte rufen«, nachdem
derselbe zuvor in der üblichen Weise durch Stöpselung ■ die rufende Stelle mit der angerufenen
in Verbindung gebracht hat. Nun spricht der Betreffende, welcher das Geld eingeworfen
hatte, mit der angerufenen Person, und nach Verlauf einer festgesetzten Anzahl von. Minuten ruft · der Centralbeamte: »Ihre
Zeit ist um, bitte' hängen Sie den Fernsprecher auf«. Zugleich stellt er den Stromwender
in entgegengesetzter Richtung, also derart, dafs der permanente Magnet P M nach rechts gezogen
wird und drückt auf seine Läutetaste, so dafs also das Geldstück in die Kasse fällt.
Darauf hebt der Beamte durch Entstöpselung die Verbindung mit dem angerufenen Theilnehmer
wieder auf. Ist das Gespräch etwa vor der festgesetzten Zeit beendigt und der Betreffende an der öffentlichen Fernsprechstelle
hängt seinen Fernsprecher auf und läutet ab, so wird in solchem Falle die angeredete Person
aller Wahrscheinlichkeit nach das Nämliche thun; nun ist aber die Batterie der angerufenen
Fernsprechanlage derart geschaltet, dafs, wenn , der Angerufene abläutet, der permanente Magnet
immer nach rechts gezogen, das Geld also ebenso einkassirt wird, als wenn es von der
Centralstation aus geschehen wäre. Es bleibt noch zu erwähnen, dafs-der Wecker der öffentlichen
Fernsprechstelle nicht durch die Fernbatterie betrieben wird, denn sonst ginge derselbe
Strom durch . die Elekfromagnete E M und EM\ und es wären die schnell auf einander
folgenden Unterbrechungen des Stromes ungeeignet für die richtige-Function des schwingenden
permanenten Magneten, abgesehen von der grofsen Abschwächung des Stromes durch
die Glocke, sondern es ist zu beiden Seiten des permanenten Magneten je ein Paar geeigneter
Blattfedern LC und L C1 derart im Gehäuse
befestigt, dafs, wenn der permanente Magnet nach rechts oder links ausschwingt, diese Blattfedern
L C und L C1 Contact herstellen, und zwar derart, dafs der Localbatteriestrom durch
den Wecker geht und denselben zum Läuten bringt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Bei selbsteinkassirenden Fernsprechvorrichtungen die Anordnung eines die Geldrinne tragenden permanenten Magneten zwischen zwei Elektromagneten in der Weise, dafs bei entgegengesetzten Magnetisirungen der letzteren der permanente Magnet mit der Geldrinne nach verschiedenen Seiten ausschwingt und dabei das Geldstück in verschiedene Behälter fallen läfst.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE54745C true DE54745C (de) |
Family
ID=329320
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT54745D Expired - Lifetime DE54745C (de) | Selbstkassirende Fernsprechvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE54745C (de) |
-
0
- DE DENDAT54745D patent/DE54745C/de not_active Expired - Lifetime
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