DE54744C - Verfahren zur Herstellung schadhaft gewordener Knotenfänger - Google Patents

Verfahren zur Herstellung schadhaft gewordener Knotenfänger

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DE54744C
DE54744C DENDAT54744D DE54744DA DE54744C DE 54744 C DE54744 C DE 54744C DE NDAT54744 D DENDAT54744 D DE NDAT54744D DE 54744D A DE54744D A DE 54744DA DE 54744 C DE54744 C DE 54744C
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DE
Germany
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knot
chalk
slots
soldering
catchers
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Expired - Lifetime
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DENDAT54744D
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Original Assignee
P. HEZEL in Mannheim, J I Nr. 3
Publication of DE54744C publication Critical patent/DE54744C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21DTREATMENT OF THE MATERIALS BEFORE PASSING TO THE PAPER-MAKING MACHINE
    • D21D5/00Purification of the pulp suspension by mechanical means; Apparatus therefor
    • D21D5/02Straining or screening the pulp

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Food-Manufacturing Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES Ά
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE BB: Papierfabrikation.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 6. März 1890 ab.
Die in der Papierfabrikation benutzten Knotenfänger sind Cylinder ' verschiedener Gröfse aus Metall, Bronze, Kupfer u. dergl. Dieselben bestehen aus mehreren Theilen (Feldern), welche mit dünnen Schlitzen . von 0,2 bis 0,5 mm je nach der Art des zu gewinnenden Papierstoffes versehen sind und zur Aufnahme von Unreinigkeiten dienen, welche sich in den Stoff mischen. Wenn nun solche Knotenfänger durch längeren Gebrauch schadhaft, die Schlitze ausgearbeitet, ungleichmäfsig oder von Säuren angegriffen sind, so mufsten dieselben zeither aufser Benutzung genommen und durch neue ersetzt werden, deren Anschaffungspreis jedoch ziemlich hoch ist.
Um nun derartig schadhaft gewordene Knotenfänger wieder gebrauchsfähig zu machen, bedient man sich des folgenden Verfahrens. Man reinigt den Knotenfänger mit verdünnter Schwefelsäure, bringt ihn in einen Behälter mit Löthwasser und dann in' eine mit gereinigtem Löthzinn gefüllte Pfanne, worin er langsam gedreht wird, · damit er sich wegen seiner Stärke nicht verzieht. So lange er noch warni ist, werden die Schlitze mit Putzlappen vollständig ausgewischt, die verbogenen1 Stellen ausgerichtet und die Stäbchen (Schlitze) gleichmäfsig vertheilt, damit beim nachherigen Ausfräsen der kleinen Schlitze kein anderes Metall zum Vorschein kommt als das aufgetragene Zinn. Hiernach wird auf die ganze innere Fläche des Knotenfängers in Salzwasser angenetzte Kreide etwa 10 mm hoch aufgetragen (der Tiefe der Schlitze entsprechend) und allmälig im Holzkohlenfeuer getrocknet.
Die in die Schlitze des Knotenfängers eingeprefste Kreide wird von aufsen ungefähr 2 mm tief mittelst eines Reifsers entfernt und so die Stärke des eigentlichen Schlitzes festgestellt. Alsdann werden die geöffneten Schlitze mit gewöhnlichem Löthzinn zugelöthet und dasselbe auf die ganze äufsere Oberfläche 1 bis 2 mm stark aufgetragen (mittelst einer Löthlampe)' und mit in Fett eingetauchtem, glattem Eichenholz verstrichen.
Durch ein der inneren Form der Schlitze in den Feldern ähnliches Messer treibt man sodann die Schlitze auf der äufseren Oberfläche des Knotenfängers in kaltem Zustande etwas auf und macht sie von aufsen sichtbar. Hierauf fräst .man die Schlitze ein, entfernt den Grat und wäscht die anhaftende Kreide ab. Statt der Kreide kann man auch in den versenkten Theil der Schlitze eine gewöhnliche weiche Hanfschnur oder dergleichen legen, die sich von selbst darin festhält und, um beim Löthen nicht zu verbrennen, mit in Salzwasser angenetzter Kreide von innen bestrichen wird. Das Entfernen von in die Schlitze des Knotenfängers eingeprefster Kreide mittelst des Ausreifsers fällt hierbei ganz weg, da nie Kreide' zwischen die bedeckten Schlitze kommt und hernach durch das Lothauftragen eine förmlich massive Platte zum Ausfräsen hergestellt ist.
Neue Knotenfänger lassen sich durch Verzinnen , Auftragen eines sonstigen leichtflüssigen Metalles oder auch galvanoplastisch (durch Anwendung eines Metallniederschlages auf dem Knotenfänger) bedeutend haltbarer machen.

Claims (2)

  1. Patent-AnSprüche:
    ι. Verfahren, ausgearbeitete und unbrauchbar gewordene Knotenfänger durch Auftragen eines leichtflüssigen Metalles, wie Zinn u.s. w., oder einer Legirung wieder herzustellen, bestehend aus folgenden Verrichtungen:
    ä) ReinigendesKnotenfängersinschwacher Schwefelsäure, Tauchen desselben in Löthwasser und hernach in eine mit flüssigem Löthzinn gefüllte Pfanne, worin derselbe langsam gedreht wird; b) Auswischen und Richten des Knotenfängers, Bestreichen der inneren Fläche mit in Salzwasser angenetzter Kreide und Entfernen derselben zwischen den Schlitzen, deren Tiefe entsprechend, oder Einlegen einer Schnur in die Vertiefung der Schlitze, wodurch das nachherige Auskratzen der Kreide wegfällt, hernach Trocknen der Kreide mit Holzkohlenfeuer und alsdann folgendes Zulöthen oder Ausfüllen der Schlitze, worauf dieselben ausgefräst werden. ■ ■■ -
  2. 2. Knotenfänger nach dem unter i. angegebenen Verfahren.
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