DE547433C - Vorrichtung zum Biegen von duennwandigen Blechtraegern - Google Patents
Vorrichtung zum Biegen von duennwandigen BlechtraegernInfo
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- DE547433C DE547433C DEH124601D DEH0124601D DE547433C DE 547433 C DE547433 C DE 547433C DE H124601 D DEH124601 D DE H124601D DE H0124601 D DEH0124601 D DE H0124601D DE 547433 C DE547433 C DE 547433C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D—WORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D19/00—Flanging or other edge treatment, e.g. of tubes
- B21D19/02—Flanging or other edge treatment, e.g. of tubes by continuously-acting tools moving along the edge
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Bending Of Plates, Rods, And Pipes (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf das Biegen von dünnwandigen Blechträgern, die im Leichtbau,
z. B. im Bau von Luftfahrzeugen, benutzt werden. Um bei sehr großer Festigkeit ein
äußerst geringes Gewicht zu erzielen, werden Träger mit sehr geringer Wandstärke verwendet,
deren sogenannte örtliche Festigkeit gering ist, so daß besondere Rücksicht auf Ausknickungen
und Faltenbildungen genommen werden muß.
Diese Träger werden meist aus Blechstreifen hergestellt, deren Ränder umgebogen werden,
um die Gurtungen zu bilden.
Das Biegen derartiger Blechträger von verhältnismäßig dünner Wandstärke bereitet besondere
Schwierigkeiten, da beim gewöhnlichen Biegen auf der Innenseite der Wölbung starke
Druckkräfte auftreten, durch die bei dünnwandigen Trägern im allgemeinen eine Faltenbildung
erzeugt wird, welche jedoch in den meisten Fällen unzulässig ist und die Festigkeit
des Trägers erheblich herabsetzt. Man war daher in vielen Fällen gezwungen, zur Herstellung
des gekrümmten Trägers einen Blechstreifen kurvenförmig auszuschneiden und darauf
durch Umbiegen der Ränder das gewünschte Profil herzustellen. Dieses Verfahren ist sehr
umständlich.
Die genannten Schwierigkeiten werden dadurch behoben, daß die auf der äußeren Seite
der Wölbung liegenden Fasern durch einen Ziehvorgang gestreckt, also verlängert werden,
während die auf der inneren Seite der Wölbung liegenden Fasern keine oder nur eine sehr geringe
Längenänderung erhalten. Da der Ziehvorgang sich nur auf die auf der Außenseite der
Wölbung liegenden Fasern und die angrenzenden Teile erstreckt, werden die auf der Innenseite
der Wölbung liegenden Fasern nur wenig beansprucht, so daß sie ihre volle Festigkeit
behalten. Andererseits wird die Festigkeit der äußeren Fasern durch den Ziehvorgang nicht
verringert, sondern im allgemeinen erhöht, so daß die Gesamtfestigkeit des Trägers nicht
herabgesetzt ist. Durch diesen Arbeitsvorgang wird ferner im allgemeinen die beanspruchte
mittlere Faser (Nullinie) des Trägers nach der Außenseite der Wölbung zu etwas verschoben,
so daß bei späteren Biegungsbeanspruchungen des Trägers die durch den Ziehvorgang gestreckte
Seite des Trägers eine geringere elastische Verformung erfährt als die bei der Herstellung der
Biegung nicht oder nur wenig beanspruchte Innenseite des Trägers. Die Festigkeit des
Trägers wird also vergrößert.
Erfindungsgemäß wird dieser Ziehvorgang in ' der Weise ausgeführt, daß der zu biegende
Träger an einer gekrümmten Schiene befestigt wird, und daß ein mit Ziehbacken ausgerüstetes
Gleitstück über die zu streckenden Teile des Trägers gezogen wird. Die Ziehbacken drücken
hierbei mit großer Kraft gegen die Wandung des Trägers. Die Ziehbacken sind zweckmäßig
einstellbar angeordnet.
Das Ziehen der auf der Außenseite der Wöl-
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bung liegenden Fasern wird zweckmäßig in der Weise vorgenommen, daß die hierdurch bewirkte
Verlängerung der Faser von der Außenseite der Wölbung nach der Innenseite zu allmählich
abnimmt.
Ein Ausführungsbeispiel ist in der Zeichnung dargestellt.
Abb. ι zeigt eine Gesamtansicht der Vorrichtung,
ίο Abb. 2 einen Schnitt nach Linie 2-2 der
Abb. i,
Abb. 3 zeigt eine Ziehbacke in 3 Ansichten, Abb. 4 eine andere Ziehbacke in 2 Ansichten.
An der gekrümmten Führungsschiene 1 ist der zu biegende Träger 2 an einem geeigneten
Punkt, z.B. mit seinem Endpunkt 3, in beliebiger Weise, z. B. durch eine Klemmverbindung, befestigt.
Auf der Führungsschiene 1 ist ein Gleitstück 4 verschiebbar angeordnet. Das
to Gleitstück 4 ist mit Ziehbacken 6, 7 versehen,
die den Träger 2 umfassen und durch Schrauben 9 bzw. 10 mit bestimmter einstellbarer
Kraft angepreßt werden. Der äußere Gurt des Trägers 2 ist auf beiden Seiten von den
Ziehbacken 6 und 7 gefaßt. Eine beispielsweise Form der Ziehbacken 6 und 7 ist aus Abb. 3 und
4 ersichtlich. Die äußere Ziehbacke 6 ist zum leichten Einlaufen des Trägers gut abgerundet;
sie besitzt eine längere Druckfläche, an der der Träger 2 beim Durchziehen anliegt. Die innere
Ziehbacke 7 ist mit einer gerundeten Ziehschneide 8 versehen, die eine gleichmäßige
Streckung des äußeren Gurtes des Trägers 2 bewirkt.
Der Steg 5 des Trägers 2 ist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel nur auf einer Seite
von einer Ziehbacke 7 erfaßt, während die andere Seite an der Führungsschiene 1 anliegt.
Die Ziehbacke 7 ist an der Arbeitskante 13 zweckmäßig in einem sehr kleinen Maße abgeschrägt,
wie in Abb. 2 in übertriebenem Maße dargestellt ist. Hierdurch wird erreicht, daß der
Anpreßdruck auf den Träger 2 an der äußeren Krümmungsseite, in Abb. 2 auf den oberen
Teil des Trägers 2, größer ist als an der Innenseite der Krümmung, in Abb. 2 auf den unteren Teil
des Trägers 2, so daß eine allmähliche Abnahme der Streckung der Fasern nach innen bewirkt
wird.
Je nach der Form des Querschnitts des Trägers 2 ist eine größere oder eine geringere
Anzahl von Ziehbacken in dem Gleitstück 4 vorzusehen. Die Ziehbacken können einzeln
oder mehrere zusammen an einem Backenträger angeordnet, ferner gesondert oder durch
gemeinsame Spannvorrichtungen gegen den Träger 2 gedrückt werden.
Wird das Gleitstück 4 über die Führungsschiene ι hinwegbewegt, so werden die entsprechenden
Teile des Trägers 2 zwischen den Ziehbacken 6 und 7 je nach der Größe des Anpressungsdruckes
um ein bestimmtes Maß ihrer ursprünglichen Länge verlängert und dadurch die Krümmung des Trägers 2 herbeigeführt.
Die Führungsschiene 1 kann nach einem Kreisbogen gebogen sein oder auch nach einer
beliebigen anderen Kurve in einer Ebene oder im Raum. Das Gleitstück 4 kann in beliebiger
Weise über die Führungsschiene 1 gezogen werden. Beispielsweise kann am Gleitstück 4
ein Seil 14 befestigt werden, das ungefähr in der Richtung der Führungsschiene läuft und durch
eine Zugvorrichtung oder durch Aufwickeln auf eine Trommel bewegt wird.
Wenn die Führungsschiene 1 kreisförmig gestaltet ist, wird das Gleitstück 4 zweckmäßig
um den Mittelpunkt 11 des Kreises drehbar gelagert, z. B. durch einen Verbindungsarm 12.
Um den Anpreßdruck der Ziehbacken 6, 7 genau einzustellen, können die Ziehbacken mit
einem Kraftzeiger beliebiger bekannter Bauart verbunden werden, wodurch die an den Ziehbacken
wirksame Kraft mittels eines Zeigers an einer Teilung abgelesen werden kann. Selbstverständlich
kann auch, wo es nötig ist, die Größe der während des Arbeitsvorganges ausgeübten
Druckkraft durch eine mit dem Kraftmesser verbundene Schreibvorrichtung aufgezeichnet
werden.
Durch eine größere oder geringere Einstellung des Anpreßdruckes der Ziehbacken 6, 7 kann erreicht
werden, daß die Krümmung des Trägers 2 größer oder geringer wird als die Krümmung
der Führungsschiene 1. Der Träger 2 wird in solchen Fällen, nachdem er von der Führungsschiene
1 entfernt worden ist, federnd die ihm durch den Ziehvorgang erteilte Krümmung annehmen.
Die Krümmung des Trägers 2 braucht also nicht mit der Krümmung der Führungsschiene
ι übereinzustimmen. Auf diese Weise ist es möglich, mit derselben Führungsschiene 1
verschiedenartige Krümmungen herzustellen. An verschiedenen Werkstücken können daher
verschiedene Krümmungen erzeugt werden. Es kann aber auch an demselben Träger eine veränderliche
Krümmung erzielt werden, indem während des Arbeitsvorganges die Anpressung
der Ziehbacken 6, 7 verändert wird. Diese Veränderung des Anpreßdruckes kann von Hand
oder selbsttätig sowie ferner gleichmäßig während des Arbeitsvorganges oder nur an bestimmten
Punkten vorgenommen werden.
Der Träger 2 kann in Form eines mehr oder weniger genau hergestellten Trägerprofils oder
aber auch in Form eines geraden Blechstreifens in die Biegevorrichtung eingesetzt werden.
Durch die Abrundung der Ziehbacken an der Einlauf stelle wird der Träger in jedem Falle
in eine genaue Querschnittsform gebracht. Die Ziehbacken können mit längeren Einlaufflächen
ausgebildet werden, durch welche der Träger aus dem geraden Blechstreifen in die gewünschte
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Profilform gebracht wird, so daß der gekrümmte Träger in einem Arbeitsgang aus einem geraden
Blechstreifen hergestellt wird. Zur Herstellung der Profilform können auch gesonderte Führungsbacken
vor den Ziehbacken angeordnet werden.
Die vorliegende Vorrichtung ist besonders von Vorteil bei Trägern von großer Profilhöhe im
Verhältnis zur Stärke des Bleches.
Claims (5)
- Patentansprüche:i. Vorrichtung zum Biegen von dünnwandigen Blechträgern, deren auf der äußeren Seite der Wölbung liegende Fasern durch einen Ziehvorgang unter seitlicher Zusammenpressung durch Ziehbacken (6, 7) verlängert werden, während die auf der Innenseite der Wölbung liegenden Fasern keine oder nur eine sehr geringe Längenänderung erhalten, dadurch gekennzeichnet, daß auf einer gebogenen Führungsschiene (1) ein Gleitstück (4) entlanggeführt wird, dessen Ziehbacken (6, 7) gegen die auf der äußeren Seite der Wölbung liegenden Teile des Trägers drücken.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine oder mehrere Ziehbacken (7) nur auf einer Seite des Blechträgers (2) angreifen, während dessen andere Seite an der Führungsschiene (1) anliegt.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Anpreßdruck der Ziehbacken (6, 7) einstellbar ist.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß mit der gleichen Führungsschiene (1) verschiedene Krümmungen des Trägers (2) dadurch hergestellt werden, daß der Anpreßdruck der Ziehbacken (6, 7) verändert wird.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (2) durch vor oder an den Ziehbacken (6, 7) angeordnete Führungsflächen in die gewünschte Profilform gebogen wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH124601D DE547433C (de) | 1929-12-17 | 1929-12-17 | Vorrichtung zum Biegen von duennwandigen Blechtraegern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH124601D DE547433C (de) | 1929-12-17 | 1929-12-17 | Vorrichtung zum Biegen von duennwandigen Blechtraegern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE547433C true DE547433C (de) | 1932-03-26 |
Family
ID=7174674
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH124601D Expired DE547433C (de) | 1929-12-17 | 1929-12-17 | Vorrichtung zum Biegen von duennwandigen Blechtraegern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE547433C (de) |
-
1929
- 1929-12-17 DE DEH124601D patent/DE547433C/de not_active Expired
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