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Maschine zur Herstellung von Überstülpkappen zum Verpacken von Herrenhüten
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Maschine zur selbsttätigen Herstellung
von Überstüipkappen aus Seidenpapier zum Verpacken von Herrenhüten. Die Lösung des
Problems einer selbsttätigen Herstellung von überstülpkappen aus Seidenpapier zum
Verpacken von Herrenhüten bereitet wegen der leichten Zerreißbarkeit und Unsteifigkeit
des Seidenpapiers erhebliche Schwierigkeiten. Es gibt daher bisher auch nur Maschinen
zur Herstellung von zum Verpacken von Herrenhüten dienenden Pappehüllen, welche
Maschinen Pappestreifen mittels Walzen in Zylinder- oder Kegelform biegen, die Streifen
aber an den Rändern nicht miteinander verkleben; indessen lassen sich auch diese
'.Maschinen zur Herstellung von Cberstülpkappen aus Seidenpapier, das beim Durchgang
zwischen den Walzen leicht reißen würde, nicht verwenden. Die Unsteifigkeit und
leichte Zerreißbarkeit von Seidenpapier schließt es überhaupt aus, die Kappenmäntel
und die Kappenböden je für sich auf besonderen Maschinen herzustellen und sie sodann,
gegebenenfalls nach Beleimung auf einer besonderen Maschine, auf wiederum einer
anderen Maschine miteinander zu verkleben; schon bei einem Erfassen des Kappenmantels
und Kappenbodens mit den Händen würden beide häufig, ihre Form verlierend, zusammenfallen,
und es wäre auch praktisch unmöglich, den fertigen Kappenmantel oder den fertigen
Kappenboden für die Weiterverarbeitung, das Beleimen oder Miteinanderverkleben,
auf Dorne o. dgl. zu stecken, da beim Erfassen und Aufstecken die Gefahr eines Einreißens
des dünnen Seidenpapiers eine außerordentlich hohe ist und daher mit einem sehr
großen Ausschuß gerechnet werden müßte.
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Demgemäß besteht die Erfindung in der Hintereinanderschaltung mehrerer
Vorrichtungen, wie sie zum Teil bei Maschinen zur Herstellung von Gefäßen oder Bechern
aus Pappe oder steifem, biegungsfähi.gem Kartonpapier an sich bekannt sind. Es sind
nämlich hintereinandergeschaltet eine Vorrichtung zum Beleimen des rückwärtigen
Randes eines zur Bildung des Kappenmantels dienenden, entsprechend zugeschnittenen
Seidenpapierstreifens (Mantelstreifen); eine Fördervorrichtung, ein umlaufender,
der Form des menschlichen Kopfes entsprechend elliptischer Kegelstumpf, eine Wickelvorrichtung,
welche den Streifen am vorderen Querrande erfaßt und um den Kegelstumpf bis zum
Überlappen und Miteinanderverkleben der beiden Streifenränder herumschlägt,' eine
Vorrichtung zum Beleimen des Kappenmantels am Außenrande des verjüngten Endes, eine
Zubringervorrichtung für die zur Bildung des Kappenkopfes dienenden elliptischen
Seidenpapierblätter (Kopfblätter) und eine mit einem Kopfblatt beschickte, haubenartige
Vorrichtung, die das Kopfblatt durch Aufschieben auf das verjüngte, beleimte Ende
des Kappenmantels in die Foren eines übergreifdeckels bringt und mit dem Mäntel
verklebt.
Durch die Vereinigung dieser Vorrichtungen in einer einzigen
Maschine wird es möglich, überstülpkappen aus Seidenpapier vollständig selbsttätig
herzustellen.
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Im folgenden ist eine Ausführungsform der neuen Maschine im Zusammenhange
beschrieben. In der zugehörigen schematischen Zeichnung stellen dar Fig. i die Draufsicht
auf die Maschine, Fig. 2 die zugehörige Vorderansicht, Fig.3 ein Schaubild der herzustellenden
Seidenpapierkappe, Fig.4 das Schema der Antriebsvorrichtung für die Deckelform in
einem Schnitt nach A-A der Fig. 2, die Fig.5 bis 8 das Schema der von der Deckelform
bei ihrer Bewegung eingenommenen verschiedenen Stellungen, die Fig. 9 bis i i die
Vorrichtung zum Beleimen des rückwärtigen Endes des zur Bildung des Kappenmantels
dienenden Seidenpapierstreifens, die Fig. 12 und 13 die Vorrichtung zum Bewickeln
des Kegelstumpfes mit dem Mantelstreifen in Vorderansicht, in der Pfeilrichtung
a der Fg. i betrachtet, und in Seitenansicht, Fig. 14 das Schaubild einer Einzelheit,
Fig. 15 einen Schnitt nach B-B der Fig. i, Fig. 16 die zugehörige Draufsicht, die
Fig. 17 und 18 den gleichen Schnitt wie in Fig. 15 bei geänderter Stellung
der Einzelteile und Fig. i9 die Deckelform in einem durch ihre Längsachse geführten
Mittelschnitt. Die Fig. 9 bis 13 und i9 sind gegenüber den Fig. r, 2 und
4 stark vergrößert. In folgendem sind bezeichnet mit I die Vorrichtung zutn Beleimen
des rückwärtigen Randes eines zur Bildung des Kappenmantels dienenden, entsprechend
zugeschnittenen Seidenpapierstreifens (Mantelstreifen s), II die Fördervorrichtung,
welche den beleimten Mantelstreifen dem umlaufenden, der Form des menschlichen Kopfes
entsprechend elliptischen Kegelstumpf 14 zuführt, III die Wickelvorrichtung, welche
den Streifen am vorderen Querrande erfaßt und um den Kegelstumpf bis zum Überlappen
und Miteinanderverkleben der beiden Streifenränder herumschlägt, IV die Vorrichtung
zum Beleinien des Kappenmantels am Außenrande des verjüngten Endes, V die Zubringervorrichtung
für die zur Bildung des Kappenkopfes dienenden elliptischen Seidenpapierblätter
(Kopfblätter k), VI die mit einem Kopfblatt k beschickte haubenartige Vorrichtung,
welche das Kopf-Matt durch Aufschieben auf das verjüngte, beleimte Ende des Kappenmantels
in die Form eines übergreifdeckels bringt und mit dem Mantel verklebt, VII eine
Vorrichtung zum Ablegen der fertigen Überstülpkappe.
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Sämtliche Teile der Maschine sind auf einem von Beinen i getragenen,
geeigneten Gestell 2 (Fig. i, 2) befestigt. Bevor die einzelnen Vorrichtungen beschrieben
werden können, ist es notwendig, über ihren Antrieb Aufschluß zu geben.
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Die Kraft wird (Fig. i, 2) von einem Elektromotor 3 aus eingeleitet.
Die Drehbewegung wird von der Motorwelle 4 durch die Zahnräder 5, 6 auf die erste
Vorgelegewelle 7, von dieser durch die Zahnräder 8, 9 auf die zweite Vorgelegewelle
io und von dieser durch die Zahnräder ii, i2 auf die dritte Vorgelegewelle 13 übertragen.
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Auf der zweiten Vorgelegewelle io sitzt der Kegelstumpf 14.
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Von der dritten Vorgelegew eile 13 aus erfolgt (Fig. i, 12) durch
das Kettenrad 15, die Kette 16 und die Kettenräder 17, 18, 19
der Antrieb
von drei Wellen 2o, 2i, 22. Die Welle 22 treibt die Vorrichtung II, welche den beleimten
Mantelstreifen denn Kegelstumpf 14 zuführt. Die Welle 21 vermittelt den Antrieb
der den rückwärtigen Querrand des Mantelstreifens mit Klebstoff versorgenden Beleimungsvorrichtung
I. Von der Welle 2o aus wird. die Vorrichtung IV betrieben, welche den um den Kegelstumpf
14 gewickelten Mantelstreifen für das Aufkleben des Kopfblattes am Außenrande belei.mt.
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Die Vorlegewelle 13 (Fig. r, 12) treibt mittels der Kegelräder
23, 24 die Welle 25. Von dieser Welle wird die Bewegung der Vorrichtungen V und
VI abgeleitet, welche das Kopfblatt dem Kegelstumpf 14 zuführt bzw. das Kopfblatt
auf den Mantelstreifen aufklebt.
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Die Vorgelege-welle 13 vermittelt schließlich auch noch die Bewegung
eines Hilfsteils der Aufwickelvorrichtung III und der die fertige Kappe seitlich
abführenden Ablegevorrichtung VII.
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Auf dem Gestell 2 ruht auf einer auf- und abwärts verstellbaren und
den Teil eines Kreisringsegmentes bildenden flachen Führungsbahn 26 (Fig. i, 9 bis
12) ein Stapel 27 aufeinandergeschichteter Seidenpapierstreifen, welche je die Form
des flach ausgebreiteten Mantels m (Fig.3) der herzustellenden Seidenpapierkappe
besitzen. Der einzelne Seidenpapierstreifen wird später als Mantelstreifen s bezeichnet.
Am Anfang der Führungsbahn 26 ist die Vorrichtung I zum Belehnen des obersten Mantelstreifens
s,
am Ende der Führungsbahn, deren Ouerrichtung dort der Längsrichtung der Welle io
des Kegelstumpfes parallel läuft, die Vorrichtung II vorgesehen, welche den beleimten
Mantelstreifen s dem Kegelstumpf 14 zuschiebt.
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Die Leimvorrichtung I ist aus den Fig.9 bis i i ersichtlich. An zwei
auf dem Gestell 2 befestigten lotrechten Seitenführungen 28 kann der Halter 29 eines
am Fußende eine Leimbürste 30 tragenden Leimgefäßes 31 auf und ab bewegt
werden. Die quer laufende Leimbürste 30 soll den Anfangsrand des obersten
Mantelstreifens s des Streifenstapels 27 beleimen, sich zu diesem Zwecke auf den
Papierstapel 27 niederlassen und nach erfolgter Beleimung wieder hochgehen. Diese
Auf- und Abwärtsbewegung erfolgt durch Vermittelung einer umlaufenden Kurbelscheibe
32 und einer am Halter 29 des Leimgefäßes 3i angelenkten Schubstange 33. Die Kurbelscheibe
32 erhält ihre Bewegung durch die das Kettenrad 18 (Fig. i, 12) tragende Welle 21,
welche mittels der Kegelräder 34, 35 die Welle 36 mit der auf ihr sitzenden Kurbelscheibe
32 in Drehung versetzt. Damit die Leimbürste 3o beim Hochgang nicht auch den von
ihr beleimten obersten Mantelstreifen s mitnimmt, trägt das Leimgefäß 31 zwei durch
Schraubenfedern 37 (Fig. i, 9 bis i i) belastete, auf und ab bewegliche Taster 38.
In der Hochstellung des Leimgefäßes befinden sich die Taster 38 in einem gewissen
Abstande oberhalb des obersten Streifens s des Stapels 27, und darüber in
einem noch größeren Abstande befindet sich die Leimbürste 3o. Beim Niederlassen
des Lehngefäßes 31 eilen demnach die Taster 38 der Leimbürste 30 vor, so
daß diese sich, wobei die Federn 37 gespannt werden, noch vor der Leimbürste 3o
auf den obersten Mantelstreifen s aufsetzen. Demnach eilen umgekehrt beim Wiederhochgang
des Leimgefäßes 31 die Taster der Leimbürste nach und halten den beleimten Mantelstreifen
s an Ort und Stelle fest, wodurch sie verhindern, daß dieser von der Leimbürste
30 mit angehoben wird.
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Die Vorrichtung II, welche den beleimten Mantelstreifen s dem Kegelstumpf
i4 zuschiebt, besteht aus einer auf den obersten Mantelstreifen unter ihrem Eigengewicht
sich aufsetzenden Reibrolle 39 (Fig. i, 12 und 14), deren Welle 40 oberhalb des
Mantelstreifens in der Querrichtung desselben verläuft (Fig. i). Die Welle 40 wird
von der Welle 22 (Fig. i, 12) durch einen mit geschränkter Schnur arbeitenden Schnurtrieb
41, 42, 43 in Drehung versetzt und bildet infolge geeigneter (nicht näher gezeichneter)
Lagerung an dem die Schnurscheibe 42 tragenden Ende einen um dieses Lager als Achse
in senkrecht zur Führungsbahn stehender Ebene schwingenden, einarmigen Hebel, dessen
an der Innenseite der Führungsbahn befindliches Ende zwischen den Zinken einer aufrecht
stehenden Gabel 44 (Fig. i ; s. auch Fig. 14) auf und ab geführt ist. Außerhalb
der Gabel wird das Ende der Welle 4o von der Winkelabbiegung 45 (Fig. i, 14) eines
um die Achse 46 schwingenden Hebels 47 unterfaßt. Ein anderer, auf der gleichen
Achse 46 angeordneter Hebel 48 greift mit seiner Winkelabbiegung 49 in die Bewegungsbahn
des Hebels io2. Dieser Hebel gehört zum Bewegungszeug der das Aufkleben des Kopfblattes
auf den Mantelstreifen besorgenden Vorrichtung VI und wird später noch erwähnt werden.
Solange der Hebel io2 den Hebel 49, 48 nach unten und dadurch durch die Winkelabbiegung
45 des Hebels 47 das unterfaßte Ende der Welle 4o hochdrückt, -ist die Reibrolle
39 von dem obersten Mantelstreifen s abgehoben. Gibt aber der Hebel io2 den Hebel
48, 49 wieder frei, so läßt sich die dauernd sich drehende Reibrolle 39 unter ihrem
Eigengewicht auf den darunter befindlichen Mantelstreifen nieder. Dieses Niederlassen
erfolgt in dem Augenblick, in welchem die vorhin erwähnten Taster 38 (Fig. i, 9
bis i i) des Leimgefäßes 31 der Vorrichtung I sich vom obersten Mantelstreifen s
abheben und hochgehen. Die auf dem Streifen aufsitzende Reibrolle 39 nimmt dann
den obersten, am rückwärtigen Querrande beleimten Mantelstreifen in seiner Längsrichtung
mit und schiebt ihn dem Kegelstumpf 14 (Fig. i) zu, auf welchen ihn die gleich zu
beschreibende Vorrichtung III aufwickelt.
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Der zweckmäßig hölzerne Kegelstumpf 14 (Fig. i, 2, 12, 13) sitzt,
wie vorhin schon erwähnt wurde, auf der zweiten Vorgelegewelle io und besitzt entsprechend
der Form der herzustellenden Seidenpapierkappe und der Form des menschlichen Kopfes
elliptische Grundflächen.
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Die Vorrichtung III zum Bewickeln des Kegelstumpfes 14 mit dem beleimten
Mantelstreifen s besteht (s. insbesondere die Fig. i2; 13) aus einem den Außenumfang
des Kegelstumpfes teilweise umspannenden Lederband 5o. DIeses ist schmaler, als
der Kegelstumpf breit ist, und läßt am verjüngten Ende desselben einen Rand frei
(s. Fig. 13). Mit dem einen Ende ist dieses Lederband 5o an der Führungsbahn 26
des Papierstapels 27, mit dem anderen Ende an einem Arm 51 befestigt, welcher durch
einen Lenker 52 mit dem Ende des einen Schenkels 53 eines [J-Bügels 53, 54 55 drehbar
verbunden ist.
Dieser umgreift den Kegelstumpf 14 von der einen
Seite desselben nach der anderen und ist mit seinem anderen Schenkel 55 um eine
zur Achse des Kegelstumpfes 14 parallele Achse 56 drehbar. Zwischen dien Schenkel
53, 55 bzw. den Steg 54 des U-Bügels und den Außenumfang des Lederbandes
50 sind Zugfedern 57 eingeschaltet Infolge entsprechender Abmessungen und
Gewichtsverteilung der das Lederband 50 tragenden Teile legt sich dieses
an den Außenumfang des Kegelstumpfes stramm an, und zwar geschieht dies, wenn der
Kegelstumpf aus der aufrechten Lage (in welcher -die große Achse seiner elliptischen
Grundflächen lotrecht steht) in die liegende Lage (entsprechend einer Drehung um
go°) übergeht, unter Anspannung der Federn 57, die beim Rückgang des Kegelstumpfes
in die aufrechte Lage die Rückführung auch des Lederbandes 50 in die frühere
Lage unterstützen.
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Wenn die Reibrolle 39 den obersten, von der Leimbürste so beleimten
Mantelstreifen vorschiebt, so tritt dieser mit seinem voreilenden Ende zwischen
den Außenumfang des Kegelstumpfes 14 und das diesen umspannende Lederband ein und
wird zwischen beiden festgeklemmt, so daß sich der Streifen bei der Drehung des
Kegelstumpfes auf dessenAußenumfangaufwickelt. DieLängedes Mantelstreifens ist größer
als die Abwickelung des Außenumfanges des Kegelstumpfes, so daß schließlich das
beleimte, nacheilende rückwärtige Streifenende das schon auf dem Kegelstumpfmantel
befindliche voreilende vordere Streifenende überlappt und auf diesem festgeklebt
wird.
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Der Schenkel 55 des [J-Bügels 53 bis 55 ist am unteren Ende mit einer
Winkelabbiegung 55' versehen. Diese liegt in der Bahn eines umlaufenden. Daumens
58. Die Welle 59 (Fig. 1, 2, z2, 13) -dieses Daumens wird von der dritten Vorgelegervelle
13 (Fig. 1, 2, 12) aus durch den Kettentrieb 15 bis ig sowie durch den Kettentrieb
6o bis 62 getrieben, wobei das Kettenrad 6o auf der Welle 2o und dasjenige 61 auf
der Welle 59 sitzt (Fig. 12, 13). Wenn der Daumen 58 auf die Winkelabbiegung 55'
des U-Bügels 53 bis 55 trifft, so wird dieser uni seine Drehachse 56 unter Abhub
des Lederbandes 5o vom Umfang des Kegelstumpfes 14 in die punktiert gezeichnete
Lage (Fig. 12) gedreht. Dieser Abhub ist erforderlich, wenn, was später noch erwähnt
werden wird, die fertige Seidenpapierkappe von dem Kegelstumpf abgezogen werden
soll. Der Abhub dauert bis nach beendetem Vorbeigang des Daumens 58 an der Winkelabbiegung
55' des U-Bügelschenkels 55, worauf der U-Bügel 53 bis" 55 unter seinem Eigengewicht
wieder in die ursprüngliche -Lage zurückkehrt.
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Die Vorrichtung IV zum Beleimen des fertiggestellten Kappenmantels
am Außenrande -seines verjüngten Endes für das Aufkleben der Kopfplatte geht aus
den Fig. 12 und 13 hervor. Sie wird, wie vorhin schon erwähnt wurde, von -der Welle
ao betrieben, welche von der dritten Vorgelegewelle 13 aus durch den Kettentrieb
15 bis i g in Drehung gesetzt wird. Auf der Welle 2o sitzt ein Daumen 63, auf dessen
oberem Scheitel eine mit lotrechten Stangen in geeigneten Führungen geführte, auf
und ab bewegliche Platte 64 ruht. Diese wird durch den sich drehenden Daumen 63
angehoben und sinkt dann durch ihr Eigengewicht bzw. dasjenige der mit ihr verbundenen
Teile wieder nieder. Auf der Oberseite trägt die Platte 64 ein Leimgefäß 65, welches
durch Federn 66 nach oben gedrückt wird. In dem Leimgefäß 65 ist um eine zur Welle
io ,des Kegelstumpfes 14 parallele Achse 67 eine aus dem Leimgefäß nach oben austretende
Leimwalze 68 .drehbar. Diese liegt, solange die Platte 64 eine bestimmte Höhenlage
nicht unterschreitet, also während der ganzen Zeit, während welcher die Platte 64
durch den Daumen 63 über diese Höhenlage hinaus bis zur Höchstlage angehoben wurde
und nachher beim Rückgang wieder die bestimmte Höhenlage erreicht, unter dem Druck
der Federn 66 an dem von dem Lederband 5o nicht mitumgriffenen Außenrand des Kegelstumpfes
14 - bzw. dem Außenmantel des auf den Kegelstumpf aufgewickelten Mantelstreifens
s an. Es sind die Federn 66 also auch dann gespannt, wenn der Kegelstumpf 14 sich
in liegender Lage (in welcher die großen Achsen seiner elliptischen Grundflächen
waagerecht liegen) befindet, und die Federn spannen sich noch mehr, wenn der Kegelstumpf
durch Drehung um go° in die aufrechte Lage übergeht. Die Auf- und Abwärtsbewegung
der Platte 64 und damit auch des Leimgefäßes 65 ist im übrigen in bezug auf die
Drehung des Kegelstumpfes 14 so abgestimmt, daß die Leimwalze 68 an dem Umfang des
Kegelstumpfes 14 bzw. des Mantelstreifens während ungefähr il/, Umdrehungen des
Kegelstumpfes angestellt bleibt und sich während etwa 13/,,Umdrehungen unterhalb
desselbenbefindet.
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Der Antrieb der Vorrichtung V, welche die Zufuhr einer Kopfplatte
zur Deckelform bewirkt, wird von der früher erwähnten Welle 25 (Fig. i, 2) abgeleitet,
welche mittels der Kegelräder 23, 24 (Fig. 1) von der dritten Vorgelegewelle 13
aus in Drehung versetzt wird. Auf dem Ende der Welle 25 sitzt fliegend eine Kurbelscheibe
69
(Fig. i, 2), deren daran befestigter Kurbelzapfen ; o von dem
Auge einer Schubstange i umgriffen wird. Dies ist mit einem einarmigen Hebel ; 2
fest verbunden, welcher fliegend auf einer zur Welle 25 parallelen Achse ; 3 sitzt.
Bei der Drehung der Welle 25 mit der Kurbelscheibe 69 schwingt der Hebel ; 2 hin
und her. Auf der Achse ; 3 sitzt fest ein einarmiger Hebel 74 und auf einer zur
Achse 7 3 parallelen Achse 73' ein anderer Hebel 7.a.', :der unter Vermittelung
von Seitenarmen 75 und 75' sowie einer Schiene 76 mit dem Hebel 74. zu einem räumlichen
Gelenkparallelogramm verbunden ist. Die Schiene 76 trägt starr einen Stempel ;7,
der dazu bestimmt ist, von einem Stapel 7 8 von Kopfblättern das oberste Kopfblatt
k abzuheben und dasselbe der gleich zu erwähnenden Deckelform zuzuführen. Der Stempel
77 ist hohl und mit seinem Innern an eine mit ihm bewegliche Saugleitung 79 angeschlossen.
In nicht gezeichneter Weise wird durch eine ihre Bewegung, z. B. von dem Hebel 74
ableitende Hilfssteuerung das Absperrventil der Saugleitung geöffnet, wenn der Saugstempel
sich oberhalb des Stapels 78 in der ersten Endstellung befindet, und wieder geschlossen,
wenn er über die Deckelform in die zweite Endstellung gelangt ist. Die erste Endstellung
ist in Fig. 2 in vollen Linien, die zweite Endstellung in punktierten Linien gezeichnet.
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Die Deckelform ist zweiteilig und besteht i s. insbesondere Fig. ig)
aus einer Scheibe 8o mit im Mittelteil durchgehend angeordneten Löchern 81 sowie
einer die Scheibe umschließenden Haube 82. Beide besitzen dem Kegelstumpf 14 entsprechend
elliptischen Ouerschnitt. Die Scheibe 8o ist an der Riicl:seite mit Führungsstiften
83 versehen, welche durch entsprechende Löcher im Haubenboden 82' durchgreifen.
Zwischen die Scheibe 8o und den Haubenboden 82' eingeschaltete Federn 84 sind bestrebt,
den Abstand zwischen Scheibe und Haubenboden zu vergrößern. Auf der Außenseite des
Haubenbodens 82' die Führungsstifte 83 durchsetzende Vorstecker verbinden die Scheibe
mit der Haube. Die durch eine entsprechende Ausnehmung im Haubenboden nach außen
greifende Nabe 85 der Scheibe 8o ist hohl und drehbar im Steg 87 (Fig. i, 2, .4,
i g) eines [)-Bügels 86 bis 88 gelagert, von welchem noch die Rede sein wird. Zwischen
dem Steg 87 des [)-Bügels und dem Haubenboden 82' ist eine die Scheibennabe 85 umgreifende
Schraubenfeder 89 eingeschaltet, welche mit dem einen Ende am Haubenboden 82' und
mit dem anderen Ende am Steg 87 des [)-Bügels 86 bis 88 befestigt ist. Die Feder
ist bestrebt, die aus der Scheibe 8ö und der Haube 82 bestehende Deckelform bei
Betrachtung in der Richtung des Pfeiles a der Fig. i entgegengesetzt zum Uhrzeiger
zu drehen. Die Drehung in diesem Sinne wird durch einen (nicht gezeichneten) Anschlag
begrenzt. Die Drehung im anderen Sinne ist nur entgegen der Wirkung der Schraubenfeder
89 möglich, die dadurch gespannt wird. Ein sonst noch an der Außenseite des Haubenbodens
82' befestigter Arm go wird später noch zu erwähnen sein; er besitzt (s. insbesondere
die Fig. 15 bis 18) einen gebogenen Außenrand gi und einen abgeschrägten Innenrand
92. Jenseits des Steges 87 des [)-Bügels 86 bis 88 ist die hohle Scheibennabe 85
drehbar in eine Zwischenmuffe 93 eingesetzt, welche das Innere der Scheibennabe
85 mit einer mit der Deckelform sich bewegenden Saugluftleitung 94 verbindet.
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Der eben erwähnte -Bügel 86 bis 88 (Fig..I) bildet einen Teil der
nun zu beschreibenden Vorrichtung VI, welche das Aufkleben eines Kopfblattes auf
den Kappenmantel besorgt. Die beiden Schenkel 86, 88 des U-Bügels tragen am Fußende
Rollen 95 (Fig. 2, 4), welche in der zur -Achse der Welle io des Kegelstumpfes
14 parallelen Bahn von Wälzlagern 96 hin und her beweglich sind. Die Rollen
95 sitzen drehbar auf einem die Fußenden der beiden [)-Schenkel 86, 88 verbindenden
Stab 97. An diesem sind die einen Enden von über Rollen 98 geführten Schnüren 99
befestigt, deren andere Enden Gewichte ioo tragen. Jeder [)-Schenkel 86, 88 ist
durch einen Lenker ioi (Fig. i, 2, d., 5 bis 8) mit dem freien Ende je eines einarmigen
Hebels io2 verbunden. Die beiden Hebel 102 sitzen fest auf einer unterhalb des Gestells
2 quer laufenden Achse 103. Diese trägt außerdem einen Hebel iod., der durch eine
Schubstange io5 an einen zweiten Kurbelzapfen io6 der vorhin schon erwähnten Kurbelscheibe
69 (Fig. i, 2) angeschlossen ist. Dieser Kurbelzapfen sitzt starr auf der Außenseite
eines seinerseits starr auf der Außenseite eines seinerseits starr auf dem Kurbelzapfen
7o konzentrisch zur Kurbelscheibe 69 befestigten Halbringes 69', so daß ,die beiden
Schubstangen 71 und io5 einander bei der Bewegung nicht hindern. Es trägt
außerdem jeder Lenker ioi einen Zapfen 107 (Fig.2, 5 bis 8), der in den Führungsschlitz
io8 von an den ()-Schenkeln 86, 88 angelenkten Kulissen iog eingreift. Infolge dieser
Bewegungsmittel durchläuft die Deckelform 8o, 82 beim Umlauf der Welle 25 und der
Kurbelscheibe 69 die aus den Fig.5 bis 8 ersichtlichen Stellungen. Die Ausgangslage
ist die waagerechte Lage der Fig. 5, in welcher die Deckelform bei
nach
oben gerichteter Scheibe so lange verharrt, bis der früher erwähnte Stempel 77 auf
ihn ein Kopfblatt k aufgelegt hat. Ist die Auflage erfolgt, dann bewegt sich die
Deckelform zusammen mit dem Kopfblatt auf dem Wege über die Zwischenstellungen der
Fig. 6 und 7 in die in vollen Linien gezeichnete lotrechte Stellung der Fig. i,
2 und B. Auf der Scheibe 8o wird das Kopfblatt k durch die Saugkraft der Leitung
94 festgehalten. Aus der Stellung der Fig.8 verschiebt sich die Deckelform in die
punktiert gezeichnete Lage parallel zu sich selbst um das Maß x (Fig. 8) gegen den
Kegelstumpf 14 hin in der Längsrichtung seiner Welle io, wodurch die Gewichte ioo
(Fig. 2, 8) angehoben werden. Hierbei erfolgt, wie gleich auseinandergesetzt werden
wird, das Aufkleben der Kopfplatte k auf den Kappenmantel. Nachher vollzieht sich
in umgekehrter Reihenfolge der Vorgänge die Rückkehr der Deckelform in die Ausgangslage,
wobei die Parallelverschiebung der Deckelform um das in Fig.8 angegebene Maß x durch
die wieder fallenden Gewichte ioo veranlaßt wird.
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Sobald die Deckelform in die lotrechte Lage aufgestellt ist (Fig.8),
befindet sich auch die Scheibe 8o (Fig. ig) der Deckelform 8o, 82 gerade vor dem
verjüngten Ende des Kegelstumpfes 14- In diesem Augenblick ist, was im Hinblick
auf die elliptischen Grundflächen der Deckelform und des Kegelstumpfes besonders
betont werden muß, die Raumlage beider relativ zueinander derart, daß bei der nun
einsetzenden Parallelverschiebung der Deckelform ihre Haube 82 sich unter Anspannung
der Federn 84 auf den Außenmantel des Kegelstumpfs aufschieben kann. Sowie die Haube
82 der Deckelform auf den Kegelstumpf 14 überzugreifen beginnt, wird dessen Drehung
auf die Deckelform übertragen, wobei die zwischen den Haubenboden 82' und den Steg
87 des [J-Bügels 86 bis 88 zwischengeschaltete Schraubenfeder 89 (Fig. i, 2, ig)
sich spannt. Durch das Zusammenwirken des Kegelstumpfes 14 und der Deckelform 8o,
82 erfolgt das Auflegen des von der Deckelform festgehaltenen Kopfblattes auf den
Kappenmantel und,das Miteinanderverkleben beider. Dieses Zusammenwirken des Kegelstumpfes
und der Deckelform beginnt mit dem Aufschieben der Haube 82 der Deckelform 8o, 82
auf den Kegelstumpf 14 und endigt in dem Augenblick, in welchem bei der Rückkehr
der Deckelform in die Ausgangslage die Haube 82 den Kegelstumpf 14 wieder verläßt;
es vollzieht sich innerhalb der Zeitdauer von etwas weniger als einer halben Umdrehung
des Kegelstumpfes. Sobald die Deckelform auf dem Rückwege sich parallel zu sich
selbst in der lotrechten Stellung der Fig.8 um -das Maß x nach rückwärts zu verschieben
beginnt, nimmt sie, da das Kopfblatt k von der Scheibe 8o der Deckelform 80, 82
weiter durch Saugkraft .festgehalten wird, die ganze fertiggestellte Kappe mit und
beginnt, sie von dem Kegelstumpf 1q. abzuziehen. Das Abziehen ist aber in dem Augenblicke,
in welchem die Haube 82 der Deckelform den Kegelstumpf verläßt, noch nicht beendet.
Andererseits ist aber die zuvor gespannte Schraubenfeder 89 zwischen der
Haube 82 und dem Steg 87 des U-Bügels 86 bis 88 bestrebt, die Deckelform nach dem
Verlassen des Kegelstumpfes sofort wieder in die Ausgangslage zurückzudrehen. Würde
dies eintreten, dann würde aber die noch auf dem Kegelstumpf zwischen seinem Außenumfang
und dem Lederband 5o steckende fertige Kappe verwunden und damit, da sie aus dünnem
Seidenpapier besteht, zumeist zerrissen werden. Es muß daher die Rückdrehung der
Deckelform 8o, 82 in die Ausgangslage so.l.ange unterbunden werden, bis die Kappe
von dem Kegelstumpf 14 vollständig abgezogen wurde. Zu diesem Zweck ist seitlich
neben der Bewegungsbahn der Deckelform ein von Stützen iio (Fig. 15 bis 18)
getragener Flachstab i i i in der Längsrichtung der Welle io angeordnet, der vermittels
geeigneter Träger parallel zu sich selbst um die Achse 112 drehbar ist und für gewöhnlich
an einem Anschlage 113 anliegt. Er befindet sich in der Bahn des -weiter
oben erwähnten, an der Außenseite des Haubenbodens 82' befestigten Armes go, der
bei der Drehung der Deckelform, knapp bevor der Haubenboden den Kegelstumpf 14 wieder
verläßt, mit seinem gebogenen Außenrande 9i auf den Flachstab i i i trifft, diesen
in der Pfeilrichtung der Fig. 17 nach oben drückt und schließlich unterhalb
seines Fußrandes abgleitet. Es fällt nun der Flachstab i i i durch sein Gewicht
wieder auf den Anschlag 113 zurück und verhindert die Rückdrehung der Deckelform
8o, 82 in die Ausgangslage durch den Arm go, der sich mit seinem abgeschrägten Innenrand
92 unter der Spannung der Schraubenfeder 89 an die der Deckelform abgewendete Seite
des Flachstabes i i i anlegt (Fig. i8). Solange der Flachstab während des Rückganges
der Deckelform in die Ausgangslage den Arm go festhält, kann demnach die Schraubenfeder
89 nicht wirken; sie -wirkt vielmehr erst dann, wenn auf dem Wege der Deckelform
aus der Stellung der Fig. 8 in diejenige der Fig. 5 der Arm 9o sich bei der eingetretenen
Änderung der Raumlage der Deckelform bis unter den
Flachstab i i
i gesenkt hat. Dann kann die Schraubenfeder 89 sich entspannen und die Deckelform
wieder in die frühere Lage zurückbringen. Dies erfolgt aber erst dann, wenn die
Kappe von dem Kegelstumpf 14 schon vollkommen abgezogen wurde.
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Schließlich ist noch die Vorrichtung VII zum Ablegen der fertigen
Kappe zu beschreiben. Auf der einen Seite der Bewegungsbahn der Deckelform 8o, 82
befindet sich ein endloses Förderband 11d., auf der anderen Seite das Ende einer
Druckluftleitung 115. Die eine Walze 116 des Förderbandes sitzt auf der von der
dritten Vorgelegewelle i3 (Fäg. i) durch die- Kettentriebe 15 bis i9 (Fig. 12) und
6o bis 62 in Drehung versetzten Welle 59, die andere Walze auf der dazu parallelen
Welle 116'. Sobald die zunächst noch an die Scheibe 8o der Deckelform 8o, 82 angesaugte
fertige Kappe bei der Rückbewegung der Deckelform vor die Ebene des Förderbandes
114. gelangt, wird durch eine nicht gezeichnete Steuerung ein Absperrorgan der Saugleitung
94. zur Deckelform 8o, 82 unterbrochen und dafür das Absperrorgan der Druckl.uftleitung
115 geöffnet. Durch die Unterbrechung des Saugluftstromes zur Deckelform wird ,die
fertige Kappe frei, die dann von dem Druckluftstrom auf das Förderband abgeblasen
wird. Dieses fördert die Kappe sodann weiter und legt sie an geeigneter Stelle ab.
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Die Wirkung ist folgende: Auf der Führungsbahn 26 befindet sich ein
Stapel 27 von Mantelstreifen s. Die Reibrolle 39 liegt auf dem obersten Mantelstreifen
noch nicht auf. Die Deckelform 8o, 82 befindet sich in der Stellung der Fig. 5.
Der Kegelstumpf 14 wird durch den Elektromotor 3 in gleichförmige Drehung versetzt
und läuft bei Betrachtung im Sinne des Pfeiles a der Fig. i im Uhrzeigersinne um.
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Zunächst wird der oberste Mantelstreifen s durch die Leimbürste 30
(Fig.9 bis i i) am hinteren Querrande beleimt. Es geschieht dies dadurch, daß die
Kurbelscheibe 32 das Leimgefäß 31 mit der Leimbürste 30 gegen den Mantelstreifen
s niederbewegt und die Leimbürste sich auf diesen aufsetzt. Die beim Wiederhochgang
der Leimbürste auf dem Metallstreifen noch verbleibenden Taster 38 verhindern, daß
die hochgehende Leimbürste 3o den Mantelstreifens mit anhebt.
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Sowie die Taster 38 den Mantelstreifen verlassen, gibt der Hebel io2
(Fig. 14.) der Vorrichtung VI die Winkelabbiegung 4.9 des Hebels .I8, 4.9 frei,
-,wonach sich die Reibrolle 39 (Fig.2, 1¢) unter ihrem Eigengewicht auf den obersten
Mantelstreifen s niederläßt und denselben gegen den Kegelstumpf 14 hin weiterfördert.
Der Daumen 58 (Fig. 12) steht etwa in der vollgezeichneten Stellung und beeinflußt
demnach den [)-Bügel 53 bis 55 und das von ihm getragene, den Kegelstumpf 14 umfassende
Lederband So nicht. Demzufolge legt sich das Lederband stramm an den Mantel des
Kegelstumpfes 14 an, so daß, sobald der vordere O_uerrand des Mantelstreifens s
in den Zwischenraum zwischen dem Kegelstumpf 14. und dem Lederband So gelangt ist,
das Aufwickeln des Mantelstreifens auf den Umfang des Kegelstumpfes beginnt. In
diesem Augenblick hebt sich auch die Reibrolle 39 wieder von dem Mantelstreifen
s ab, der nunmehr selbsttätig in den genannten Zwischenraum zwischen Kegelstumpf
und Lederbandeingezogenwird. Schließlichkommt es, da die Länge des Mantelstreifens
größer ist als der Außenumfang des Kegelstumpfes, zu einem Überlappen der beiden
Querränder des Mantelstreifens und demnach auch zu einem Miteinanderverkleben derselben.
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Sobald dies geschehen ist, erfolgt das Beleimen des um den Kegelstumpf
gewickelten Mantelstreifens an dessen von dem Lederband So nicht bedeckten Seitenrand.
Die Beleimung erfolgt durch die Beleimungsvorrichtung IV. Inzwischen hat nämlich
der Daumen 63 (Fig. 12) die Platte 64. mit dem darauf befindlichen Leimgefäß 65
so weit angehoben, bis die Leimes alze 68 unter der Spannung der Federn 66 sich
an den zu beleimenden Rand des aus dem Mantelstreifen gebildeten Kappenmantels anlegt.
Es wird demnach während des Vorbeidrehens des Kappenmantels an der Leimwalze der
gesamte Außenrand des Kappenmantels ringsum geleimt. Sobald dies geschehen ist,
verläßt der Daumen 63 auch wieder die Platte 64., die sich nunmehr zusammen mit
dem Leimgefäß unter dem Gewichte beider wieder senken kann.
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Während dieser Vorgänge hat der Stempel 77 (Fig. i und 2) ein Kopfblatt
k erfaßt, es auf die in der Stellung der Fig.5 sich befindende Scheibe 8o
der Deckelform 8o, 82 aufgelegt und dann wieder freigegeben. Das Festhalten des
Kopfblattes k auf der Scheibe 8o der Deckelform 8o, 82 übernimmt nun die Saugleitung
94. Nach beendeter Auflage des Kopfblattes auf die Scheibe 8o der Deckelform bewegt
sich diese aus der waagerechten Stellung -der Fig.5 bis in die lotrechte Stellung
der Fig.8, und zwar ist, wenn die Deckelform in die lotrechte Stellung gelangt ist,
auch deren Scheibe 8o gerade vor den Kegelstumpf 1.4 gekommen. Dieser Augenblick
entspricht demjenigen, in welchem die Leimwalze 68 (Fng. 12) -die Beleimung .des
Außenrandes des Kappenmantels
beendet- hat und das Leimgefäß 65
sich wieder zu senken beginnt.
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Nurr beginnt die in der lotrechten Stellung der Fig.8 sich befindende
Deckelform 8o, 82, sich um die Strecke x (Fig.. 8) gegen den Kegelstumpf hin zu
bewegen, wobei sich die Haube 82 auf den Kegelstumpf 14 aufschiebt. Hierdurch werden
die Ränder des Kopfblattes k auf den beleimten Rand des Kappenmantels übergestülpt
und auf ihm aufgeklebt. Das Aufschieben der Haube 82 auf den Kegelstumpf 14 um das
Maß x der Fig. 8 führt dazu, daß die Deckelform 8o, 82 an der Drehung des Kegelstumpfes
14 teilnimmt. Während der drehenden Mitnahme der Deckelform wird die Schraubenfeder
89 derselben gespannt. Die Mitnahme hört auf, sobald die Deckelform nach begonnenem
Rückgang den Mantel des Kegelstumpfes wieder verläßt.
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Sofort, wenn der Rückgang der Deckelform einsetzt, drückt 'der Daumen
58 (Fig. 12) den das Lederband 5o festhaltenden [)-Bügel 53 bis 55 in die punktiert
gezeichnete Lage, wodurch das Lederband locker wird, so daß die Deckelform beim
Rückgang der Kappe an dem von ihr festgehaltenen Kopfblatt abziehen kann. Das Zurückdrehen
der Deckelform in- die frühere Lage unter der Wirkung der gespannten Schraubenfeder
89 wird in der .früher geschilderten Weise durch das Zusammenwirken des an der Außenseite
des Haubenbodens 82' befestigten Armes 9o mit dem Flachstab i i i (Fig. 15 bis 18)
verhindert und tritt erst dann ein, wenn während der Rückbewegung der Deckelform
8o, 82 der Flachstab i i i den Arm 9o wieder freigegeben hat.
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Sobald die die fertige Kappe festhaltende Deckelform während des Rückganges
vor die Bahn des Förderbandes 114 gelangt ist, wird die Saugluftleitung 94 selbsttätig
gesperrt und die Druckluftleitung 115 selbsttätig geöffnet, so daß der austretende
Druckluftstrom die von der Deckelform freigegebene fertige Kappe auf das Förderband
114 abblasen kann.
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Nun ist inzwischen wieder die Beleimung des nächsten Mantelstreifens
s am hinteren Querrande durch die Leimbürste 30 vor sich gegangen, und auch
das Auswickeln .desselben auf den Kegelstumpf 14 hat begonnen, so daß, wenn die
Deckelform mit einer neuen Kopfplatte k beschickt und diese an den Kegelstumpf 14
wieder herangebracht wurde, die Vorgänge in der geschilderten Weise weiter aufeinanderfolgen
können.