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Elektromagnetische Druckeinrichtung für Zeigerwaagen Es sind bereits
elektromagnetische Druckeinrichtungen für Zeigerwaagen bekannt, bei denen unter
der Anzeigeskala in elektrische Kontakte aufgelöste Schienen, gesondert für Einer-,
Zehner-, Hunderterwerte usw., angeordnet sind, die nach dem Einspielen der Waage
durch einen am Zeiger angebrachten Gegenkontakt geschlossen werden und bei welchen
den einzelnen Kontakten der Skala gruppenweise Elektromagnete zugeordnet sind, die
auf den zugehörigen Einer-, Zehner-, Hundertertypenrädern die jeweiligen Gewichtswerte
einstellen.
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Es sind ferner bei solchen elektrischen Kontaktskalen auch schon Mittel
bekannt geworden, die verhindern sollen, daß der Zeiger gleichzeitig zwei nebeneinanderliegende
Kontakte derselben Wertreihe schließt und dadurch zwei Einstellmagnete erregt. Mit
den bekannten Mitteln, beispielsweise konischen Stiften oder dreieckigen Kontaktstücken
an der Skala bzw. am Zeiger, ist jedoch eine Ablenkung des Zeigers aus seiner Einspiellage
verbunden, wenn er nicht gerade die zur Kontaktschließung erforderliche Stellung
einnimmt.
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Durch die Erfindung soll eine solche seitliche Ablenkung des Zeigers
aus seiner Einspiellage bei der Kontaktschließung vermieden werden. Zu diesem Zwecke
werden erfindungsgemäß die Kontaktstücke der Einerschiene auf deren äußerem Segmentbogen
derart spitzwinklig zur Schwingungsebene des Zeigers angeordnet, daß das Kontaktstück
des Zeigers, wenn es gegen die Skala bewegt wird, von zwei nebeneinanderliegenden
Kontakten der Schiene sowohl das vordere Ende des einen als auch das hintere Ende
des anderen überstreicht und dadurch in jeder Zeigerstellung Kontaktschluß gewährleistet.
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Damit nun nicht gleichzeitig bei dem überstreichen von zwei Kontaktstücken
auch die beiden ihnen zugehörigen Elektromagnete erregt werden, ist erfindungsgemäß
die elektrische Schaltung derselben so gewählt, daß der Stromkreis des der höheren
Zahl entsprechenden Kontaktstückes unterbrochen ist, wenn von den das zugehörige
Drucktypenrad einstellenden Stangen die des vorhergehenden Wertes von dem ihr zugeordneten
Elektromagneten angezogen ist. Dies wird dadurch erreicht, daß der Stromkreis des
den nächsthöheren Wert einstellenden Magneten mittels Schleiffedern über die Einstellstange
des vorhergehenden Magneten geschlossen wird.
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Der Erfindungsgegenstand ist in den beiliegenden Zeichnungen beispielsweise
dargestellt, und zwar zeigen Abb. i eine Vorderansicht der Waagens#kala sowie eine
Draufsicht auf die Kontaktschiene, Abb. a eine Seitenansicht der am Zeiger der Waage
angebrachten Kontakteinrichtung, Abb.3, 4 und 5 Seitenansicht, Vorderansicht und
Draufsicht der elektromagnetischen Typenradeinstellvorrichtung; Abb. 6 eine Draufsicht
auf die Einer- und Zehnerkontaktschienen, Abb. 7 den Schaltungsplan der Vorrichtung.
Unterhalb der Anzeigeskala b ist die segmentförmige Kontaktschiene d konzentrisch
zur Zeigerachse angeordnet. Die Kontaktschiene a. trägt entsprechend der Skalenteilung
auf ihrem oberen äußeren Segmentbogen spitzwinklig zur Schwingungsebene des Zeigers
angeordnete
Kontaktstücke c, für die Einerwerte. Vor diesen Kontaktstücken c, befinden sich
die Kontakte c. für die Zehner usw. (Abb.6).
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Der Zeiger d der Waage trägt an seinem oberen Ende einen Schieber
g, den eine Feder o nach außen zieht. Im festen Anzeigegehäuse ist eine Druckleiste
na gelagert, die entgegen der Wirkung einer Feder r durch einen Druckknopf f betätigt
wird. Beim Drücken des Knopfes f wird der Schieber g über den äußeren Umfang der
Kontaktschienen c,, c.. usw. bewegt, und dabei wird der Stromkreis zwischen dieser
und der Leiste .n, an die der eine Pol einer Stromquelle gelegt ist, geschlossen.
Die Segmentstücke c, der Einerschiene sind derart spitzwinklig zur Schwingungsebene
des Zeigers d angeordnet, daß der Schieber g bei seiner Bewegung in jeder Stellung
zwei Kontakte c, überstreicht, und zwar derart, daß er zunächst mit dem der niedrigeren
Zahl entsprechenden Kontakt c, und dann erst mit dem nächsthöheren in Berührung
kommt.
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Mit den Kontakten c" c2 usw. stehen Elektromagnete e in Verbindung,
deren Stromkreise durch den Schieber g nach dem Einspielen des Zeigers geschlossen
werden. Für die Einer ist jeder Zahl von i bis 9 ein besonderer Elektromagnet e,
bis e, zugeordnet (Abb.5), ebenso für die Zehner, Hunderter USW.
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Über den Elektromagneten e jeder Reihe sind um eine in festen Lagern
s gelagerte Achse t drehbare Stangen i, i' angeordnet, (Abb. 7). Für
die Einergruppe sind diese Stangen mit il bis i, bezeichnet (Abb. 3, 5) und greifen
wiederum mittels Verbindungsglieder u an einer bei w gelagerten Stange n an, die
mittels eines Bandes v entgegen einer Feder p auf das zugehörige Typenrad
h einwirkt. In der Abb. 7 gehören die Stangen i, n zu den Einermagneten,
die Stangen i; yi zu
den Zehnermagneten.
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Wird ein Magnet e erregt, so zieht er die ihm zugeordnete Stange i
an. Die Wege, welche die Stangen i dabei zurücklegen, sind untereinander gleich
und werden durch einen Anschlag h begrenzt. Da jedoch die Stangen i, i mit
verschiedenen Hebelarmen an den Stangen st, W angreifen, werden deren Winkelausschläge
um w verschieden groß sein, je nachdem, welche Stange i, i diesen Ausschlag
hervorruft. Diese verschiedenen Winkelausschläge dienen zur Einstellung der entsprechenden
Werte auf den Typenrädern h, die durch Federn p in der Nullstellung gehalten werden.
Damit nun nicht beim Bewegen des Schiebers g, der immer zwei nebeneinanderliegende
Kontakte der Einerschiene gleichzeitig überstreicht, auch die beiden ihnen zugehörigen
Elektromagnete e gleichzeitig erregt werden, ist deren elektrische Schaltung so
gewählt, daß der Stromkreis des die höhere Zahl einstellenden Magneten mittels Schleiffedern
L über die Stange i des vorhergehenden Magneten geführt ist und so lange unterbrochen
ist, als die Stange i durch den bereits erregten vorhergehenden Magneten angezogen
ist. Durch den Erfindungsgegenstand kann also in jeder Stellung des Zeigers ohne
seitliche Ablenkung desselben die Typenrädereinstellung auf elektromagnetischem
Wege vorgenommen werden.