DE545162C - Verfahren zur Gewinnung von Salzsaeure - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Salzsaeure

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DE545162C
DE545162C DEM104300D DEM0104300D DE545162C DE 545162 C DE545162 C DE 545162C DE M104300 D DEM104300 D DE M104300D DE M0104300 D DEM0104300 D DE M0104300D DE 545162 C DE545162 C DE 545162C
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hydrochloric acid
water vapor
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DEM104300D
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English (en)
Inventor
Wilhelm Hoss
Dr Fritz Rossteutscher
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GEA Group AG
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Metallgesellschaft AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B7/00Halogens; Halogen acids
    • C01B7/01Chlorine; Hydrogen chloride

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Electrostatic Separation (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Gewinnung von Salzsäure Es ist bekannt, Schwefelsäurenebel aus Gasen im elektrischen Hochspannungsfeld niederzuschlagen. Die niedergeschlagene Säure ist je nach der Herkunft und je nach den Temperaturverhältnissen mehr oder weniger konzentriert. Der Temperaturbereich für die Niederschlagsbarkeit der Schwefelsäure erstreckt sich bis zu deren Siedepunkt. Man kann daher Schwefelsäurenebel auch aus Salzsäuregas enthaltenden Gasgemischen zur elektrischen Ausscheidung bringen.
  • Liegt ein nebelfreies Wasserdampfsalzsäuregemisch in Luft oder anderen Gasen vor, z. B. in Form von Abgasen, in denen der Gehalt an Wasserdampf den HCL-Gehalt stark überwiegt, so ist die Salzsäure als Gas der elektrischen Ausscheidung nicht zugänglich; bei Abkühlung des Gemisches bis unter die Sättigungsgrenze des Gases findet zwar eine Kondensation unter Nebelbildung statt, bei welcher aber neben Salzsäure auch der Wasserdampf sich ausscheidet und gleichzeitig mit ersterer elektrisch niedergeschlagen wird, so daß als Kondensat in der Regel eine stark verdünnte Säure entsteht, welche wenig Wert hat und in der Regel einer Weiterverarbeitung auf konzentrierte Säure bedarf.
  • Versuche haben ergeben, daß der Taupunkt von Salzsäure (im Bereich von etwa io bis 25 ° f o Gewichtsprozent HCL) und der Taupunkt des Wasserdampfes in dem hauptsächlich in Frage kommenden Gebiet von etwa 7o bis ioo° gerade noch hinreichend weit auseinanderliegen, so daß auf diesen, wenn auch kleinen Temperaturunterschied ein elektrisches Trennungsverfahren begründet werden kann. Man wird hierbei zwar naturgemäß nicht eine quantitative Trennung von Salzsäure und Wasser erreichen, wohl aber eine Scheidung, bei der einerseits die Hauptmenge der Salzsäure etwa bis zur Konzentration der konstant siedenden Säure (2o Gewichtsprozent HCL) anfällt, und andererseits ein schwach saures Wasser die Reste der Salzsäure enthält. Bei sorgfältigem Schutz der elektrischen Niederschlagsvorrichtung gegen Störungen in der Temperaturverteilung kann man gegebenenfalls auch in zwei Stufen arbeiten: in der ersten Stufe bei Temperaturen möglichst wenig unter dem Taupunkt der Säure, um eine möglichst starke Säure auszuscheiden; hierauf werden die Gase in einer zweiten Stufe einer anderen Niederschlagsvorrichtung zugeführt, die in der Temperatur etwas niedriger, also bereits näher bei dem Taupunkte des Wasserdampfes liegt, wobei eine dünnere Säure anfällt. Endlich wird man den unbedeutenden Rest der Salzsäuredämpfe mit dem Wasserdampf gemeinsam durch Abkühlung unter den Taupunkt zur Nebelbildung. bringen und für sich oder unter Mitwirltung - des elektrischen Feldes restlos niederschlagen.
  • Die den `obeneriv ähnten Xonzentrationsgebieten von etwa io bis 25 °1oiger Salzsäure entsprechenden Gase enthalten HCL und H20 im Verhältnis von i Mol HCL zu mehr als etwa 6 Mol H20. Es lassen sich aber auch Gase verarbeiten, in denen auf i Mol HCL weniger als etwa 6 Mol H20 entfallen, wenn man vor der Verarbeitung, in der elektrischen Niederschlagsanlage so viel Wasserdampf dem Gasgemisch zufügt, daß das Verhältnis i Mol HCL zu etwa 6 Mol H2 O mindestens erreicht wird.
  • Die anfallenden Säuren können als Waschsäuren für die Vor- oder Zwischenbehandlung der Gasgemische dienen. Beispiel Ein Abgas, enthaltend 39 Volumprozent Wasserdampf und i Volumprozent HCL, Rest Luft, wird von etwa go bis zoo° C durch Waschen mit einer dünnen Salzsäure in einem Rieselturm auf etwa 82° C zur Nebelbildung heruntergekühlt und durchläuft bei dieser Temperatur eine elektrische Niederschlagsanlage an sich bekannter Art, die mit rohr- oder mit plattenförmigen Abscheideelektroden ausgerüstet ist. Die in dieser Apparatur elektrisch niedergeschlagene Salzsäure enthält im Liter etwa 12o bis 140 g HCL. Es hat sich gezeigt, daß auf diese Weise über 8o °1o der in die Vorrichtung eingeführten Salzsäuremenge gewonnen werden. Der Rest wird nach Kühlung als verdünnte Salzsäure in einer zweiten elektrischen Abscheidevorrichtung niedergeschlagen.
  • Bei der Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung hat sich ergeben, daß für die elektrische Abscheidung der Salzsäure die Einhaltung des Temperaturintervalls zwischen den Taupunkten der Salzsäure und des Wasserdampfes bei der Nebelbildung allein nicht mit Sicherheit zum Ziele führt, sondern daß das elektrischeNiederschlagsfeld mit konstantem Gleichstrom betrieben werden muß. Einen solchen konstanten gleichgerichteten Strom erhält man durch mechanische Gleichrichtung von hochgespanntem Mehrphasen-, insbesondere Drehstrom.

Claims (1)

  1. PATERTANSPRUCH Verfahren zur elektrischen Abscheidung von starker Salzsäure mittels konstantem gleichgerichtetem Strom durch Nebelbildung aus Abgasen, die neben Luft oder anderen Verdünnungsgasen ein Wasserdampfchlorwasserstoffgemisch enthalten, dessen Gehalt an Wasserdampf den Chlorwasserstoffgehalt erheblich übersteigt, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrische Abscheidung der in dem Gas gebildeten Salzsäurenebel in dem nach oben durch den Taupunkt der Salzsäure, nach unten durch den Taupunkt des Wasserdampfes begrenzten Temperaturintervall vorgenommen wird.
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