DE544888C - Verfahren zur Darstellung von Natriumacetat - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Natriumacetat

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DE544888C
DE544888C DE1930544888D DE544888DD DE544888C DE 544888 C DE544888 C DE 544888C DE 1930544888 D DE1930544888 D DE 1930544888D DE 544888D D DE544888D D DE 544888DD DE 544888 C DE544888 C DE 544888C
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DE
Germany
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sodium acetate
acetate
acetylene
mixture
sodium
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Expired
Application number
DE1930544888D
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English (en)
Inventor
Dr Martin Mugdan
Dr Josef Wimmer
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Consortium fuer Elektrochemische Industrie GmbH
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Consortium fuer Elektrochemische Industrie GmbH
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Description

  • Verfahren zur Darstellung von Natriümacetat In dem Hauptpatent wird ein Verfahren beschrieben, nach dem durch Behandeln von Alkalihydroxyd mit .Acetylen und Wasserdampf oberhalb 2oo° Alkaliacetat erzeugt wird. Während die Darstellung von Kaliumacetat aus Kaliumhydroxyd nach diesem Verfahren leicht bis zur praktisch vollständigen Umwandlung des Kaliumhydroxyds in Acetat geführt werden kann, tritt bei der Darstellung von Natriumacetat aus Natriumhydroxyd nach einiger Zeit eine gewisse Schwierigkeit dadurch auf, daß mit steigendem Natriumacetatgehalt die Schmelze bei der optimalen Arbeitstemperatur - 26o bis 29o° -dickflüssiger und schließlich fest wird. Dies rührt daher, daß das Natriumhydroxyd eine geringe Acetatmenge, selbst in Gegenwart von Wasser, auflöst als das Kaliumhydroxyd und daß der Schmelzpunkt des Natriumhydroxyds durch den Wasserdampf nicht so stark erniedrigt wird wie der des Kaliumhydroxyds. Oberhalb des Schmelzpunktes solcher acetatreicheren Chargen - in der Nähe von 300° - findet aber leicht Zersetzung statt. Um die Reaktion mit Natriumhydroxyd bei technisch brauchbarer Geschwindigkeit ganz zu Ende zu führen, ist deshalb von einem gewissen Acetatgehalt ab die Anwendung von Zerteilungsvorrichtungen erforderlich, welche die Verarbeitung des teigförmigen und des festen Materials ermöglichen.
  • Die vorliegende Erfindung umgeht diese Schwierigkeit, welche die Verarbeitung teigförmigen Materials in einer Gasreaktion bietet, dadurch, daß das Ätznatron allmählich nach Maßgabe seines Verbrauches zu dem heißgehaltenen pulverförmigen bzw. kleinkörnigen Natriumacetat bzw. zu solchen Natriumacetatätznatronmischungen, welche sich bei der Arbeitstemperatur in gut verarbeitbarem, pulverigem Zustande befinden, hinzugegeben wird, und zwar nur in solchen Anteilen, daß die Masse pulverig bzw. leicht zerteilbar bleibt. Der Wassergehalt solcher Mischungen ist sehr gering und liegt weit unter 4o°/". Das Verhältnis Acetylen-Wasserdampf kann in weiten Grenzen schwanken. Auf diese Weise gelingt es, aus Ätznatron und Acetylen unmittelbar wasserfreies Natriumacetat zu gewinnen, während nach den bisher bekannten Verfahren nur wässerige, vielfach noch Alkalihydroxyd enthaltende Lösungen erhalten werden. p_ , Bleis.@iel Zu r I#eiii wasserfreien Natriumacetats, welches sich in einem auf-270° geheizten geschlossenen Rührkessel mit guter Rührung oder in einer geheizten Kugelmühle o. dgl. befindet, werden unter Hindurchleiten einer Mischung gleicher Teile von Acetylen und Wasserdampf allmählich nach Maßgabe« des Verbrauches 5 Teile Ätznatron, das in einer Kugelmühle fein gepulvert wurde, hinzugegeben. Das Endprodukt ist eine pulverförmige graue Masse, die nur noch. etwa nalt. Um Diese teste in 1Vatriumacetat zu verwandeln, kann man nach Beendigung der Acetyleneinwirkung etwas Essigsäuredampf, zweckmäßig oberhalb z5o°, durch den Apparat führen. Das Produkt ist dann ein fast reines Natriumacetat.
  • Vorteilhaft arbeitet man kontinuierlich. Man gibt in dem Fall dem die Hydroxydacetatmischung enthaltenden Reaktionsapparat beispielsweise die Gestalt eines horizontal oder schräg liegenden, mit Kugeln o: dgl. beschickten Drehrohres; an dessen einem Ende die Mischung von Acetylen und Wasserdampf zugeleitet und das Fertigprodukt abgezogen wird, während am entgegengesetzten Ende das Ätznatron zugeführt- und im Gegenstrom gegen das Acetylen bewegt wird. Aus dem Apparat entweicht ein acetylenarmes Wasserstoffgas. C Man kann das Verfahren nach vorliegender Erfindung auch mit der Darstellung des Na -triumacetats aus schmelzflüssigem Natriümhydroxyd verbinden in der Weise, daß zu--Z nächst schmelzflüssigesNatriumhydroxyd mit Acetylen und Wasserdampf behandelt wird, wofür .z. B. das acetylenarme Wasserstoffgas, welches aus den obengenannten Apparaten entweicht,verwendetwerden kann. DieCharge wird, bevor sie zähflüssig zu werden beginnt, kontinuierlich in den Apparat fließen gelassen, welcher die natriumacetatreichen, festen Mischungen enthält, und in Gegenbewegung gegen das. Acetylenwasserdampfgemisch mit Acetylenwasserdampf behandelt. Dabei wird für gute Durchmischung und Zerkleinerung Sorge getragen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von Natriumacetat gemäß Patent 540 207 durch 'Behandlung von Natriumhydroxyd mit Acetylen und Wasserdampf oberhalb aoo°, dadurch gekennzeichnet, daß das Natriumhydroxyd, gegebenenfalls in Mischung mit Natriumacetat, in fester, zerteilter Form allmählich nach Maßgabe seiner Umsetzung in Acetat unter derEinwirkung des gleichzeitig eingeführten Gemisches von Acetylen und Wasserdampf in einen mit Natriumacetat oder Natriumhydroxyd_ enthaltendem Natriumacetat beschickten Misch- oder Zerkleinerungsapparat derart eingeführt wird, daß der Inhalt des Reaktionsgefäßes bei der Arbeitstemperatur, vorzugsweise-- 25o bis 300', bis zur Beendigung der Reaktion eine pulverförmige bzw. kleinkörnige Mischung von Natriumacetat--mit abnehmenden Mengen von -Nätriumhydroxyd bildet.
DE1930544888D 1930-10-19 1930-10-19 Verfahren zur Darstellung von Natriumacetat Expired DE544888C (de)

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