AT131565B - Verfahren zur Herstellung von Metallcarbonylen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Metallcarbonylen.

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  Verfahren zur Herstellung von Metallearbonylen. 



    Es wurde gefunden, dass sich die Herstellung von metallcarbonylen durch Einwirkung   von Kohlenoxyd auf carbonylbildende Metalle oder diese enthaltendes Material auch in Gegenwart von   Flüssigkeiten   oder Schmelzen   durchführen   lässt. 



   Diese Arbeitsweise besitzt den Vorteil. dass sich   dadurch   die Carbonylherstellung in einfacher Weise, insbesondere unter Druck. in ununterbrochenem Betriebe durchführen lässt. 



  Man führt das Reaktionsgut in Form einer Paste oder in einer Flüssigkeit oder Schmelze suspendiert, vorteilhaft kontinuierlich, in die Apparatur ein, behandelt es dort zweckmässig im Gegenstrom mit Kohlenoxyd und entfernt den nicht mit Kohlenoxyd umgesetzten Rückstand aus dem Reaktionsraum vorteilhaft in der gleichen kontinuierlichen Weise. 



   Es hat sich hiebei gezeigt, dass man vorteilhaft   solche Flüssigkeiten   oder   Schmelzen   verwendet, die neben geringem Dampfdruck ein grosses   Lösungsvermögen für Kohlenoxyd   
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   Das Vermischen des carbonylbildenden Materials mit einer Flüssigkeit oder Schmelze ist besonders vorteilhaft bei der Verarbeitung von pulverförmigen und feinkörnigen Stoffen. da aus 
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Carbonyl gewonnen werden kann. 



   Bei der weiteren Ausbildung dieses Verfahrens wurde gefunden, dass man zur   Be-   schleunigung der Carbonylbildung   vorteilhaft Flüssigkeiten   oder Schmelzen   verwendet, in denen,   bevor sie in den Reaktionsraum gelangen, Kohlenoxyd, vorteilhaft unter Druck, gelöst wurde.
Auf das besondere Einleiten von gasförmigem Kohlenoxyd in den   Reaktionsraum   kann man dabei gegebenenfalls ganz verzichten. 



   Als Lösungsmittel für das Kohlenoxid eignen sich z. 13. Öle,   insbesondere     hochsiedende   Kohlenwasserstoffe oder die Carbonyle selbst, z. B. Eisenpentacarbonyl, Nickelcarbonyl oder geschmolzenes   Kobalttetracarbonyl.   



   Sowohl durch Steigerung des Druckes,   unter dem   das Kohlenoxyd in der Flüssigkeit oder Schmelze gelöst wird, als auch durch Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit, mit der die Kohlenoxydlösung über das carbonylbildende Material geleitet wird, und gegebenenfalls durch
Steigerung der   Temperatur lässt sich die Raumzeitausbeute   an Carbonyl wesentlich erhöhen. 



   Das Verfahren lässt sich vorteilhaft kontinuierlich und im Kreislauf durchführen. Man   - kann   beispielsweise Eisencarbonyl, das bei gewöhnlicher Temperatur mit Kohlenoxyd. z. B. unter dem bei der Reaktion   herrschenden Druck,   gesättigt wurde. zusammen mit dem in diesem Falle im Eisencarbonyl suspendierten, eisenhaltigen Material oder getrennt von diesem kontinuierlich in den Reaktionsraum einführen und von dort aus, nachdem das gelöste Kohlenoxyd mit dem Eisen in Reaktion getreten ist. die an Kohlenoxyd verarmte Lösung in Form einer Paste mit dem   Rückstand     abziehen. Nach dr Abtrennung des letzteren,   die zweckmässig 

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 ebenfalls fortlaufend geschieht, kann das Carbonyl ganz oder teilweise, z.

   B. durch   Behandeln   mit   gasförmigem Kohlenoxyd   oder solches enthaltenden Gasen. wieder mit Kohlenoxyd gesättigt 
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 des verbrauchten Kohlenoxyds Kompressionsarbeit zu leisten ist. 



   Unter Umständen. z. B. zum Aufwirbeln des Metallpulvers in der Flüssigkeit im Reaktionsraum. kann es auch vorteilhaft sein. neben der mit Kohlenoxyd   vorher gesättigten Flüssigkeit   oder   Schmelze gleichzeitig noch gasformiges Kohlenoxyd   oder solches enthaltende Gase in den Reaktionsraumeinzuführen. 



   Beispiel 1 : 5 Teile reduzierter. feinkörniger Kiesabbrand werden mit   : 3   Teilen   Paraninöl   zu einer Paste angerieben und bei 200  C und 200 Druck beispielsweise 3 Stunden in inniger Berührung mit   stark hindurchströmendem Kohlenoxyd   behandelt. Hiebei werden 80% 
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 Druck behandelt. Der Autoklav wird dabei geschüttelt und der   Kohlenoxyddruck von l SO < t   beständig aufrechterhalten. Nach Stunden sind annähernd 80% des im Kiesabbrand enthaltenen Eisens zu Carbonyl umgesetzt. das durch einen Überlauf in flüssiger Form aus 
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 unter sonst gleichen Arbeitsbedingungen in derselben Zeit wesentlich weniger   Eisen in Carbony]   übergeführt. 



   MankannanstattzuschüttelnaucheineRühr-oderBewegungsvorrichtungimInnern 
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 Reaktionsraum zur Ergänzung des bei der Reaktion verbrauchten Kohlenoxyds eintreten. angetrieben werden. gegebenenfalls auch durch geeignete Entspannung des überschüssig angewandten   Kohlenoxyds oder der   Gase, die in dem bei der Reaktion neugebildeten   und   abzulassenden Carbonyl gelöst sind. Die Bewegung der betreffenden Vorrichtung, z. B. eines Rührers, kann aber auch ganz oder teilweise auf andere Weise von aussen erfolgen. Unter   Umständen kann   man auch dadurch. dass man Teile des Reaktionsraumes auf verschiedener Temperatur hält. Strömungen und Bewegungen der darin enthaltenen   Flüssigkeit   hervorrufen.

   Eine   weiten-     möglichkeit   besteht in einer Rührung durch elektromagnetiselie Einwirkung. 



   Beispiel 3 : Über pulverförmigen. reduzierten Kiesabbrand lässt man bei 175  C unter einem   Druck   von 200   @t   flüssiges Eisencarbonyl strömen, das zuvor mit Kohlenoxyd bei gewöhnlicher Temperatur unter einem Druck von 200 at gesättigt wurde. In 2¸ Stunden werden bei einer Strömungsgeschwindigkeit des mit Kohlenoxyd gesättigten Carbonyls von 190 Liter pro Stunde und pro Kilogramm Eisen 87% des Eisens zu Carbonyl umgesetzt. 



   Beispiel 4 : 1 Teil feinkörniger reduzierter Kiesabbrand wird mit   l Teil Eisencarbonyl   zu einem   Schlamm   angerührt, von unten in einen vertikal angeordneten   Hochdruckbehälter   kontinuierlich eingepresst und dort bei 200  C unter 200 at Druck mit einem   Kohlenox\d-   strom. der am Boden des Behälters eingeleitet wird. in Berührung gebracht. Der verbleibende   Rückstand   wird ebenfalls als Schlamm im oberen Teil des Ofens abgezogen und   kontinuierlich   entspannt. 



   Die Raumzeitausbeuten sind hiebei etwa doppelt so hoch wie bei dem diskontinuierlichen Arbeiten unter sonst gleichen Bedingungen. abgesehen davon. dass die   für     Leeren und FüDen   des Ofens notwendige Arbeitspause in Wegfall kommt. 



   Beispiel 5 : Ein um seine Längsachse rotierender   Hnchdrl1ckofen   wird mit   stückigem   Eisenschwamm gefüllt und bei einer Temperatur   von 200  C mit   einer   Kohlenoxydbatteri'   
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 grösserer Menge ansammelnde Carbonyl wird von Zeit zu Zeit abgelassen. Die Umsetzung des Eisens zu Eisencarbonyl erfolgt ebenso rasch wie heim Arbeiten mit über das Material strömendem Kohlenoxyd. 



   Es ist zwar bereits in der Literatur erwähnt worden, dass   metallische     Eisenmassen, die   eine sorgfältige   Nachreduktion   erfahren haben oder die vor passivierenden. oxydierenden Einflüssen peinlich geschützt wurden, bei sehr hohen Drucken auch dann durch Einwirkung von Kohlenoxyd zu Carbonyl umgesetzt werden können. wenn flüssiges Carbonyl innerhalb der   Eisenmasse abgeschieden wird.   Daraus konnte jedoch nicht entnommen werden, dass die 
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 und wenn die   reagierenden Metallteilellen   vollständig in Flüssigkeiten, insbesondere in flüssiges Carbonyl. getaucht, beispielsweise darin suspendiert sind.

   Man hat nämlich bisher allgemein 
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 aus diesem Grunde Verfahren vorgeschlagen worden, am selbst die Ansammlung dünner   Schichten   von   Eisencarbonyl   auf dem Ausgangsmaterial zu vermeiden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von metallcarbonylen durch Einwirkung von Kohlenoxyd   auf carbonylbildende Metalle   oder diese   enthaltenden   Materialien, dadurch gekennzeichnet, dass die   carbonylbildenden Metalle oder   die diese enthaltenden Materialien in Flüssigkeiten oder Schmelzen eingetaucht, z. B. darin   suspendiert, mit Kohlenoxyd behandelt   werden.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, dass man das zur Carbonylbildung dienende Ausgangsmaterial mit der Flüssigkeit oder Schmelze kontinuierlich in die Apparatur einführt. in der sie mit Kohlenoxyd, zweckmässig im Gegenstrom und unter Druck, behandelt wird und den nicht mit Kohlenoxyd umgesetzten Rückstand ebenfalls in kontinuierlicher Weise aus dem Reaktionsraum entfernt.
    3. Verfahren zur Herstellung von Metallcarbonylen gemäss den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet. dass man die carbonylbildenden Materialien mit Flüssigkeiten oder EMI3.2 wurde, gegebenenfalls ohne dabei gasförmiges Kohlenoxyd besonders in den Reaktionsraum einzuführen.
AT131565D 1928-07-05 1929-06-11 Verfahren zur Herstellung von Metallcarbonylen. AT131565B (de)

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