DE544664C - Verfahren und Vorrichtung zum Entteeren von Gaswasser - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Entteeren von Gaswasser

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DE544664C
DE544664C DEG74220D DEG0074220D DE544664C DE 544664 C DE544664 C DE 544664C DE G74220 D DEG74220 D DE G74220D DE G0074220 D DEG0074220 D DE G0074220D DE 544664 C DE544664 C DE 544664C
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10CWORKING-UP PITCH, ASPHALT, BITUMEN, TAR; PYROLIGNEOUS ACID
    • C10C1/00Working-up tar

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Industrial Gases (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Entteeren von Gaswasser Es ist das Bestreben bekannt, Gaswasser von seinem Teer zu befreien, weil der Teer die Ammoniakwasser - Destillationsapparate verschmutzt und nach einigerZeit demWasser den Durchgang erschwert. Seit Einführung der Phenolgewinnung, für welche das Gaswasser den Ausgangsstoff bildet, ist die Entteerung eine dringende '.N#7otwendigkeit. Um den Teer aus dem Ammoniakwasser zu entfernen, hat man kostspielige Einrichtungen vorgeschlagen, deren allgemeine Einführung sich aber nicht lohnt, weil die Anlagekosten zu hoch sind und der Erfolg zu gering ist.
  • Ein hier in Betracht kommendes Verfahren besteht darin, das Ammoniakwasser vor dem Abtreiben mit geringen Mengen absorbierender Stoffe zusammenzubringen, am besten unter Rühren oder Durchströmen einer Schicht dieser Stoffe. Der damit beabsichtigten weitgehenden Klärung soll zweckmäßig eine N aßfiltration folgen.
  • Demgegenüber besteht das Verfahren gemäß der Erfindung darin, daß das Gaswasser, z. B. teerhaltiges Ammoniakwasser, zweckmäßig zunächst durch eine Teerschicht und von dieser aus durch eine größere Schicht Füllkörper, wie Kiesel, Kugeln, Kleinkoks, Drehspäne, Glasscherben, Wolle o. dgl., geleitet wird. Das Gaswasser gibt bei seiner immer geringer werdenden Strömungsgeschwindigkeit seine Teerbestandteile an die Füllkörper ab. Die feinen Teertröpfchen sammeln sich auf der Oberfläche der Füllkörper, vereinigen sich immer mehr zu größeren Tröpfchen, bis sie durch ihre Schwere langsam von Füllkörper zu Füllkörper hinabgleiten und schließlich zu der unteren Teerschicht gelangen.
  • Leichte Teeröle, die nicht von den Füllkörpern festgehalten werden, sondern infolge ihres Auftriebes denWeg mit demAmmoniakwasser bis zum Oberteil des Entteerens zurücklegen, werden hier gesammelt und abgezogen. Der Gaswasserspiegel wird immer so hoch gehalten, daß die untere Tauchrohröffnung stets in die Flüssigkeit ragt.
  • Gegenüber den bekannt gewordenen Verfahren ergibt sich mit dem Erfindungsgegenstand der Vorteil, daß der vom Ammoniakwasser mitgeführte Staub überhaupt nicht in den Filter gelangt, sondern im Teerstand verbleibt, der periodisch mit dem ausgeschiedenen Teer abgelassen wird. Ferner ist das Filter kein Schwebefilter, das eine laufende Erneuerung erfordert und dadurch Kosten verursacht. Die wertvollen Phenole verbleiben restlos im Ammoniakwasser. Auch wird das nicht absorbierbare Teeröl abgeschieden. Ein Rühren und eine besondere Wartung erübrigt sich. Während bei diesem Verfahren der Teer gewonnen wird, geht er bei dem geschilderten vorbekannten Verfahren mit dem Filterstoff verloren.
  • Vorgenommene Vergleichsuntersuchungen
    Vor der A B Durchgang Angewandtes
    Datum Nach der Nach der während der Wasservolumen
    Reinigung Reinigung Reinigung Untersuchung zwecks
    Teer je 1 g Teer je I Untersuchung
    g T g Teer je 1 1 je Stunde 1
    B. 5. 1929 . . . . . . 0,22 - - 31
    B. 5. 1929 . . . . . . o,36 0,30 Ruhrwerk - Nur Spuren 27o 29
    10. 5. 1929 ....... 0,21: 0,25 in Betrieb - 240 18
    13- 5- 1929 ....... 0,13 o,o6lRührwerk o,oio 300 49
    außer
    15. 5. 1929 ....... o,19 o,14 J Betrieb o,007 200 65
    15. 5. 1929 ....... - - o,o18 58o 67
    bei beiden Verfahren hatten vorstehendes Ergebnis, wobei das bekannte Verfahren mit A und das Verfahren gemäß der Erfindung mit B bezeichnet ist.
  • Ein beispielsweise geeignet ausgebildeter Entteerer ist im Schnitt dargestellt. Die Teerschicht befindet sich in dem Behälterunterteil a, in den das Gaswasserzuleitungsrohr b zweckmäßig mit einer Brause b' mündet. Nahe unter der Oberfläche der Teerschicht hat ein Siebboden c Anordnung. Der weitere Aufbau d des Unterteils a ist trichterartig und enthält die geeigneten Füllkörper e. Der Aufsatz f dient als Sammelraum für das allenthalben gereinigte Gaswasser, dessen Abzug durch das Tauch- o. dgl. Rohr g erfolgt. Für den Abzug noch aufgestiegener leichter Teeröle dient ein Rohr h, das zweckmäßig an die Leitung i zum Abführen des abgeschiedenen, einen gewissen Stand über den Siebboden c übersteigenden Teeres angeschlossen ist. Indem die Teerschicht um etwas höher liegt als der Siebboden c, befinden die unteren Füllkörper, auf dem Siebboden c ruhend, sich etwas in der Teerschicht. Es wird hierdurch vermieden, daß abgeschiedene Teertröpfchen eine Gaswasserschicht durchstreichen, wie dies der Fall wäre, wenn die Oberfläche der Teerschicht unter dem Siebboden c läge.
  • Der Anfall an Teer und Teerölen wird zeitweise entsprechend deren Ansammlung abgelassen, während das gereinigte Gaswasser aus dem Entteerer ununterbrochen entsprechend seiner Zuführung abläuft.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Verfahren zum Entteeren von Gaswasser, beispielsweise teerhaltiges Ammoniakwasser, dadurch gekennzeichnet, daß das Gaswasser zunächst durch eine Teerschicht und dann durch eine Lage Füllkörper geleitet wird, wonach ein besonderer Abzug etwa noch aufsteigender leichter Teeröle über dem Gaswasser erfolgt. a. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens zum Entteeren von Gaswasser nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einem Behälterteil (a) für die Teerschicht und einem an ersteren anschließenden, zweckmäßig nach oben sich erweiternden Teil (d) für die Füllkörper (e) besteht, die auf einem Siebboden (c) ruhen, während ein weiterer Aufbau (f) als Sammelraum für das gereinigte Gaswasser und etwa noch aufsteigende leichtere Teeröle dient, zu deren Abzug Rohre (g, h) vorgesehen sind. 3. Vorrichtung zum Entteeren von Gaswasser nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß für die Einführung des Gaswassers in die Teerschicht eine Brause (b') dient. 4. Vorrichtung zum Entteeren von Gaswasser nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Abzugrohr (i) für den abgeschiedenen Teer den Siebboden (c) etwas überragt.
DEG74220D 1928-08-30 1928-08-30 Verfahren und Vorrichtung zum Entteeren von Gaswasser Expired DE544664C (de)

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DE (1) DE544664C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2523793A (en) * 1943-10-06 1950-09-26 Bendix Aviat Corp Compound filter
FR2340133A1 (fr) * 1976-02-09 1977-09-02 Still Carl Procede et installation pour separer le goudron et les eaux ammoniacales contenues dans les effluents des fours a coke

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2523793A (en) * 1943-10-06 1950-09-26 Bendix Aviat Corp Compound filter
FR2340133A1 (fr) * 1976-02-09 1977-09-02 Still Carl Procede et installation pour separer le goudron et les eaux ammoniacales contenues dans les effluents des fours a coke

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