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Vorrichtung zum Ausscheiden von festen und fliissigen Verunreinigungen
aus Ölen, insbesondere Treibölen Bekannt sind Einrichtungen zum Filtern von Ölen,
in denen neben mechanischen Verunreinigungen auch-Wasser ausgeschieden wird. Die
Wirkung dieser Einrichtungen beruht meistens darauf, daß durch die Schwerkraft oder
durch Zentrifugalkräfte ein Abscheiden auf Grund der verschiedenen spezifischen
Gewichte von Öl und seinen Verunreinigungen eintritt. Für das Abscheiden von Wasser
sind die erwähnten Einrichtungen nur wirksam, wenn das Wasser in größeren Mengen
bzw. in größeren Tropfen im Öl enthalten ist. Soll die Abscheidung durch die Schwerkraft
erfolgen, so müssen außerdem die Abmessungen der Einrichtungen im Verhältnis zur
durchlaufenden Gemischmenge groß gewählt werden, damit eine hinreichende Zeitspanne
für das Niedersinken des Wassers vorhanden ist. Die Einrichtungen nach den beiden
erwähnten Wirkungsweisen versagen bei Öl-Wasser-Gemischen, in denen das Wasser in
kleinen und kleinsten Tropfen verteilt ist.
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Die Erfindung richtet sich darauf, aus Ö1-Wasser-Gemischen neben
festen Veronrenngungen das in feinsten Tropfen verteilte Wasser auszuscheiden. Die
kleinen Wassertropfen scheiden sich bekanntlich aus Öl-Wasser-Gemischen deshalb
schwer aus, weil sie im Verhältnis zu ihrer Masse eine große Oberfläche haben und
somit die darauf wirkenden Kräfte durch Adhäsionskräfte an der Tropfenoberfläche
nicht wirksam werden. Für das Abscheiden des in kleinsten Tropfen vorhandenen W.assers
ist es daher notwendig, die kleinen Tropfen zunächst zu größeren zusammenzuschlieBen,
damit die darauf wirkenden Kräfte die Oberflächenadhäsion uberwiegen.
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Durch Versuche ist festgestellt worden, daß Körper, die in Öl-Wasser-Gemische
getaucht werden und deren Material bzw. Oberflächenbeschaffenheit für das Haften
des Wassers geeignet ist, nach und nach mit einer feinen Schicht der kleinsten Wassertropfen
überzogen werden. Bei Gemischmengen mit fortschreitender Bewegung ist dieses Abscheiden
der kleinsten Wassertropfen davon abhängig, daß über die regehnäßige Bewegung des
Gemisches keine unregelmäßigen Wirbelströmungen, sogenannte turbulente Strömungen,
gelagert sind.
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In der Vorrichtung nach der Erfindung wird das zu. reinigende Öl
durch mehrere hintereinandergeschaltete Kammern, die waagerechte oder annähernd
waagerechte Prallplatten enthalten, hindurchgeführt, wobei das Öl die Kammern von
unten nach oben durchströmt. Das Ausscheiden der Verunreinigungen erfolgt dadurch,
daß das Öl mit schrägen Wänden, die zur Trennung der Kammern voneinander dienen
und die der Strömungsrichtung des Öles entgegengeneigt sind, in Berührung kommt
und durch Einwirkung der Schwerkraft. Die schrägen Wände bestehen aus einem an sich
für diesen
Zweck bekannten Material, das das Haften der flüssigen
Verunreinigungen fördert, oder sie erhalten eine dem gleichen Zweck dienende Oberflächenglättung.
Die im Gemisch enthaltenen kleinen Wassertropfen blei. ben beim Auftreffen auf die
Wand an dieser hängen und reichern sich an. Die Wand wird somit mehr und mehr mit
kleinen Wassertropfen benetzt, bis sich diese schließlich zu größeren Tropfen zusammenballen
und unter Einwirkung der Schwerkraft an der Wand entlang nach unten rinnen.
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In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise dargestellt. Es
zeigen Abb. I eine Ausführungsform der Einnchtung mit einer Kammer.
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Abb. 2 eine solche mit mehreren hintereinandergeschalteten Kammern.
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Das Öl-Wasser-Gemisch wird durch das Rohr b in die Kammer a geführt.
Vor der Austrittsöffnung des Rohres b ist die Platte so angeordnet, daß in dem eintretenden
Gemisch die turbulenten Strömungen vermchtet werden und ein von Wirbelströmungen
freies Ansteigen desselben in der Kammern erfolgt. Es scheidet sich hierbei bereits
das in größeren Tropfen mitgeführte Wasser aus.
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Beim Ansteigen trifft das Öl-Wasser-Gemisch auf die gegen die Bewegungsrichtung
geneigte Leitwand, wobei die in die Nähe der Wand gelangenden kleinen Wassertropfen
der Wand zustrdben, daran hängenbleiben und sich schließlich zu größeren Tropfen
anreichem. Haben die an der Wand d hängenden Tropfen eine genügende Größe erreicht,
so rinnen sie unter Einwirkung der Schwerkraft an der Wand entlang dem Sammelraume
mit dem Ablaßventil f zu.
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In der Kammer a sind parallel zur Platte c die Prallplatten cl und
c2 angeordnet und ebenso wie die Platte c bis nahe an die Wandd herangeführt. Es
wird hierdurch bewirkt, da13 die gesamte FlüssiglKeitsmenge in die Nähe der Wand
d gelangt, so daß die Wassertröpfchen leichter durch die umgebende Ölmasse an die
Wand gelangen können. Die Platten c, c1 und c2 dienen weiter dazu, daß sich mechanische
Verunreinigungen und gegebenenfalls Wassertropfen, die sich in der Kammer a zusammengeschlossen
haben und nicht zur Wand d gelangt sind, absetzen. Durch eine leichte Wölbung oder
durch geringe seitliche Neigung der Platten c, c1 und c2 gelangen die Abscheidungen
zum Sammelraum e.
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Durch Wiederholung des Vorganges läßt sich die Wirkung der Einrichtung
erhöhen.
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Abb. 2 zeigt eine solche Anordnung, in der die Kammern, a1, a2 und
a3 hintereinandergeschaltet sind. Das Überströmen des Öles bzw. Öl-Wasser-Gemisches
in die jeweils folgende Kammer erfolgt durch die Führungen g, g1 und g2 mit den
Austrittsöffnungen bj, b2 und bs. Vor den Austrittsöffnungen sind die Prallplatten
C3, Ca und c5 zur Vernichtung der turbulenten Strömungen angeordnet. Das Ausscheiden
der Wassertröpfchen erfolgt in gleicher Weise wie vorher beschrieben.
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Das gereinigte Öl tritt bei k aus. Um ein direktes Uberströmen von
der Wand d zum Austritt zu vermeiden, kann vor dem Austritth die Wandm angeordnet
sein (Abb. I), oder es kann das Öl durch die Führung g2 in die Austrittskammer a3
(Abb. 2) geführt werden.
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Handelt es sich darum, aus dickflüssigen Ölen das Wasser auszuscheiden,
so können in den einzelnen Kammern auch Heizkörper zum Anwärmen und Flüssigermachen
des Gemisches vorgesehen werden.