DE372591C - Verfahren zum ununterbrochenen Entfetten oder Entoelen von fett- oder oelhaltigen Waessern - Google Patents

Verfahren zum ununterbrochenen Entfetten oder Entoelen von fett- oder oelhaltigen Waessern

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DE372591C
DE372591C DES55465D DES0055465D DE372591C DE 372591 C DE372591 C DE 372591C DE S55465 D DES55465 D DE S55465D DE S0055465 D DES0055465 D DE S0055465D DE 372591 C DE372591 C DE 372591C
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oil
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Franz Seiffert & Co Akt Ges
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Franz Seiffert & Co Akt Ges
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11BPRODUCING, e.g. BY PRESSING RAW MATERIALS OR BY EXTRACTION FROM WASTE MATERIALS, REFINING OR PRESERVING FATS, FATTY SUBSTANCES, e.g. LANOLIN, FATTY OILS OR WAXES; ESSENTIAL OILS; PERFUMES
    • C11B13/00Recovery of fats, fatty oils or fatty acids from waste materials
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02WCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO WASTEWATER TREATMENT OR WASTE MANAGEMENT
    • Y02W30/00Technologies for solid waste management
    • Y02W30/50Reuse, recycling or recovery technologies
    • Y02W30/74Recovery of fats, fatty oils, fatty acids or other fatty substances, e.g. lanolin or waxes

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Description

  • Verfahren zum ununterbrochenen Entfetten oder Entölen von fett-oder ölhaltigen Wässern. Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entfetten oder Entölen von öl-bzw. fetthaltigen `Wässern, bei denen das öloller fetthaltige Wasser mit Niederschlagstoffen versetzt wird, an welchen sich das im Wasser befindliche Öl bzw. Fett anlagert, mit den Niederschlagstoffen niedersinkt, worauf dann das Öl oder Fett durch Behandlung mit irgendeinem Fettlösungsmittel wiedergewonnen werden kann. Die bekannten Verfahren dieser Art sind insofern für den praktischen Betrieb, insbesondere für den Großbetrieb wenig geeignet, als sie nur in unterbrochener Arbeitsweise wirksam sind.
  • Das vorliegende Verfahren gestattet eine ununterbrochene Arbeitsweise. Zu diesem Zweck wird das zu behandelnde Wasser in einem mit Rührverk versehenen Mischapparat mit der erforderlichen Menge von Niederschlagstoffen versetzt und durchgemischt und von hier aus in batterieartig angeordnete, aufrechtstehende Behälter befördert, und zwar derart, daß das Gemisch von Wasser und Niederschlagstoffen in der Nähe des Bodens, zugeführt wird und aus denen (las von den Niederschlagstoffen und dem daran haftenden 0I befreite Wasser oben abfließt und ü1-.er Filter der Gebrauchsstelle zugeführt wird. während die im unteren Teil angesammelten, finit Öl angereicherten Niederschlagstoffe nach einer gewissen Ruhezeit unter dem Einfluß des Wasserdruckes nach einem Ent#.)ler gedrückt werden, durch den, nachdem das hier ausgeschiedene reine Wasser abgesaugt worden ist, ein Fettlösungsmittel (z. B. .Äther, Benzin usw.) hindurchgedrückt wird, welches mit dem gelösten Fett nach einer Destillierblase gelangt, um das Abdestillieren des Fettlösungsmittels zu bewirken, welches in einer Rektifizier-Kolonne wiedergewonnen, gereinigt und erneut zur Fettlösung benutzt wird, so daß daher hier die Entölung bzw. Entfettung des Wassers in ununterbrochenem Betriebe ermöglicht und das darin l:efindliche Öl bzw. Fett dauernd wiedergewonnen wird.
  • Die Erfindung ist auf der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel, und zwar in schematischer Darstellung veranschaulicht.
  • Das fetthaltige Wasser wird mittels Pumpe i einem Mischapparat 2 zugeführt, der ein von unten nach ollen zu aufwirbelndes Rührwerk 3 enthält. Durch einen Trichter :f wird diesem Mischapparat der Niederschlagstoff in pulverförinireniZustande zugeführt, s.-> (1aß dieser also durch die Tätigkeit des Rührwerks innig mit dein zii behandelnden und dauernd zufließenden Wasser gemischt wird. Aus diesem 'Mischapparat geht das Gemisch von fetthaltigem Wasser und Niederschlagstoffen durch Rohrleitung 5 in aufrechtstehende Behälter 6.' Diese Behälter sind batterieartig vorgesehen und angeordnet, und zwar müssen mindestens zwei derselLen vorhanden sein. Durch Hähne 7 läßt sich das zugeführte Wasser bald dein einen, bald dein anderen der batterieartig vorgesehenen Behälter zuführen.
  • Die in die Behälter 6 hineinreichenden Zuflußleitungen 8 gehen fast bis zum Boden der Behälter, so daß daher das zugeführte Gemisch aus fetthaltigem Wasser und \ iederschlagstoffen ini untersten Teil der Behälter ausströmt. Zweckmäßig sind dal:ei diese Behälter aufrechtstehend angeordnet und im unteren Teil hei 9 konisch gestaltet. Das im untersten Teil dieses Konus zugeführte Wassergemisch hat daher hier, entsprechend der Zulaufmenge, eine relativ energische Bewegung nach aufwärts. Infolgedessen wird hier das Gemisch von Niederschlagstoffen und Wasser ziemlich energisch herumgewirbelt, wodurch eine weitere Vernii.schung des fetthaltigen Wassers mit den Niederschlagstoffen und gegebenenfalls die weitere Anlagerung der Öl- und Fettbestandteile an den N iederschlagstoffen stattfindet. Ein Teil der Niederschlagstoffe wird indessen ohne weiteres infolge des wesentlich größeren spezifischen Gewichtes zu Boden sinken, wo sie mit leni immer erneut zutretenden Wasser wieder in Berührung kommen und zur Anlagerung der CM- und Fettbestandteile ausgenutzt werden. 1n dem Maße, wie das Wasser nun nach oben steigt, verringert sich seine Geschwindigkeit, bis schließlich ,in einer Zone, etwa bei io, die Niederschlagstoffen anzulagern. Das weiter wicht der Wasseraufstieggeschwindigkeit das Gleichgewicht halten. Hier hört also der Aufstieg der Nieclerschlagstoffe auf, uri,1 letztere werden daher hier in 1;esonders reichern Grade in der Schwebe gehalten. Etwaige ini Wasser noch freie Fett- und Ölbestandteile haben also die Möglichkeit, sich an den schwebenden Niederschlagstoffen anzulagern. Das weiter nach oben strömende Wasser ist also frei von Öl und Fett und im wesentlichen auch frei von den N.iederschlagstoffen. Etwaige mitgerissene Niederschlagstoffe sinken wieder nach und nach herunter. Hieraus ergibt sich also, das im untersten Teil des konischen Bodens der Behälter 6 sich rin wesentlichen freie N iederschlagstoffe ansammeln, hier aber ininier wieder mit noch ölhaltigem Wasser in Berührung kommen und das Öl und Fett aufnehmen, daß sich darüber eine Schicht schwelender N iederschlagstoffe ansammelt, die schon finit Fett angereichert sind und die etwa noch freien Öl- und Fettbestandteile auffangen und aufnehmen, während darüber im wesentlichen öl- und fettfreies Wasser sich befindet. Dieses im oi.-eren Teil der Behälter 6 befindliche fett- und ölfreie Wasser enthält al;er immer noch einen Teil der sehr feinen Staubpartikel der N iederschlagstoffe, welche selbst nach zwanzigstündiger Ruhepause dein Wasser noch immer ein milchiges Aussehen erteilen. LTin eine völlige Klärung flieses Wassers zu veranlassen, wird dasselbe daher vom oberen Teil der Behälter 6 durch Rohrleitungen i i über Filter 12 und von hier aus in (las Sammelbassin 13 oder nach der Verbrauchsstelle weiterl:efördert. Die Filter 12 sind zweckmäßig ni,it Perlkies gefüllt, der zwar anfangs eine nur ungenügende Filterwirkung hervorruft, der jedoch gut filtriert, sobald der Kies durch den pulverigen Stau!), welchen das geklärte Wasser mit sich führt, imprägniert ist. Es ist daher empfehlenswert, auf der Perlkiesschicht ständig eine imprägnierte Schicht anzuordnen, um eine gute Filtration hervorzurufen.
  • ,Ist in einem der Behälter 6 eine hinreichende Menge an mit Fett- l;zw. Öl umklekleten Niederschlagstoffen angesammelt, so kann der entsprechende Behälter durch Abschließen des Zuflußhahnes 7 gegen den weiteren Zutritt von Wasser gesichert werden. Mit dem Aufhören des Wasserzuflusses tritt daher ,in dem betreffenden Behälter sehr schnell Ruhe ein, was zur Folge hat, daß die in dem Behälter noch im Schwebezustand befindlichen, mit Öl angereicherten Niederschlagstoffe schon nach wenigen Minuten niedersinken und im unteren konischenTeil des entsprechenden Behälters 6 eine Schlammschicht schaffen, welche zum Teil aus den Niederschlagstoffen, zum Teil aus dem an den Niederschlagstoffen angelagerten Öl und Fett besteht. Nun reichen in den unteren konischen Teil der .Behälter 6 Heberohre 14 hinein, die mit einem Entöler 15 in Verbindung stehen. Durch Öffnen des in jedem Heberohr vorgesehenen Hahnes 16 wird daher unter ,dem Einfluß .des Wasserdruckes die Schlammschicht aus dein unteren konischen Teil des Behälters durch das entsprechende Heberohr 14 nach dem Entöler 15 .gedrückt. Zweckmäßig erfolgt hierbei die Entleerung des Behälters 6 bezüglich .der Schlammschicht nicht vollständig, damit nicht allzuviel Wasser nach dem Entöler gelangt. Der noch im Behälter 6 zurückbleibende Rest kann bei der nachfolgenden Arbeitsperiode hinüberbefördert werden.
  • In dem Entöler 15, der nun größer gebaut ist als zur Aufnahme der hinüberzubefördernden Schlammschicht notwendig ist, wird zunächst durch Einschalten einer kurzen Ruhepause das noch vorhandene Wasser ausgeschieden, welches sich an der Oberfläche sammelt und durch eine Leitung, 17 unter Vermittlung eines Ejektors oder einer sonstwie geeigneten Vorrichtung abgesaugt werden kann. Ist das überschüssige Wasser beseitigt, so wird nunmehr aus einem Vorratsbehälter 18 durch Leitung I9 von unten ein Fettlösungsmittel in den Entöler 15 hineingedrückt. Als Fettlösungsmittel kommt hauptsächliclil Äther,Benzin usw: in Betracht; j edoch können auch andere geeignete Stoffe Anwendung finden. E, in innerhalb des Entölers 15 vorgesehenes Rührwerk veranlaßt eine innige Vermischung des Fettlösungsmittels mit dem dort vorhandenen Gemisch von Niederschlagstoffen, Fett und Öl. Infolgedessen werden die Niederschlagstoffe durch Auflösung des Oles und Fettes von diesem befreit, und es tritt bei nachfolgender kurzer Ruhepause eine Klärung ein, indem sich die von Öl und Fett befreiten Niederschlagstoffe am Boden ansammeln, während das durch das Fettlösungsmittel gelöste Fett und Öl mit dem Lösungsmittel gemischt oben liegt. Ein Standglas ermöglicht die Kontrolle dieser Klärung. Nachdem die Klärung eingetreten ist, wird das Fettlösungsmittel mit dem gelösten Fett und Öl durch eine Leitung 2o in eine Destillierblase 21 befördert, während die vom Öl befreiten Niederschlagstoffe wieder durch Trichter q. dem Mischapparat 2 zugeleitet werden können.
  • In der Destillierblase 21 wird durch Schaffung der Siedetemperatur des betreffenden Fettlösungsmittels ein Abdestilfieren des Jetzteren,also des Äthers, Benzins usw., v eranläßt, welches in eine Rektifizierkolonne 22 gelangt und schließlich in einem Kühler 23 verdichtet wird, von wo es .im ursprünglichen Zustand über eine Vorlage 24 wieder in den Vorratsbehälter 1,8 zurückgelanb und .erneut zur Fettlösung benutzt werden kann. Das aus der Rektifizierkolonne 22 kommende Lutterwasser kann in einem Behälter 25 aufgefangen und gegebenenfalls erneut zum Auswaschen des Fettes mitbenutzt werden. Der in der Destillierblase 21 verbleibende Rest, der nunmehr hauptsächlich aus Fett und einem geringen Teil an Wasser ,besteht, kann durch erneute Destillation von dem Wasser l:efreit werden, der als Wasserdampf durch Leitung 26 entweicht, während das in der Destillierblase verbleibende reine Fett bzw. Öl durch eine Reinigungsklappe herausgenommen werden kann.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCI3: Verfahren zum ununterbrochenen Entfetten oder Entölen von fett- oder ölhaltigen Wässern und zur Wiedergewinnung der Fette und öle unter Verwendung von Niederschlagstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß das ölhaltige, mit den Niederschlagstoffen vermischte Wasser in .eine Reihe aufrechtstehender, nach unten konisch zulaufender Behälter (6) in der Nähe des Bodens zugeführt wird, aus denen das von den Niederschlagstoffen und dem daran haftenden Öl befreite Wasser oben abfließt und über Filter (r2) der Gebrauchsstelle zugeführt wird, während die im unteren Teil angesammelten, mit Öl angereicherten Niederschlagstoffe nach einer gewissen Ruhezeit .unter .der Einwirkung des Wasserdruckes aus dem Behälter nach einem Entölter (I5) gedrückt werden, wo sie :in bekannter Weise durch Fettlösungsmittel vom Fett befreit werden.
DES55465D 1921-02-02 1921-02-02 Verfahren zum ununterbrochenen Entfetten oder Entoelen von fett- oder oelhaltigen Waessern Expired DE372591C (de)

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