DE540341C - Pendelrueckkopplungsempfaenger mit im Anoden- und Gitterkreis eines Rohres liegenden, auf gleiche Wellenlaenge abgestimmten Schwingungsgebilden - Google Patents
Pendelrueckkopplungsempfaenger mit im Anoden- und Gitterkreis eines Rohres liegenden, auf gleiche Wellenlaenge abgestimmten SchwingungsgebildenInfo
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-
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- H03—ELECTRONIC CIRCUITRY
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- H03D11/00—Super-regenerative demodulator circuits
- H03D11/02—Super-regenerative demodulator circuits for amplitude-modulated oscillations
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- Inductance-Capacitance Distribution Constants And Capacitance-Resistance Oscillators (AREA)
- Piezo-Electric Transducers For Audible Bands (AREA)
- Circuits Of Receivers In General (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
12. DEZEMBER 193t
12. DEZEMBER 193t
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
ϊ 540341 KLASSE 21a4 GRUPPE
Siemens & Halske Akt.-Ges. in Berlin-Siemensstadt*)
Beim Empfang drahtloser Zeichen wird eine erhebliche Erhöhung der Lautstärke
dann erreicht, wenn eine Rückkopplung der Energie des Anodenkreises auf den Gitterkreis
angewandt wird. Durch diese Rückkopplung tritt eine Entdämpfung des Empfängersystems
und dadurch eine Verstärkung der ankommenden hochfrequenten Schwingungen ein. Die Rückkopplungswirkung ist
dann am stärksten, wenn sich das System kurz vor dem Schwingungszustand befindet.
Die Verstärkung eines Empfängers wird an der Grenze des Einsetzens der Schwingungen
nahezu unendlich. In der Praxis kann man jedoch die Rückkopplung nur bis zu «inem
bestimmten Grad treiben, weil in der Nähe des Schwingungseinsatzes, d. h. dann, wenn
die Dämpfung des Systems gegen Null wird, das System schon bei geringen Anstößen
von außen von selbst ins Schwingen gerät und dadurch ein Empfang unmöglich gemacht
wird. Um einerseits eine möglichst hohe Rückkopplung ausnutzen zu können,
andererseits um überhaupt die Möglichkeit zu haben zu empfangen, hat man eine Methode
angewandt, welche unter dem Namen Pendelrückkopplung bekannt ist. Bei dieser Empfängerart wird die Rückkopplung so
stark gemacht, daß der Empfänger von selbst in Schwingungen gerät. Durch zusätzliche
Mittel wird jedoch der Widerstand im Gitteroder Anodenkreis oder in beiden Kreisen
periodisch geändert, so daß die einsetzende Schwingung wieder unterbrochen wird. Diese
Unterbrechungen erfolgen periodisch mit einer Frequenz, welche über der Hörbarkeitsgrenze liegt. So ist es z. B. üblich, bei Pendelrückkopplungsempfängern
mit Unterbrecherfrequenzen von etwa 15 bis 20 000 Hertz
zu arbeiten. Die Einstellung der richtigen Widerstandsänderungen bei Pendelrückkopplungsempfängern
bereitet in der Praxis ganz erhebliche Schwierigkeiten, so daß die Bedienung
eines solchen Empfängers nicht einfach ist. Insbesondere wird durch die Wider-Standsänderungen
die Wirksamkeit des Audions ungünstig beeinflußt.
Erfindungsgemäß wird bei einem Pendelrückkopplungsempfänger zur Unterbrechung
der hochfrequenten Schwingungen einer der Schwingungskreise periodisch verstimmt, so
daß die Schwingung abreißt.
Ein Beispiel zeigt die Fig. 1. Die in der Antenne 1 aufgenommenen hochfrequenten
Schwingungen werden von der Kopplungsspule 2 auf den Gitterschwingungskreis übertragen,
der aus der Selbstinduktionsspule 3 und dem Abstimmkondensator 4 gebildet ist.
Der Gitterschwingungskreis liegt über eine Gittervorspannbatterie 5 zwischen Kathode 6
*„' Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Arthur Clausing in Berlin-Grunewald,
540841
und Gitter 7 einer Elektrodenröhre 8. Der Anodenkreis besteht aus der Anodenbatterie 9,
einem Anodenschwingungskreis, der aus einer Selbstinduktionsspule 10 und einem Abstimmkondensator
11 gebildet wird. Das Indikationsinstrument 12, beispielsweise ein Lautsprecher,
ist überbrückt durch einen Blockkondensator 13 und ist verbunden mit der
Anode 14. Durch einen Hilfsgenerator 15
wird beispielsweise ein Kondensatormikrophon 16 gesteuert, dessen bewegliche Membran
17 das Feld des Kondensators 11 beeinflußt
und dadurch periodische Abstimmungsänderungen des Anodenschwingungskreises hervorruft. Diese Abstimmungsänderungen
müssen so groß sein, daß die bei Abstimmung des Gitterkreises und des Anodenschwingungskreises
entstehende Schwingung wieder abreißt.
Ein anderes Beispiel zeigt schematisch die Fig. 2. Die Röhre /? hat einen Gitterschwingungskreis,
welcher durch ein Schwingkristall, z. B. ein Quarzkristall Q, gebildet ist. Im
Anodenkreis dagegen befindet sich ein Schwingungskreis, bestehend aus einer Selbstinduktionsspule
L und einem Kondensator C. Die Anodenspannung wird durch die Anodenbatterie
B geliefert, die in Serie mit einem Meßinstrument yW, welches den Anodengleichstrom
anzeigt, geschaltet ist. B und M sind durch einen Kondensator überbrückt. Eine
solche Anordnung, wie sie schematisch die Fig. 2 zeigt, hat die Eigenschaft, daß sie
dann in Schwingungen gerät, wenn der Schwingungskreis L-C abgestimmt ist auf die
Eigenwelle des Steuerquarzes Q. Das Verhalten einer derartigen Anordnung zeigt die
Fig. 3. Als Abszisse ist die Wellenlänge und als Ordinate der im Instrument angezeigte
Anodengleichstrom Ia vorgesehen. Ist der Schwingungskreis L-C nicht auf die
Eigenwelle des Quarzes Q abgestimmt, so ist ein bestimmter konstanter Anodengleichstrom
vorhanden, dessen Größe von der Art der verwendeten Röhre und den Betriebsdaten abhängt.
Ist eine bestimmte Annäherung in der Abstimmung vorhanden, so beginnt das System zu schwingen unter gleichzeitiger Abnahme
des Anodenstromes. Der Punkt des Schwingungseinsatzes ist in der Fig. 3 mit a
bezeichnet. Der Anodengleichstrom nimmt bis zu einem bestimmten Wert b ab. Bei
auch nur ganz geringer weiterer Vergrößerung der Wellenlänge des Schwingungskreises
L-C reißt plötzlich die Schwingung ab, und der Anodengleichstrom geht auf den Wert c,
welcher dieselbe Größe wie α hat. Der Übergang von b nach c ist äußerst kritisch und
macht sich im Meßinstrument M durch plötzlichen Ausschlag bemerkbar. Selbst die geringsten
Kapazitätsänderungen von C genügen, um das System von dem. Schwingzustand
in den nicht schwingenden Zustand zu versetzen. Geht man jetzt umgekehrt so vor, daß man von größerem λ nach kleineren
geht, so setzt ebenso plötzlich die Schwingung wieder ein, was sich dadurch bemerkbar
macht, daß der Anodengleichstrom von c auf b absinkt.
Man kann diesen Effekt zur Konstruktion eines Pendelrückkopplungsempfängers verwenden.
Sorgt man ähnlich wie bei dem Beispiel der Fig. 1 dafür, daß die Abstimmung
des Anodenschwingungskreises L-C in der Fig. 2 periodisch geändert wird, so kann
man schon mit minimalen Abstimmungsänderungen erreichen, daß die Schwingung völlig
aussetzt. Selbstverständlich ist es gleichgültig, ob die Abstimmung dadurch geändert
wird, daß man L ändert oder aber C.
Claims (3)
- Patentansprüche:ι. Pendelrückkopplungsempfänger mit im Anoden- und Gitterkreis eines Rohres liegenden, auf gleiche Wellenlänge abgestimmten Schwingungsgebilden, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterbrechung der hochfrequenten Schwingung durch Verstimmen eines der beiden Schwingungsgebilde erfolgt.
- 2. Pendelrückkopplungsempfänger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Schwingungsgebilde im Gitterkreis aus einem schwingenden Kristall und das andere im Anodenkreis aus einem Schwingungskreis mit veränderlichen Elementen besteht.
- 3. Pendelrückkopplungsempfanger nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Kondensatoranordnung mit beweglicher Belegung zur Steuerung des veränderlichen Elementes dient.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE540341T | 1930-09-14 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE540341C true DE540341C (de) | 1931-12-12 |
Family
ID=34223024
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930540341D Expired DE540341C (de) | 1930-09-14 | 1930-09-14 | Pendelrueckkopplungsempfaenger mit im Anoden- und Gitterkreis eines Rohres liegenden, auf gleiche Wellenlaenge abgestimmten Schwingungsgebilden |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US2010978A (de) |
| DE (1) | DE540341C (de) |
| GB (1) | GB375620A (de) |
-
1930
- 1930-09-14 DE DE1930540341D patent/DE540341C/de not_active Expired
-
1931
- 1931-05-27 US US540346A patent/US2010978A/en not_active Expired - Lifetime
- 1931-09-12 GB GB25637/31A patent/GB375620A/en not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US2010978A (en) | 1935-08-13 |
| GB375620A (en) | 1932-06-30 |
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