DE53643C - Schreitende Figur - Google Patents
Schreitende FigurInfo
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- DE53643C DE53643C DE189053643D DE53643DD DE53643C DE 53643 C DE53643 C DE 53643C DE 189053643 D DE189053643 D DE 189053643D DE 53643D D DE53643D D DE 53643DD DE 53643 C DE53643 C DE 53643C
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A63—SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
- A63H—TOYS, e.g. TOPS, DOLLS, HOOPS OR BUILDING BLOCKS
- A63H15/00—Other gravity-operated toy figures
- A63H15/02—Figures staggering down an inclined path by means of the gravity effect
Landscapes
- Toys (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei dem auf beiliegender Zeichnung dargestellten Spielzeug ahmt eine menschliche Figur,
die in den Händen eine Schwebestange trägt, die Bewegungen eines Seiltänzers nach, indem
sie eine schiefe Ebene hinabgeht und dabei beständig hin- und herschwingt. Eine besondere
Triebkraft wird zur Erzeugung dieser Bewegung nicht benutzt, sondern nur die Schwere.
Fig. ι zeigt das Spielzeug in Seitenansicht, Fig. 2 in Vorderansicht. Fig. 3 bis 7 veranschaulichen
verschiedene Beinstellungen der Figur während eines Doppelschrittes, Fig. 8 und g die Befestigungsvorrichtung der Beine,
Fig. 10 und 11 besondere Beinstellungen.
In den unteren Theil des Oberkörpers der Figur, die in der Zeichnung mit A bezeichnet
wird, ist ein Rahmen b gelöthet (Fig. 8 und 9). Derselbe zerfällt in in zwei durch eine Scheidewand
von einander getrennten Abtheilungen und wird von einem Stift c quer durchbohrt. An
dem Stift hängen die beiden Beine α und a1,
und zwar geht der Stift durch je eine Schleife, welche von dem Blechstück gebildet wird, aus
dem die eine Beinhälfte besteht. Die Beine erhalten dadurch eine sehr sichere Führung
und können sich nur in der Richtung von vorn nach hinten oder umgekehrt drehen, nicht aber seitlich aus ihrer Lage kommen.
Die Füfse d d1 der Figur sind kleinere Bogenstücke
eines Kreises, dessen Mittelpunkt mit dem Drehpunkt der Beine zusammenfällt. Sie
werden so in den unteren Theil der Beine eingelöthet, dafs sie an der Seite verdeckt sind
(Fig. 1) und das Aussehen gewöhnlicher Füfse haben. In den Händen trägt die Figur die
Schwebestange e aus Draht, die sich in grofsem Bogen nach unten biegt und so lang ist, dafs
der Schwerpunkt des Ganzen in gewisser Entfernung unter der Figur liegt. Sie kann in
den Händen nicht verschoben werden und versetzt die Figur in schwingende Bewegung,
wenn man sie auf der einen Seite anzieht.
Die schiefe Ebene, auf der die Figur herabgeht, wird durch das Brett f eines Gestelles B
gebildet, das auf den Füfsen g ruht. Die Füfse sind drehbar an dem Brett angebracht und
lassen sich vollständig an dasselbe anlegen, so dafs das ganze Gestell leicht unterzubringen
ist.
Um die Figur gehen zu lassen, stellt man sie auf der schiefen Ebene so auf, dafs das Gesicht
sich nach unten kehrt, und zieht die Schwebestange auf der einen Seite etwas an,
was in den meisten Fällen auch nicht nöthig ist, da schon äufserst geringe, von selbst sich einstellende
Bewegungen der Schwebestange die Figur in Bewegung setzen. Die Figur schwingt dann von der einen zur anderen Seite, setzt
abwechselnd den einen Fufs vor den anderen und schreitet langsam vorwärts.
Die einzelnen Stellungen, welche die Beine dabei einnehmen, veranschaulichen Fig. 3 bis 7.
Fig. 3 zeigt die Beine bei Beginn eines Schrittes. Die Figur steht aufrecht und steht im Begriff,
sich nach der rechten Seite zu neigen. Der Schwerpunkt i des Oberkörpers liegt senkrecht
unter dem Stift c. Die Beine stehen ebenfalls aufrecht,- der rechte Fufs d berührt die Ebene
mit einem Punkt des Absatzes, der linke d1 mit der Spitze. Wenn die Figur sich nach
rechts neigt, so hebt sich der Fufs d1 etwas und der Fufs d trägt allein die Figur. Da
beide Füfse Bogen eines Kreises sind, den man sich um den Stift c geschlagen denkt, und auf
diesem Stift das Gewicht des Oberkörpers der Figur und der Schwebestange ruht, so rollt
der Fufs d nach vorn, während der Fufs dl
nach vom fällt. Der Oberkörper bleibt dabei immer in aufrechter Lage und der Schwerpunkt
bewegt sich mit dem Drehpunkt der Beine parallel der schiefen Ebene nach unten. Wenn die Figur sich in ihre äufserste Lage
nach rechts geneigt hat, so nehmen die Beine ungefähr die in Fig. 4 gezeichnete Stellung ein.
Der Fufs d berührt die schiefe Ebene in der Mitte und der Fufs d1 hängt senkrecht daneben.
Bei der Weiterbewegung kommen die Beine sodann in die in Fig. 5 gezeichnete Stellung,
indem der Fufs d weiter rollt und der Fufs d1
immer wieder in senkrechte Lage fällt. Die neue Stellung ist umgekehrt wie die in Fig. 3;
der Fufs d steht mit der Spitze auf der schiefen Ebene und der Fufs d1 mit dem Absatz.
Damit ist auch ein Schritt beendet und die Figur beginnt jetzt dieselbe Bewegung nach
der anderen Seite, um dann wieder in die erste Stellung zurückzukehren (Fig. 7).
Dieses Spiel wiederholt sich so lange, bis die Figur unten angelangt ist, weil sie unter dem
Einflufs der Schwebestange ziemlich lange hin- und herschwingt. Aufserdem erlangt die Bewegung,
wenn die Figur gut ausgeführt ist, durch die Schwebestange eine genügende Gleichmäfsigkeit.
Die Geschwindigkeit läfst sich durch Verstellen der schiefen Ebene regeln; um die
Figur langsam vorwärts schreiten zu lassen, bedarf es nur einer ganz geringen Neigung dieser
Ebene.
Damit die Schritte nicht gröfser werden können, als es der Wirklichkeit entspricht, sind
die Beine und der Rahmen b so geformt, dafs die Beine nach einer entsprechenden Drehung
an den Rahmen anstofsen müssen. Wird die Figur in starke Schwingungen versetzt, so kann
sie während des Vorwärtsschreitens z. B. die in Fig. 11 gezeichnete Stellung einnehmen, bei
welcher der obere Theil des Beines α hinten und der obere Theil des Beines a1 vorn angestofsen
ist, und bei der zugleich der Schwerpunkt der Figur, die jetzt mit dem Bein α ein
Ganzes bildet, nicht mehr senkrecht unter dem Stift c, sondern senkrecht unter der Fufsspitze d
liegt.
Durch den Anschlag der Beine wird auch verhindert, dafs die Figur ganz nach vorn oder
hinten fallen kann. Stellt man dieselbe z. B. so auf, dafs beide Beine neben einander stehen,
so nimmt sie die in Fig. 10 gezeichnete Lage ein.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Spielzeug, bestehend aus einer Figur, die mit drehbaren Beinen α α1 und einer unbeweglichen Schwebestange e versehen ist, und deren Füfse d d1 Bogenstücke eines Kreise sind, deren Mittelpunkt mit dem Drehpunkt c der Beine zusammenfällt, so dafs die Figur, wenn sie auf eine schiefe Ebene gesetzt wird, infolge der zufälligen seitlichen Pendelbewegungen die Ebene hinabgeht.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE53643T | 1890-02-23 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE53643C true DE53643C (de) | 1890-09-20 |
Family
ID=33163908
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE189053643D Expired DE53643C (de) | 1890-02-23 | 1890-02-23 | Schreitende Figur |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE53643C (de) |
-
1890
- 1890-02-23 DE DE189053643D patent/DE53643C/de not_active Expired
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