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Stangenschrämkrone Die gegenständliche Erfindung befaßt sich mit der
Ausbildung einer Stangenschrämkrone, ' und der Leitgedanke des Erfinders besteht
darin, daß durch eine besondere Ausbildung der Stangenschrämkrone ein leichteres
Arbeiten und dadurch wirtschaftliche Erfolge, speziell in dem Kohlenbergwerkbetrieb,
erzielt werden. Durch die Erfindung soll die Staubbildung auf das Minimalmaß reduziert
werden. Das Anhäufen und Ansetzen von Kohlenbrei in verschiedenen toten Räumen soll
möglichst vermieden und dadurch das Polstern bei dem Anschlagen der Schrämkrone
womöglich gänzlich ausgeschaltet werden.
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Bei den meisten bisher bekannten Stangenschrämkronen, die größtenteils
mit Preßluft angetrieben werden, sind die Schram.-kronen so ausgebildet, daß sie
an der Stirnseite eine Anzahl von Schrämspitzen besitzen. Von den Schrämspitzen
ist eine gewöhnlich in der Mitte, wogegen die übrigen um die mittlere herum angeordnet
werden. Meistens wird die Tatsache nicht beachtet, daß es notwendig ist, dem verschiedenen
Material die Länge der Schrämspitzen sowie ihren Querschnitt anzupassen; dadurch
ergeben sich der Nachteil und die Tatsache, daß der Querschnitt der Schrämspitzen
q., 5 sogar mehrkantig ausgebildet wird, was zur Folge hat, daß das Kohlenmaterial
beim An= schlagen der Schrämkrone zu viel zerschlagen, jedoch nicht gebrochen wird,
und eine starke Kohlenmehlbildung zur Folge hat. Die Zwischenräume bei den Schrämspitzen
werden meistens so ausgebildet, daß sie etliche Flächen besitzen, welche gegen die
Mitte zu einen toten Raum einschließen, oder es kommen Flächen zutage, welche senkrecht
zu der Längsachse der Schrämkrone zu liegen kommen, wodurch sich die Möglichkeit
ergibt, dä'ß das Kohlenmaterial, welches meistens gewissen- Feuchtigkeitgrad besitzt,
sich in diesen toten Räumen anhäufen kann und bei der Stoßwirkung der Schr ämkrone
als federnde Polsterung sich geltend macht. Es muß auch hervorgehoben werden, daß
im Falle, daß alle Schrämspitzen sich in einer zu der Längsachse der Schiämkrone
senkrechtstehenden Ebene befinden, das Abbröckeln des Kohlenmaterials ein schwierigeres
ist, als wenn die mittlere Spitze etwas vorsteht und so von der Mitte aus mehr gegen-dieKranzspitzen
wirkt.
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Bei der gegenständlichen Erfindung können folgende Vorteile bezeichnet
werden: Die mittlere Spitze steht etwas vor, so daß -sie als erste in das Kohlenmaterial
eindringt und 'ein Loch in der Mitte der Schrämstelle ausbricht. Die Kranzspitzen
brechen dann das Kohlenmaterial leichter ab, nachdem sie gleichzeitig auf einem
Kreisumfang auf das Material anstoßen, welches in der Mitte schon etwas gelockert
ist und dadurch leichter abgebrochen werden kann. Die Anschläge werden
also
nicht in dem Maße gehemmt, wie es bereits bei der erwähnten Anordnung der Spitzen
in einer Ebene der Fall ist.
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Sämtliche Schr ämspitzen haben einen dreieckigen Querschnitt, so daß
sie eigentlich die schärfsten Kantenwinkel besitzen und infolgedessen leichter in
das Kohlenmaterial eindringen können. Außerdem ist die Längsausbildung der Schrämspitzen
eine derartige, daß keine zu der Längsachse der Schrämkrone stehende Fläche gebildet
wird. Es entstehen eigentlich nur scharfe Ixen, welche das Kleinmaterial und den-
Kohlenstaub von der Mitte aus gegen die Außenfläche der Schrämkrone leicht führen
können. Das kommt noch mehr zum Ausdruck, wenn man bedenkt, daß bei jedem Stoß und
Anschlag immer mehr Kleinmaterial erzeugt wird, welches sich in alle Fugen zwischen
den Schrämspitzen einpreßt und in diesen bewegen muß. Das frische Kleinmaterial
drückt also das bereits angesammelte Kleinmaterial hinaus, und es ist ausgeschlossen,
daß sich das Kleinmaterial irgendwo einzwängen und auf die Ausgiebigkeit des Anschlages
wirken könnte. Was für die Kohle in unserem Falle als Beispiel angegeben wird, hat
seine Gültigkeit auch für andere Materialien, bei welchen jedoch die Ausbildung
der Schrämkrone sowie der Schrämspitze der Eigenschaft des Materials entsprechend
berücksichtigt werden muß.
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In der Zeichnung ist ein Beispiel der Stangenschrämkrone im Sinne
der gegenständlichen Erfindung dargestellt. Fig. i zeigt die Ausgestaltung einer
Stangenschrämkrone als Seitenansicht, Fig.2 einen Längsschnitt in der Ebene A-B
laut Fig. 3, und die Fig. 3 zeigt die Stirnansicht zu Fig. r.
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Die neue Stangenschrämkrone besteht aus einem Schrämkopf z, dessen
Stirn eine sternförmige Anordnung von mehreren Schrämspitzen 2 besitzt. In der Mitte
der Schrämkrone ist ein hohler Raum angeordnet, in welchen die Schrämstange eingesetzt
wird, dem gegenüber von der Stirnseite aus in diesen Hohlraum, welcher an dieser
Stelle etwas geringere Ausmaße besitzt, die mittlere Spitze 4 eingesetzt werden
kann und das Zentrum der Schrämspitze 2 bildet. Die Schrämspitze 4 hat einen dreikantigen
Querschnitt und ist auch etwas länger als die Kranzspitze. Die Kranzspitzen 2 haben
auch einen dreieckigen Querschnitt und besitzen gegen dieMitte zu eine bogenförmige
Schneide, welche nach unten zu bis zur Mittelspitze reicht. Bei der Arbeit wird
zuerst die mittlere Spitze in das Material eingetrieben und verursacht, j e nach
der Eigenschaft des Materials und der Heftigkeit des Anschlages, eine Auflockerung
des Materials. Sobald die Kranzspitzen in Tätigkeit getreten sind, dringt die scharfe
Kranzspitze in das Material ein, und verursacht eine weitere Auflockerung und Aufreißung
des Materials, und zwar mehr gegen die Mitte zu. Dadurch wird das Aufreißen und
Abbröckeln erreicht, wobei die Staubbildung nur von der Eigenschaft des Materials
abhängig ist, dasselbe jedoch nicht durch den Anschlag, besser gesagt durch das
Stampfen, hervorgerufen wird. Die Seitenflächen der Kranzschneiden bilden eine Ixe
6, die in einem scharfen Winkel zur Längsachse der Schrämkrone nach rückwärts angeordnet
ist.
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Das Kleinmaterial, dessen Menge bei der Arbeit immer mehr steigt,
wird durch die zwischen den Kranzschneiden befindlichen Räume nach rückwärts abgeschoben,
ohne daß es die Möglichkeit hätte, sich irgendwo anzusammeln und auf die Ausgiebigkeit
des Anschlags hemmend zu wirken.
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Nachdem die Wirkung sämtlicher Schrämspitzen eine günstigere ist und
die Staubbildung gänzlich ausgeschaltet werden kann, ist auch die ganze Arbeitsleistung
eine bedeutend größere, was zur Folge hat, daß die Arbeit als eine ausgiebigere
bezeichnet werden kann. Die gegenständliche Schrämkrone schneidet und bricht, stampft
aber nicht.