DE536276C - Verfahren zur Darstellung neuer Alkaloidsalze - Google Patents

Verfahren zur Darstellung neuer Alkaloidsalze

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DE536276C
DE536276C DE1930536276D DE536276DD DE536276C DE 536276 C DE536276 C DE 536276C DE 1930536276 D DE1930536276 D DE 1930536276D DE 536276D D DE536276D D DE 536276DD DE 536276 C DE536276 C DE 536276C
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DE1930536276D
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Inventor
Dr Louis Benda
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D489/00Heterocyclic compounds containing 4aH-8, 9 c- Iminoethano-phenanthro [4, 5-b, c, d] furan ring systems, e.g. derivatives of [4, 5-epoxy]-morphinan of the formula:
    • C07D489/02Heterocyclic compounds containing 4aH-8, 9 c- Iminoethano-phenanthro [4, 5-b, c, d] furan ring systems, e.g. derivatives of [4, 5-epoxy]-morphinan of the formula: with oxygen atoms attached in positions 3 and 6, e.g. morphine, morphinone
    • C07D489/04Salts; Organic complexes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung neuer Alkaloidsalze Es wurde gefunden, daß Morphin und analog wirkende Alkaloide, wie z. B. Dihydromorphinon oder Dihydrokodeinon u. a., in Salze der alkylierten aminoarylphosphinigen Säuren übergeführt werden können, welche die volle Wirkung des betreffenden Alkaloids aufweisen, ohne dessen unerwünschte Neben-bzw. Nachwirkungen zur Folge zu haben. Man kann solche Salze erhalten, indem man z. B. das Hydrochlorid des betreffenden Alkaloids mit einem Alkalisalz der betreffenden phosphinigen Säure oder das Sulfat des Alkaloids mit einem Erdalkalisalz der phosphinigen Säure zur doppelten Umsetzung bringt.
  • Für die medizinische Verwendung der neuen Verbindungen -ist es nicht notwendig, diese abzutrennen. Es genügt vielmehr, die beiden Komponenten in Lösung aufeinander einwirken zu lassen, indem man ihre Lösungen vereinigt oder indem man sie in festem Zustände mischt und das Gemisch löst. Da die in Frage kommenden phosphinigen Säuren sich als durchaus ungiftig erwiesen haben, kann man einen Überschuß von ihnen zusetzen, ohne das therapeutische Ergebnis zu schmälern.
  • Der therapeutische Wert der neuen Alkaloidsalze besteht darin, daß sie, wie aus klinischen Versuchen hervorgeht, von Patienten, die sonst nach Injektionen anderer Morphinverbindungen Beschwerden haben, ausgezeichnet vertragen werden. Beispiel i 1,i25 Teile salzsaures Morphin werden in i2 Teilen Wasser bei etwa q.o° gelöst und dann mit einer Lösung von o,825 Teilen q.-dimethylamino - 2 -methylphenyl- i -phosphinigsaurem Natrium (vgl. Patentschrift 397 8i3 K1. i2q) in 3 Teilen Wasser gemischt. Hierauf wird die Lösung auf dem Wasserbad erwärmt, dann eingedampft; der Rückstand wird mit kaltem Alkohol aufgenommen. Man filtriert von dem ungelösten Natriumchlorid ab und dampft das Filtrat zur Trockne ein.
  • Man erhält so ein weißes, mikrokristalli= nisches Pulver;- das sich in Wasser, Äthyl-und Methylalkohol sehr leicht löst. Auf Zusatz von Natriumnitrit zu der angesäuerten wäßrigen Lösung färbt sich diese kräftig gelbbraun (Bildung von Nitrosodimethyltöluidin). Bringt man ein Körnchen der festen Substanz in eine Mischung von i ccm konzentrierter Schwefelsäure und einem Tropfen 3o°/oigem Formaldehyd, so entsteht eine prächtige violette Färbung.
  • Beispiel e i,26Teile Dihydrooxykodeinon (freie Base) werden mit 12 Teilen Wasser fein verrieben und durch Zusatz von q. Teilen normaler Salzsäure in Lösung gebracht. Man fügt dann eine Lösung von i,io Teilen 4.-dimethylamino -:2 -methylphenyl-i -.phosphinigsaurem Natrium in q. Teilen Wasser hinzu und erhitzt die so erhaltene Flüssigkeit auf dem Wasserbad, bis das Wasser vollständig verdampft ist.
  • Man nimmt mit Alkohol auf, filtriert vom Natriumchlorid ab und verjagt den Alkohol. Man erhält so die neue Verbindung in Form eines weißen Pulvers, das sich in Wasser sehr leicht, in Äthyl- und Methylalkohol leicht in der Kälte löst.
  • Die wäßrige Lösung färbt sich auf Zusatz von Salzsäure und Natriumnitrit kräftig gelbbraun. Die Lösung des trockenen Präparates in viel konzentrierter Schwefelsäure gibt mit einem Tropfen Eisenchlorid eine schmutzig grüne Färbung. Beispiel 3 1,125 Teile salzsaures Morphin werden in i2 Teilen Wasser bei etwa q.0° gelöst und dann mit einer Lösung von o,91 Teilen 4.-diäthylamino - 2 - methylphenyl - i - phosphinigsaurem Natrium in 3 Teilen Wasser gemischt. Hierauf wird die Lösung auf dem Wasserbad erwärmt und eingedampft. Der Rückstand wird mit kaltem Alkohol aufgenommen, die Lösung mit Tierkohle versetzt und von Natriumchlorid und Tierkohle abfiltriert. Das Filtrat wird auf dem Wasserbad zur Trockne eingedampft und das sirupartige Reaktionsprodukt mit etwas Äther verrieben; wobei es kristallinisch erstarrt. Den Äther gießt man vorsichtig ab und trocknet das Produkt im Vakuum über Schwefelsäure.
  • Man erhält so ein weißes kristallinisches Pulver, das sich in Wasser, Äthyl- und Methylalkohol leicht, in Äther und Aceton nicht löst. Auf Zusatz von Natriumnitrit zu der angesäuerten wäßrigen Lösung färbt sich dieses stark gelbbraun (Bildung von Nitrosodiäthyltoluidin). Bringt man'ein wenig der festen Substanz in eine Mischung von i ccm konzentrierter Schwefelsäure und einem Tropfen 3o°/oigem Formaldehyd, so entsteht eine lebhaft violette Färbung.
  • Beispiel q.
  • i,125 Teile salzsaures Morphin und o,76 Teile 4-dimethylaminophenyl-i-phosphiniä saures Natrium werden mit 15 Teilen Wasser versetzt. Die klare Lösung wird auf dem Wasserbad zur Trockne eingedampft. Der glasige Rückstand wird mit kaltem Alkohol versetzt, wobei sich Natriumchlorid kristallin ausscheidet. Nach Zusatz von Tierkohle wird filtriert und das klare Filtrat auf dem Wasserbad zur Trockne eingedunstet. Den zähen, sirupartigen Rückstand verreibt man so lange mit Äther, bis er kristallinisch geworden ist, dann gießt man den Äther soweit wie möglich ab und trocknet das Produkt im Vakuum über Schwefelsäure.
  • Die Verbindung stellt ein weißes kristallinisches Pulver dar, das in Wasser, Äthyl- und Methylalkohol leicht, in Äther und Aceton nicht löslich ist. Die wäßrige Lösung färbt sich auf Zusatz von Salzsäure und Natriumnitrit kräftig 'gelb (Bildung von Nitrosodimethyla.nilin). Ein wenig Substanz, in i ccm konzentrierter Schwefelsäure gelöst, . ergibt mit einem Tropfen 3o°/oigem Formaldehyd eine tief violette Färbung.
  • Verzichtet man darauf, die neuen Verbindungen in festem Zustande abzutrennen, so kann man die Lösungen der phosphorhaltigen Komponenten im Überschuß anwenden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung neuer therapeutisch wertvoller Allcaloidsalze, darin bestehend, daß man Salze des Morphins und ähnlich wirkender Alkaloide mit den Salzen von alkylaminoarylphosphinigen Säuren zur doppelten Umsetzung bringt.
DE1930536276D 1930-01-28 1930-01-28 Verfahren zur Darstellung neuer Alkaloidsalze Expired DE536276C (de)

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